Donnerstag, 21. Mai 2020Der Tag

mit Roland Peters
Roland Peters
22:59 Uhr

Das war Donnerstag, der 21. Mai 2020

Die schlimmen Botschaften für die USA werden nicht weniger. Erneut haben mehrere Millionen US-Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, insgesamt so viele wie noch nie im gleichen Zeitraum. Als Folge der Corona-Krise sind inzwischen fast 40 Millionen Jobs in den Vereinigten Staaten vernichtet worden.

Was sonst heute wichtig war:

So viel zu diesem Donnerstag von meiner Seite. Haben Sie eine geruhsame Nacht!

22:35 Uhr

FBI untersucht Terrorangriff auf Marinebasis

Die US-Bundespolizei FBI geht nach einem Angriff auf einen US-Marinestützpunkt im Bundesstaat Texas von einem terroristischen Hintergrund aus. Ein Schütze griff am Morgen einen Soldaten auf der Basis Corpus Christi an und verletzte ihn leicht, wie die US-Marine mitteilte. Der Stützpunkt wurde anschließend für einige Stunden abgeriegelt und der Verdächtige schließlich "neutralisiert". Das FBI habe festgestellt, dass der Vorfall "im Zusammenhang mit Terrorismus" steht, sagte die Ermittlerin Leah Greeves. Der Verdächtige sei tot. Es gebe möglicherweise eine weitere Person im Zusammenhang mit dem Vorfall, die flüchtig sei. Das FBI rief die Bevölkerung auf, ruhig, aber wachsam zu sein.

22:02 Uhr

USA erwarten katastrophale Hurrikansaison

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Vor den USA treffen die Hurrikane meist die Karibik - so wie die Bahamas auf diesem Foto.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Nationale Wetterdienst in den USA rechnet in diesem Jahr mit einer überdurchschnittlichen Hurrikan-Saison über dem Atlantik. Ab Juni sei mit bis zu zehn Hurrikanen zu rechnen, davon könnten bis zu sechs sehr starke Wirbelstürme werden, erklärte das Wetteramt NOAA. Im Durchschnitt gibt es nur drei Stürme großer Stärke. Die Wahrscheinlichkeit einer normalen Saison liege diesmal nur bei 30 Prozent, die einer unterdurchschnittlichen sogar nur bei 10 Prozent. Während sich die Menschen in Amerika derzeit auf das Lockern der Corona-Auflagen und eine Rückkehr zur Normalität konzentrierten, bleibe es von "entscheidender Bedeutung", sich auf die kommende Hurrikan-Saison vorzubereiten, mahnte Handelsminister Wilbur Ross.

21:33 Uhr

CSU will 5 Milliarden Euro in 5G-Netz stecken

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(Foto: AP)

Kommt aus Bayern die Hoffnung? Deutschland hinkt bei der Internetstruktur vielen anderen Ländern hinterher. Die CSU will den flächendeckenden Ausbau des schnellen 5G-Netzes nun bis zum Jahr 2025 mit Bundesmitteln forcieren. "Dafür wollen wir die neue Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes mit fünf Milliarden Euro ausrüsten - mit dem Ziel: ultraschneller Mobilfunk in ganz Deutschland", heißt es im Leitantrag des CSU-Vorstandes, der am Freitag auf dem Parteitag beschlossen werden soll. "Wo schnelles Internet fehlt, werden wir mit der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft das Aufrüsten anreizen."

21:02 Uhr

Mehr als 60 Mammuts auf Flughafengelände gefunden

Beim Bau des neuen Flughafens von Mexiko-Stadt haben Archäologen die Überreste von mehr als 60 Mammuts entdeckt. Die Knochen könnten über 35.000 Jahre alt sein. Beim Bau des neuen Hauptstadtflughafens rund 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt suchen etwa 30 Wissenschaftler nach Fossilen und Überresten untergegangener Kulturen. Bislang haben sie bereits Reste von Bisons, Kamelen und Pferden sowie antike Grabstätten entdeckt. Die Mammutknochen wurden an der Stelle entdeckt, wo der Kontrollturm und die Start- und Landepisten des neuen Flughafens entstehen sollen.

20:27 Uhr

Neuer US-Geheimdienstchef will "ungeschminkte Wahrheit"

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Gilt als Trump-Vertrauter: John Ratcliffe

(Foto: dpa)

Der US-Senat hat mit der Mehrheit der Republikaner den Kongressabgeordneten John Ratcliffe als neuen Geheimdienstkoordinator bestätigt. Damit endet auch die geschäftsführende Tätigkeit des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, auf dem Posten. Ratcliffe gilt als treuer Gefolgsmann von Donald Trump. Vor seiner Bestätigung hatte Ratcliffe zugesagt, als Geheimdienstkoordinator die "ungeschminkte Wahrheit" zu liefern und dafür zu sorgen, dass alle Geheimdienstinformationen gesammelt, analysiert und unverzerrt und unvoreingenommen berichtet würden.

19:54 Uhr

Gekaperte Websites zeigen Tel Aviv in Flammen

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Tel Aviv - in der Realität.

(Foto: REUTERS)

Zahlreiche israelische Internetseiten sind lahmgelegt und mit einer Drohbotschaft versehen worden. Ihre Startseite wurde ersetzt durch ein Bild der israelischen Metropole Tel Aviv, die in Flammen steht. Mehr als 1000 Internetseiten von großen Unternehmen, Kommunen und auch Nichtregierungsorganisationen waren betroffen, gaben israelische Medien an. Was dahinter steckt? Auf den Websites wurden unter anderem Links platziert, der zu einem fiktiven Video führte, in dem Tel Aviv und andere israelische Städte bombardiert werden. "Die Zerstörung Israels hat vor langer Zeit begonnen", war darunter zu lesen.

Die israelische Behörde für Cybersicherheit erinnerte daran, dass es solche Attacken jedes Jahr zum Jerusalem-Tag gebe. Israel feiert, dass der Staat den östlichen Teil Jerusalems 1967 unter seine Kontrolle brachte. Teheran hingegen bringt seine Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck, die sich einer Annexion Ost-Jerusalems widersetzen.

19:11 Uhr

In Izmir erklingt "Bella Ciao" statt Ruf des Muezzin

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Im Jahr 2019 weihte Präsident Erdogan eine neue Moschee in der Stadt ein.

(Foto: AP)

Das klang plötzlich ganz anders als sonst: Nachdem aus mehreren Moschee-Lautsprechern in der Stadt Izmir das Widerstandslied "Bella Ciao" erklang, haben türkische Behörden Ermittlungen eingeleitet. Das anti-faschistische Partisanenlied aus Italien war am Mittwochnachmittag in Izmir zu hören - statt des Rufs zum Gebet. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu wird Hackern und Nutzer sozialer Medien nun "Verunglimpfung religiöser Werte" vorgeworfen.

Der Sprecher von Präsident Erdogans konservativer Partei AKP nannte die Aktion eine "abscheuliche Tat". Izmir ist die drittgrößte Stadt der Türkei, gilt als säkular und als eine Hochburg der Oppositionspartei CHP.

18:47 Uhr

Türkei schiebt deutsche IS-Frauen ab

Die Türkei schiebt zwei mutmaßliche deutsche Unterstützerinnen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ab. Die Frauen und ihre vier Kinder sollten nach Frankfurt geflogen werden, schreibt der "Spiegel". Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, man sei über den Sachverhalt informiert, könne sich zu Einzelfällen aber nicht äußern. Die Frauen stammen dem Bericht zufolge aus Berlin und Hamburg und zogen vor mehreren Jahren ins Krisengebiet nach Syrien. Eine der beiden wird von den deutschen Behörden demnach als islamistische Gefährderin eingestuft. Gegen sie liege ein Haftbefehl vor. Ob die Frau aus Hamburg auch Teil des IS war, ist unklar. Es wird gegen sie entsprechend ermittelt, einen Haftbefehl gibt es aber nicht.

18:13 Uhr

China greift erneut nach Hongkong

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Noch immer gibt es Demonstrationen in Hongkong - aber mit weniger Teilnehmern und die mit Mundschutz.

(Foto: dpa)

Chinas Führung plant den Erlass eines eigenen Sicherheitsgesetzes für Hongkong. Peking würde so das Parlament des autonom verwalteten Hongkongs umgehen. Es soll Aktivitäten bekämpfen helfen, die von China als subversiv und terroristisch empfunden werden oder auf eine Unabhängigkeit der früheren britischen Kronkolonie abzielen könnten. Peking will mehr Kontrolle über die sieben Millionen Einwohner. Deren Widerstand ist derzeit wegen Corona weniger bei Demonstrationen auf den Straßen sichtbar. Seit vergangenem Sommer hat Hongkong andauernde Demonstrationen gegen die eigene Regierung, die Polizeibrutalität bei den Protesten und den langen Arm der chinesischen Führung erlebt.

17:43 Uhr

Schauspielerin geht wegen Bestechung wohl in Haft

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Es wird teuer für Lori Loughlin (vorne)

(Foto: REUTERS)

Im Hochschul-Bestechungsskandal in den USA wollen sich Schauspielerin Lori Loughlin und ihr Ehemann schuldig bekennen. Sie willigten ein, zwei beziehungsweise fünf Monate wegen Betrugs ins Gefängnis zu gehen und insgesamt 400.000 Dollar Strafe zu zahlen. Die Einigung muss von einem Richter bestätigt werden. Die beiden sollen eine halbe Million Dollar an einen Drahtzieher gezahlt haben, um ihre beiden Töchter fälschlicherweise als Ruderinnen auszugeben und sie über das Sportteam an der USC-Hochschule in Kalifornien unterzubringen.

Etliche wohlhabende Eltern sind angeklagt, Mitarbeiter an Colleges und Universitäten in den USA bestochen zu haben, um ihre Kinder an renommierten Hochschulen zu platzieren.

17:20 Uhr

Riesige Staus stoppen Grenzverkehr nach Polen

An den Grenzen zu Polen ist der Andrang riesig, besonders in Brandenburg und Sachsen. "Die A 12 ist komplett voll", sagte ein brandenburgischer Polizeisprecher. Der Verkehr hat sich demnach am Nachmittag wegen der polnischen Grenzkontrollen auf 55 Kilometer Länge gestaut. Autofahrer müssen viel Zeit einplanen und etwa zweieinhalb Stunden warten, Lkw-Fahrer sogar etwa drei Stunden. In Sachsen stand der Verkehr auf der A 4 zeitweilig auf bis zu 50 Kilometer. Dort waren Autos mit Kennzeichen aus allen Landesteilen Polens zu sehen. Viele Polen wollen Christi Himmelfahrt als wichtigen Tag der Kirche sowie das verlängerte Wochenende in der Heimat verbringen.

16:50 Uhr

Brasiliens Polizei meldet Rekord-Drogenfund

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Vorne im Foto ist der Mais zu sehen, hinten die Pakete mit Marihuana.

(Foto: Polícia Federal / http://www.pf.gov.br)

Höherer Bedarf wegen Corona? Die brasilianische Polizei hat im Süden des Landes rund 28 Tonnen Marihuana beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem Lastwagen versteckt unter Mais entdeckt worden, teilte die Bundespolizei mit. Dabei handele es sich um die größte Menge an Drogen bei einer einzelnen Operation. Die Beamten wurden in einem Hotel in Ponta Porã im Bundesstaat Mato Grosso do Sul an der Grenze zu Paraguay auf einen Fernfahrer aufmerksam, der sich verdächtig verhalten habe. Nachdem der 38-Jährige mit seinem Lastwagen losgefahren war, stoppte ihn die Polizei und fand bei einer Durchsuchung zahlreiche Pakete mit Marihuana. Der Fahrer gab an, den Lastwagen bereits beladen übernommen zu haben. Er sollte ihn nach São Leopoldo im Bundesstaat Rio Grande do Sul bringen.

Das nahe gelegene Paraguay gilt als einer der größten Marihuana-Produzenten Lateinamerikas. Das Rauschgift wird größtenteils in die Nachbarländer Brasilien, Uruguay und Argentinien geschmuggelt.

16:09 Uhr

Tränen fließen bei Drive-In-Gottesdienst

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Kein Abstand im Wagen, aber zwischen den Autos.

(Foto: dpa)

Den Autos gepredigt: Zum Hildesheimer Drive-In-Gottesdienst zu Himmelfahrt sind rund 500 Menschen mit dem Auto gekommen. Teils hätten drei oder vier Menschen im Wagen gesessen, sagte Mirco Weiß, Diözesansekretär Bistum Hildesheim. Es sei ein "großes internationales Fest der Freude" auf dem Volksfestplatz in Hildesheim gewesen, das Vaterunser sei in mehreren Sprachen gebetet worden. "Was mich sehr beeindruckt hat, sind die Emotionen", sagte Weiß. Es sei "manche Träne geflossen" - vor allem, als das geistliche Lied "Barka" gespielt wurde, das als Lieblingslied des früheren Papstes Johannes Paul II. bekannt wurde.

15:25 Uhr

Geheimdienst gibt Eichmann-Foto frei

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat 60 Jahre nach der Entführung des NS-Verbrechers Adolf Eichmann neue Details zu der Kommandoaktion veröffentlicht. Ein Foto zeigt die dunkle Ledertasche, von der aus Eichmann vor seiner Entführung in Argentinien mit versteckter Kamera fotografiert wurde. An einer Stirnseite der Tasche ist ein dafür gestochenes kleines Loch zu erkennen. Schin Bet veröffentlichte auch eine Seite aus der Fahndungsakte, in der Eichmann erstmals mit einem heimlich aufgenommenen Foto dokumentiert worden war.

Eichmann war unter den Nationalsozialisten an zentraler Stelle für die Ermordung von Millionen Juden verantwortlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg flüchtete er nach Argentinien. Nach seiner Entführung nach Israel wurde er 1962 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

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14:49 Uhr

Russland baut monströse Datenbank auf

Auf den Spuren Chinas? In Russland werden ab dem Jahr 2022 die Daten aller Einwohner zentral in einem einzigen Register gespeichert, beschloss die Staatsduma. Die Datenbank enthält sämtliche Informationen eines Menschen von der Geburt bis zum Tod. Sie fügt die Daten aus dem Verteidigungs- oder Innenministerium oder der Steuerbehörde zusammen - Letztere ist federführend. Zwar werden von den Behörden bereits sämtliche Informationen erfasst, Kritiker sehen bei der zentralen Datenbank aber vor allem Sicherheitsbedenken.

Der Inlandsgeheimdienst FSB warnte in einer früheren Stellungnahme vor Hackern, die dann leichter an persönliche Angaben etwa über Ermittler oder Richter kommen könnten. Zudem könnten viel mehr staatliche Mitarbeiter an die sensiblen Daten gelangen. Die Duma führt die Bekämpfung von Kriminalität und Betrug als Grund für die Neuregelung an.

14:49 Uhr

Schichtwechsel

Der Neue ist da! Nun ja, nicht ganz neu. Ich heiße Roland Peters und das erste Mal seit über zwei Jahren betreue ich für Sie heute den "Tag". Die Kollegin Ina Bullwinkel hat sich in den Feierabend verabschiedet.

14:03 Uhr

Auto kollidiert mit Kuh - drei Verletzte

Bei der Kollision eines Autos mit einer Kuh sind drei Menschen in Rheinland-Pfalz verletzt worden. Das Tier sei am Mittwochabend unvermittelt auf die Landstraße nahe dem pfälzischen Ort Katzweiler gelaufen, teilte die Polizei mit. Der Fahrer legte eine Vollbremsung hin, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Alle drei Insassen des Wagens kamen mit leichten Blessuren in umliegende Krankenhäuser. Die Kuh rannte nach Angaben der Polizei davon und wurde trotz einer intensiven Suche bislang nicht gefunden.

13:33 Uhr

19-Jähriger attackiert mehrere Menschen mit Messer

Ein 19-Jähriger soll in Österreich fünf Menschen mit einem Messer teils schwer verletzt haben. Wie die Polizei der österreichischen Nachrichtenagentur APA mitteilte, soll der junge Mann zudem ein Fahrrad auf zwei Autos geworfen haben. Als Motiv für den Ausraster in der vergangenen Nacht wird ein Beziehungsstreit vermutet. Bei einem der Opfer soll es sich um die 16 Jahre alte Ex-Freundin des Tatverdächtigen handeln. Bei den weiteren Opfern handelte es sich um drei junge Männer sowie einen 63-Jährigen.

Drei der Opfer wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen. Der Tatverdächtige wurde nach einer Großfahndung gefasst. Er war laut Polizei ebenfalls schwer verletzt, dürfte sich die Schnittwunden aber selbst zugefügt haben.

13:14 Uhr

Attacke mit Pflastersteinen auf früheres NS-Zwangsarbeitsamt

Ein 27-Jähriger hat in der vergangenen Nacht in Berlin mit mehreren Steinen Fensterscheiben eines Gebäudes eingeworfen, in dem sich in der NS-Zeit das "Berliner Zwangsarbeitsamt für Juden" befunden hatte. Wie die Polizei mitteilte, ist eine entsprechende Gedenktafel im Stadtteil Kreuzberg gut sichtbar am Gebäude angebracht. Zwei Zeugen hatten beobachtet, wieder der Mann Pflastersteine aufsammelte, gegen die Fensterscheiben warf und dann auf einem Fahrrad davonfuhr. Polizisten stellten den Steinewerfer in der Nähe des Tatorts. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

12:46 Uhr

Pilot stürzt mit Segelflieger ab - und überlebt

Ein Pilot ist beim Absturz mit einem Segelflieger in Markdorf bei Ravensburg schwer verletzt worden. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge stürzte der Flieger kurz nach dem Start aus etwa 30 Metern Höhe ab. Die Ursache ist bisher nicht bekannt.

12:25 Uhr

Nach EU-Kritik: Ungarn schließt Transitzone für Migranten

Ungarn hat die Schließung seiner umstrittenen Transitzone zur Unterbringung von Asylbewerbern angekündigt. Damit folge die Regierung einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), sagte Regierungsmitglied Gergely Gulyas. Der EuGH hatte die Unterbringung von Asylbewerbern in einem abgeschotteten Containerlager an der ungarisch-serbischen Grenze in der vergangenen Woche als "Haft" eingestuft.

Die Transitzone sei "eine Lösung gewesen, die Ungarns Grenzen geschützt hat", sagte Gulyas. Das Urteil des EuGH sei "bedauerlich", doch da Ungarn es befolgen müsse, sei die Schließung der Transitzone unvermeidlich. 280 Insassen würden in Asylbewerber-Unterkünfte verlegt.

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12:13 Uhr

"Corona-Effekt": Tropenwald-Zerstörung mehr als verdoppelt

Im Zuge der sich ausbreitenden Covid-19-Pandemie hat die Zerstörung des Tropenwaldes weltweit massiv zugenommen. Das geht aus einer Studie der Umweltstiftung WWF hervor, für die sie Satelliten-Daten der University of Maryland auswertete. "Alles weist darauf hin, dass wir es bei der explodierenden Waldzerstörung mit einem Corona-Effekt zu tun haben", sagt Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland.

  • Die Fläche der Tropenwälder in den 18 untersuchten Ländern schrumpfte im "Corona-Monat" März demnach um 6500 Quadratkilometer, was etwa sieben Mal der Fläche Berlins entspricht. Dies bedeutet laut WWF-Analyse einen Anstieg der Waldzerstörung um durchschnittlich 150 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren.
  • Während die Corona-Krise Umweltbeamte in ihrer Arbeit in Brasilien und in anderen Ländern einschränkt, machen illegale Holzfäller und Plünderer anderer Ressourcen einfach weiter. Vielerorts nutzen die Menschen den Wald laut WWF auch aufgrund wegbrechender Jobs als Einnahmequelle.
12:06 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:55 Uhr

Vatertagsverkehr sorgt für Stau an der Grenze

An der Grenze von Deutschland nach Polen haben sich am Vatertag kilometerlange Staus gebildet. Eine Polizeisprecherin sagte am Vormittag, auf der Autobahn 12 sei der Stau derzeit über 30 Kilometer lang, auf der A 15 seien es 15 Kilometer - "beide zunehmend". Der Grund seien die Grenzkontrollen in Polen - zum einen handle es sich um Heimfahrer nach Polen, zum anderen um Lkw, die durch Polen fahren. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter warnte die Brandenburger Polizei die Fahrer, nur nötige Reisen anzutreten.

 

11:44 Uhr

"Countdown der Zerstörung": Hacker greifen israelische Websites an

Anti-israelische Hacker haben Internetseiten von Unternehmen in dem Land attackiert. So war etwa auf der Homepage der Elektronikfirma Bang & Olufsen ein anti-israelisches Video zu sehen. Darunter stand auf Hebräisch und Englisch zu lesen: "Der Countdown der Zerstörung Israels hat vor langer Zeit begonnen." Ein darunter stehender Link führt zu einem Youtube-Kanal einer pro-palästinensischen Gruppe namens "Hackers of Savior" (Hacker des Erlösers). Einem Bericht der Zeitung "Jerusalem Post" zufolge attackierten die Hacker auch Internetauftritte anderer Unternehmen und Schulen.

Die "Washington Post" hatte zu Wochenbeginn berichtet, dass Israel hinter einem Cyberangriff stecken soll, der vorvergangene Woche einen Hafen im Iran lahmgelegt haben soll. Offenbar sei dies eine Antwort auf einen iranischen Versuch gewesen, Computer zu hacken, die Wasserverteilungssysteme in Israel lenken. Die Erzfeinde Iran und Israel werfen sich immer wieder gegenseitig Cyberattacken vor.

10:55 Uhr

Unfall mit Todesfolge: Polizei sucht flüchtigen Radfahrer

Zwei Radfahrer geraten in München in einen Unfall. Einer der beiden stürzt, verletzt sich schwer. Der andere Fahrer fährt davon - ohne zu helfen. Der verletzte 37-Jährige starb nach Angaben der Polizei noch in der Nacht an den Folgen schwerster Kopfverletzungen, von dem anderen Mann fehlt weiter jede Spur.

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Jetzt veröffentlicht die Polizei Fahndungsbilder einer Videokamera, die den flüchtigen Radfahrer zeigen. Der Mann soll zwischen 40 und 50 Jahre alt und etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß sein. Er hat laut Polizei eine stämmige Statur und trug am Unfalltag (17. Mai) ein blaues T-Shirt mit weißen Ärmeln.

Die Polizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

10:32 Uhr

Anhauch-Attacke: Mann ohne Mundschutz greift Verkäuferin an

In einer Dresdner Drogerie hat ein unbekannter Mann eine Angestellte attackiert. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden hatte er das Geschäft am Mittwoch ohne einen Mundschutz betreten. Als die 33 Jahre alte Mitarbeiterin ihn darauf hinwies, trat der Mann an die Frau heran, riss ihre Maske herunter und hauchte ihr ins Gesicht. Danach verließ er die Drogerie. Die Polizei ermittelt nun wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und Körperverletzung.

10:08 Uhr

Feuerwehr evakuiert S-Bahn mit 350 Fahrgästen auf freier Strecke

Nach dem Brand eines Elektroschaltkastens im Gleisbett hat die Feuerwehr in Hamburg eine S-Bahn mit rund 350 Fahrgästen auf freier Strecke evakuieren müssen. Die Bahn konnte wegen des Feuers am frühen Mittwochabend nicht in den Bahnhof Wilhelmsburg einfahren, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Helfer holten daher die Fahrgäste in Gruppen über tragbare Leitern aus dem Zug, der etwa einen Kilometer von der Brandstelle entfernt stand und wegen des Schadens an der Elektrik nicht weiterfahren konnte. Den brennenden Elektroschaltkasten konnten die Feuerwehrleute schnell löschen. Ein Fahrgast wurde mit Kreislaufproblemen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

09:25 Uhr

SUV kracht in Geschäft: Autofahrer verletzt sich und elf andere

Bei einem Verkehrsunfall in Australien sind ein Dutzend Menschen verletzt worden. Auf Videoaufnahmen in sozialen Medien war zu sehen, wie ein SUV an einer Ampel zuerst in ein Fahrzeug und anschließend in ein Kleidungsgeschäft kracht.

Bei dem Unfall in Greenacre, einem Vorort von Sydney, wurden der Fahrer und elf Fußgänger verletzt, wie die Polizei mitteilte. Dabei handele es sich überwiegend um Frauen zwischen 18 und 30 Jahren. Keine der Verletzungen soll lebensbedrohlich sein.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

Mexiko braut wieder Bier - auf Höhepunkt der Krise

In der Corona-Krise wurde der Bierdurst in Mexiko zu einem ernsten Problem - die Produktion des süffigen Getränks setzte vorerst aus. Die Biervorräte in Mexiko gehen langsam zur Neige, doch bald könnten sie wieder aufgefüllt werden. Ab dem ersten Juni könne in Mexiko-Stadt nach knapp zwei Monaten erstmals wieder Bier gebraut werden, teilte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum mit. Dann werde die Industrie in der Hauptstadt in die Liste unerlässlicher Aktivitäten aufgenommen. Dies geschieht mitten in der schlimmsten Phase der Ausbreitung des Coronavirus - der Höhepunkt wird in der ersten Juniwoche erwartet.

Mexiko ist der viertgrößte Produzent und größte Exporteur von Bier der Welt. Die beliebteste mexikanische Marke - im In- wie im Ausland - ist Corona. Nachdem die Produktion für den einheimischen Markt als Teil der Maßnahmen gegen das Coronavirus am 6. April eingestellt worden war, wurden in den vergangenen Wochen die Bierregale in den Geschäften im ganzen Land immer leerer. Berichten zufolge erhöhten manche Läden die Bierpreise drastisch. Für den Export in die USA wurde allerdings - in reduzierter Menge - weiter gebraut.

08:14 Uhr

Wegen Corona: Amerikaner lassen sich Haare aus Protest schneiden

Gegner der Corona-Maßnahmen in den USA haben im Bundesstaat Michigan mit einer "Aktion Haarschnitt" demonstriert. Hunderte Demonstranten standen in der Stadt Lansing Schlange, um sich unter freiem Himmel die Haare schneiden zu lassen. Einige von ihnen trugen keine Atemschutzmasken und wahrten keinen Abstand zu anderen Demonstranten. Die Friseurstühle wurden aber nach jedem Haarschnitt desinfiziert.

  • Die Protestaktion fand vor dem Kapitol statt, dem Amtssitz von Gouverneurin Gretchen Whitmer und des Regionalparlaments. Es war bereits die vierte größere Demonstration gegen die von Whitmer zur Eindämmung des Coronavirus verhängten Beschränkungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft. "Whitmer tötet kleine Unternehmen" stand auf einem Protestbanner.
  • Der Haarschnitt-Protest war von örtlichen konservativen Gruppen organisiert worden. Auslöser der Aktion war der Fall eines Friseurs, der seine Lizenz verloren hatte, weil er unter Verstoß gegen die Corona-Auflagen seinen Laden offen gehalten hatte.
07:46 Uhr

Venezuela will Kriegsschiffe zu iranischen Tankern schicken

Im Konflikt um Benzinlieferungen nach Venezuela wollen die Streitkräfte des südamerikanischen Landes fünf iranische Öltanker auf dem letzten Streckenabschnitt bis an die Küste eskortieren. "Wenn diese Tanker unsere ausschließliche Wirtschaftszone erreichen, werden sie von Schiffen und Flugzeugen der venezolanischen Streitkräfte eskortiert", kündigte Verteidigungsminister Vladimir Padrino an. Die Schiffe hatten zuletzt Gibraltar passiert und dürften Venezuela Ende Mai oder Anfang Juni erreichen.

Die USA haben Sanktionen sowohl gegen den Iran als auch gegen Venezuela verhängt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, die US-Marine könnte möglicherweise versuchen, die Öltanker auf ihrem Weg nach Venezuela zu stoppen. Das sei "illegal und eine Form der Piraterie", schrieb Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

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07:30 Uhr

Affenbabys entdecken die Welt - ohne Zoobesucher

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Bis zu 15 kleine Berberaffen werden in Salem erwartet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während es in der Welt der Menschen drunter und drüber geht, läuft das Leben einiger Tiere in geregelten Bahnen. Auf dem Affenberg in Salem am Bodensee etwa gibt es den ersten Nachwuchs des Jahres. Bislang sei eine Handvoll Tierbabys geboren worden, es könnten aber bis zu 15 kleine Berberaffen werden, sagte Parkleiter Roland Hilgartner. Der Affenberg ist derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen, die Eröffnung ist für den 25. Mai geplant.

Die Affen vermissten die Besucher nicht wirklich, sagte Hilgartner. Für die Berberaffen sei es kaum relevant, ob Menschen durch den Park liefen oder nicht - da die Besucher ohnehin nur in einen kleinen Bereich des weitläufigen Geheges dürfen. "Das hat keinen Einfluss auf ihr Verhalten."

07:01 Uhr

USA: Fluten vertreiben mehr als 10.000 Menschen

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Fluten mit historischem Ausmaß: Tausende Menschen in Michigan mussten ihre Häuser verlassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hochwasser nach heftigen Regenfällen hat im US-Bundesstaat Michigan zwei Dämme brechen lassen und Tausende Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen. Es seien vermutlich die schlimmsten Überflutungen in der Region "in 500 Jahren", sagte Gouverneurin Gretchen Whitmer. Sie rief für den Bezirk Midland nahe des Huron-Sees den Notstand aus.

Der Nationale Wetterdienst warnte vor lebensbedrohlichen Sturzfluten und rief die Menschen in der Region auf, sich sofort in höher gelegene Gebiete zu begeben. Das Rathaus der Stadt Midland teilte mit, insgesamt rund 11.000 Menschen würden ihre Häuser verlassen. Todesfälle seien bislang keine gemeldet worden.

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06:43 Uhr

GroKo will Zigarettenwerbung fast vollständig verbannen

Nikotinliebhaber haben in der Gesellschaft zunehmend mit Ablehnung zu kämpfen - gut so, zumindest für die Nichtraucher. Um Zigaretten noch unattraktiver zu machen, will die Große Koalition jetzt weitere Werbebeschränkungen auf den Weg bringen. "Ich bin froh, dass wir endlich gemeinsam mit der Union einen Gesetzentwurf für ein umfassendes Verbot der Tabak-Außenwerbung in den Bundestag einbringen können", sagte SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch. Damit sollten auch Elektro-Zigaretten mittelfristig gleich behandelt werden. Gesundheitsschutz habe Vorrang vor Wirtschaftsinteressen.

  • Der erste Entwurf von Union und SPD sieht vor, Reklamemöglichkeiten schrittweise weiter einzudämmen. Zunächst soll ab 1. Januar 2022 ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden oder Haltestellen für herkömmliche Tabakprodukte kommen.
  • Für Tabakerhitzer soll es ab 1. Januar 2023 greifen, für E-Zigaretten ab 1. Januar 2024. Bereits ab 1. Januar 2021 tabu sein soll Kinowerbung fürs Rauchen bei Filmvorführungen, die für Jugendliche unter 18 Jahren freigegeben sind.
06:32 Uhr

Japan schickt unbemanntes Raumschiff zur ISS

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Eine Trägerrakete vom Typ H-2B hebt vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima in der südlichen Provinz Kagoshima ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Japan hat ein unbemanntes Frachtraumschiff auf den Weg zur Internationalen Weltraumstation (ISS) gebracht. Eine Trägerrakete vom Typ H-2B hob am frühen Donnerstagmorgen vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima in der südlichen Provinz Kagoshima ab. Der Transporter "Konotori 9" trat nach dem Start erfolgreich in den Orbit ein und soll plangemäß am 25. Mai an die ISS andocken, wie die Weltraumbehörde Jaxa mitteilte.

Für den Konotori und die Trägerrakete dieses Typs war es die letzte Mission. Nach dem Andocken wird der Konotori 9 nach mehreren Wochen die Raumstation verlassen und beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

06:19 Uhr

Zyklon tötet mindestens 15 Menschen in Indien und Bangladesch

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Der Wind soll bis zu 185 Stundenkilometer erreicht haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wirbelsturm "Amphan" hat in Indien und Bangladesch mindestens 15 Menschen das Leben gekostet. Mindestens zehn Menschen starben in Indien, mindestens fünf weitere im östlichen Nachbarland Bangladesch, wie örtliche Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Der Zyklon hatte das Festland am Mittwoch mit viel Wind und Regen erreicht. Mehr als drei Millionen Menschen waren den Behörden zufolge in Notunterkünfte gebracht worden.

Laut dem indischen meteorologischen Dienst ist "Amphan" einer der schlimmsten Stürme in der Region der vergangenen 20 Jahre. Der Wind habe bis zu 185 Stundenkilometer erreicht. Betroffen sind unter anderem die dicht besiedelte Stadt Kolkata in Indien mit ihren 15 Millionen Einwohnern und Küstenregionen mit vielen schlecht gebauten Hütten. Die Corona-Pandemie macht die große Evakuierung noch schwieriger als sonst. Um Abstand zu gewährleisten, stellten Behörden beider Länder nach eigenen Angaben mehr Notunterkünfte zur Verfügung als sonst bei solchen Stürmen.

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06:01 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht