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Scharf an der Realität vorbei? Skoda präsentiert Zeichnungen des Kodiaq

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Wirklich nah an der Realität scheinen die Skizzen des Skoda Kodiaq aus der Designabteilung der Tschechen nicht zu sein.

Die von Skoda veröffentlichten Zeichnungen des neuen SUV Kodiaq scheinen weiter von der Realität entfernt als die in Genf gezeigte Studie. Dennoch sind sie ein beredtes Zeichen, wohin die Reise der Tschechen gehen soll.

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Die scharfen Kanten werden immer mehr zum Markenzeichen von Skoda.

Gut drei Monate vor seinem Messedebüt in Paris, haben die Tschechen erste Skizzen der Serienversion ihres neuen SUV veröffentlicht. Allerdings vermittelt die einen wenig realistischen Eindruck vom kommenden Kodiaq als noch die seriennahe Studie Vision S, die im März 2016 in Genf vorgestellt wurde.

Allerdings zeigen die Zeichnungen keine Überraschungen, denn der Kodiaq kommt mit markentypischer Front daher, die aber einen für Skoda ungewohnt bulligen Eindruck vermittelt. Ansonsten bietet der Wagen einen konventionellen SUV-Zuschnitt mit den derzeit im VW-Konzern angesagten scharfkantigen Charakterlinien im Blechkleid.

Keine Experimente wie beim Yeti

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Die Studie Vison S sorgte auf der Messe in Genf für einiges Aufsehen.

(Foto: Holger Preiss)

Von Design-Experimenten wie noch beim Yeti hat sich Skoda nach Aussagen von Chefdesigner Joseph Kaban dann auch verabschiedet: "Mit unserem ersten großen SUV oberhalb des Yeti betreten wir ein neues Segment. Gleichzeitig ist der Kodiaq das erste Modell mit der neuen Skoda-SUV-Designsprache. Die ist kraftvoll und emotional, soll aber dennoch zeitlos sein."

Beim Kodiaq wird es vor allem auch um die inneren Werte gehen. So soll der Fünftürer über 4,70 Meter lang sein und dank rund 2,80 Meter Radstand viel Platz für Gepäck und Fahrgäste bieten. Selbst wenn die optional erhältliche dritte Reihe besetzt ist und sieben Personen mitreisen, sollen noch über 200 Liter Gepäck in den Kofferraum passen. Mit dem als Siebensitzer verfügbaren Modell schließt Skoda gleich zwei bislang vernachlässigte Lücken: Neben SUV-Kunden kann der Kodiaq auch potenziellen Van-Kunden den Traum vom Raum erfüllen.

Nicht unter 30.000 Euro

Das auf dem modularen Querbaukasten aufsetzende Modell wird zunächst ausschließlich über konventionelle Vierzylinder aus dem VW-Konzernregal angetrieben. Bei den Dieselmotoren sind bis zu 190 PS, bei den Benzinern bis 280 PS starke Triebwerke denkbar. Neben Frontantriebsvarianten wird es auch einige Allradversionen geben, optional steht zudem das Doppelkupplungsgetriebe DSG für einige Motoren zur Verfügung.

Auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober 2016) feiert der Serien-Kodiaq sein Messedebüt. Wohl nur wenige Monate später dürfte bereits Marktstart sein. Preise nennte Skoda noch nicht, doch sollte man für die Basisversion knapp unter 30.000 Euro einplanen.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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