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US-Raumfahrt-Legende Walter Schirra ist tot

Die US-Raumfahrt-Legende Walter Schirra, einer der ersten sieben US-Astronauten, ist tot. Schirra sei am Mittwoch in La Jolla (Kalifornien) im Alter von 84 Jahren gestorben, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit.

Die NASA würdigte Schirra als "Pionier der bemannten Raumfahrt". Er flog am 3. Oktober 1962 als fünfter US-Bürger ins All und umrundete die Erde sechs Mal in mehr als neun Stunden. Schirra ist der einzige US-Astronaut, der im Rahmen der drei frühen Raumfahrtprogramme Mercury, Gemini und Apollo in den erdnahen Weltraum flog.

Schirra wurde am 12. März 1923 in Hackensack im US-Bundesstaat New Jersey geboren. "Wally", wie der Spitzname in Abwandlung von Walter lautete, flog im Alter von 15 Jahren bereits das Flugzeug seines Vaters.

Im April 1959 wurde Schirra nach einer Auswahl unter 110 Kampfpiloten als einer der ersten sieben Astronauten der Öffentlichkeit vorgestellt. Von diesen sieben leben jetzt nur noch John Glenn, der als erster Amerikaner die Erde umkreiste, und Scott Carpenter.

Obwohl Schirra nie den Mond betrat, legte er doch mit den Grundstein für die späteren Mondflüge. 1968 war er Kommandant von Apollo 7, des ersten bemannten Apollo-Testfluges. Die dreiköpfige Besatzung flog elf Tage im erdnahen All. Der Testflug zeigte, dass die Apollo-Systeme funktionierten und Astronauten zum Mond bringen konnten.

Schirra verbrachte nach Angaben der NASA während seiner Raumfahrtkarriere 295 Stunden und 15 Minuten im All. Er verließ die US-Raumfahrtbehörde 1969 und wurde Kommentator beim US-Fernsehsender CBS News.

Quelle: n-tv.de