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Frühling im November Zeichen für Klimawandel?

Die frühlingshaften Temperaturen mitten im November sind Experten zufolge noch kein eindeutiger Ausdruck für den Klimawandel. "Was wir jetzt sehen, ist eine besondere Wettersituation, wahrscheinlich keine besondere Klimasituation", sagte Johann Jungclaus, Wissenschaftler am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie am Donnerstag. "Normalerweise haben wir um diese Jahreszeit ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen, viel Regen und relativ kalte Luft." Die ungewöhnlich hohen Temperaturen hingegen gingen auf warme Luft zurück, die derzeit aus dem Süden zu uns ströme.

Ob dies jedoch Ausdruck eines veränderten Klimas sei, lasse sich nicht eindeutig sagen. "Aber es ist bezeichnend, dass wir in diesem Jahr einen Rekord nach dem anderen haben", sagte Jungclaus. So verzeichneten Meteorologen unter anderem den heißesten Juli und die höchsten Durchschnittstemperaturen in der Nordsee seit Beginn der Aufzeichnungen. "Insofern kommt da schon so eine Komponente hinein, dass wir langfristig anscheinend in ein wärmeres Regime hineinkommen."

Quelle: ntv.de

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