Wissen

Neue Tiere stehen auf Roter Liste Sushi besser ohne Thunfisch

tunnus_orientalis_monterey_bay_aquarium_randy_wilder_1.jpg

Die Weltnaturschutzorganisation hat die Rote Liste bedrohter Tierarten aktualisiert. Neu dabei ist der Blauflossen-Thunfisch.

(Foto: IUCN/Monterey Bay Aquarium, Randy Wilder )

Weltweit drohen etliche Tierarten auszusterben. Die Weltnaturschutzorganisation weiß, welche das sind. Ihre Rote Liste erklärt unter anderem, wieso man vielleicht ab und an auf Thunfisch-Sushi verzichten sollte.

Der chinesische Kugelfisch (Takifugu chinensis) ist akut vom Aussterben bedroht. Sein Bestand sei in den vergangenen 40 Jahren um 99,99 Prozent geschrumpft, teilte die Weltnaturschutzunion (IUCN) mit. Sie stufte ihn auf ihrer Roten Liste entsprechend ein ("critically endangered").

Der giftige Fisch sei - wie andere Kugelfischarten - eine begehrte Delikatesse in Japan. Wegen jahrelanger Überfischung wird auch der Nordpazifische Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis) jetzt als gefährdet ("vulnerable") in der Roten Liste aufgeführt. Dieser Fisch ist nach Angaben der Weltnaturschutzunion ebenfalls überwiegend in Asien gefragt, zum Beispiel als Sushi. In den vergangenen 22 Jahren seien die Bestände um 19 bis 33 Prozent zurückgegangen.

Der Amerikanische Aal (Anguilla rostrata) sei unter anderem durch den Klimawandel und die Umweltverschmutzung bedroht ("endangered"). Neu als gefährdet ("vulnerable") eingestuft wurde die Chinesische Kobra (Naja atra). Ihr Bestand ging in den vergangenen 20 Jahren um 30 bis 50 Prozent zurück. Diese Schlangen werden den Angaben zufolge vor allem auf Märkten in Hongkong verkauft.

Als ausgestorben wegen Zerstörung ihres Lebensraums gelten laut IUCN jetzt eine zuletzt nur in einem Steinbruch in Malaysia beheimatete Schneckenart (Plectostoma sciaphilum) und der St.-Helena-Riesenohrwurm (Labidura herculeana). Er galt mit 80 Millimetern Länge als der weltgrößte Ohrwurm und kam nur auf der Insel St. Helena im Zentralatlantik vor.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa

Mehr zum Thema