mit Lea VerstlDas war Dienstag, der 10. Januar 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
Donald Trump ist im vergangenen Jahr ins Visier der US-Justizbehörden geraten, weil er geheime Unterlagen aus seiner Zeit als US-Präsident illegal in seinem Anwesen Mar-a-Lago gehortet hat. Nun blamiert sich sein Amtsnachfolger Joe Biden, indem er offenbar den gleichen Fehler macht. Papiere, die aus Bidens Zeit als Vizepräsident stammen, wurden in einem alten Büro gefunden, das er zwischen 2017 und 2020 nutzte. Ob Biden sich dabei strafbar gemacht hat und was seine Situation von Trumps Fall unterscheidet, erörtert mein Kollege Volker Petersen.
Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:
Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.
Das erste Mal schmuste Brad Pitt im Stall
Brad Pitt kann in seiner langen Filmkarriere auf eine Vielzahl an Liebes- und Sexszenen zurückblicken. In einem Interview gibt der 59-Jährige nun Details aus zwei ganz besonderen Schmuseszenen preis. Seine erste solche drehte der Pitt demnach mit Shalane McCall, einer Schauspielerin, mit der er gerüchteweise in den 80er Jahren auch abseits der Kamera anbandelte.
Die Szene wurde für die Kultserie "Dallas" gedreht. Als der Schauspieler 1987 zum ersten Mal in der Serie auftrat, kannten ihn noch die wenigsten Zuschauer. Die Stars der TV-Serie waren unter anderem Larry Hagman (1931-2012) als J.R. Ewing und Linda Gray als seine Ehefrau Sue Ellen. In vier Episoden spielte der Oscarpreisträger Randy. Als dieser ist er mit seiner typischen 80er Jahre-Frisur im Gedächtnis geblieben. Er spielt in der Serie den Freund von Charlie Wade, die von der damals 15-jährigen Shalane McCall verkörpert wurde. Ihre Mutter wurde in der Serie von Priscilla Presley gespielt.
An die Liebesszene mit der Schauspielerin denkt Brad Pitt heute noch gerne zurück. Die Szene fand in einer Scheune statt. Dabei wälzte sich das Pärchen etwas konzeptlos im Heu hin und her - aber bekleidet und auch recht unschuldig. "Ich glaube, ich hatte gar keinen Text", verriet Brad Pitt dem "W-Magazine". "Ich bin einfach herumgerollt und hatte viel Spaß mit ihr".
Lawine begräbt fünf deutsche Soldaten
Mehrere deutsche Soldaten sind in den österreichischen Bergen von einer Lawine verschüttet worden. Die Schneemassen lösten sich laut der Polizei in Tirol, als eine 19-köpfige Gruppe der Bundeswehr in den Stubaier Alpen Schneehöhlen gebaut habe. Fünf Personen wurden demnach teilweise oder ganz von der etwa 30 Meter breiten und 10 Meter langen Lawine begraben. Alle wurden gerettet.
Drei Personen im Alter von 21 und 26 Jahren seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Lawine durch das Graben der provisorischen Schneeunterkünfte auf 3150 Metern Höhe ausgelöst wurde, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Soldaten seien aus dem bayerischen Mittenwald gekommen. Zu welcher Einheit sie gehören, gab der Sprecher nicht bekannt.
Tote durch Überlastung des britischen Gesundheitssystems
Wer in Großbritannien einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat, musste im November 2022 im Schnitt 48 Minuten auf eine Notfallbehandlung warten. Kein Wunder also, dass die Überlastung des britischen Gesundheitsdienstes nach Einschätzung von Experten zu einer erhöhten Zahl von Todesfällen im vergangenen Jahr beitrug. Aus einer von der BBC veröffentlichten Auswertung offizieller Daten geht hervor, dass im vergangenen Jahr mit 650.000 Todesfällen zwar weniger registriert wurden als in den Pandemie-Jahren, aber neun Prozent mehr als im Vor-Pandemie-Jahr 2019.
Zwar trägt Covid-19 der Auswertung zufolge noch immer zur Übersterblichkeit bei, der Effekt ist aber deutlich geringer als in der Hochphase der Pandemie: Wurden im vergangenen Jahr rund 38.000 Todesfälle dem Virus zugeordnet, waren es 2020 noch 95 000. Mediziner sehen die enorme Überlastung des britischen Gesundheitsdienstes als wichtigen Faktor für die Übersterblichkeit. Der Berufsverband Royal College of Emergency Medicine warnt der BBC zufolge, die Krise in der Notaufnahme könne zu "300 bis 500 Todesfällen pro Woche" führen.
Belgier soll im Iran ausgepeitscht werden - 74 Hiebe
Teheran ist bekannt für drakonische Strafen. Im Iran wurde nun ein belgischer Staatsbürger wegen Spionage zu einer Haftstrafe von 40 Jahren verurteilt. Zudem muss der Mann dem Urteil zufolge 74 Peitschenhiebe über sich ergehen lassen, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim meldete.
Er sei der Spionage und der Zusammenarbeit mit den USA schuldig. Zudem habe er Geldwäsche betrieben, hieß es. Eine Berufung gegen das Urteil sei möglich. Der Beschuldigte wies die Vorwürfe zurück. Das Justizministerium in Brüssel hatte bereits im Dezember erklärt, die Vorwürfe seien als Vergeltung für die Verurteilung eines iranischen Diplomaten in Belgien wegen eines versuchten Terror-Anschlags konstruiert worden. Assadollah Assadi war in Belgien wegen eines 2018 vereitelten Anschlags auf iranische Oppositionelle nahe Paris zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.
Kate Winslet beruhigt nervöse Kinderreporterin
Kate Winslet wird aktuell in sozialen Netzwerken gefeiert. Grund dafür ist ein ungewöhnliches Interview. Kinderreporterin Martha hatte das Glück, die Schauspielerin in London zu treffen, die dort ihren neuen Film "Avatar: The Way of Waters" vorstellte. Für das Mädchen war es das allererste Interview und das gleich mit einem Mega-Star wie Kate Winslet. Als die junge "ZDF-Logo"-Reporterin zu Beginn des Gesprächs nervös wurde und Bedenken hatte, zeigte sich die Dreifach-Mutter von ihrer weichen Seite und entzückte mit ihrer Reaktion viele Zuschauer.
Das Interview hatte noch gar nicht begonnen, da hört man in dem Video-Clip, wie Kinderreporterin Martha Kate Winselt zuflüstert, dass es ihr allererstes Interview sein wird. Die Schauspielerin erkennt sofort, dass das Mädchen in dem Moment Zuspruch gebrauchen kann. Daraufhin beugt sich Kate Winslet zu ihrer jungen Gesprächspartnerin vor und spricht ihr mit beruhigender Stimme Mut zu. "Pass auf, wenn wir dieses Interview führen, wird es das beste Interview aller Zeiten. Und weißt du auch, warum? Weil wir es entschieden haben, dass es so wird", erklärt die 47-Jährige. Im Hintergrund hört man das Mädchen erleichtert lachen.
Tote Schlange im Essen vergiftet Grundschulkinder
In einer Grundschule im Osten Indiens ist in einem Mittagessen eine tote Schlange gefunden worden. Das Reptil sei in einem Behälter mit Linsen entdeckt worden, welche den Kindern am Montag mit Reis serviert worden seien, teilten die Behörden im Distrikt Birbhum im Bundesstaat Westbengalen nun mit. Kurz nach Einnahme der Mahlzeit hatten sich demnach etwa 20 Kinder übergeben und waren ins Krankenhaus gebracht worden. Eines der Kinder werde noch behandelt, sein Zustand sei jedoch nicht lebensbedrohlich.
Alle anderen Betroffenen seien bereits wieder entlassen worden, hieß es weiter. Eine Probe der Linsen sei in ein Labor geschickt worden. Um welche Schlange es sich handelte, ist bislang nicht bekannt. In Indien servieren staatliche Schulen eine kostenlose Mahlzeit am Tag, um die Mangelernährung vieler Kinder auszugleichen und sie damit zum Schulbesuch zu ermutigen. 2013 waren im angrenzenden Bundesstaat Bihar 23 Schülerinnen und Schüler an einem giftigen Mittel gegen Insekten im Essen ihrer Grundschule gestorben.
Gebeine auf Müllkippe: Bewährungsstrafe für Bestatter
Nach dem Fund der Gebeine mehrerer Verstorbener auf einer illegalen Müllkippe auf Korsika ist ein Bestatter zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein Gericht auf der französischen Ferieninsel verhängte die Strafe wegen Störung der Totenruhe. Die Staatsanwaltschaft hatte neben der halbjährigen Bewährungsstrafe unter anderem ein Berufsverbot für den Angeklagten in der Bestattungsbranche gefordert. Dem folgte das Gericht nicht.
Der Fall war im April vergangenen Jahres ins Rollen gekommen. Damals wurden auf einer illegalen Müllkippe in der Nähe des Dorfes Bigorno im Norden Korsikas sieben Särge sowie menschliche Knochen gefunden. Die Polizei verfolgte die Spuren bis zu einem Bestattungsinstitut zurück, das den Auftrag erhalten hatte, die Gebeine aus einer Familiengruft einzuäschern. Der Verurteilte versicherte während seines Prozesses, er habe die Knochen in den Särgen nicht gesehen. Ihre Entsorgung sei irrtümlich erfolgt.
Berufsschüler soll Lehrerin in Klassenzimmer getötet haben
Ein 17-jähriger Schüler ist in Nordrhein-Westfalen unter dem Verdacht festgenommen worden, seine Berufsschullehrerin getötet zu haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, soll der Jugendliche die 55-Jährige am Nachmittag im Schulgebäude in Ibbenbüren aufgesucht haben, wo sie zu dem Zeitpunkt allein in einem Klassenzimmer war. Dort soll der 17-Jährige die Lehrerin mit einem Messer angegriffen und getötet haben. Anschließend habe der Jugendliche den Notruf gewählt und sich von Polizisten widerstandslos festnehmen lassen. Eine Mordkommission der Polizei Münster übernahm die Ermittlungen.
"Chaos-Stadt"-Vorwurf: Giffey lädt Söder zum Gespräch
Die Silvester-Krawalle in Berlin mit Angriffen auf Polizei und Feuerwehr bieten Markus Söder eine Steilvorlage für die Kritik an der dortigen Landesregierung. "Berlin entwickelt sich leider zu einer Chaos-Stadt - beginnend bei der Politik, die weder Wahlen organisieren noch die Sicherheit ihrer Bürger garantieren kann", sagte der bayerische Ministerpräsident.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey reagiert, indem sie Söder nach Berlin einlädt. "Er ist immer herzlich willkommen", sagte Giffey nach einer Sitzung des Berliner Senats. "Und wenn es da eine konkrete Rückmeldung gibt, dann organisieren wir ein schönes Programm." Giffey wies die Kritik des CSU-Vorsitzenden zurück: "Es ging ja um die Frage, ist Berlin regierbar. Und ich antworte ganz klar: Ja, Berlin ist regierbar", so die SPD-Politikerin. "Ich lade herzlich ein, dass Herr Söder sich persönlich davon überzeugt."
Johnson wegretuschiert: Minister erntet Spott für Foto
Wo früher Boris Johnson stand, klafft nun ein Loch: Mit einem Foto, aus dem der frühere Premierminister entfernt wurde, löste der britische Wirtschaftsminister Grant Shapps auf Twitter und in verschiedenen Medien Häme aus. "Erkenne den Unterschied", schrieb die Zeitung "Guardian" zu einem Vergleich mit dem Originalbild. Shapps hatte zuvor ein Foto getwittert, das ihn lachend mit dem Chef des US-Raumfahrtunternehmens Virgin Orbit, Dan Hart, sowie Ian Annett von der britischen Weltraumbehörde zeigt.
Zwischen den Männern ist auf dem bearbeiteten Bild eine Lücke zu sehen. Viele Twitter-Nutzer wiesen darauf hin, dass dort eigentlich Johnson zu sehen sei - der Premier hatte ebenfalls an dem Besuch im Juni 2021 teilgenommen. Auf dem offiziellen Flickr-Account der Regierung ist das Bild noch zu finden. Shapps ließ Vorwürfe zurückweisen, er sei für die Retuschierung verantwortlich, und löschte den Tweet.
US-Marine fängt Schiff mit 2100 Sturmgewehren ab
Teheran steht im Verdacht, die schiitischen Huthi-Rebellen in ihrem Kampf gegen die jemenitische Regierung zu unterstützen. Nun fing die US-Marine in der Nähe des Bürgerkriegslands Jemen erneut ein Schiff mit Hunderten Waffen an Bord ab. Das Fischereifahrzeug mit sechsköpfiger Besatzung sei mit rund 2100 Sturmgewehren auf dem Seeweg zwischen dem Iran und dem Jemen im Golf von Oman unterwegs gewesen, teilte die 5. Flotte der US-Marine in Bahrain mit. Die Lieferung sei Teil "destabilisierender Handlungen des Iran", sagte US-Vizeadmiral Brad Cooper.
Eine Bestätigung dafür, dass der Iran hinter der Lieferung steckt, gibt es bislang nicht. Die jemenitische Küstenwache fängt aber immer wieder ähnliche Waffenlieferungen ab. Meist fällt der Verdacht dabei auf Teheran. Die US-Marine ist in Gewässern der Region regelmäßig unterwegs und kontrolliert auch andere Schiffe. In den vergangenen zwei Monaten hatte sie mehr als 50 Tonnen Munition, Zünder und Raketentreibstoff sichergestellt. Sie fing außerdem 70 Tonnen Ammoniumperchlorat ab, das als Explosivstoff genutzt wird.
Suche nach Nazi-Schatz: Polizei warnt vor Minen
Eine fast 80 Jahre alte Karte hat in den Niederlanden ein Schatzfieber ausgelöst. Im Dorf Ommeren im Südosten des Landes nahe der deutschen Grenze graben seit Tagen Schatzsucher aus dem ganzen Land nach einem angeblich dort versteckten Nazi-Schatz. Deutsche Soldaten sollen dort am Ende des Zweiten Weltkrieges am Fuße von drei Pappeln vier Kisten voll Juwelen, Münzen und Schmuck vergraben haben. Die Skizze zum Versteck hatte das Nationale Archiv nun veröffentlicht mit dem gesamten Dossier zu dem kuriosen Fall. Der deutsche Helmut Sonder aus Baden-Baden hatte 1946 ausgesagt, dass er mit Kameraden die Juwelen gefunden hatte. Bei einem Luftangriff war eine Bank in Arnheim 1944 getroffen worden. Dabei soll auch ein Safe zerstört worden sein. Der Inhalt: Gold, Diamanten, Schmuck, Spieluhren, Münzen.
Sonder, der damals in Arnheim stationiert war, versteckte nach eigenen Angaben mit seinen Kameraden den Schatz in Munitionskisten und vergrub sie im Frühjahr 1945. Niederländische Behörden ordneten bereits 1946 eine Suche nach dem vermeintlichen Schatz an. Vergeblich. Historiker und auch die Behörden bezweifeln, dass die Juwelen in Ommeren sind. Zumal in fast 80 Jahren niemand den Verlust von Juwelen gemeldet hatte. Davon aber lassen sich Amateur-Schatzsucher nicht abhalten. Die Polizei warnt allerdings, dass Graben und auch die Suche mit Metalldetektoren verboten sei. Die Schatzsucher könnten nämlich auf etwas ganz anderes stoßen: Die Deutschen hatten im Boden von Ommeren Minen vergraben.
Andrew Tate fordert Entlassung aus U-Haft
Der misogyne Influencer Andrew Tate und sein Bruder haben vor einem Gericht in Rumänien ihre Entlassung aus der Untersuchungshaft gefordert. Die beiden ehemaligen Kickboxer im Alter von 36 und 34 Jahren wurden am Dienstag in Bukarest in Handschellen zu der Anhörung hinter verschlossenen Türen gebracht. Der Anwalt der Brüder, Eugen Vidineac, zeigte sich nach der Anhörung zuversichtlich, eine Entscheidung werde aber frühestens am Abend erwartet.
Tate und sein Bruder waren Ende Dezember wegen Vorwürfen des Menschenhandels, der Vergewaltigung und Gründung einer kriminellen Vereinigung in Rumänien festgenommen und für 30 Tage in U-Haft genommen worden. Der Haftrichter ging von Fluchtgefahr aus und verwies auf die Schwere der ihnen zur Last gelegten Straftaten. Nach Angaben der rumänischen Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung organisierter Kriminalität (DIICOT) sollen die Tate-Brüder eine kriminelle Vereinigung gegründet haben, um in Rumänien und anderen Ländern Menschenhandel zu betreiben. Die Verdächtigen hätten Frauen zu sexuellen Handlungen gezwungen, um "pornografische Inhalte zu produzieren und sie im Internet zu verbreiten", hieß es.
Gericht schlägt in Prozess um Grünes Gewölbe mehrjährige Haftstrafen vor
Im Prozess um den Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden müssen die angeklagten Männer mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen. Am Landgericht Dresden hat die Kammer einen Strafrahmen von knapp sechs bis zu knapp sieben Jahren Freiheitsstrafe und bei einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht bis etwa fünf Jahre vorgeschlagen.
Klimaaktivisten kippen Kohle vor Grünen-Parteizentrale
Klimaschützer werfen den Grünen Verrat an ihren Idealen vor, da sie die Entscheidung mittragen, das Dorf Lützerath für den Kohleabbau abzureißen. Aus Protest lud ein Düsseldorfer Bündnis 250 Kilo Braunkohle-Briketts vor der nordrhein-westfälischen Parteizentrale ab. "Wir wollten den Grünen den Spiegel vorhalten, dass sie nicht mehr die Partei der Klimaschützer sind, sondern die Kohle-Partei", sagte ein Sprecher des Bündnisses. Es setzt sich zusammen aus diversen Düsseldorfer Organisationen, neben Klimaschützern auch soziale Initiativen. Der Protest sei friedlich verlaufen, berichteten beide Seiten auf Anfrage.
Die Grünen sprachen von 60 Demonstrierenden, die Initiatoren von bis zu 100. Ein Gesprächsangebot des Landesparteivorsitzenden Tim Achtermeyer sei nicht angenommen worden, die Grünen seien aber weiter dazu bereit, sagte ein Sprecher. Auf den Protest-Plakaten stand unter anderem: "Im Wahlkampf den Klimaschutz plakatieren. Nach der Wahl mit RWE paktieren!", "Geht's noch, Grüne?" oder auch "Das ist keine Anpassung an neue Gegebenheiten. Das ist Wahlbetrug". Mit einem Holzkreuz wurden die "grünen Ideale" symbolisch zu Grabe getragen.
Diese "Luxusartikel" nehmen Dschungelcamper mit
Am Freitag ab 21.30 Uhr füllt sich bei RTL und auf RTL+ das wohl berüchtigtste Camp im australischen Dschungel, wenn es wieder heißt "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Wenige Tage zuvor enthüllen die Kandidatinnen und Kandidaten schon mal, welche - gemessen an der sonstigen Camp-Ausstattung - "Luxusgegenstände" sie mit in den australischen Dschungel nehmen. Wie immer dürfen die zwölf Camper pro Person zwei persönliche Dinge mitbringen. Für was sie sich dabei jeweils entschieden haben, schwankt zwischen nützlich und skurril.
Der Klassiker unter den Luxusartikeln ist ein eigentlich profaner Gegenstand: das Kissen. Mit Influencerin Jolina Mennen, Model Tessa Bergmeier, Datingshow-Dauergast Gigi Birofio und "Deutschland sucht den Superstar"-Kultfigur Cosimo Citiolo haben sich gleich vier Stars für den Schlafhelfer entschieden. Den Großteil machen diverse Kosmetika für die optische und hygienische Restwürde aus. In den Koffern landeten unter anderem Haarwachs (Gigi), Lockenpflege (Jolina), Feuchttücher und Vaseline (Cecilia Asoro). Dschungelsenior Martin Semmelrogge will sich körperlich fit halten. Der 67-Jährige nimmt eine Faszienrolle und ein Fitnessband mit.
Bundespolizei nennt Vornamen von Waffenbesitzern
Die Berliner Bundespolizei zieht mit einem Tweet zu den Vornamen von Waffenbesitzern Aufmerksamkeit auf sich. "Weil uns die Frage nach den #Vornamen der deutschen Staatsangehörigen (leider) sehr oft hier gestellt wurde, hier die Vornamen: Tim Oliver, Andre, Claus-Bernhard", hieß es in dem Beitrag. Hintergrund war eine Meldung der Bundespolizei zu Waffenfunden am vergangenen Wochenende an S-Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg.
Normalerweise gebe es nach derartigen Veröffentlichungen Fragen etwa zur Kontrollsituation oder was mit den Waffen geschehe, sagte eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin. In diesem Fall sei in Twitter-Kommentaren aber nach dem Vornamen der Waffenbesitzer gefragt worden. "Wir gehen davon aus, dass dies mit der aktuellen politischen Debatte zu tun hat", sagte die Sprecherin mit Verweis auf die aktuelle Diskussion zu Konsequenzen nach den Silvester-Krawallen in der Hauptstadt. Die Bundespolizei antworte üblicherweise auf die Fragen. Man habe keinen Grund gesehen, dies im aktuellen Fall nicht zu tun, sagte die Sprecherin.
Messermörder von Illerkirchberg gesteht Angriff auf Mädchen
Der Verdächtige im Fall des Messerangriffs in Illerkirchberg (Baden-Württemberg) hat gestanden, mit einem Messer mehrfach auf ein Mädchen eingestochen zu haben. Das teilten das Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Das Motiv für die Tat blieb jedoch weiterhin offen; aus ermittlungstechnischen Gründen könnten dazu vorerst noch keine Angaben gemacht werden, hieß es von den Behörden. Der 27 Jahre alte mutmaßliche Täter, ein Asylsuchender aus Eritrea, wurde demnach bereits am 5. Januar vernommen.
Zuvor hatte er geschwiegen. Nun räumte er die Tat ein und gab außerdem an, die beiden Mädchen zuvor nicht gekannt zu haben. Die Angaben stimmen laut Polizei mit den Ergebnissen der Spurenauswertung überein. So seien sowohl am mutmaßlichen Tatmesser als auch an der Kleidung des Mannes DNA-Spuren der getöteten 14-Jährigen festgestellt worden. Auch habe man an der Tatwaffe DNA-Material des Beschuldigten selbst gefunden. Bei dem Messerangriff war am 5. Dezember ein 14-jähriges Mädchen schwer verletzt worden und später in einer Klinik gestorben. Die 13 Jahre alte Freundin des Opfers wurde ebenfalls schwer verletzt.
Nach Sturm von Bolsonaro-Anhängern: 600 Polizisten verlegt
Nach dem Angriff radikaler Anhänger des brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro auf das Regierungsviertel ist in Brasília weitestgehend wieder Ruhe eingekehrt. Bei der Räumung eines Protestcamps von Bolsonaro-Anhängern vor dem Militärhauptquartier wurden rund 60 Tonnen Müll entsorgt. Auch der Verkehr wurde wieder freigegeben. Dennoch wurden nun über 600 zusätzliche Polizisten aus anderen Teilen des Landes in die Hauptstadt verlegt.
Die Beamten werden aus 15 Bundesstaaten in den Bundesdistrikt entsandt, wie die Zeitung "Folha de S. Paulo" berichtete. Am Sonntag hatten aufgebrachte Bolsonaro-Anhänger den Kongress, den Obersten Gerichtshof und den Regierungssitz Palácio do Planalto gestürmt und in den Gebäuden erhebliche Schäden angerichtet. Die Polizisten vor Ort wirkten überfordert, einige schienen mit den Angreifern sogar zu sympathisieren. Erst nach Stunden brachten die Sicherheitskräfte die Lage wieder unter Kontrolle. Der Sicherheitschef von Brasília wurde umgehend entlassen, die öffentliche Sicherheit in Brasília per Dekret unter Bundesaufsicht gestellt.
Rossmann will dieses Jahr Hunderte neue Filialen eröffnen
Rossmann-Drogerien haben - anders als viele Händler mit anderen oder weniger umfangreichen Sortimenten - die Corona-Krise relativ unbeschadet überstanden. Sie hatten das Glück, wie Supermärkte im ersten Jahr der Pandemie zu den systemrelevanten Bereichen gezählt zu werden, die auch in Lockdown-Phasen geöffnet bleiben durften. Die Drogeriemarktkette kann sich deshalb nun weiter stark bei der Zahl ihrer Läden und beim Geschäftsvolumen vergrößern.
Während 2022 vor allem kleinere Einzelhändler oft heftig mit den Folgen der Energiekrise oder mit Personalmangel zu kämpfen hatten, gelang dem Konzern aus Burgwedel bei Hannover im abgelaufenen Jahr auf Basis vorläufiger Zahlen ein Umsatzplus von 9,5 Prozent auf knapp 12,2 Milliarden Euro. Mit einem anteiligen Umsatz von über 8,4 Milliarden Euro sowie etwa 38.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern blieb Deutschland 2022 die mit Abstand wichtigste Region für Rossmann. Im neuen Jahr sollen international 245 neue Filialen von Rossmann eröffnet werden, darunter gut 70 in Deutschland.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
ich begrüße sie zum heutigen "Tag", den ich von meiner Kollegin Kristin Hermann übernehme. Die Sonne scheint, die Gas-Speicher in Deutschland sind gut gefüllt und damit zumindest eine Sorge zunächst einmal aus der Welt. Mein Name ist Lea Verstl und ich werde die kommenden Stunden mit Ihnen verbringen. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de
Tauchgang nach Juwelen-Beute aus Grünem Gewölbe brachte jede Menge Fundstücke ans Licht
Der Tauchgang nach gestohlenem Schmuck aus dem Grünen Gewölbe in Dresden hat am ersten Weihnachtsfeiertag in Berlin zwar keine Brillanten, aber jede Menge anderer Fundstücke ans Tageslicht gebracht. Im Prozess um den Einbruch in die Schatzkammer gab ein Kriminalbeamter am Dresdner Landgericht zu Protokoll, dass bei der Suchaktion auch mehrere Geldkassetten und Tresore gefunden wurden. Taucher aus mehreren Bundesländern hatten nach einem Hinweis von Verteidigern der in Dresden angeklagten sechs Männer speziell im Neuköllner Schifffahrtkanal nach einer Degenklinge gesucht. Stattdessen tauchten sie unter anderem mit Modeschmuck und Fahrrädern auf. Offenkundig werde der Kanal genutzt, um dort allerlei Dinge zu entsorgen, mutmaßte der Kriminalhauptkommissar. An den beiden Weihnachtsfeiertagen hatten Taucher im Beisein vieler Schaulustiger einen Kanalabschnitt von etwa 150 Metern abgesucht.
Lauterbach will Diskriminierung von homosexuellen Männern bei Blutspende beenden
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die Diskriminierung von homosexuellen Männern bei der Blutspende beenden. Mit der geplanten Gesetzesänderung will Lauterbach die Bundesärztekammer verpflichten, ihre Blutspende-Richtlinien innerhalb von vier Monaten entsprechend anzupassen und homosexuelle Männer als Blutspender zuzulassen, sagte der Minister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ob jemand Blutspender werden kann, ist eine Frage von Risikoverhalten, nicht von sexueller Orientierung", sagte Lauterbach den Zeitungen. "Versteckte Diskriminierung darf es auch bei diesem Thema nicht geben."
Die Bundesärztekammer müsse "endlich nachvollziehen, was im gesellschaftlichen Leben längst Konsens ist". Die Blutspende-Einschränkungen für Homosexuelle stammen noch aus der Zeit der Aids-Krise. Dahinter stand die Sorge, dass bei schwulen Männern das Risiko einer Weitergabe des Virus durch eine Blutspende besonders hoch ist. Die Maßnahme wird seit Langem als diskriminierend kritisiert, die Ampel-Parteien hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf eine Abschaffung verständigt.
Linken-Chefin Wissler in Lützerath: "Absurd, was hier passiert"
Linken-Chefin Janine Wissler hat im rheinischen Protestdorf Lützerath Unterstützung für die Klimaaktivisten bekundet. "Es ist so absurd, was hier passiert. Was für ein Geld, was für ein Aufwand, um noch 2023 Kohle auszubaggern, die man Studien zufolge gar nicht mehr braucht", sagte Wissler. Sie sei als parlamentarische Beobachterin vor Ort, um Solidarität mit den Aktivisten zu zeigen. Es lohne sich zu protestieren und "für einen lebenswerten Planeten auch für die nächsten Generationen zu kämpfen", sagte Wissler. Man laufe den Klimaschutzzielen hinterher, letztlich gehe es in Lützerath nur um die "Profitinteressen eines Kohlekonzerns".
Auf dem Gelände unmittelbar vor dem Weiler kam es am Dienstagvormittag bei dem Versuch der Polizei, Blockaden aufzulösen, vereinzelt zu Handgreiflichkeiten. In mehreren Reihen stemmten sich Aktivisten gegen eine Reihe von Einsatzkräften, es wurde geschubst und gebrüllt. Ein Aktivist mit Blut im Gesicht sagte, er sei an der Nase verletzt worden, als er von seiner Sitzblockade weggetragen worden sei. Die Polizei hatte die Aktivisten zuvor aufgefordert, ihre Barrikaden auf dem Zufahrtsgelände zu Lützerath freiwillig zu verlassen. Die kleine Siedlung selbst werde am Dienstag noch nicht geräumt, betonte die Polizei.
Neunjähriger irrte "ziellos umher": Mutter vergisst Sohn an Tankstelle in Hessen
Für einen neunjährigen Jungen aus den Niederlanden ist der Zwischenstopp auf einem Autobahnrastplatz an der A3 in Hessen zum Schreckmoment geworden. Wie die Polizei in Wiesbaden mitteilte, hatte seine Mutter ihn offenbar beim Tanken vergessen und war weitergefahren, ohne zu merken, dass ihr Kind fehlte. Der Junge war Autofahrern aufgefallen, weil er scheinbar ziellos umherlief. Mithilfe einer Familie aus den Niederlanden konnte der Junge den verständigten Beamten erklären, was passiert war. Seine Mutter hatte demnach getankt, während er auf der Toilette war. Als er wieder zur Zapfsäule zurückkam, war die Mutter mit dem Auto verschwunden.
Die Polizisten nahmen den Jungen daraufhin mit zur Dienststelle und leiteten eine Fahndung nach dem Audi der Mutter ein. Über Umwege und mit Unterstützung der niederländischen Polizei meldete sich schließlich die Tante des Kindes, die offenbar ihre Schwester verständigte - die sich daraufhin auf den Weg machte und ihren Sohn nach rund zwei Stunden sichtlich erleichtert entgegennahm.
Elfjährige stirbt bei mutmaßlicher Auseinandersetzung im Drogenmilieu in Belgien
Ein elfjähriges Mädchen ist nach Schüssen in Antwerpen gestorben. Die Tat steht vermutlich in Zusammenhang mit dem belgischen Drogenmilieu, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Den Angaben zufolge wurden am Montagabend Schüsse auf ein Garagentor im Stadtteil Merksem abgegeben und trafen Menschen in der Garage. Wenig später sei das Mädchen gestorben, zwei weitere Personen seien verletzt worden. Ob der Fall tatsächlich mit dem Drogenmilieu zu tun habe, müsse eine Untersuchung nun bestätigen, so der Sprecher. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem gestorbenen Mädchen um die Nichte eines Mannes, der wegen Drogenhandels gesucht wird. In der Hafenstadt Antwerpen gibt es immer wieder Fälle von Gewalt in Verbindung mit Drogenkriminalität.
Wohnort von Prinz Harry in Kalifornien wegen drohender Schlammlawinen evakuiert
Im Wohnort von Prinz Harry und seiner Frau Meghan in Kalifornien drohen nach tagelangem Starkregen Überschwemmungen und Schlammlawinen: Die Feuerwehr forderte die Einwohner der bei Prominenten beliebten Kleinstadt Montecito im Süden des US-Bundesstaats auf, sofort ihre Häuser zu verlassen. Nach Angaben der Behörden sind in Kalifornien schon mindestens 14 Menschen durch die schweren Unwetter ums Leben gekommen, Zehntausende Haushalte sind ohne Strom. "Brechen Sie jetzt auf!", forderte die Feuerwehr die Einwohner von Montecito auf. "Dies ist eine sich schnell entwickelnde Situation. Bitte achten Sie genau auf Katastrophenwarnungen."
In der Kleinstadt, die 90 Autominuten südlich von Los Angeles an der US-Pazifikküste liegt, leben viele Prominente, darunter Talkshow-Legende Oprah Winfrey und Schauspielerin Jennifer Aniston. Ex-Moderatorin Ellen DeGeneres veröffentlichte bei Twitter ein Video von einem reißenden Strom. "Das ist verrückt", sagte sie. "Dieser Bach neben unserem Haus fließt nie. Er ist jetzt wahrscheinlich etwa einen Meter hoch und wird noch um einen halben Meter weiter ansteigen." In Montecito sollten binnen 24 Stunden 200 Millimeter Regen fallen - auf hügeliges Gelände, das nach wochenlangen Regengüssen bereits aufgeweicht ist.
Kassen beschließen Maßnahmen gegen knappe Kindermedikamente
Die Krankenkassen haben Maßnahmen beschlossen, um die angespannte Lage bei Kindermedikamenten wie Fiebersaft oder Zäpfchen zu entschärfen. Die sogenannten Festbeträge für bestimmte Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen und Paracetamol sowie für Antibiotika sollen ab dem 1. Februar 2023 für drei Monate ausgesetzt werden, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mitteilte. Die Maßnahme betrifft demnach insgesamt 180 Fertigarzneimittel, darunter Ibuprofen-Säfte, Paracetamol-Zäpfchen und Antibiotika-Suspensionen.
Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist der Festbetrag eines Arzneimittels der maximale Betrag, den die gesetzlichen Krankenkassen dafür bezahlen. "Ist sein Verkaufspreis höher als der Festbetrag, tragen Patienten in der Regel die Differenz zum Festbetrag entweder selbst oder erhalten ein anderes - therapeutisch gleichwertiges - Arzneimittel ohne Aufzahlung." Im Falle der Kindermedikamente müssen Eltern den Angaben zufolge aber keine Zusatzkosten befürchten, auch wenn den Kassen dafür nun höhere Kosten entstehen.
Frauenrechtsaktivistin und Tochter des iranischen Ex-Präsidenten Rafsandschani verurteilt
Die bekannte iranische Politikerin Faeseh Haschemi ist wegen angeblich systemkritischer Äußerungen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Dies berichteten die Onlinezeitungen "Hammihan" und "Emtedad" unter Berufung auf ihren Rechtsbeistand. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig. Haschemi war Ende September verhaftet worden, weil sie sich mit der Frauenbewegung solidarisiert hatte. Die Behörden werfen ihr vor, zu Protesten aufgerufen zu haben.
Die 60 Jahre alte Haschemi ist die Tochter des 2017 verstorbenen Ex-Präsidenten Ali Akbar Haschemi-Rafsandschani und gehört seit Jahren zu den Kritikern des islamischen Systems. Die ehemalige Abgeordnete und Sportfunktionärin ist der politischen Führung der Islamischen Republik ein Dorn im Auge und wurde bereits mehrmals festgenommen. Haschemi war als Frauenaktivistin stets gegen den Kopftuchzwang, obwohl sie sich selbst traditionell kleidet und verschleiert.
Erdbeben erschüttert erneut die östliche Ägäis
Ein Erdbeben der Stärke 4,8 hat die griechische Insel Lesbos erschüttert. Dies teilte das Geodynamische Institut von Athen mit. Die Menschen auf der Insel sind nach Berichten des staatlichen Rundfunks beunruhigt. Denn die Erde bebt seit vergangenem Samstag immer wieder. Zunächst hatte es zwei Erdbeben der Stärke 4,9 und 4,7 gegeben. Es folgten Dutzende weitere kleinere Erdstöße. Seismologen sagten im Rundfunk, sie können nicht ausschließen, dass es ein größeres Beben geben könnte. Die Beben sind stark spürbar, weil ihre Zentren zwischen zehn und 17 Kilometer unter dem Boden, also nahe an der Erdoberfläche liegen.
Sie ereignen sich in der Nähe der bei Touristen beliebten Ortschaft Molyvos im Norden der Insel Lesbos und werden von einem lauten Dröhnen begleitet, wie Reporter vor Ort berichteten. Zunächst wurden keine Verletzten oder schwere Schäden gemeldet. Es gab jedoch einige Erdrutsche und einige Häuser wurden beschädigt, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf den Zivilschutz. Zu spüren sind die Erdstöße örtlichen Medien zufolge auf fast allen Inseln im Osten der Ägäis sowie an der gegenüberliegenden türkischen Küste.
Umfrage: Prinz Harry war noch nie so unbeliebt
Prinz Harrys Popularität ist laut einer neuen britischen Umfrage auf ein Rekordtief gesunken. Wie unter anderem die "Daily Mail" berichtet, haben der Yougov-Umfrage zufolge fast zwei Drittel (64 Prozent) der Briten ein negatives Bild vom Herzog von Sussex. Das sind sechs Prozent mehr als noch im vergangenen Mai.
Der Enkelsohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. hatte in der Netflix-Doku "Harry & Meghan" sowie in seiner Autobiografie "Spare" (Deutscher Titel: "Reserve") schwere Anschuldigungen gegen die Königsfamilie erhoben. Nur etwa ein Viertel (26 Prozent) sehen Prinz Harry der Umfrage zufolge, für die 1600 Menschen befragt wurden, momentan in einem positiven Licht.
Polizei findet drei Leichen in Haus in Tönisvorst
In einem Haus in Tönisvorst (Kreis Viersen) haben Polizei und Rettungskräfte drei Leichen gefunden. Es dürfte sich möglicherweise um die 95 Jahre alte Bewohnerin, ihre 63-jährige Tochter und deren 69-jährigen Lebensgefährten handeln, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Todesursachen sind demnach bislang völlig unklar. Auch die Identitäten sind noch nicht abschließend geklärt. Nachbarn hatten laut den Ermittlern am Montagvormittag das Ordnungsamt informiert, weil sie die drei seit mehreren Tagen nicht gesehen hatten und sich sorgten. Daraufhin hätten die Einsatzkräfte die Leichen gefunden. Sie sollen nun obduziert werden.
"Klimaterroristen" ist "Unwort des Jahres" 2022
"Klimaterroristen" ist das "Unwort des Jahres" 2022. Das gab die Jury der sprachkritischen "Unwort"-Aktion am Dienstag in Marburg bekannt.
China kontert erstmals Einreisebeschränkungen
China hat erstmals mit Vergeltungsmaßnahmen gegen eines der Länder reagiert, die wegen des Anstiegs der Corona-Infektionszahlen in der Volksrepublik Einreisehürden verhängt haben: Die chinesische Botschaft in Südkorea stoppte nach eigenen Angaben vorerst die Ausstellung von Kurzzeitvisa für südkoreanische Besucher. Sollte Südkorea seine "diskriminierenden Einreisebeschränkungen" aufheben, würden auch die Maßnahmen der Botschaft wieder angepasst. Südkoreas Außenministerium erklärte im Gegenzug, die Beschränkungen für Reisende aus China seien objektiv und fußten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die südkoreanischen Behörden verlangen von Reisenden aus China, Macau und Hongkong einen negativen Corona-Test, der vor Abreise vorliegen muss. Zahlreiche weitere Länder haben ähnliche Maßnahmen angeordnet.
Reagan-Tochter rät Prinz Harry zu schweigen
Prinz Harry scheint kein Detail seines royalen Privatlebens der Öffentlichkeit vorenthalten zu wollen: Kokainkonsum, sein erstes Mal mit einer älteren Frau und körperliche Auseinandersetzungen mit seinem Bruder macht er in seiner nun erschienenen Autobiografie "Reserve" (Originaltitel: "Spare") publik. Patti Davis, die Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan, äußert sich nun in einem Gastbeitrag in der "New York Times" dazu: Sie selbst hatte eine Autobiografie geschrieben, in der sie von einem schwierigen Familienleben berichtet. Etwas, was sie später bereut habe.
Sie habe gelernt, dass nicht jede Wahrheit der ganzen Welt erzählt werden muss, heißt es in dem Gastbeitrag von Davis. Und sie ist überzeugt: "Irgendwann in den kommenden Jahren wird Harry vielleicht zurückblicken wie ich und sich wünschen, er könnte das Gesagte ungesagt lassen." Der Prinz habe jedoch offenbar nach dem Diktum gehandelt, dass Schweigen keine Option sei. "Ich würde ihm respektvoll vorschlagen, dass sie es doch ist."
So viel Lebenszeit verlieren Pendler im Stau
München ist nach Daten des Verkehrdienstleisters Inrix weiterhin "die staugeplagteste Stadt Deutschlands". Durch verstopfte Straßen in den Stoßzeiten habe ein durchschnittlicher Pendler im vergangenen Jahr dort 74 Stunden verloren. In Berlin kam er demnach auf 71, in Hamburg auf 56 Stunden im Stau. Auch in Potsdam, Darmstadt, Leipzig, Freiburg, Lübeck, Bremen und Nürnberg habe ein Pendler übers Jahr so mindestens 40 Stunden vertrödelt, teilten die Datenexperten mit.
In London (156 Stunden), Chicago (155 Stunden) und Paris (138 Stunden) ist es demnach weit schlimmer. Für Palermo (121 Stunden) ermittelte Inrix eine Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade mal 14 Kilometern pro Stunde in der Innenstadt. Ein Trost für Münchner Autofahrer, die zur Stoßzeit auf dem südlichen Mittleren Ring über die Isar für 5 Kilometer durchschnittlich 13 Minuten länger brauchen? Der Mittlere Ring, der Elbtunnel in Hamburg und das Dreieck Köln-Heumar "sind die größten Stauschwerpunkte in Deutschland", teilte Inrix mit.
Drew Barrymore fühlte sich als Mutter "wie eine Versagerin"
Schauspielerin Drew Barrymore gibt zu, dass sie sich in Sachen Erziehung oftmals "richtig überwältigt" gefühlt habe, als ihre beiden Töchter noch jünger waren. "All diese Eltern, die alles im Griff haben ... Hygiene, Ernährung, Zeitpläne und Grenzen ... Gott segne euch", meint Barrymore in einem Interview mit "Chicks in the Office".
Sie habe "von all diesem Zeug" überhaupt nichts gewusst, gesteht sie. Die 47-Jährige habe keine Blaupause besessen und habe sich damals häufig "wie eine Versagerin" gefühlt. "Ich weiß nicht, was ich hier tue", habe Barrymore sich gedacht. Als Mutter musste sie sich ihrer Aufgabe stellen und dann nach und nach hinzulernen. Sie fragt sich: "Wo sind die Eltern da draußen, die zugeben, dass das hier humorvoll, peinlich, demütigend und wild ist?"
Warmfront im Anmarsch: Letzte Kälteausläufer dominieren wechselhaften Dienstag
Bevor der Wind vom Westen her eine neue Warmfront über Deutschland treibt, startet der Dienstag vor allem im Süden noch winterlich. Hier und da flockt es, und auf den Straßen herrscht Glatteisgefahr. Im Norden und Nordosten wird es dagegen freundlicher, hier lässt sich auch mal die Sonne blicken.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
nach wochenlanger Aufregung erscheint heute die Autobiografie von Prinz Harry. Bereits seit Tagen zitieren vor allem britische Medien aus "Reserve", wie der Titel der deutschen Ausgabe lautet. Das Buch unterliegt eigentlich einer strengen Sperrfrist, war aber am vergangenen Donnerstag versehentlich vorübergehend in Spanien zu kaufen gewesen. In London wollten einige Buchläden eigens schon um Mitternacht für den Verkauf öffnen.
Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:
Die NATO und die EU sollen nach dem Willen ihrer Spitzenvertreter noch enger zusammenarbeiten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wollen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg heute eine Erklärung unterzeichnen, die unter anderem auf eine bessere Kooperation beim Schutz von kritischer Infrastruktur wie der Energie- und Wasserversorgung abzielt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Lage in der schwer umkämpften Stadt Soledar im östlichen Gebiet Donezk als hoch angespannt beschrieben. "Es ist sehr schwer: Es sind dort kaum noch intakte Wände übrig", sagte Selenskyj. Mehr zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Liveticker.
Kanzler Olaf Scholz lädt zu einem Spitzengespräch zur Zukunft der Autobranche ins Kanzleramt. Am ersten Gespräch der sogenannten Strategieplattform "Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft" sollen Vertreter von Wirtschaft, Arbeitnehmern, Wissenschaft, Ländern und Kommunen teilnehmen.
Die Polizei Aachen und der Kreis Heinsberg informieren über die geplante Räumung des Örtchens Lützerath und den Polizeieinsatz am Braunkohletagebau Garzweiler. Lützerath soll abgebaggert werden, damit die darunter liegende Braunkohle gefördert werden kann. In der von ursprünglichen Bewohnern verlassenen Ortschaft haben sich Aktivisten angesiedelt.
Das "Unwort des Jahres" 2022 wird im hessischen Marburg bekannt gegeben. Die Jury der sprachkritischen Aktion erhielt diesmal mehr als 1400 Vorschläge. Zu den eingegangenen Begriffen gehören einer Jury-Sprecherin zufolge "Spezialoperation", "Sondervermögen", "Gratismentalität" oder "Klima-Terroristen".
Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.
Mehr Nachrichten zum Thema Sport finden Sie in unserem Sport-Tag.
Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@ntv.de. Kommen Sie gut durch den Tag!
Astronomen entdecken acht superheiße Sterne
Mit Hilfe eines gewaltigen Teleskops in Südafrika hat ein internationales Forscherteam acht der heißesten Sterne des Universums entdeckt. Die Oberflächentemperatur der Himmelskörper liegt jeweils bei mehr als 100.000 Grad, wie die Universität Tübingen mitteilte. Zum Vergleich: Auf der Oberfläche der Sonne werden "lediglich" rund 5800 Grad erreicht. Das Forscherteam unter der Leitung von Simon Jeffrey vom Armagh-Observatorium in Nordirland, dem auch der Tübinger Professor Klaus Werner vom Institut für Astronomie und Astrophysik angehörte, hatte Daten sogenannter Unterzwerge untersucht. So werden Sterne genannt, die sich zu Weißen Zwergen weiterentwickeln. "Weiße Zwerge sind ungefähr so groß wie die Erde, allerdings eine Million Mal massereicher. Sie sind die dichtesten existierenden Sterne, die aus normaler Materie bestehen", erläuterte Werner.
Sowohl Unterzwerge als auch Weiße Zwerge könnten hohe Oberflächentemperaturen haben. "Von den acht superheißen Sternen, die wir entdeckt haben, war der heißeste ein Weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von 180.000 Grad." Jeder der Sterne strahlt laut Astrophysiker Werner mehr als hundert Mal so hell wie die Sonne. Allerdings befänden sie sich alle zwischen 1500 und 22.000 Lichtjahre entfernt von der Erde, während die Sonne nur etwas mehr als acht Lichtminuten entfernt sei. So könne man die heißen, hellen Zwerge mit bloßem Auge von der Erde aus nicht erkennen.
UN: Alle 4,4 Sekunden stirbt ein junger Mensch unter 24 Jahren
Viel zu viele junge Menschen sterben nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) noch immer durch behandelbare Krankheiten oder Verletzungen, weil sie keine gute ärztliche Versorgung haben. Insgesamt starben im Jahr 2021 nach einer neuen Schätzung weltweit etwa fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren, wie die UN berichteten. Weitere 2,1 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene starben zwischen 5 und 24 Jahren. Das entspricht zusammen einem Todesfall weltweit alle 4,4 Sekunden. Hinzu kamen 1,9 Millionen Totgeburten.
"Zugang zu guter Gesundheitsversorgung bleibt für Kinder weltweit eine Frage von Leben und Tod", so die UN. Es gab demnach zwar Fortschritte zwischen 2000 und 2021: Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist um 50 Prozent zurückgegangen, die der Älteren bis 24 Jahre um 36 Prozent und die Zahl der Totgeburten um 35 Prozent. Dennoch: Wenn Mütter während der Schwangerschaft und Geburt besser betreut gewesen wären und junge Leute Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung gehabt hätten, hätten die meisten der Todesfälle vermieden werden können, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit.