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Träume eines Astronauten Reiter will den Mars

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter (48) hofft, dass er die erste Landung eines Menschen auf dem Mars noch am Fernsehgerät miterleben kann. "Rein technisch gesehen gibt es nichts mehr, was man für so eine Mission erfinden müsste", sagte Reiter der "Frankfurter Rundschau".

Eine Mission zum Nachbarplaneten der Erde würde mit Aufenthalt sowie Hin-und Rückflug etwa zweieinhalb bis drei Jahre dauern. "Menschen können nicht nur zwei bis drei Jahre in der Schwerelosigkeit überleben, die Körper regenerieren sich inzwischen nach der Rückkehr in der Schwerkraft auch sehr schnell. Man muss oben im All allerdings viel Sport treiben", berichtete der Astronaut aus seinen eigenen Erfahrungen.

Reiter hatte sowohl in der russischen Raumstation "Mir" als auch in der Internationalen Raumstation (ISS) gearbeitet. Dabei sei ihm bewusst geworden, wie dünn und verletzlich die Erdatmosphäre sei. In seinen Vorträgen weise er deshalb auch immer auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes hin. Reiter schwärmte zudem von dem "unglaublich schönen Anblick" aus den Fenstern der Raumstationen. "Der Sternenhimmel auf der Nachtseite des Orbits beispielsweise ist überwältigend, die Milchstraße ist unglaublich klar zu sehen. Das hat bei mir Fernweh geweckt, ich wäre gerne weiter in diese Richtung geflogen", sagte er.

Flüge ins All halte er für wünschenswert, weil es dabei eine Menge zu lernen gebe. "Aber es wäre sicherlich furchtbar, wenn wir die Erde verlassen müssten, denn das würde bedeuten, die Menschheit hätte grobe Fehler begangen."

Quelle: ntv.de