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Schädlich auch für Ungeborene Luftschmutz senkt Geburtsgewicht

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Um einen guten Start ins Leben zu haben, sollten Neugeborene zwischen 2800 und 3800 Gramm liegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Immer öfter kommen Babys mit einem Geburtsgewicht unter 2500 Gramm zur Welt. Das birgt vielfältige Risiken für die weitere Entwicklung der Kinder. Ein Grund dafür ist die zunehmende Luftverschmutzung, können Forscher nun beweisen.

Starke Luftverschmutzung verursacht mit statistisch nachweisbarer Wahrscheinlichkeit ein zu niedriges Geburtsgewicht - und damit Gesundheitsbeeinträchtigungen für Neugeborene. Je stärker die Luft etwa durch Autoabgase und Kohlekraftwerke belastet sei, desto mehr untergewichtige Kinder würden geboren, heißt es in der jüngsten Ausgabe des US-Fachblatts "Environmental Health Perspectives". Babys, die bei der Geburt weniger als 2,5 Kilogramm auf die Waage bringen, gelten als untergewichtig und unterliegen einem deutlich erhöhten Krankheitsrisiko.

Für die Studie wurden Daten von drei Millionen Neugeborenen in neun Ländern in Asien, Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien ausgewertet. Länder, in denen die Luftverschmutzung durch Fahrzeuge und Kraftwerke streng reguliert sei, hätten weniger starke Belastungen in der Atemluft, schreibt eine Autorin der Studie, Tracey Woodruff von der Universität Kalifornien in San Francisco. In den USA habe sich in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, dass die Kosten einer Reduzierung der Luftverschmutzung niedriger lägen als der "Gewinn für die Gesundheit und das Wohlergehen" der Bürger.

Babys mit zu niedrigem Geburtsgewicht erkranken statistisch in den ersten Lebenswochen öfter und unterliegen einem größeren Risiko, früh zu sterben. Auch leiden sie häufiger an chronischen Krankheiten. In den USA begrenzt der Clean Air Act die Luftverschmutzung: Pro Kubikmeter Luft und Jahr darf die Summe an Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer maximal zwölf Mikrogramm betragen. Im EU-Raum liegt der Grenzwert derzeit bei 25 Mikrogramm, allerdings wird eine Verschärfung debattiert. In Chinas Hauptstadt Peking wurde kürzlich ein Wert von über 700 Mikrogramm gemessen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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