Fundsache

Fundsache, Nr. 701 Älteste Spuren von Flachs

In der Nähe einer Höhle in Georgien haben Wissenschaftler die bislang ältesten Spuren von Flachsfasern gefunden. Der mehr als 34.000 Jahre alte Flachs könnte für Fäden, Stoffe, Kleidungsstücke, Schnüre und Körbe verwendet worden sein, erklärte ein Forscher.

"Für die ersten Menschen war dies eine wesentliche Erfindung", schrieb Ofer Bar Josef von der Universität Harvard im US-Bundesstaat Massachussetts in der Fachzeitschrift "Science". Kleidung und Gegenstände aus Lein hätten die Überlebenschancen der Menschen erhöht und ihnen eine bessere Fortbewegung in der georgischen Bergregion erlaubt. Die Flachsfasern seien offenbar in der Nähe der Höhle gewachsen und intensiv verarbeitet worden.

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Die Verarbeitung von Flachs hat eine uralte Tradition.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Leinenfasern sind heute nicht mehr mit bloßem Auge sichtbar, wie es in dem Beitrag hieß. Die amerikanischen und georgischen Wissenschaftler seien darauf gestoßen, als sie Tonproben aus verschiedenen Tiefen der Höhle unter dem Mikroskop untersucht hätten, um Pollen zu analysieren. Dabei entdeckten sie Abdrücke von Leinenfasern, die sich im Laufe der Zeit zersetzt haben. Die bislang ältesten bekannten Flachsfasern aus der Zeit vor rund 28.000 Jahren wurden in einer Ausgrabungsstätte in Tschechien entdeckt.

Quelle: n-tv.de, AFP