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Lungenkrebs trifft zunehmend Frauen Zahl der Krebstoten sinkt

Die gute Nachricht zuerst: die Rate der Krebstoten wird in Europa im Jahr 2011 sinken. Davon gehen Forscher von den Universitäten in Mailand und Lausanne aus. Die schlechte Nachricht: die Zahl der Frauen, die an Lungenkrebs sterben, steigt.

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Ein Stethoskop liegt auf einem Röntgenbild einer mit Krebs befallenen Lunge

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei vielen Krebsarten sinkt die Todesrate in der Europäischen Union (EU) - doch gleichzeitig sterben immer mehr Frauen an Lungenkrebs. Im Jahr 2011 wird es in der EU schätzungsweise 1,3 Millionen Krebstote geben, wie Forscher von den Universitäten in Mailand und Lausanne auf Grundlage von Daten aus den vergangenen 40 Jahren errechnet haben. Im Vergleich zu 2007 hieße das, dass altersbereinigt sieben Prozent weniger Männer und sechs Prozent weniger Frauen ihr Leben wegen Krebs verlieren. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology" vom Mittwoch.

"Seit den späten achtziger Jahren ist bei Männern in der EU ein Rückgang bei den Todesraten für Krebs festzustellen, bei den Frauen begann es sogar noch früher", heißt es in der Studie. Die zurückgehenden Zahlen seien vor allem besseren Heilungserfolgen bei Brustkrebs bei Frauen sowie Darmkrebs bei Männern zu verdanken.

Bei Männern wird den Schätzungen zufolge wie in den Jahren davor besonders Lungenkrebs zur Gefahr, 2011 könnten daran mehr als 28.000 Männer sterben. Die Frauen verzeichnen die höchste Todesrate bei Brustkrebs mit bis zu 17.300 erwarteten Fällen. Doch wie in den meisten EU-Ländern ist beim Lungenkrebs bei Frauen ein Trend nach Oben zu verzeichnen. 2006 waren in Deutschland 11.900 Frauen an Lungenkrebs gestorben, 2011 sollen es bis zu 13.600 sein.

In Polen hat Lungenkrebs als Todesursache bei Frauen sogar Brustkrebs überholt. Polen hat auch insgesamt sowohl bei Männern als auch Frauen die höchsten Todesraten bei Krebs.

Trotz einiger ermutigender Zeichen werde die Zahl der Krebstoten in der EU wegen der Überalterung der Bevölkerung in Zukunft vermutlich vergleichsweise stabil bleiben, sagte Studienleiter Carlo La Vecchia laut Mitteilung.

Quelle: n-tv.de, dpa

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