Freitag, 10. September 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 10. September 2021

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl steuert die Union auf ein historisches Debakel zu. Markus Söder sieht dieses Wochenende als die letzte Chance, den Trend doch noch zu brechen. Der CSU-Chef wirbt heute auf dem Parteitag in Nürnberg für Armin Laschet, morgen ist der Kanzlerkandidat selbst dran.

Was war heute sonst alles wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!

22:17 Uhr

US-Regierung setzt Flüge mit Afghanen in die USA vorerst aus

Die US-Regierung hat Evakuierungsflüge mit afghanischen Schutzbedürftigen in die USA wegen mehrerer Masernfälle vorerst gestoppt. Unter in den USA gelandeten Afghanen habe es "vier Fälle von Masern" gegeben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Die betroffenen Personen seien in Quarantäne. Die Gesundheitsbehörde CDC habe aber empfohlen, die Flüge vorerst auszusetzen.

Psaki machte keine weiteren Angaben dazu, wie lange der vorläufige Stopp andauern werde. Eine Impfung gegen Masern sei Voraussetzung für die Einreise von Afghanen in die USA, so Psaki weiter. Man schaue nun, ob man auch an den Stützpunkten außerhalb der USA, an denen die Afghanen untergebracht seien, Impfungen verabreichen könne.

21:36 Uhr

Verliebte J.Lo und Ben Affleck stehlen allen die Show

Auf diese Bilder des Hollywood-Traumpaares haben viele gewartet: Musikerin Jennifer Lopez und Oscarpreisträger Ben Affleck sind gemeinsam und sichtbar verliebt über den roten Teppich beim Filmfest Venedig gelaufen.

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(Foto: picture alliance/dpa/Invision/AP)

Seit einiger Zeit war zwar bekannt, dass die 52-Jährige und der 49-Jährige nach längerer Trennung wieder ein Paar sind. Bislang aber gab es nur wenig offizielle Fotos der beiden zusammen - bis jetzt.

Zur Freude von Fotografen und Fans kamen J.Lo und Affleck zur Premiere des Historienspektakels "The Last Duel". Bei all dieser Aufregung gerieten Regisseur Ridley Scott und Afflecks Co-Stars Matt Damon und Jodie Comer fast etwas in den Hintergrund. 

Ben Affleck schien den Moment zu genießen: Zuerst stieg er allein aus der Limousine aus, ließ sich fotografieren und grinste. Dann öffnete er die hintere Tür - und Jennifer Lopez stieg in einem extrem tief ausgeschnittenen, weißen Kleid aus. Arm in Arm liefen die beiden über den roten Teppich und strahlten sich immer wieder an. Im Premierenpalast angekommen, sah man das Paar innig miteinander kuscheln und küssen.

20:55 Uhr

"Werbung, ja bitte"-Schilder sollen Klima retten

Werbung im Briefkasten nervt und ist schlecht für die Natur. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) werden pro Jahr mehr als 28 Milliarden gedruckte Werbeprospekte ungefragt in deutschen Briefkästen verteilt - meistens landen sie im Müll.

Die DUH fordert deswegen, dass für den Erhalt unadressierter Werbepost eine ausdrückliche Zustimmung am Briefkasten nötig ist. Durch ein gesetzliches "Opt-in-Verfahren" ließen sich jährlich bis zu 535.000 Tonnen CO2 einsparen, erklärte die Umwelthilfe. Werbung dürfe dann nur noch in Briefkästen geworfen werden, wenn dies ausdrücklich erwünscht sei, etwa mit einem "Werbung - Ja bitte"-Schild. Dies sei eine einfache und schnell umzusetzende Klimaschutzmaßnahme, führte die DUH weiter aus.

20:27 Uhr

CSU-Parteitag stellt sich gegen "gendermoralistische Sprachakrobatik"

Soll die Nutzung der geschlechtsneutralen Sprache verpflichtend werden? Für die CSU kommt es nicht in Frage: Die Partei hat sich mit großer Mehrheit dagegen ausgesprochen.

"Die krampfhafte Wortwahl der Gender-Sprache hat in Behörden und Bildungseinrichtungen zu unterbleiben", heißt es in einem Antrag, der von den Delegierten des Parteitags in Nürnberg mit großer Mehrheit von mehr als 96 Prozent angenommen wurde. "Die politisch indoktrinierten, künstlichen Auswüchse gendermoralistischer Sprachakrobatik" seien abzulehnen, solange sie sich nicht von unten nach oben in der Gesellschaft durchsetzten, sondern von einzelnen Institutionen oder Medienanstalten auferlegt würden, heißt es in dem Antrag, den der Vorsitzende der Jungen Union in Bayern, Christian Doleschal, eingebracht hatte.

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19:52 Uhr

Zweiter Evakuierungsflug aus Kabul bringt 158 Menschen in Sicherheit

In Kabul ist ein zweiter ziviler Evakuierungsflug - unter anderem mit Deutschen an Bord - in Richtung Katar gestartet. Nach Angaben eines katarischen Offiziellen flog die Maschine 158 Ausländer und Afghanen aus. Neben Deutschen seien US-Bürger, Franzosen, Kanadier, Briten sowie Niederlänger und Belgier an Bord.

Am Vortag war der erste Evakuierungsflug nach dem Abzug der US-Truppen Ende August mit mehr als 100 Menschen an Bord in Kabul gestartet, darunter auch 15 Deutsche. Nach der Machtübernahme der Taliban hatten die USA und ihre Verbündeten nach Nato-Angaben mehr als 120.000 Menschen mit einer Luftbrücke aus Afghanistan ausgeflogen.

19:43 Uhr

Sachsen-Anhalt bekommt schwarz-rot-gelbe Landesregierung

Sachsen-Anhalt wird künftig von einer Koalition aus CDU, SPD und FDP regiert. Die FDP stimmte dem Bündnis auf einem Parteitag in Magdeburg als letzte der drei Parteien zu.

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19:31 Uhr

Schimmel und Hefebildung möglich: Rewe ruft Apfelmark zurück

Das Unternehmen ODW Lebensmittel ruft das Produkt "Rewe Bio Apfelmark 700 g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.03.2024 zurück. Grund sei ein möglicher Verderb des Produktes durch Schimmel oder Hefebildung (Vergärung) vor Ablauf des angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatums, hieß es von dem Unternehmen. Vom Verzehr des betroffenen Produktes werde abgeraten. Produkte mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten seien nicht betroffen.

Kunden können das Produkt im jeweiligen Markt auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.

19:00 Uhr

Kurz vor dem Ruhestand: Merkel besucht ihre Heimatstadt Templin

Übt Angela Merkel schon mal für den Ruhestand? Mitten in der heißen Wahlkampfphase um ihre Nachfolge hat sich die Kanzlerin jedenfalls ausgiebig Zeit genommen, ihre Heimatstadt Templin zu beehren.

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Stolze Ehrenbürgerin der Stadt Templin: Angela Merkel.

(Foto: REUTERS)

Bei ihrem Besuch in der Uckermark bekannte sie sich dazu, wie sehr ihr Herz an der Stadt nördlich von Berlin hängt. "Es wird immer so bleiben, hier komme ich her, hier sind meine Wurzeln und sie werden hier auch immer sein", sagte die CDU-Politikerin.

"Ich habe während meiner politischen Arbeit viele Länder dieser Welt bereisen und kennenlernen können", sagte die Kanzlerin. "Aber dass ich heute als Ehrenbürgerin meiner nun über 750 Jahre alten Heimatstadt Templin hier bei Ihnen sein darf, das erfüllt mich mit Stolz." Merkel pflanzte im Bürgergarten der Stadt eine Linde und legte den Grundstein einer neuen Kita für bis zu 100 Kinder.

Die Kanzlerin ist seit 2019 Ehrenbürgerin von Templin. Sie hatte dort von 1957 bis 1973 ihre Kindheit und Jugend verbracht.

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18:35 Uhr

Portugals Ex-Präsident Sampaio gestorben

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Jorge Sampaio

(Foto: imago/GlobalImagens)

Der frühere portugiesische Präsident Jorge Sampaio ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Wie der derzeitige Präsident Marcelo Rebelo de Sousa mitteilte, starb der sozialistische Politiker in der Nähe von Lissabon. Rebelo de Sousa würdigte Sampaio als Verfechter der "Freiheit" und "Gleichheit". Die Regierung von Ministerpräsident António Costa ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Sampaio war von 1996 bis 2006 Präsident. Er litt zuletzt unter Herzproblemen und wurde Ende August ins Krankenhaus gebracht. Als Student hatte er sich an den Streiks gegen die Diktatur von António Salazar beteiligt. 1978 trat er der Sozialistischen Partei bei.

17:58 Uhr

Frankreich nimmt Abschied von Jean-Paul Belmondo

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Belmondo war am 6. September im Alter von 88 Jahren gestorben.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Zahlreiche Kollegen, Verwandte und Weggefährten haben Abschied von dem französischen Schauspieler Jean-Paul Belmondo genommen. Unter den Trauergästen waren Stars wie die Schauspieler Alain Delon, Marion Cotillard, Pierre Richard, Jean Dujardin sowie Regisseur Claude Lelouch.

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Unter den Trauergästen war auch die Filmlegende Alain Delon.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Die rund zweistündige Trauerfeier fand in der Kirche Saint-Germain-des-Prés mitten in Paris statt. Vor der Kirche versammelten sich mehrere Hundert Menschen.

Mit einem Staatsgedenken im Ehrenhof neben dem Pariser Invalidendom hatte Frankreich am Tag zuvor der Schauspiellegende gedacht. Dabei hatte der französische Präsident Emmanuel Macron Belmondo als Ausnahmekünstler gewürdigt.

17:49 Uhr
Breaking News

Söder mit 87,6 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt

CSU-Chef Markus Söder hat bei seiner Wiederwahl zum Parteichef einen leichten Dämpfer erhalten. Söder erhielt vom CSU-Parteitag in Nürnberg 87,6 Prozent der Stimmen der Delegierten, das waren weniger als bei seiner Wahl vor zwei Jahren. Söder sprach dennoch von einem tollen Ergebnis.

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17:17 Uhr

"Wie ein Geisterfahrer": NATO-Boeing verletzt österreichischen Luftraum "massiv"

Eine Boeing C-17 der NATO hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Wien den österreichischen Luftraum "massiv" verletzt.

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Eine Boeing C-17 der NATO soll sich im österreichischen Luftraum "wie ein Geisterfahrer auf einer Autobahn" verhalten haben.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

  • Die Maschine überflog demnach den Attersee in der Nähe von Salzburg in einer Höhe von 1000 Metern statt der vorgeschriebenen Flughöhe von rund 10.000 Metern.
  • Das Flugzeug habe sich "wie ein Geisterfahrer auf einer Autobahn" verhalten und die Luftfahrt massiv gefährdet, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Zwei österreichische Eurofighter eskortierten das Transportflugzeug aus dem Luftraum nach Ungarn, wo die C-17-Flotte der NATO stationiert ist.
  • Solch eine schwere Luftraumverletzung habe es in den vergangenen 20 Jahren in Österreich nicht gegeben, sagte der Sprecher.
17:15 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:41 Uhr

Vermisster ein Jahr nach Badeunfall aus Bodensee geborgen

Die Wasserschutzpolizei hat einen seit einem Badeunfall vor mehr als einem Jahr vermissten 70-Jährigen tot aus dem Bodensee geborgen.

  • Im August 2020 waren bei einem Bootsausflug zwischen der Lindauer Insel und der Reutiner Bucht ein 73-Jähriger und ein 70-Jähriger schwimmen gegangen. Als der 73-Jährige gesundheitliche Probleme bekam, sprang ein dritter Mann im Alter von 71 Jahren vom Boot aus hinterher.
  • Der 73-Jährige konnte einen Rettungsring greifen, zum Boot geschleppt und gerettet werden. Der 71-Jährige starb bei dem Rettungsversuch an gesundheitlichen Problemen. Der 70-Jährige ging beim Baden unter und war trotz aufwendiger Suche nicht gefunden worden.
  • Der Vermisste wurde vor wenigen Tagen per Tauchroboter entdeckt. Aus einer Tiefe von 31 Metern - etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt - habe man den Toten mit einem Greifarm und einer Schlinge bergen können, sagte ein Polizeisprecher.
16:17 Uhr

Söder: "Habe keinen Bock auf Opposition"

CSU-Chef Markus Söder warnt erneut vor einem Linksrutsch bei der anstehenden Bundestagswahl. Erstmals könne eine rot-rot-grüne Regierung an die Macht kommen, sagt er beim CSU-Parteitag in Nürnberg. "Wir wollen keinen Linksrutsch in Deutschland." Zugleich bekräftigt er den Machtwillen der Union: "Ich habe keinen Bock auf Opposition."

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16:00 Uhr

Bergsteiger stürzt in Berchtesgadener Alpen 100 Meter in die Tiefe

Ein 81-jähriger Bergsteiger ist in den Berchtesgadener Alpen bei einem Sturz über etwa hundert Höhenmeter ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, verließ der ortskundige und erfahrene Mann am Donnerstagnachmittag beim Abstieg vom Gipfel des Hirschwieskopfes den eigentlichen Weg, verlor den Halt und stürzte etwa hundert Meter über fast senkrechtes Felsgelände ab. Warum er den Pfad verließ, sei "nicht mehr genau nachvollziehbar".

Die Ehefrau, die langsamer unterwegs war, beendete die Bergtour den Angaben zufolge an einem vorher vereinbarten Treffpunkt. Als der 81-Jährige dort nach geraumer Zeit nicht ankam, verständigte sie die Polizei. Eine Drohne der Bergwacht fand den Leichnam des Manns in einer steilen Rinne liegend.

15:26 Uhr

Werbung zeigt erstmals rotes Periodenblut - positive Resonanz

Seit Anfang September läuft im TV und im Internet erstmals eine Binden-Werbung mit roter statt mit blauer Flüssigkeit. Man wolle die Periode von Frauen "so zeigen, wie sie ist: rot", hieß es in einer Mitteilung des Herstellers Procter & Gamble.

"Dies soll ein Beitrag sein, natürlich mit dem Thema umzugehen und es weiter zu enttabuisieren". Die Periode sei "das Normalste der Welt - und definitiv kein Tabu oder Grund sich zu schämen".

Nach Angaben einer Sprecherin der Marke "Always" gab es nur wenige negative Reaktionen auf die neue Werbung. Insgesamt sei die Resonanz sehr unaufgeregt gewesen. Das habe gezeigt, dass es Zeit gewesen sei für die Umstellung, so die Sprecherin.

14:52 Uhr

Söder: CSU steht "zu 100 Prozent" hinter Laschet

CSU-Chef Markus Söder hat dem Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet die volle Unterstützung seiner Partei versichert.

  •  "Wir stehen zu 100 Prozent zu Armin Laschet", sagte er kurz vor dem Auftakt des CSU-Parteitags in Nürnberg. CDU und CSU hätten nur ein Ziel, am Ende erfolgreich zu sein. 
  • Jetzt seien die entscheidenden Tage des Wahlkampfes. "Wir haben das erklärte Ziel, den Trend zu brechen, den bisherigen und den Trend wieder nach oben zu entwickeln", sagte Söder.
  • Der CSU-Chef rechnet nicht damit, dass Laschet bei seinem Auftritt in Nürnberg am Samstag von den rund 900 Delegierten mit Pfiffen oder ohne großen Applaus empfangen wird: "Ich gehe mal davon aus, es wird ein sehr warmer, ein sehr herzlicher, aber auch ein sehr klarer Empfang werden." Dieser werde dann auch zeigen, dass CDU und CSU geschlossen seien. "Armin Laschet ist unser Kanzlerkandidat der Union und damit auch der der CSU."
14:31 Uhr

Selenskyj hält direkten Krieg mit Russland "für möglich"

"Ich halte das für möglich". So antwortete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj während einer Podiumsdiskussion in Kiew auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit eines direkten Krieges mit Russland. Eine derartige Eskalation wäre der größte Fehler vonseiten Russlands, fügte er hinzu.

Der Kreml habe diese Äußerungen "mit Bedauern" zur Kenntnis genommen, sagte Sprecher Dmitri Peskow später der Agentur Interfax zufolge. "Wir wollen uns nicht irgendwelchen apokalyptischen Erwartungen hingeben", sagte Peskow.

Selenskyi wiederholte zudem den Vorschlag eines Treffens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Kreml hatte sich dazu zuletzt zwar grundsätzlich bereit gezeigt. Uneinigkeit herrschte bislang aber über Ort und Inhalte eines solchen Gipfels.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Maximilian Beer sagt Tschüss und verabschiedet sich ins Wochenende. Ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und versorge Sie weiter mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Freitagnachmittag.

13:51 Uhr

Bartsch will nicht Minister in rot-grün-roter Regierung werden

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Ein Wahlplakat des Linken-Politikers Bartsch.

(Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto)

Es ist natürlich wenig überraschend, dass Dietmar Bartsch seine eigene Partei, also die Linke als regierungsfähig erachtet. So sollte das bei einem Spitzenkandidaten doch auch sein. Interessant ist allerdings, was Bartsch dem "Spiegel" außerdem sagte: Sollte es zu einer rot-grün-roten Regierung kommen, will der derzeitige Co-Fraktionschef der Linken kein Ministeramt übernehmen.

"Meine Neigung, in die Regierung einzutreten, ist gering", sagte Bartsch dem Magazin. Er habe, solange er dabei ist, Mitte-Links-Bündnisse auf allen Ebenen angestrebt, das sei auch jetzt der Fall. "Aber mein Regierungseintritt ist wirklich nicht mein Ziel."

13:30 Uhr

Russland und Belarus starten riesiges Militärmanöver

Begleitet von Kritik der NATO haben Belarus und Russland ihr großes Militärmanöver "Sapad" (Westen) begonnen. Beteiligt sind auf insgesamt 14 Truppenübungsplätzen bis zu 200.000 Menschen und Hunderte Einheiten Kampftechnik, darunter fast 300 Panzer, 80 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 15 Schiffe, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte.

Die Übung, die alle zwei Jahre angesetzt wird, dauert bis zum 16. September. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Russland zur Transparenz auf. Die Zahl der Teilnehmer bei Manövern sei in der Vergangenheit größer als angekündigt gewesen. "Also werden wir wachsam sein", sagte er.

13:08 Uhr

Maaßen legt gegen CDU-Kollegin Prien nach

Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien in einem Zeitungsinterview vorgeworfen, der CDU im Wahlkampf zu schaden. "Ich bin überzeugt, dass Frau Prien uns mit dieser unüberlegten Äußerung massiv schadet. Sie schadet mir, sie schadet vielen anderen Wahlkämpfern der CDU, die um ein Direktmandat kämpfen, und sie schadet dem Wahlerfolg der CDU", sagte Maaßen in einem Interview mit dem im Süden Thüringens erscheinenden "Freien Wort".

Prien hatte am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" auf die Frage, wie sie es finde, dass Maaßen in Südthüringen von der CDU aufgestellt wurde, unter anderem gesagt: "Das muss ich hinnehmen, auch wenn ich davon natürlich überhaupt nicht begeistert bin und mich frage, was Herr Maaßen eigentlich in der CDU sucht." Auch hatte sie angedeutet, dass sie, sofern sie könnte, Maaßens SPD-Konkurrenten im Wahlkreis wählen würde. Prien ist Mitglied in dem kürzlich von Unions-Kanzlerkandidat Laschet vorgestellten "Zukunftsteam".


12:44 Uhr

ZDF klärt auf: Darum hatte Laschet einen Knopf im Ohr

Einige Fernsehzuschauer wunderten sich am Donnerstagabend über das kleine Gerät, das Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet während der ZDF-Sendung "Klartext, Herr Laschet" im Ohr hatte. In sozialen Medien wurde gar gemutmaßt, ob dem CDU-Politiker womöglich Antworten zugeflüstert wurden.

Das ZDF sah sich noch am späten Abend zu einer Klarstellung gedrungen. Auf Twitter kommentierte der Sender den Kommentar eines Nutzers und schrieb, der Knopf im Kanzlerkandidatenohr sei dort "zur Verstärkung des Tons" platziert und "absoluter Standard". Er sei dafür gedacht, dass etwa Einspielfilme besser verstanden werden können. Und: Laschet könne "über diesen Verstärker nicht angefunkt werden".

12:05 Uhr

Schon wieder: Frachter bleibt im Suezkanal stecken

Wie empfindlich der globale Handel von der winzigen Wasserstraße durch Ägypten abhängt, erlebt die Welt im März, als die "Ever Given" tagelang den Suezkanal blockiert. Nun läuft dort erneut ein Frachter auf Grund. Der Zwischenfall entwickelt sich jedoch etwas weniger dramatisch.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:42 Uhr

IAA Mobility: Polizei setzt Schlagstöcke gegen Aktivisten ein

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Die Polizei spricht von 100 Aktivisten.

(Foto: dpa)

Am Rande einer Kundgebung von Klimaschutzaktivisten gegen die Automesse IAA Mobility in München ist es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Ein Polizeisprecher sagte, etwa 100 Demonstranten hätten am Vormittag versucht, eine Polizeiabsperrung an der Theresienwiese zu durchbrechen. Um das zu verhindern, hätten die Beamten auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt.

Am Mittwoch, dem Eröffnungstag der IAA, hatten sich auf mehreren Autobahnen rund um München Aktivisten von Brücken abgeseilt und Banner aufgehängt. Die Polizei musste die Fahrbahnen zeitweise sperren.

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11:20 Uhr

Scherben auf A8: Dutzende Autos beschädigt

Bei einem Verkehrsunfall sind im Saarland mindestens 50 Fahrzeuge beschädigt worden. Ein Lastwagen einer Glasbaufirma verlor auf der Autobahn 8 mehrere Glasscheiben, wie die Polizei mitteilte. Diese fielen am Donnerstagabend bei Elversberg auf die Straße und zerbrachen. Dutzende Autos fuhren daraufhin über die Scherben und wurden dadurch beschädigt.

Das Scherbenfeld erstreckte sich über hundert Meter und über alle drei Fahrspuren in Richtung Saarlouis. Nach Angaben der Polizei meldeten sich zunächst 50 Geschädigte. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Für die Aufräumarbeiten war die Autobahn in Richtung Saarlouis für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Polizei bat weitere Unfallbeteiligte darum, sich zu melden.

10:49 Uhr

Fahri Yardim - "der unlässigste Typ der Welt"

Derzeit ist Fahri Yardim wieder in einer neuen Folge der Serie "Jerks" zu sehen. Dort manövrieren er und sein Freund Christian Ulmen sich durch meist selbstverschuldete Stolperfallen des Alltags, sind dabei selten erfolgreich, und oft ist es Ulmen, an dem das Selbstverschuldete am Ende kleben bleibt. Denn: Yardim hat das Talent, jedwede Verantwortung von sich abzuschütteln.

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Yardim (links) und Schauspielkollege Ulmen.

(Foto: picture alliance / Soeren Stache)

Im Leben abseits der Kamera findet sich der Schauspieler selbst sehr viel uncooler als seine Film- und Fernsehcharaktere. "Es ist geradezu grotesk, dass die Macker, die ich spiele, so gelassene Fatalisten sind, die gut auf der Welt klarkommen und alles hübsch Udo-Lindenberg-mäßig weglachen", sagte der 41-Jährige dem Magazin "Playboy". "Eine reine Wunschfantasie - so bin ich nicht."

"Das ist das Schlimme: Dass ich solche Rollen gewählt und dabei immer auf diese lässige Konnotation geschielt habe - dabei bin ich der unlässigste Typ der Welt", fügte der aus dem ARD-"Tatort" bekannte Darsteller an.

10:27 Uhr

Ifo-Studie: GroKo hat vor allem Familien und Gutverdiener entlastet

Während im Wahlkampf darüber diskutiert wird, was ein mögliches Linksbündnis für die Zukunft des Landes bedeuten würde, hat sich das Ifo-Institut die Bilanz der aktuellen Bundesregierung angeschaut. Genauer: die Steuerpolitik. Dabei herausgekommen ist eine Studie, die zu dem Schluss kommt, dass die Große Koalition aus Union und SPD viele Bürger steuerlich entlastet hat. Allerdings habe die Steuerpolitik kaum die Ungleichheit in der Gesellschaft verringert.

Viele Haushalte mit Kindern und vor allem Gutverdienende hätten von den Reformen der GroKo profitiert. Ohne die Steuerpolitik der Bundesregierung wäre demnach das durchschnittliche Haushaltseinkommen im Jahr 2021 um 444 Euro oder 1,2 Prozent niedriger. Die Bezieher mittlerer und höherer Einkommen habe die Steuerpolitik der Bundesregierung besonders entlastet, heißt es in dem Aufsatz.

"Mit Blick auf die reale Einkommensentwicklung entlastete vor allem die Rückführung des Solidaritätszuschlags viele private Haushalte. Die Effekte anderer steuerpolitischer Maßnahmen der Bundesregierung blieben hingegen gering", sagte Ifo-Forscher Maximilian Blömer.

10:01 Uhr

Tusk schließt nicht aus, dass Polen aus der EU austritt

Aus Brüsseler Perspektive ist Polen eines der Sorgenkinder der Europäischen Union. Zuletzt beantragte die EU-Kommission beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) finanzielle Sanktionen gegen das Land, dessen Justizreform laut EuGH in Teilen gegen europäisches Recht verstößt.

Der ehemalige EU-Ratspräsident und polnische Oppositionsführer Donald Tusk hält einen Austritt seines Landes aus der EU nun für nicht mehr ausgeschlossen. Polen könne "schneller, als es irgendwem scheint" kein EU-Mitglied mehr sein, wenn die derzeitige Kampagne der nationalkonservativen Regierungspartei PiS aus den Händen gleite, sagte Tusk dem Sender TVN24. Ein hochrangiger Vertreter der PiS hatte vor zwei Tagen die weitere Zusammenarbeit Polens mit der EU infrage gestellt und damit eine landesweite Debatte angestoßen.

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09:37 Uhr

Maschmeyer äußert sich erneut zu seiner früheren Tablettensucht

Unternehmer und AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat sich erneut zu einer früheren Tablettensucht geäußert und diese zeitlich genauer eingeordnet. "Der Verkauf von AWD fand im Dezember 2007 statt. Das erste Mal tagsüber habe ich eine Schlaftablette im Winter 2008/2009 genommen. Da begann dann die Sucht", sagte der 62-Jährige dem "Handelsblatt".

Zwar habe er die erste halbe Tablette im Herbst 2003 verschrieben bekommen. "Damals stand ich wahnsinnig unter Druck. Ich hatte 18-Stunden-Tage, war Gründer, CEO und Hauptaktionär bei AWD, heute Swiss Life Select. Das war schon ein recht forderndes Programm." Er habe aber niemals während seiner AWD-Zeit tagsüber Tabletten genommen, zitierte das "Handelsbatt" den Gründer des Unternehmens weiter. Er sei sich seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und Aktionären immer voll bewusst gewesen.

09:18 Uhr

Nord Stream 2 ist fertiggestellt

Das Projekt ist hochumstritten, Kritiker warnen vor einer zunehmenden Abhängigkeit Europas von Russland. Nun teilt Gazprom-Chef Alexej Miller mit, dass die Ostseepipeline Nord Stream 2 fertiggestellt wurde - mit 1,5 Jahren Verspätung.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:51 Uhr

Undercover bei Amazon: Gespräch mit Investigativ-Reporter

Mitarbeitende trauen sich nicht, zum Arzt zu gehen; ihre Operationen verschieben sie auf ihren Urlaub - und werden auf Schritt und Tritt überwacht. Die Investigativ-Reporter von "Team Wallraff" haben über mehrere Monate bei Amazon gearbeitet, die Arbeitsbedingungen des Onlinehändlers durchleuchtet und ein System der Ausbeutung und Angst aufgedeckt.

Im Podcast "heute wichtig" erzählt ein Reporter, der mehrere Wochen undercover in Logistikzentren im Einsatz war, von seinen Erlebnissen. Und er sagt, warum Amazon den Recherchen zufolge Retouren aus Deutschland nach Polen schafft - um sie dort zu vernichten.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 5 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in Ihrer Lieblings-Podcast-App.

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08:40 Uhr

Razzia: Reservisten sollen rechtsextreme Gruppe gebildet haben

Immer wieder kamen in den vergangenen Monaten rechte Umtriebe in den Reihen von Polizei und Bundeswehr ans Licht. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Lüneburg gegen mehrere Bundeswehrreservisten, die sich zu einer rechtsextremen Wehrsportgruppe zusammengeschlossen haben sollen. Zuvor war bekannt geworden, dass die Polizei in einem Großeinsatz mehrere Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten in drei Bundesländern durchsucht hat.

Insgesamt gebe es neun Beschuldigte, darunter seien sechs Reservisten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Bei sieben Beschuldigten habe es Durchsuchungen gegeben, darunter waren demnach vier Reservisten.

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08:25 Uhr

Arbeitgeberpräsident warnt mit deutlichen Worten vor Rot-Grün-Rot

Wer hätte vor wenigen Wochen schon gedacht, dass die Linke, die in Umfragen weiterhin kein gutes Bild abgibt, kurz vor dem Wahltag derart die Debatte bestimmen wird. Nun warnte mit deutlichen Worten Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger vor einer möglichen Bundesregierung aus SPD, Grünen und Linkspartei. "Mit einer Linkskoalition droht uns eine Wachstums- und Wohlstandsbremse", sagte Dulger. "Es würde sich eine Art Mehltau übers ganze Land legen, um nicht zu sagen Raureif, der uns und unseren Wohlstand dann langsam aber sicher einfriert."

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sagte: "Die Programme der linken Parteien zeigen ganz klar: Soziale Marktwirtschaft schafft man nicht mit mehr Staat, mehr Steuern, mehr Sozialabgaben und mehr Schulden. Soziale Marktwirtschaft braucht mehr Flexibilität, mehr Geschwindigkeit, mehr Generationengerechtigkeit, mehr finanzierbare Sozialsysteme und mehr Eigenverantwortung."

08:04 Uhr

Lauterbach gibt Wahlprognose ab - und zeigt sich selbstbewusst

Während der vergangenen Monate konnte man hin und wieder schon mal vergessen, dass Karl Lauterbach nicht nur Epidemiologe und Corona-Experte, sondern auch Politiker ist. Drehten sich seine Wortmeldungen in den Medien doch zumeist um Kurvenverläufe, Ansteckunsgrisiken und neueste Studien aus aller Welt.

Und doch: Lauterbach ist Sozialdemokrat. Er sitzt im Bundestag. Und was den Wahlausgang betrifft, tippt er auf einen Sieg seiner SPD. "Ich glaube, dass wir zum Schluss knapp vorne liegen", sagte er. "Ich glaube, dass das Wahlergebnis knapp sein wird. Es wird kein klares Ergebnis sein." In seinem eigenen Wahlkreis Leverkusen/Köln IV sei die Lage hingegen klarer. Er gehe davon aus, dass er mit deutlichem Vorsprung gewinne.

07:43 Uhr

Falsche Sterne auf Amazon? Kosten: 23 Euro

Amazon hat vergangenes Jahr mutmaßlich 200 Millionen gefälschte Bewertungen auf der ganzen Welt gelöscht. Warum? Weil die sehr einfach zu bekommen sind: Agenturen wie Fivestar Marketing verkaufen die Sterne-Bewertung für 23 Euro und versprechen 30 Prozent mehr Umsatz. Ganz legal, heißt es auf der Webseite. Für viele Kundinnen und Kunden wird das zum Problem. In der neuen Folge des ntv-Podcasts "Wieder was gelernt" erklärt Rebekka Weiß vom Deutschen Digitalverband Bitkom Tipps, bei welchen Bewertungen sie stutzig wird.

"Wieder was gelernt"-Podcast

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Bekommt die Deutsche Bank ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld für ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nach Westafrika? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. "Wieder was gelernt" ist auch bei Amazon Music und Google Podcasts verfügbar. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:26 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

das Wochenende liegt in der Luft, und es könnte zumindest für Politikinteressierte ein spannendes werden. Immerhin eröffnet heute die CSU ihren Parteitag, auf dem am ersten Tag auch die Wahl von Parteichef Markus Söder ansteht. Schafft es die kleine Schwester der großen CDU, sich Spitzen gegen Kanzlerkandidat Armin Laschet zu verkneifen? Will sie das überhaupt? Jüngste Äußerungen ihres Generalsekretärs lassen daran doch gewisse Zweifel aufkommen. Wir werden das Geschehen in München also genau für Sie beobachten. Folgende Termine sind heute ebenfalls wichtig.

  • Der Bundesrat kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Es geht unter anderem um Fluthilfefonds, neue Corona-Maßstäbe sowie die Impfstatusabfrage für Arbeitgeber etwa in Schulen und Kitas.
  • Die CDU stellt ihre sicherheitspolitischen Pläne vor. Dazu präsentieren Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die "Agenda für ein sicheres Deutschland".
  • In Sachsen-Anhalt entscheiden CDU und FDP über eine künftige "Deutschland-Koalition" mit der SPD. Die Sozialdemokraten haben sich bereits dafür ausgesprochen.
  • Das Statistische Bundesamt gibt die Inflationsrate für den vergangenen August bekannt.
  • In Würzburg beginnt der Prozess wegen versuchten Mordes bei einem mutmaßlichen Autorennen. Im Dezember 2019 raste ein Auto in der bayerischen Stadt über eine rote Ampel und fuhr eine gehörlose Fußgängerin an, die mit ihrem Hund spazieren ging.

Alles Weitere lassen wir auf uns zukommen. Mein Name ist Maximilian Beer und ich freue mich, Sie durch die erste Hälfte dieses Tages begleiten zu dürfen. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik loswerden möchten, dann schreiben Sie mir gerne an maximilian.beer@nama.de.

06:55 Uhr

Die Ärzte veröffentlichen ersten Song aus ihrem neuen Album

Irgendwie passt diese Zeile aus dem Refrain des neuen "Ärzte"-Songs doch ganz gut in diese Zeit. Immerhin ist doch bald Bundestagswahl, der Abschied von Kanzlerin Angela Merkel steht kurz bevor. "Es wird Zeit für etwas Neues" heißt es in dem Lied von Bela B, Farin Urlaub und Rodrigo Gonzalez.

Mit der ersten Auskopplung aus ihrem Album "Dunkel" greift die Berliner Punkrock-Band Die Ärzte auf die härtere Seite ihrer musikalischen Wurzeln zurück. Der nun veröffentlichte Titel "Noise" setzt auf durchdringende Gitarrenriffs, Lautstärke und hohes Tempo. Das Album soll am 24. September erscheinen.

06:31 Uhr

"Es gibt die Signale": Linke erwartet Einladung zu Sondierungsgesprächen

Susanne Hennig-Wellsow spricht beim Parteitag der Partei Die Linke. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Hennig-Wellsow führt die Partei seit Februar gemeinsam mit Janine Wissler.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Im Wahlkampf warnten führende Politiker von CDU und CSU zuletzt mit Inbrunst vor einer möglichen rot-grün-roten Regierungskoalition - das Schreckgespenst eines "Linksrutsches" scheint auch in den Augen von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet geeignet zu sein, um konservative Stammwähler zur Stimmabgabe zu mobilisieren.

Nun: Die Linke geht jedenfalls davon aus, dass sie nach der Bundestagswahl zu Sondierungsgesprächen zur Bildung einer solchen Bundesregierung eingeladen wird. "Es gibt die Signale, zumindest von der Parteispitze der SPD, Sondierungen mit allen Parteien stattfinden zu lassen. Ich glaube, es könnten sich weder die Grünen noch die SPD leisten, uns bei Gesprächen über zukünftige Regierungsbeteiligungen auszusparen", sagte die Co-Chefin der Partei, Susanne Hennig-Wellsow. "Ich gehe davon aus, dass wir als Linke sondieren werden."

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06:14 Uhr

Bärte zum Schutz vor Faustschlägen: Kuriose Preisverleihung in den USA

Bakterien in weggeschmissenen Kaugummis und Bärte zum Schutz vor Faustschlägen ins Gesicht: Zehn wissenschaftliche Studien, die "erst zum Lachen und dann zum Denken anregen" sollen, sind in den USA mit "Ig-Nobelpreisen" ausgezeichnet worden (gesprochen "ignoble", was übersetzt etwa unehrenhaft heißt). Die zum 31. Mal verliehenen undotierten Auszeichnungen sollen nach Angaben der Veranstalter "das Ungewöhnliche feiern und das Fantasievolle ehren". Zwei Ig-Nobelpreise gingen - zumindest teilweise - nach Deutschland.

  • So bekamen Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Griechenland, Zypern und Österreich die Ehrung in der Kategorie Chemie für die chemische Analyse der Luft in Kinos, um zu testen, ob die von Zuschauern produzierten Gerüche zuverlässig den Grad von Gewalt, Sex, antisozialem Verhalten, Drogengebrauch und Fluchen in dem Film auf der Leinwand widerspiegeln.
  • Forscher aus Deutschland, Großbritannien und der Türkei bekamen den Preis in der Kategorie Medizin für den Beweis, dass Orgasmen beim Sex genauso effektiv wie abschwellende Medikamente dabei helfen, die Nasenatmung zu verbessern.

In der Kategorie Frieden bekamen Forscher aus den USA die Auszeichnung für das Testen der Hypothese, dass Bärte in der Entwicklung des Menschen entstanden, um sich vor Faustschlägen ins Gesicht zu schützen.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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