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Über 100 neue Modelle Diese Autos kommen 2011

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Atemberaubend, aber limitiert: Der Aston Martin One-77 wird eine Seltenheit auf der Straße bleiben.

Angesichts der Rekordabsatzzahlen gibt die Autobranche im kommenden Jahr richtig Gas. Besonders die deutschen Autobauer überschlagen sich mit Neuheiten. Aber auch aus Frankreich, Japan und den USA kommen einige Highlights. Was kommt an neuen Modellen 2011?

Der Autobranche geht es wieder blendend. Zwar steigt der Absatz auf dem deutschen Markt kaum, doch vor allem das Geschäft in Asien zieht die Absatzzahlen mächtig nach oben. Aber schon im Krisenjahr haben die Konzerne ein Neuheitenfeuerwerk gestartet, denn so schnell ticken die Uhren in der Branche nicht. Es gilt, ein breites Angebot für die Kunden bereit zu stellen, Nischen zu besetzen und neue Bedürfnisse zu wecken. Die Kunden haben die Qual der Wahl.

Auch das neue Jahr wird daher so einige Highlights bringen. Supersportler, absolut neue Modelle, aber auch Neuauflagen beliebter Volumenmodelle. Über 100 werden es sein. Die wichtigsten Modelle des Jahres 2011 im Überblick:

Exklusives Stadtauto: Aston Martin will den kleinen Cygnet nur an die eigenen Sportwagenkunden verkaufen. (Bild: Aston Martin/dpa/tmn)

Exklusives Stadtauto: Aston Martin bringt einen Kleinwagen für die eigene Käuferschaft.

Einer der ganz großen Höhepunkte steht ganz vorne im Alphabet. Aston Martin bringt den One-77. Und der wird genau 77 mal gebaut. Das Auto ist ein Gedicht aus Kohlefaser-Verbundstoff, gepaart mit einem 7,3 Liter großen Zwölfzylinder in V-Form. Mehr als 60 Einheiten des 1,5 Millionen Euro teuren Supersportlers sollen schon verkauft sein. Um der Zahl Sieben genug Ehre zuteil werden zu lassen, hat der exklusive Brite auch noch 760 PS und 750 Newtonmeter Drehmoment. Schade, dass normal Sterbliche das Auto wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen werden. Mit dem Cygnet wollen die Briten hingegen was Kleines auf den Markt bringen. Dafür hat man den Toyota iQ veredelt und will ihn für rund 35.000 Euro verkaufen.

Neue Mittelklasse aus Ingolstadt: Audi kündigt die nächste Generation des A6 für das Frühjahr 2011 an. (Bild: Audi/dpa/tmn)

Neue Mittelklasse aus Ingolstadt: Audi kündigt die nächste Generation des A6 für das Frühjahr 2011 an.

Realistischeres hat da schon Audi für das kommende Jahr zu bieten. Allen voran fährt der A6 als Neuauflage vor. Erste Bilder haben die Ingolstädter schon gezeigt, im Frühjahr soll er bei den Händlern stehen. Technisch wurde das Modell stark modernisiert. Innen gibt es viel A8, außen ein frischeres Design und im Motorraum sparsamere Motoren mit Start-Stopp in Serie. Daneben legt man mit dem RS3 bei den kleinen Sportlern nach. Kurz vor dem Ende des Lebenszyklus des A3 kommt die sportlichste Variante aller Zeiten auf den Markt. 340 PS aus dem Fünfzylinder des TT RS katapultieren Audis Kompaktsportler in eine Liga mit dem 1er M Coupé von BMW.

Gänzlich neu wird es mit dem Q3, der für Mitte des Jahres erwartet wird. Den großen Erfolg des BMW X1 vor Augen will Audi jetzt auch in diesem recht neuen Segment nachlegen. Gebaut werden soll er angeblich bei der VW-Tochter Seat. Technisch wird es ein geklonter Tiguan werden, was Audi beim Nachziehen eine Menge Zeit spart. Ansonsten wird es umweltfreundlich. Der Q5 kommt als Hybrid-Modell, ebenso wie ein Hybrid-A6. Letzterer soll bis zu 100 Stundenkilometer elektrisch unterwegs sein können, aber auch einen Power-Modus bekommen, der für eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 7,3 Sekunden sorgt.

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Auch das neue 6er-Cabrio wird ein Hingucker werden. Marktstart ist im Frühjahr.

Da lässt sich BMW nicht lumpen und haut gleich ein ganzes Bündel an Neuheiten im innerbayrischen Wettbewerb raus. Erstes Highlight wird das 6er Cabrio, das rechtzeitig zum Frühjahr bei den Händlern stehen wird. Das Modell hat Potenzial, wieder eine Stil-Ikone zu werden. Das Coupé wird im Herbst folgen und wohl noch formvollendeter daher kommen. Technisch basieren beide Modelle auf dem 5er. Bei den kleinen Kompaktsportlern hatte BMW erneut knapp die Nase vor Audi, denn die Bayern präsentierten ihr 1er M Coupé nur wenige Tage vor dem Konkurrenten RS3. Auch dieses Auto wird ein Abschiedsgeschenk an die Baureihe, die 2011 ebenfalls als neues Modell erwartet wird. Mit 340 PS bietet der 1er genau so viel Power wie der aufgemotzte A3.

Einen wichtigen Raumgewinn plant man für den neuen 1er. Das Einsteigermodell im Programm soll aber ansonsten behutsam modernisiert werden. Im September auf der IAA wird dann die Neuauflage der 3er-Baureihe gezeigt werden. Das wichtigste Modell von BMW soll etwas wachsen und ein frischeres Design erhalten. Der neue 3er kommt aber erst 2012 zu den Händlern. Richtig Leistung wird im Herbst der neue M5 zeigen. Ein nagelneu entwickelter V8 mit 550 PS wird dann den bisherigen V10-Motor ersetzen. Einzug hält dann auch hier das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das schon aus anderen Modellen bekannt ist. Die Lifestyle-Tochter Mini macht aus dem Concept Ernst und bringt ein Coupé auf den Markt. Ein Roadster soll folgen.

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Bei Citroën kommt der nächste Sproß der DS-Familie auf den Markt.

Bei Citroën wird die Zukunft elektrisch, die mit dem C-Zero ihren Anfang nehmen soll. Der Klon des Mitsubishi i-MiEV ist sogar schon jetzt zu bestellen, aber wohl erst im neuen Jahr in der Garage. Ohnehin wird es keine Kaufoption geben, sondern nur ein Leasingmodell. Auf dem Pariser Autosalon hat Citroën außerdem schon den DS4 gezeigt, der Alfas Giuletta Konkurrenz machen soll. Allerdings ist der Franzose höher gelegt und will aber mehr Nutzwert bieten.  Der DS5, der ebenfalls für das kommende Jahr erwartet wird, soll hingegen ein Umweltfreund werden. Ein eigenständiges Karosseriedesign wird kombiniert mit dem Diesel-Hybrid aus dem 3008 von der Konzernschwester Peugeot. Möglich ist perspektivisch auch ein reines Elektroauto.

Für Ferrari-Fans gibt es 2011 wieder einen Höhepunkt. Aus Maranello fährt die offene Version des 458 Italia vor. Der beste "Ferrari aller Zeiten" verliert das Dach zugunsten einer Stoffmütze, behält aber natürlich den bulligen V8 mit seinen 570 PS. Hauptkonkurrent wird der Lamborghini Gallardo Spyder sein.

Die Qual der Wahl: Wer sich für den neuen Ford Focus interessiert, muss sich zwischen neun Motorvarianten und drei Karosserieformen entscheiden - eine davon ist der hier gezeigte Fünftürer. (Bild: Ford/dpa/tmn)

Der Ford Focus will mit einem günstigen Preis dem Golf Kunden abjagen.

Bei Ford steht alles im Zeichen des neuen Focus, der zu Beginn des kommenden Jahres auf den Markt kommt. Technisch haben die Kölner das Auto aufgerüstet, aber gegen den Klassenprimus Golf will man vor allem über den Preis punkten. Der Basis-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und 105 PS wird ab 18.350 Euro zu haben sein. Der Kombi kostet nur 250 Euro mehr. Mit dem nagelneuen B-Max will man Opels Meriva Kunden abjagen. Auf der Basis des Fiesta wird der Nachfolger des Fusion aber bei konventionell öffnenden Türen bleiben. Bei den Händlern wird der B-Max aber wohl erst 2012 vorfahren. Elektrifiziert wird C-Max, dessen Verkauf gerade erst anläuft, mit einem Plugin-Hybrid-Antrieb. Geplant sind auch erste Elektromodelle für das kommende Jahr. Vorreiter wird der Transporter Transit sein.

Honda hat für 2011 mit dem Jazz seinen Bestseller aufgefrischt. Neue Scheinwerfer und Stoßfänger sind offensichtlich. Auch Radaufhängung und Lenkung wurden überarbeitet. Im Frühjahr wollen die Japaner außerdem eine Hybridversion nachschieben.

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Mit dem Equus will Hyundai in die Oberklasse vorstoßen.

Bei Hyundai steigt man groß ein. Der Equus will den Nobellimousinen von BMW und Mercedes Konkurrenz machen. Das über fünf Meter lange Flaggschiff soll alles zeigen, was die Koreaner so können. Basis ist eine neue Plattform mit Hinterradantrieb, antreiben wird ein 3,8 Liter großer V6-Benziner oder ein V8 mit 4,6 Liter. Außerdem steigt Hyundai ins Sportwagengeschäft ein. Der Genesis ist das erste Coupé aus dem Hause, reizt aber mit einem recht günstigen Preis von etwa 25.000 Euro und will Kunden vom Audi A5 und dem 3er Coupé überzeugen. Die Konzernschwester Kia stößt mit dem Optima parallel dazu in die Mittelklasse vor.

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Der Grand Cherokee ist ein Klassiker unter den SUVs. 2011 kommt er überarbeitet auf den Markt.

Auch bei Jeep zeigt man Neues in 2011. Der Grand Cherokee hat eine umfassende Überarbeitung erfahren. Er ist glatter und dynamischer gezeichnet und hat einen neuen Sechszylinder-Motor bekommen. Nachgelegt wird noch ein Diesel mit wahrscheinlich 250 PS. Die Basis bildet mit der Plattform der M-Klasse noch ein Erbe aus der Ehe mit Daimler.

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Noch ist er ein Erlkönig, aber erste Bilder vom neuen SLK kursierten schon im Internet.

Richtig rund geht es bei Mercedes. Den Auftakt macht die überarbeitete C-Klasse, die im Frühjahr gezeigt wird. Das Mittelklassemodell bekommt das Cockpit aus dem E-Klasse Coupé und wird etwas dynamischer gezeichnet sein. Für Frischluftfans kommt fast parallel der neue SLK auf den Markt. Start-Stopp und eine Siebengang-Automatik zeichnen den Roadster aus. Die Motoren sollen bei höherer Leistung sparsamer werden. Außerdem wird es wohl eine neue B-Klasse geben. Das geräumige Modell wird auf der IAA zu sehen sein und flacher werden.

Ordentlich Gas gibt im Frühjahr gleich die AMG-Version des CLS. 5,5 Liter Hubraum hat der aus dem CL bekannte Antrieb und soll im CLS mit 9,9 Litern auskommen. Ebenfalls sportlich ist die offene Version des Mercedes SLS AMG. Der Edelroadster wird die Technik seines Coupé-Kollegen übernehmen und eine Stoffmütze tragen. Auf der SUV-Seite steht die Modernisierung der M-Klasse auf dem Programm, die aber wahrscheinlich auch erst auf der IAA zu sehen sein wird. Zudem wird ein C Coupé den bisherigen CLC ablösen.

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Mit dem Ampera bringt Opel ein Vorzeigeauto in Sachen Ökologie auf die Straße.

Opel wird mit dem Zafira ein weiteres Volumenmodell frisch auf den Markt bringen. Der in die Jahre gekommene Van soll deutlich größer werden und so dem Sharan von VW Paroli bieten. Optisch wird er stark dem Meriva ähneln. Mit dem Ampera geht das Elektroauto von Opel in Serie. Baugleich mit dem Chevrolet Volt soll ein als Range Extender dienender Benzinmotor den Elektroantrieb unterstützen. Sportlich wird es beim Astra, wo der in Paris gezeigte GTC in Serie geht.

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Mit dem 508 will Peugeot in der Mittelklasse wieder in die Erfolgsspur zurückkehren.

Das Highlight bei Peugeot heißt 508 und wird den etwas glücklosen 407 ersetzen. Das schmucke Mittelklasseauto kommt als Limousine und Kombi im Frühjahr angerollt und ist deutlich größer als sein Vorgänger. Ab 23.050 Euro wird die Limousine zu haben sein und bringt dabei eine recht umfangreiche Serienausstattung mit. Ein Diesel-Hybrid mit angetriebenen Hinterrädern soll im Laufe des Jahres folgen.

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Der Porsche Panamera wird einen Hybridantrieb bekommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei Porsche wird mit Hochspannung die Neuauflage des Evergreens 911 erwartet. LED-Scheinwerfer sind neu, der Sechszylinder-Boxer ist Pflicht. Ansonsten wird, wie immer beim 911er, nur zart retuschiert. Das Angebot beim Panamera wird um eine Dieselvariante, einen Hybridantrieb und eine besonders starke S-Version erweitert. Auch der Cayenne soll einen weiteren Diesel bekommen. Das kleine SUV mit dem Arbeitstitel Cajun wird es wohl aber erst später auf den Markt schaffen.

Schwedisches Debüt: Der 9-4X ist der erste Geländewagen, den Saab in Europa anbieten wird - im Sommer 2011 kommt der Wagen zu den Händlern. (Bild: Geiger/dpa/tmn)

Schwedisches Debüt: Der 9-4X ist der erste Geländewagen, den Saab in Europa anbieten wird - im Sommer 2011 kommt der Wagen zu den Händlern.

Saab lebt und wird mit dem 9-4X sein erstes SUV zeigen. Die Premiere fand schon in Los Angeles statt. Optisch ist der Gelände-Schwede an die sportlichen Aero-Modelle angelehnt. Angetrieben wird der 9-4X von Sechszylinder-Motoren.

Toyota zeigt mit dem Verso S einen Konkurrenten für Opels Meriva. Der kleine Van wird schon im März auf den Markt kommen. Start-Stopp wird es aber nur optional geben, das Sechsganggetriebe dafür aber in Serie. Die Basis bildet der Yaris, preislich beginnt die Palette bei knapp 15.000 Euro.

Optisch leicht überarbeitet und mit sparsameren Motoren bringt VW das Cabrio-Coupé Eos Mitte Januar 2011 zu den Händlern. (Bild: Volkswagen/dpa/tmn)

Optisch leicht überarbeitet und mit sparsameren Motoren bringt VW das Cabrio-Coupé Eos Mitte Januar 2011 zu den Händlern.

Volkswagen hat in den vergangenen Jahren bereits den größten Teil der Modellpalette aufgefrischt. Für 2011 stehen noch der Tiguan und der Eos auf dem Zettel. Beim kleinen SUV Tiguan wird es ein zartes Facelift mit technischer Aufrüstung werden. Der Eos wurde bereits in den USA gezeigt, wo das kleine Stahlklappdach-Cabrio ein Renner ist. Der Eos bekommt das Familiengesicht von VW mit Chromverzierungen. Neu ist außerdem ein integriertes Panorama-Schiebedach. Auch der Golf bekommt eine Frischluftversion. Damit kann auch für die Wolfsburger der Sommer 2011 kommen.

Quelle: n-tv.de

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