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Vereinbarungen wirken Ozonschicht stabilisiert sich deutlich

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Vergleich der Ozonschicht über der Antarktis 2006 (r.) und 2013: Das in Blautönen dargestellte Loch hat sich binnen sieben Jahren deutlich geschlossen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Internationale Bemühungen zum Schutz der Umwelt können zielführend sein: Nach entsprechenden Übereinkünften in den 1980er Jahren geht das ehemals bedrohliche Ozonloch weiter zurück. Die UN formulieren nun ein neues Ziel.

Den Vereinten Nationen (UN) zufolge zeichnet sich eine Erholung der Ozonschicht ab. Bis 2050 könnten die Ozonwerte sich wieder jenen der 1980er-Jahre annähern, wie aus einem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervorgeht. Gleichzeitig rufen die UN dringend zu weiteren Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung auf.

An dem Bericht arbeiteten fast 300 Wissenschaftler aus 36 Ländern. Den Fachleuten zufolge sei die Entwicklung besonders auf das Montréaler Protokoll aus dem Jahr 1987 zurückzuführen, in welchem sich etliche Staaten dem Schutz der Ozonschicht verpflichteten. Dazu sollte die Produktion und Verwendung schädlicher Chemikalien, allen voran von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), gestoppt werden. Schätzungen zufolge könnten so im Zeitraum von 1989 bis 2030 durchschnittlich zwei Millionen Hautkrebsfälle verhindert werden. Ohne dieses Protokoll hätten sich die Stoffe, die die Ozonschicht schädigen, bis 2050 verzehnfachen können.

Positive Nebeneffekte fürs Klima

Zudem habe die Verminderung ozonschädigender Chemikalien auch positive Nebeneffekte für das Klima, weil einige der Stoffe auch Treibhausgase seien. Doch zugleich warnen die Behörden: Der schnelle Anstieg einiger anderer Treibhausgase wie Kohlendioxid könnte die positive Entwicklung untergraben. Der Erfolge beim Schutz der Ozonschicht solle die Entscheidungsträger auch darin bestärken, das Klima besser zu schützen, sagte Achim Steiner, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms.

Die Ozonschicht umhüllt die Erde wie ein Schutzschild. Seit Anfang der 1980er-Jahre beobachteten Wissenschaftler eine Abnahme des Ozons in der Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe). Über der Antarktis wiesen sie 1985 erstmals ein Ozonloch nach. Durch die dünnere Ozonschicht dringt mehr ungefiltertes UV-Licht auf die Erde, was zu Augen- und Hautschäden bis hin zu Hautkrebs führen kann. Dem Bericht zufolge dürfte die Ozonschicht in den mittleren Breitengraden und in der Arktis vor der Mitte des Jahrhunderts ihren Zustand aus den 1980er-Jahren wieder erreicht haben, in der Antarktis etwas später.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das UN-Umweltprogramm (UNDP), die den Bericht veröffentlichten, riefen dazu auf, mit derselben internationalen Geschlossenheit und Eindringlichkeit gegen den Klimawandel vorzugehen. Vor allem Fluorkohlenwasserstoffe, die seit fast 30 Jahren als Ersatz für Ozonschicht-schädigende Substanzen verwendet werden, hätten einen Treibhaus-Effekt.

Quelle: n-tv.de, bwe/dpa/AFP

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