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Rote Liste immer länger Mehr bedrohte Vögel

Die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Vögel wird immer länger. Dies geht aus einer in Bonn vorgestellten Studie der Weltnaturschutzunion IUCN und der Organisation BirdLife International hervor. Weltweit seien 1226 und damit mehr als 12 Prozent der etwa 10.000 Vogelarten hochgradig bedroht. Im Vergleich zum vergangenen Jahr mussten acht zusätzliche Arten als vom Aussterben bedroht eingestuft werden. Dazu gehören der Tristan-Albatros, der Löffelstrandläufer und die Floreana- Spottdrossel. Weitere 24 Arten kletterten eine Gefährdungskategorie höher. In Deutschland stehen 40 Prozent aller Vogelarten auf der Roten Liste.

Die Hauptursachen für das Aussterben sieht der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in der Intensivierung der Landwirtschaft und dem wachsenden Flächenverbrauch. "Die Liste belegt erstmalig, dass sich der Klimawandel negativ auf die Vogelbestände auswirkt", sagte NABU- Präsident Olaf Tschimpke laut einer Pressemitteilung. Es sei ein "alarmierendes Signal für den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt." Auch Deutschland trage eine weltweite Verantwortung, da bestimmte bedrohte Populationen wie der Rotmilan ihre Heimat dort hätten. Der NABU gehört als Unterorganisation zum Dachverband BirdLife International.

Quelle: ntv.de

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