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Fast schon eine Neuauflage Hyundai Santa Fe - weit mehr als ein Facelift

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Hyundai hat seiner Wuchtbrumme, dem Santa Fe, nicht nur ein neues Äußeres gegeben, sondern auch die inneren Werte verbessert.

(Foto: Hyundai)

Gemeinhin hat ein Facelift im Zyklus eines Fahrzeuges nur leichte Retuschen an der Karosserie zur Folge. Anders beim Hyundai Santa Fe. Dessen zyklische Überarbeitung kommt nah an die für eine Neuauflage heran. Hier die wesentlichen Veränderungen.

Bereits Anfang Juni hat Hyundai das Design des überarbeiteten Santa Fe vorgestellt. Jetzt erlauben die Koreaner auch einen Blick unters Blech, der neben viel neuer Technik auch eine kleine Überraschung mit sich bringt.

Neue Architektur bringt mehr Platz

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Der Hyundai Santa Fe nutzt jetzt die gleiche Plattform wie der Konzernbruder Kia Sonata.

(Foto: Hyundai)

Bereits die optischen Änderungen an der Front sind ungewöhnlich prägnant ausgefallen. Überraschender ist jedoch, dass die Koreaner mit der Modellpflege auch gleich die Plattform erneuert haben. Die neue Version des Siebensitzer-SUV ist nämlich das erste Europa-Modell von Hyundai, das auf einer 2019 mit dem neuen Kia Sonata eingeführten Architektur aufsetzt.

Gleich mehrere Vorteile sollen damit verbunden sein. Unter anderem verspricht Hyundai weniger Fahrgeräusche und Vibrationen, außerdem soll die Plattform dynamischere Fahreigenschaften erlauben und für mehr Platz im Innenraum sorgen. In der dritten Sitzreihe wächst demnach die Beinfreiheit um vier Zentimeter. Das Kofferraumvolumen legt beim 5-Sitzer um neun auf 634 Liter und beim 7-Sitzer um 24 auf 571 Liter zu.

Verbesserte Antriebe und Plug-in-Hybride

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Bei den Antrieben wird es neue Hybrid-Varianten für den Hyundai Santa Fe geben.

(Foto: Hyundai)

Auch bei den Antrieben hat sich einiges getan. Eine neue Hybridvariante kombiniert einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem 60 PS starken E-Motor mit 1,5 kWh großer Batterie. Als Systemleistung sollen 230 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter zur Verfügung stehen.

Anfang 2021 soll eine Plug-in-Hybrid-Variante folgen, die mit dem neuen 1.6er-Benziner und einer 91 PS starken E-Maschine eine Systemleistung von 265 PS und ebenfalls 350 Newtonmeter bereitstellt. Eine 13,8 kWh große Lithium-Ionen-Polymer-Batterie soll rein elektrisches Fahren über größere Distanzen erlauben. Beide Hybridantriebe sind mit einer neuen Sechsgang-Automatik verbandelt.

Für den überarbeiteten und auf 202 PS und 440 Newtonmeter erstarkten 2,2-Liter-Vierzylinderdiesel gibt es ein neues Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe, das eine bessere Kraftverteilung und Effizienz im Vergleich zum bisherigen Siebengang-DCT verspricht. Kombinierbar ist der Diesel wie gehabt mit Front- oder Allradantrieb.

Immer vernetzt mit erweiterten Assistenten

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Auch der Innenraum des neuen Hyundai Santa Fe hat sich im Vergleich zum Vorgänger völlig verändert.

(Foto: Hyundai)

Der neue Santa Fe wird stets online sein, was in Kombination mit der Bluelink-App auch einige Remote-Dienste ermöglicht. Unter anderem kann der Nutzer per App das Fahrzeug lokalisieren, ent- oder verriegeln oder den Füllstand des Tanks überprüfen. Außerdem sind künftig Online-Informationen wie Verkehrs- oder Wetterdaten in Echtzeit abrufbar. Die Konnektivitätsstandards Apple Carplay und Android Auto erlauben künftig die kabellose Einbindung von Smartphones. Hyundai hat zudem das Spracherkennungssystem und einige Assistenten verbessert. So greift der Kollisionsverhinderer beim Abbiegen an Kreuzungen und beim Rückwärtseinparken ein, während der Abstandstempomat die Geschwindigkeit auch anhand von Navigationsdaten anpassen kann.

Im Herbst wird der neue Santa Fe in Deutschland an den Start gehen. Fahr- und Verbrauchswerte behalten die Koreaner ebenso wie die Preise noch für sich. Derzeit kostet das Flaggschiff von Hyundai in der Basisversion etwa 45.200 Euro.

Quelle: ntv.de, hpr/SP-X