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Strom aus Biomasse Kuhgülle kann Elektrogeräte antreiben

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Kuhgülle kann erheblich zum Klimaschutz beitragen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Auf der Suche nach erneuerbaren Energien erweist sich Kuhgülle als wertvoller Stromlieferant. Die Energie aus den Ausscheidungen der Tiere schont das Klima, Treibhausgase werden reduziert. Und es gibt noch weitere Reststoffe, die der Energieversorgung dienen können.

Aus der Gülle einer einzigen Kuh können nach Berechnungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums jährlich bis zu 1000 Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Mit so viel Energie könne eine Waschmaschine 1000 Mal im Vollwaschgang laufen, teilte das Ministerium mit. Würde die Gülle einer kleinen Rinderherde mit 25 Tieren energetisch genutzt, könnten damit sieben Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden.

Strom aus Biomasse sei nicht nur nachhaltig, sondern auch besonders klimaschonend, erklärte das Ministerium. Würden 1000 Kilowattstunden Strom aus der Gülle einer Kuh genutzt, vermeide dies mehr als 600 Kilogramm an Treibhausgasen. Das entspreche der Menge, die ein durchschnittliches Braunkohlekraftwerk innerhalb von zwei Sekunden ausstoße.

Neben Gülle können laut dem Ministerium auch zahlreiche weitere Reststoffe einen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Der Inhalt einer Biotonne etwa erbringe in der Biogasanlage rund vier Kilowattstunden Strom. Damit könnte eine Woche lang elektrisch gekocht werden. Werde aus einem großen Strohballen Strom gewonnen, könne ein Haushalt damit sogar ein Jahr lang kochen, erklärte das Ministerium.

Umweltschützer kritisieren allerdings, dass in vielen Biogasanlagen vor allem hochgezüchteter Mais verbrannt werde, der stark gedüngt werden muss. Übermäßiges Düngen kann das Grundwasser mit Nitrat belasten, da der Boden den Stickstoff aus dem Dünger nicht komplett aufnehmen kann.

Quelle: n-tv.de, sno/AFP

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