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In Zukunft ohne Schwankungen Methan soll Energie speichern

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Bei Windstille stehen alle Räder still, wie hier im Windpark in Egeln (Salzlandkreis).

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Gewinnung von Wind- und Solarenergie ist mit großen Schwankungen verbunden, die bisher nicht zufriedenstellend ausgeräumt werden konnten. Nun startet ein Projekt, das Methan als Energiespeicher im Stromnetz zum Einsatz bringen will.

Münchner Forscher wollen zusammen mit großen Unternehmen aus Abgasen eine Art Energiespeicher gewinnen: Kohlendioxid aus Kraftwerken und überschüssiger Strom aus Solar- und Windparks sollen genutzt werden, um Methan herzustellen. Das Gas könnte dann direkt ins europäische Erdgasnetz gespeist werden. Zum Auftakt des Projekts an der Technischen Universität (TUM) stellten die Wissenschaftler die verschiedenen nötigen Verfahrensschritte und den Stand der Technik vor.

Das Verfahren ist zwar noch nicht effizient, aber es löst das Problem der großen Schwankungen im Stromnetz bei der Nutzung von Wind- und Solarenergie. Denn wenn keine Sonne scheint oder kein Wind weht, gibt es keine Energie, im Hochsommer bei strahlendem Sonnenschein oder an windigen Tagen hingegen gibt es Strom-Überschüsse, die bisher kaum genutzt werden können. Pumpspeicherkraftwerke sind zwar eine Lösung, jedoch aus naturschützerischer Sicht nicht unumstritten.

An dem mit 6,3 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium geförderten iC4-Projekt der TUM sind E.on, Linde, MAN, Siemens, Clariant, Wacker Chemie und das Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik beteiligt.

Quelle: ntv.de, dpa