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Der Nordosten sieht grau Halbschatten verfinstert den Mond

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Da die Mondbahn um fünf Grad gegenüber der Erdbahn geneigt ist, bewegt sich der Trabant auf seinem Weg um die Erde nicht immer durch ihren Schatten. Sonst gäbe es jeden Monat eine Mondfinsternis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ohne Vollmond geht es nicht. Der ist Voraussetzung für Mondfinsternis. Am Mittwochabend ist es wieder soweit. Dann wirft die Erde ihren Schatten auf den Mond - ihren Halbschatten zumindest. Dort, wo der Mond früh genug aufgeht, ist das Schauspiel zu beobachten.

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Hier gut erkennbar: Kernschatten (Umbra) und Halbschatten (Penumbra) der Erde. Der Mond wandert oft auch über oder unter dem Erdschatten entlang.

Wer am 28. November im Nordosten Deutschlands um 16 Uhr in den Himmel schaut, hat gute Chancen, auf dem gerade aufgegangenen Mond einen grauen Schleier zu entdecken. Mit etwa 94 Prozent seines Durchmessers tritt der Mond an diesem Tag in den Halbschatten der Erde ein: Es kommt zur Halbschattenfinsternis.

Sie von Mitteleuropa aus zu beobachten, ist allerdings ein weitgehend aussichtsloses Unterfangen. Wer nicht gerade an der Ostsee wohnt, hat Pech gehabt. Denn nur dort geht der Mond so früh auf, dass in seinem oberen Teil noch ein grauer Hauch des Halbschattens zu sehen ist. Im Südwesten steht der Mond erst dann am Himmel, wenn die Finsternis schon fast vorbei ist.

Finster ist nicht gleich finster

Eine Mondfinsternis, egal welcher Art, kann nur bei Vollmond auftreten. Der Mond verfinstert sich immer dann, wenn die Erde zwischen der Sonne und ihrem Trabanten steht. Dann fällt der Schatten der Erde auf den Mond. Da die Mondbahn um fünf Grad gegenüber der Erdbahn geneigt ist, bewegt sich der Trabant auf seinem Weg um die Erde nicht immer durch ihren Schatten, sondern zieht auch mal darüber oder darunter entlang. Sonst gäbe es jeden Monat eine Mondfinsternis.

So aber kommt es zu unterschiedlichen Typen von Mondfinsternissen, je nachdem, durch welche Teile des Erdschattens der Trabant wandert. Etwa 37 Prozent aller Mondfinsternisse sind Halbschattenfinsternisse. Dabei passiert der Mond lediglich den Halbschatten der Erde, nicht ihren Kernschatten. Erkennbar ist eine solche Halbschattenfinsternis allerdings nur an einer leichten Eintrübung des Mondlichts.

MoFi: zwei- bis fünfmal jährlich

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Eine partielle Mondfinsternis: Der Kernschatten der Erde wird kreisförmig auf dem Mond abgebildet.

Durchquert der Mond den Kernschatten der Erde, und das auch noch mit seinem vollen Durchmesser, spricht man von einer totalen Mondfinsternis. Als sogenannter Blutmond, also in rotes Licht getaucht, ist der Trabant dann schwach am Himmel sichtbar.

Bei einer partiellen Mondfinsternis tritt nur ein Teil des Mondes in den Kernschatten der Erde ein, der Rest befindet sich weiterhin im Halbschatten.

Jedes Jahr gibt es mindestens zwei, höchstens aber fünf Mondfinsternisse. Von den Kernschattenfinsternissen gibt es nie mehr als drei pro Jahr.

Quelle: ntv.de, asc

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