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Bakterien, Pilze oder Viren? Vorsicht mit Antibiotika

Patienten sollten grippale Infekte nicht in Eigeninitiative mit Antibiotika behandeln, die eventuell noch in der Hausapotheke vorhanden sind. Erkältungen und Grippe würden in der Regel durch Viren verursacht, sagt Wolf von Römer vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. Antibiotika helfen aber nur bei Entzündungen, die durch Bakterien oder Pilze verursacht werden. Vor der Einnahme von Antibiotika müsse daher überprüft werden, ob es sich wirklich um eine solche Infektion handelt.

Bei viralen Infekten wirken ausschließlich spezielle Medikamente oder eine vorbeugende Grippeschutzimpfung. "Werden in solchen Fällen trotzdem Antibiotika eingesetzt, kann dies mehr schaden als nutzen", warnt der Experte. Neben Allergien könnten Nebenwirkungen wie zum Beispiel Magenprobleme, Durchfall, Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht oder Nieren- und Leberschädigungen auftreten.

Schnell ansteigendes, hohes Fieber und ein durchsichtiges oder weißes Sekret beim Husten sind laut Wolf typische Zeichen für eine Vireninfektion der Atemwege. Bei bakteriellen Infektionen steige das Fieber hingegen eher langsam. Werden Antibiotika hier verschrieben, sollten sie unbedingt über den gesamten vom Arzt empfohlenen Zeitraum und in der verordneten Dosis eingenommen werden. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Bakterien unempfindlich gegen das Mittel werden.

Quelle: ntv.de

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