Fundsache

Fundsache, Nr. 792 Schmuck und Werkzeuge

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Diese Haarnadel aus Bronze ist rund 2.400 Jahre alt und gehört zu den 110 Fundstücken.

(Foto: picture alliance / dpa)

Archäologen haben bei Ausgrabungen entlang der ICE-Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig rund 3000 Jahre alte Schmuckstücke und Werkzeuge aus Bronze entdeckt. Die 110 wertvollen Funde, darunter Gewandnadeln, Spangen und Beile, lagen nahe Wennungen in Sachsen-Anhalt als Beigaben in mehreren Gräbern. Außerdem förderten die Archäologen aus 4500 Jahre alten Grabstätten Keramikscherben, Gefäße und Schmuck aus Flussmuscheln zutage. "Die Menschen haben hier mit Unterbrechungen rund 2100 Jahre gesiedelt", sagte Grabungsleiterin Madeleine Fröhlich in Halle.

Die Stücke wurden nach ihren Angaben bei Ausgrabungen zwischen August 2007 und Mai 2009 entdeckt. Die Archäologen hatten damals eine 2,5 Kilometer lange, etwa 30 Hektar umfassende Fläche untersucht. Einige der prähistorischen Funde will das Landesamt für Archäologie am 18. Februar im Ausgrabungsstützpunkt Karsdorf im Burgenlandkreis Journalisten vorstellen. An anderen Stellen entlang der künftigen ICE-Strecke laufen derzeit - trotz des eisigen Winters - weitere Grabungen. Die Archäologen benutzen dabei beheizbare Zelte.

Quelle: n-tv.de