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Meilenstein in privater Raumfahrt "Cygnus" fliegt zur ISS

Nachschub für die Astronauten an Bord der ISS: Ein Raumtransporter mit hunderten Kilogramm Ausrüstung, darunter Essen und Kleidung, bricht zur Internationalen Raumstation auf. Es ist der erste Flug der von der Firma Orbital Sciences entwickelten "Cygnus"-Kapsel zur ISS.

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Die Trägerrakete "Antares" startet mit dem Transporter "Cygnus" an Bord Richtung ISS.

(Foto: dpa)

Das US-Unternehmen Orbital Sciences hat erstmals seinen Raumtransport er "Cygnus" zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Eine zweistufige Trägerrakete vom Typ "Antares" brachte die unbemannte Raumkapsel zu ihrer Jungfernreise ins All. Die Rakete hob kurz nach der geplanten Startzeit am Mittwoch um 10.58 Uhr (Ortszeit, 16.58 Uhr MESZ) vom Raumfahrtzentrum Wallops im US-Bundesstaat Virginia ab und platzierte "Cygnus" erfolgreich in der Umlaufbahn.

Am Sonntag soll die Raumkapsel dann die ISS erreichen. An Bord von "Cygnus" befinden sich 590 Kilogramm Nahrungsmittel, Kleidung und andere Fracht für die Besatzung der ISS. Insgesamt soll "Cygnus" rund einen Monat an der ISS angedockt bleiben und danach mit rund 750 Kilogramm Fracht - unter anderem Müll und wissenschaftliche Experimente - wieder zur Erde zurückkehren.

"Führungsrolle" der USA im Weltraum

Orbital Sciences ist neben SpaceX eine von zwei privaten US-Firmen, die für die US-Raumfahrtbehörde NASA Nachschub zur Internationalen Raumstation bringen sollen. NASA-Chef Charles Bolden sprach nach dem Start von "Cygnus" von einem weiteren "Meilenstein" in der privaten Raumfahrt. "Die außergewöhnlichen Bemühungen von Orbital helfen uns, das Versprechen von US-Innovation zu erfüllen und die Führungsrolle unserer Nation im Weltraum zu behaupten", erklärte Bolden.

Mit der Mission soll überprüft werden, ob "Cygnus" problemlos an der ISS andocken kann. Sollte der Test erfolgreich verlaufen, könnte Orbital Sciences binnen Monaten reguläre Flüge zur Raumstation starten. Das Unternehmen hat bereits einen 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) schweren Auftrag für acht Versorgungsflüge ab Anfang 2016.

Die NASA hatte 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt und verfügt damit nicht mehr über eine eigene Weltraumflotte. SpaceX hatte im Mai 2012 Geschichte geschrieben, als seine unbemannte Raumkapsel "Dragon" als erstes privates Raumschiff an die ISS andockte. Bislang absolvierte der Raumtransporter von SpaceX drei Flüge zur ISS. Anders als "Cygnus" kann "Dragon" Fracht von der Raumstation auch wieder auf die Erde zurückbringen.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa