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In Resten nach Zusammenprall Neues Teilchen entdeckt

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Der Teilchenbeschleuniger vor seiner Inbetriebnahme.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wissenschaftler entdecken bei ihren Versuchen mit dem Teilchenbeschleuniger LHC bei Genf ein neues Teilchen. Das sogenannte Boson Chi-b (3P) war vorher noch nie bei Experimenten in Erscheinung getreten. Nun finden es die Forscher in Resten aus dem Zusammenprall von Protonen.

Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben mit Hilfe des Teilchenbeschleunigers LHC bei Genf ein neues Teilchen entdeckt. Bei dem subatomaren Boson Chi-b(3P) handele es sich um die schwerere Version eines Teilchens, das bereits vor rund 25 Jahren beobachtet worden sei, berichtete der britische Physiker James Walder von der Universität von Birmingham. Theoretiker hätten seine Existenz bereits vorhergesagt, doch sei es bislang bei Experimenten noch niemals in Erscheinung getreten, erklärte Walder.

Laut dem Internet-Dokumentenserver für wissenschaftliche Preprints, Arxiv, wurde Chi-b(P3) in den Resten aus dem Zusammenprall von Protonen entdeckt. Die britische Forscherin Miriam Watson vom LHC-Team erklärte, Chi-b(3P) helfe, die Modelle der Elementarteilchen-Physik zu überprüfen. "Damit kommen wir dem Verständnis, wie das Universum zusammengehalten wird, einen Schritt näher", sagte sie.

Vergangene Woche hatte die Meldung, wonach die Wissenschaftler mit Hilfe des LHC bei der Suche nach dem mysteriösen Higgs-Boson einen entscheidenden Schritt weitergekommen sind, bereits für Schlagzeilen gesorgt. Die Suche nach dem Higgs-Teilchen gehört zu den zentralen wissenschaftlichen Aufgaben des weltgrößten Teilchenbeschleunigers.

Quelle: ntv.de, AFP