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Frauenärzte empfehlen: Impfung gegen Krebs

Mit der AOK kündigte am Montag die dritte große Krankenkasse die Kostenübernahme für eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs an. Gleichzeitig wird diese Impfung von Frauenärzten empfohlen.

Sie gebe einen Schutz gegen die so genannten Humanen Papilloma Viren (HPV), die diese bei Frauen zweithäufigste Krebsart auslösen, erklärt der in Bielefeld niedergelassene Gynäkologe Michael Wojcinski. Zwischen 6.500 und 7.000 Frauen erkrankten jedes Jahr am so genannten Zervixkarzinom, rund ein Viertel der Betroffenen stirbt daran.

Für die Impfungen erhalten die Frauen drei Spritzen in einem Zeitraum von mehreren Monaten. Übertragen werden die Papilloma-Viren vor allem beim Sex. Daher sei es sinnvoll, die Impfung vor dem ersten Verkehr vornehmen zu lassen, so Michael Wojcinski, der auch Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Impfung in der Gynäkologie im Berufsverband der Frauenärzte ist.

Die Krankenkassen, zu denen neben der AOK auch die Techniker Krankenkasse sowie die DAK gehören, übernehmen die Impfkosten nur für Mädchen im Teenageralter. Es spreche jedoch nichts dagegen, die Impfung auch später noch vorzunehmen, sagt Wojcinski. Nebenwirkungen seien selten. Hin und wieder könne der Arm wie etwa nach einer Grippeimpfung schmerzen.

Quelle: ntv.de