Der Tag
13. September 2023
IMG-3564mit Yuki Schubert
Zum Archiv
22:20 Uhr

Das war Mittwoch, der 13. September 2023

Liebe Leserinnen und Leser,

heute war es also so weit, Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und der russische Präsident Wladimir Putin trafen im Osten Russlands zusammen. Dabei konnte sich der Kreml-Chef die weitere Unterstützung Pjöngjangs ganz persönlich zusichern lassen.

Als Lektüre dazu empfehle ich Ihnen den Text meiner Kollegin Frauke Niemeyer: Wenn Putin im Schlaraffenland Waffen kaufen will

Folgende Themen haben diesen Tag ebenfalls bestimmt:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und hoffe, Sie hatten heute einen schönen Selfcare-Tag. Und Achtung, wenn es morgen um 11 Uhr auf allen Kanälen blinkt und piepst, besteht kein Grund zur Aufregung, sondern es ist Warntag in Deutschland. Nur als kleine Vorwarnung.

Machen Sie es gut.

Ihre Yuki Schubert

Das war Mittwoch, der 13. September 2023
22:01 Uhr

Frau von "El Chapo" auf freiem Fuß

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Emma Coronel war wegen Beteiligung am Drogen-Imperium ihres Mannes verurteilt worden. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Ehefrau des früheren mexikanischen Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán hat nach nur etwas mehr als der Hälfte ihrer Haftstrafe in den USA das Gefängnis verlassen. Emma Coronel sei entlassen worden, bestätigte eine Sprecherin der Gefängnisbehörde auf Anfrage. Demnach unterliegt sie noch vier Jahre lang Bewährungsauflagen. Die Behörde machte keine Angaben zum Aufenthaltsort Coronels. Die 34-Jährige befand sich zuletzt in einer Haftanstalt im kalifornischen Long Beach nahe Los Angeles.

Die frühere Schönheitskönigin, die sowohl die US-amerikanische als auch die mexikanische Staatsbürgerschaft besitzt, war Ende 2021 wegen ihrer Beteiligung am Drogen-Imperium ihres Mannes zu 36 Monaten Haft verurteilt worden. "El Chapo" hatte das mächtige Sinaloa-Kartell in Mexiko etwa 25 Jahre lang angeführt.

Frau von "El Chapo" auf freiem Fuß
21:41 Uhr

Weißes Haus nennt McCarthys Amtsenthebungs-Versuch "politischen Stunt"

Nach der Einleitung von Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Joe Biden hat das Weiße Haus die Vorwürfe von Republikanern als "gegenstandslos" zurückgewiesen. "Sie haben das ganze Jahr mit Ermittlungen gegen den Präsidenten verbracht und haben keine Beweise - nichts - gefunden, dass er irgendetwas falsch gemacht hat", sagte die Sprecherin Bidens, Karine Jean-Pierre, in Washington. Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, wisse, dass auch seine eigenen Abgeordneten den Vorstoß zur Aufnahme von Ermittlungen gegen Biden nicht in ausreichender Zahl unterstützen, sagte Jean-Pierre. "Das ist ein politischer Stunt."

Weißes Haus nennt McCarthys Amtsenthebungs-Versuch "politischen Stunt"
21:11 Uhr

5000 Migranten an einem Tag: Lampedusa ruft Notstand aus

Der Stadtrat der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa hat angesichts Tausender neu angekommener Bootsmigranten den Notstand ausgerufen. Das gab Bürgermeister Filippo Mannino am Abend bekannt, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Er verlangte mehr Unterstützung für die kleine Insel, die unter "großem Stress" stehe. Die Bürger Lampedusas seien verzweifelt. "Jeder hat in irgendeiner Weise den Migranten geholfen, die Hilfe brauchten. Aber jetzt ist es wirklich an der Zeit, nach einer strukturellen Lösung zu suchen", sagte Mannino weiter. Zunächst war unklar, welche konkreten Auswirkungen die Ausrufung des Notstands in der Kommune hat. Seit Montag haben Tausende Bootsmigranten die Insel zwischen Sizilien und Nordafrika erreicht - allein am Dienstag kamen mehr als 5000 Menschen an, wie aus Zahlen des Innenministeriums in Rom hervorging.

5000 Migranten an einem Tag: Lampedusa ruft Notstand aus
21:04 Uhr

Tod an 17-Jähriger und Übergriff auf 30-Jährige: Tatverdächtiger geschnappt

Nach dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen im Landkreis Diepholz und einem tätlichen Angriff in Sulingen ist der gesuchte Tatverdächtige gefasst worden. Der 42-Jährige sei am Abend festgenommen worden und habe dabei keinen Widerstand geleistet, teilte die Polizei mit. Er sei im Raum Schwarmstedt (Niedersachsen) von Polizisten verhaftet worden. Die Leiche des Mädchens war am Sonntagabend in einem Graben neben einer Straße gefunden worden.

Tod an 17-Jähriger und Übergriff auf 30-Jährige: Tatverdächtiger geschnappt
20:45 Uhr

Umweltschützer schwimmt innerhalb von 30 Tagen ganzen Hudson River entlang

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Pugh schwimmt am Rande von Lower Manhattan im Hudson River. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der britische Langstreckenschwimmer und Umweltschützer Lewis Pugh ist innerhalb rund eines Monats den kompletten Hudson River entlanggeschwommen und in Manhattan angekommen. Pugh war Mitte August an der Quelle des Flusses in den Adirondack Mountains im Bundesstaat New York gestartet und dann die rund 500 Kilometer bis zur Mündung bei Manhattan in den Atlantischen Ozean geschwommen, wo er US-Medienberichten zufolge heute ankam. Mit seiner Aktion will Pugh kurz vor Beginn der UN-Vollversammlung in New York auf den Schutz der Meere aufmerksam machen. Es ist nicht die erste öffentlichkeitswirksame Aktion Pughs. Er hat bereits in allen Weltmeeren eine Langstrecke hinter sich gebracht und schwamm 2007 als erster Mensch eine Langstrecke am Nordpol.

Umweltschützer schwimmt innerhalb von 30 Tagen ganzen Hudson River entlang
20:17 Uhr

SPD-Führung verärgert über Schröder-Ehrung

Seit Wochen sorgt die Ehrung von Gerhard Schröder für seine 60-jährige Parteimitgliedschaft für einen parteiinternen Streit: Zwar gibt es jetzt einen Termin für den Festakt, aber die Führung der Bundes-SPD zeigt sich darüber verwundert. "Die Ehrung beruht auf einer Entscheidung des SPD-Bezirks Hannover", sagte SPD-Schatzmeister und Vorstandsmitglied Dietmar Nietan dem "Tagesspiegel". Der SPD-Parteivorstand ehre Schröder jedenfalls nicht. "Ich würde mich im Parteivorstand auch gegen eine solche Ehrung aussprechen", ergänzte Nietan.

Wie die Zeitung unter Verweis auf Parteikreise berichtete, herrscht in der SPD-Führung Verärgerung über die am 27. Oktober geplante Ehrung. Vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen am 8. Oktober, wo der SPD schlechte Ergebnisse drohen, wird befürchtet, dass das Vorhaben weiteren Schaden anrichte. Der SPD-Bezirk Hannover weigerte sich, dem "Tagesspiegel" die Namen der geladenen Gäste zu nennen. Der Bezirk verwies demnach auf "Datenschutzgründe", weshalb keine Einzelheiten" mitgeteilt würden.

SPD-Führung verärgert über Schröder-Ehrung
19:28 Uhr

Fohlen fällt Klippe runter: Tierschützer klagen über Selfie-Jäger

In Wales ist ein neugeborenes Fohlen von einer Klippe in den Tod gestürzt. Der Grund ist fatal: Schaulustige hätten das Tier und seine Mutter immer näher an den Rand des Felsens gedrängt, zitierte die BBC den Landwirt Nicky Beynon, der die Ponys überwacht. Selfies seien nicht wichtiger als der Respekt vor dem Freiraum eines Tieres, sagte Mo Metcalf-Fisher von der Organisation Countryside Alliance der britischen Nachrichtenagentur PA. "Die Natur ist kein Vergnügungspark, es ist für viele ein Vollzeitarbeitsplatz und ein Zuhause für Mensch und Tier."

Wilde Ponys leben seit langem schon auf den Klippen der Halbinsel Gower nahe der walisischen Stadt Swansea. Die Tiere sind ein beliebtes Fotomotiv. Zuletzt aber nahmen gefährliche Vorfälle beim Selfie machen zu. Jüngst habe eine junge Frau ärztlich versorgt werden müssen, weil sie von einem Pony getreten wurde. Die Organisation National Coastwatch rät dazu, lieber die Zoom-Funktion auf dem Handy zu nutzten, als tatsächlich auf Tuchfühlung zu gehen.

Fohlen fällt Klippe runter: Tierschützer klagen über Selfie-Jäger
19:14 Uhr

49 Menschen auf 7 Quadratmetern eingepfercht - Polizei stopp Schleuser

In einem nur sieben Quadratmeter großen Transporter haben zwei Schleuser 49 Menschen nach Deutschland gebracht. Unter den aus Syrien und der Türkei stammenden Menschen seien auch 20 Kinder gewesen, teilte die Bundespolizei im sächsischen Ebersbach mit. Sie hätten etwa zwölf Stunden in dem fensterlosen Transporter bei Dunkelheit und wenig Atemluft ausharren müssen. Bundes- und Landespolizisten stoppten den Transporter den Angaben zufolge am späten Dienstagnachmittag auf einer Bundesstraße in Oberseifersdorf. Das Auto sei kurz zuvor aus Polen oder Tschechien über die Grenze gefahren. Schon als die Beamten näher kamen, hätten sie Kindergeschrei aus dem Innenraum gehört. Innen hätten Männer gestanden und Frauen und Kinder auf dem Boden gehockt, darunter auch einige Kleinkinder. Die Menschen seien teils dehydriert gewesen. Eine der Frauen habe später kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die beiden mutmaßlichen Schleuser, zwei Tschechen im Alter von 27 und 32 Jahren, wurden festgenommen.

49 Menschen auf 7 Quadratmetern eingepfercht - Polizei stopp Schleuser
18:36 Uhr

Mann in Bayern steckt über Nacht mit Hand im Treppenlift fest

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Einsatzkräfte in Glattbach: Der Mann konnte den Notruf, nachdem er festklemmte, nicht mehr selbst absetzen. (Foto: RTL News)

Eine sehr unbequeme Nacht liegt hinter einem Mann aus dem bayerischen Glattbach: Er hatte sich mit seiner Hand an einem Treppenlift eingeklemmt. Da der Hausnotruf an der eingeklemmten Hand war, konnte der Mann laut Feuerwehr auch keine Hilfe rufen. Er war am Vorabend von seinem Treppenlift gerutscht und dabei mit der Hand zwischen Lift und Fahrschiene geraten. Erst am heutigen Morgen entdeckte ein Nachbar den Mann in seiner misslichen Lage und wählte den Notruf. Der Leichtverletzte wurde einer Polizeisprecherin zufolge von den Einsatzkräften befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Sie konnte keine Angaben zum Alter des Mannes machen.

Mann in Bayern steckt über Nacht mit Hand im Treppenlift fest
18:12 Uhr

Im slowakischen Wahlkampf fliegen Fäuste

Am Rande einer Wahlkampfveranstaltung in der slowakischen Hauptstadt Bratislava kommt es zu einem wortwörtlichen Kampf zwischen zwei Politikern. Der Ex-Premier Igor Matovič versucht, eine Rede des Ex-Innenministers Robert Kaliňák zu kapern - die Situation eskaliert.

Im slowakischen Wahlkampf fliegen Fäuste
17:38 Uhr

Sardinen-Konserven sind Auslöser: Zehn Vergiftungen und ein Todesfall in Bordeaux

Unter zumeist ausländischen Besuchern, darunter auch Deutschland, hat es in einem Restaurant im südfranzösischen Bordeaux mindestens zehn Vergiftungen und einen Todesfall gegeben. Die Gesundheitsbehörden in Frankreich riefen Gäste, die das entsprechende Restaurant in der vergangenen Woche (04. bis 10. September) besuchten, bei Symptomen von Botulismus dazu auf, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen. Die meisten der bislang bekannten Opfer stammten aus der Bundesrepublik, Kanada und den USA. Alle hätten in der vergangenen Woche eine Weinbar besucht, in der selbst gemachte Sardinen-Konserven als Auslöser der Vergiftung identifiziert wurden.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine 32 Jahre alte Frau aus dem Großraum Paris, wie der Sender France Info berichtete. Der Partner der Frau war demnach von der Vergiftung ebenso betroffen, wie eine Person aus Barcelona. Fünf der Opfer müssten im Krankenhaus künstlich beatmet werden.

Botulismus sei eine schwere Krankheit mit einer Inkubationszeit von einigen Stunden bis zu einigen Tagen, die in fünf bis zehn Prozent der Fälle zum Tode führt, warnten die Behörden. Die Symptome reichten von Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis zu verschwommenem Sehen, Schluck- und Atembeschwerden sowie Lähmungen und Muskelschwäche.

Sardinen-Konserven sind Auslöser: Zehn Vergiftungen und ein Todesfall in Bordeaux
17:06 Uhr

Bundestagspräsidium muss Kubickis Boot auf offener See verlassen

Volle Kraft voraus! Das hätte das Bundestagspräsidium auf dem Motorboot von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki sicher gern gerufen. Allerdings kamen den Politikern auf der Ostsee Algen dazwischen. Aber nochmal einen Schritt zurück: Der FDP-Politiker hatte seine Präsidiums-Kolleginnen an Bord seines elf Meter langen Motorbootes eingeladen. Aber statt zum nächsten Termin zu düsen, hatten laut Kubicki Algen und Seegras einem Wasserfilter zugesetzt. Dadurch sei die Maschine zu heiß geworden. Er habe dann die Wasserschutzpolizei gebeten, das Präsidium des Bundestags auf deren Boot "Falshöft" zu übernehmen. Dieses hatte den Ausflug begleitet.

"Wir sind von der "Liberty" umgestiegen auf das Schiff der Wasserschutzpolizei, wie gesagt, auf offener See", merkte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas an. "Ich habe das noch nie gemacht." Das Erlebnis werde sie so schnell nicht vergessen. "Es war schon eine Besonderheit." Kapitän Kubicki sei geblieben. "Er hat dann sein Boot in langsamer Geschwindigkeit in den Hafen gebracht." Seekrank sei kein Präsidiumsmitglied geworden. Auf die Frage, wie Kubicki als Kapitän war, sagte Bas: "Also sehr diszipliniert und er hat sich auch an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten."

Bundestagspräsidium muss Kubickis Boot auf offener See verlassen
16:31 Uhr

"Sie war eh 26" - Polizist verhöhnt tote Frau

Bereits im Januar stirbt im US-amerikanischen Seattle eine Frau bei einem Autounfall. Nun werden Ermittlungen gegen den dortigen Vizepräsidenten der Polizeigewerkschaft öffentlich. Auf Aufnahmen seiner Bodycam ist zu hören, wie er am Telefon über die Getötete lästert und höhnisch über ihren Tod lacht.

"Sie war eh 26" - Polizist verhöhnt tote Frau
16:00 Uhr

Spiegel fallen von der Wand - IKEA rät Kunden ab, diesen Spiegel zu nutzen

Der schwedische Möbelriese Ikea hat seinen Rückruf für bestimmte Spiegel des Typs "Lettan" wegen brechender Wandbeschläge erweitert. Betroffen von dem Rückruf zur Reparatur seien alle "Lettan"-Spiegel mit Datumsstempel 2105 (JJWW) oder älter sowie "Lettan"-Spiegel mit der Lieferantennummer 21944 und Datumsstempel 2325 (JJWW) oder älter, teilte das Unternehmen in Hofheim-Wallau mit. Die Kundinnen und Kunden, die betroffene Spiegel besitzen, wurden gebeten, diese nicht mehr zu benutzen und gratis Ersatzwandbeschläge zu bestellen. Es habe sich gezeigt, dass einige Beschläge, mit denen die Spiegel an der Wand befestigt werden, gebrochen seien, wodurch einige Spiegel plötzlich zu Boden gefallen seien, erklärte das Unternehmen. Bereits im Januar gab es deshalb einen Rückruf zur Reparatur bestimmter Spiegel dieses Typs. Nach weiteren Untersuchungen sowie zusätzlichen Prüfungen der Lieferanten habe sich gezeigt, dass fehlerhafte Wandbeschläge über einen längeren Zeitraum in der Produktion verwendet worden seien, als dem Unternehmen bekannt gewesen sei.

Spiegel fallen von der Wand - IKEA rät Kunden ab, diesen Spiegel zu nutzen
15:25 Uhr

Schönbohm-Affäre: Böhmermann geht jetzt gegen Reichelt vor

Die Diskussion über die Abberufung von Arne Schönbohm, dem früheren Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht auf eine neue Ebene: Denn der Satiriker Jan Böhmermann zieht jetzt rechtliche Konsequenzen. Per Anwalt hat er den Ex-"Bild"-Chef, Julian Reichelt, aufgefordert, künftig nicht mehr den Eindruck zu vermitteln, dass die Redaktion von "ZDF Magazin Royale" und das Bundesinnenministerium bei dem Fall gemeinsame Sache gemacht hätten. Das berichtet die "Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe.

Demnach fordert Böhmermann Reichelt auf, die in der Sendung "Achtung, Reichelt!" getätigte Aussage, das BMI habe Schönbohm "über die öffentlich-rechtlichen Medien mit frei erfundenen Vorwürfen hinrichten" lassen, nicht zu wiederholen. Weiter solle Reichelt nicht länger den Verdacht erwecken, Mitarbeiter des BMI hätten die Auseinandersetzung zwischen Böhmermanns Redaktion und Schönbohm veranlasst.

Schönbohm-Affäre: Böhmermann geht jetzt gegen Reichelt vor
15:02 Uhr

Trotz Kritik: Kabinett beschließt Erhöhung von Bürgergeld

Das Bürgergeld für rund 5,5 Millionen Erwachsene und Kinder in der Grundsicherung wird 2024 um bis zu 61 Euro im Monat steigen und damit so stark angehoben wie noch nie. Die entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil passierte das Kabinett, wie Reuters von einem Regierungsvertreter erfuhr. Der Regelsatz für die monatliche Zahlung zum Lebensunterhalt eines alleinlebenden Erwachsenen steigt von 502 auf 563 Euro. Erwachsene mit Partnern erhalten jeweils 506 statt bisher 451 Euro. Auch die Beträge für Kinder steigen jeweils um rund zwölf Prozent auf Regelsätze zwischen 357 und 471 Euro. Heil hatte die starke Anhebung damit gerechtfertigt, dass das Bürgergeld auch in Zeiten hoher Inflation das Existenzminimum sichere. In Teilen der Politik und der Wirtschaft wird kritisiert, Geringverdiener stünden durch die Anhebung zum Teil schlechter da als Bezieher von staatlichen Leistungen.

Trotz Kritik: Kabinett beschließt Erhöhung von Bürgergeld
14:40 Uhr

17-Jährige tot, Frau vor Fast-Food-Restaurant mit Messer verletzt: Polizei fahndet nach 42-Jährigem

Ist es derselbe Täter? Nach einem versuchten Tötungsdelikt im niedersächsischen Sulingen prüft die Polizei einen möglichen Tatzusammenhang mit dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen am Sonntag. Einem Polizeisprecher zufolge griff am heutigen frühen Morgen ein 42 Jahre alter Mann vor einem Fast-Food-Restaurant in der niedersächsischen Kleinstadt Sulingen eine 30 Jahre alte Frau an und verletzte sie mit einem Messer schwer. Zeugen verhinderten dem Sprecher zufolge Schlimmeres und halfen der Frau. Sie wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Anhand des Kennzeichens sei der mutmaßliche Täter identifiziert worden, hieß es. Der 42-jährige Andreas Becker sei auf der Flucht. Die Polizei habe umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. In diesem Zusammenhang werde auch geprüft, ob es einen Zusammenhang mit der Tötung der 17 Jahre alten Schülerin gebe. Die junge Frau war am Sonntagabend tot im benachbarten Barenburg gefunden worden. Sie wurde mit einem Messer getötet.

Der mutmaßliche Mörder der 17-jährigen Mara-Sophie aus dem niedersächsischen Diepholz ist offenbar schon lange polizeibekannt – und vorbestraft. Der Vorfall sei demnach im Ort Uchte (Landkreis Nienburg) passiert. Uchte liegt rund 50 Kilometer südöstlich von Diepholz entfernt.

Update 17:38 Uhr: Der gesuchte Andreas Becker ist laut einem Medienbericht bereits 2016 auffällig geworden. Wie die Tageszeitung "Die Harke" schreibt, soll er einen 14-jährigen Jungen entführt haben, weil er mit ihm "bisschen kuscheln" wollte, wie er selbst vor Gericht angegeben haben soll. Er sei wegen versuchten sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen, Freiheitsberaubung und Körperverletzung zu einer 18-monatigen Strafe auf Bewährung verurteilt worden.

17-Jährige tot, Frau vor Fast-Food-Restaurant mit Messer verletzt: Polizei fahndet nach 42-Jährigem
14:23 Uhr

Nun also doch: Deutsche Helfer bringen Hilfsgüter nach Marokko

Nach dem schweren Erdbeben in Marokko mit tausenden Toten will das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Donnerstag als erste deutsche Organisation Hilfe in das nordafrikanische Land fliegen. Die Lage in den betroffenen Gebieten sei weiter unübersichtlich, erklärte die Hilfsorganisation. Neben den offiziell mehr als 2800 Todesopfern gebe es tausende Verletzte, Infrastruktur und zahlreiche Gebäude seien zerstört worden. "Die Lage ist weiter unübersichtlich, aber wir sind zuversichtlich, dass wir mit diesem ersten Hilfsgütertransport einen Beitrag dazu leisten können, den Menschen vor Ort zu helfen", sagte DRK-Vertreter Christof Johnen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Hilfslieferung umfasse unter anderem 550 Zelte und 3120 isolierte Bodenmatten. Zuvor hatte es Kritik an Marokkos Regierung gegeben, dass nur Rettungskräfte aus vier Ländern ins Land gelassen wurden.

Nun also doch: Deutsche Helfer bringen Hilfsgüter nach Marokko
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Kollege Alexander Schultze hat seinen Feierabend angetreten und das bedeutet ich habe das Ruder an mich gerissen. Ich hoffe, Sie haben den Temperatursturz mittlerweile verkraftet und haben den Regenschirm irgendwo in die Tasche gepackt. Heute ist interessanterweise "Mach-was-du-willst-Tag" in Deutschland. Hierbei geht es nicht um Anarchie, sondern mal an sich zu denken. Selfcare sozusagen. Wenn Ihnen dabei auch nach Nachrichten aus aller Welt dürstet, dann gucken Sie hier gern vorbei.

Ihre Yuki Schubert

Schichtwechsel
13:57 Uhr

Preisschock! Diesel kaum noch günstiger als Benzin

Nach einem kräftigen Preissprung ist Diesel nur noch 5,1 Cent billiger als Superbenzin der Sorte E10. Beide Kraftstoffe haben sich zuletzt verteuert, wie der ADAC mitteilte. Diesel legte binnen Wochenfrist 5,2 Cent zu und kostete pro Liter im bundesweiten Durchschnitt des Dienstags 1,838 Euro. Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich deutlich langsamer: um 1,5 Cent auf 1,889 Euro. Obwohl sich auch Rohöl verteuert habe, sei der Anstieg - vor allem bei Diesel - nicht nachvollziehbar, erklärte der ADAC. Eine "Rechtfertigung für derart hohe Kraftstoffpreise" sei nicht ersichtlich. Die Preisdifferenz zwischen Diesel und E10 ist derzeit ungewöhnlich gering. Die Steuer auf Diesel ist rund 20 Cent geringer. Im langjährigen Mittel vor dem Ukraine-Krieg war Diesel gut 15 Cent billiger als E10. Im vergangenen Jahr war Diesel vor dem Hintergrund des Krieges vorübergehend teurer als Benzin, da der Kraftstoff davor in größeren Mengen aus Russland importiert worden war. Seit dem Frühjahr hatte sich das Verhältnis wieder normalisiert.

Preisschock! Diesel kaum noch günstiger als Benzin
13:27 Uhr

Spezialkräfte befreien 29-Jährige in Kiel aus Gefangenschaft

Nach der Befreiung einer 29-Jährigen durch Spezialkräfte in Kiel laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen auf Hochtouren. Der 27 Jahre alte Verdächtige soll voraussichtlich einem Haftrichter wegen des Vorwurfs der Freiheitsberaubung vorgeführt werden, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst stünden jedoch Vernehmungen an. Am Dienstag hatten Einsatzkräfte stundenlang auf dem Gelände des ehemaligen Marinefliegergeschwaders in Kiel-Holtenau nach der aus Rendsburg stammenden Frau gesucht. Am Abend befreiten Polizisten sie schließlich aus einem Hangargebäude. Im Falle des Mannes erfolgte der Zugriff lautlos, er leistete keine Gegenwehr. Der mutmaßliche Täter und sein Opfer standen in keiner Beziehung zueinander, kannten sich lediglich weitläufig, sagte der Polizeisprecher. Am Sonntag, dem Tag des Verschwindens der Frau, sei auf deren Instagram-Seite vorübergehend ein Foto hochgeladen worden, das die 29-Jährige vor einer Heizung hockend, mit dem Händen auf dem Rücken und mit zugeklebtem Mund zeigte. Inwieweit der in Kiel lebende Tatverdächtige die Frau in den zweieinhalb Tagen körperlich traktierte, ist noch unklar.

Spezialkräfte befreien 29-Jährige in Kiel aus Gefangenschaft
13:06 Uhr

Griechen dürfen nicht in Häuser zurück - Tierkadaver sorgen für Seuchenangst

Eine Woche nach den schweren Überschwemmungen in Mittelgriechenland können viele Menschen weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Sieben Dörfer seien immer noch von der Umwelt abgeschnitten, zudem seien viele Häuser zerstört und unbewohnbar, berichtete die Zeitung "Kathimerini". Im Laufe des Tages solle nahe der Stadt Larisa ein Flüchtlingslager für 1300 Betroffene bereitgestellt werden. Die rund 900 Migranten, die dort bislang lebten, seien in andere Auffanglager des Landes gebracht worden. Vielerorts in der ländlichen Region sorgen außerdem Tierkadaver für Gesundheitsrisiken. Bis zum Dienstag seien bereits rund 15.000 Kadaver von Schafen, Ziegen und Kühen eingesammelt und verbrannt worden, berichteten griechische Medien. Die wichtigste Autobahn des Landes zwischen den Metropolen Athen und Thessaloniki war am Mittwoch in Teilen immer noch überschwemmt und blieb entlang der Stadt Larisa gesperrt. Auch die Zugverbindung war wegen großer Schäden am Schienennetz weiterhin außer Betrieb, die Reparaturkosten werden auf 160 Millionen Euro geschätzt.

Griechen dürfen nicht in Häuser zurück - Tierkadaver sorgen für Seuchenangst
13:06 Uhr

Thüringer AfD-Chef Höcke muss wegen NS-Vokabular vor Gericht

Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke muss wegen des Vorwurfs der Verwendung von NS-Vokabular vor Gericht. Das Landgericht Halle in Sachsen-Anhalt lässt die Anklage der Staatsanwaltschaft Halle wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zur Hauptverhandlung zu.

Thüringer AfD-Chef Höcke muss wegen NS-Vokabular vor Gericht
12:52 Uhr

Reichsbürgerin im Zollamt soll Strafverfahren verhindert haben

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat Anklage gegen eine Zollbeamtin erhoben, die als Mitglied der "Reichsbürger"-Szene Strafverfahren wegen Schwarzarbeit verhindert haben soll. Ihr werde unter anderem Unterschlagung und Strafvereitelung vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Die 61-Jährige aus Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis war demnach beim Hauptzollamt Köln für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zuständig. Nachdem der Verdacht aufkam, dass sie zur Szene der sogenannten Reichsbürger gehört, wurde sie im Oktober 2021 vom Dienst suspendiert. Da sie sich anschließend geweigert habe, ihren Dienstcomputer, ihren Dienstausweis sowie Ermittlungsakten herauszugeben, durchsuchten Beamte ihre Wohnung. Dabei habe die Frau zur Begründung für ihr Handeln gesagt, die Finanzverwaltung habe "keinerlei rechtliche Bedeutung". Wann der Prozess beginnt, ist noch nicht klar.

Reichsbürgerin im Zollamt soll Strafverfahren verhindert haben
12:31 Uhr

Hagelkörner schlagen in Worms durch Autofenster

Wegen eines Hagelsturms verwandelt sich Worms kurzzeitig in eine Winterlandschaft. Die Körner beschädigen Autos und Gebäude, die Wassermassen sorgen teilweise für geflutete Keller. Berichte über Verletzte bleiben glücklicherweise aus.

Hagelkörner schlagen in Worms durch Autofenster
12:07 Uhr

Ex-Kanzlerin Merkel trifft sich zum Abitur-Jubiläum mit Klassenkameraden in Templin

50 Jahre nach ihrem Abitur hat sich die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel am Wochenende mit damaligen Mitschülern in Templin getroffen. Das bestätigte eine Sprecherin Merkels auf Anfrage. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über das Klassentreffen nebst Dampferfahrt und Abendessen in der Stadt in der Uckermark am Samstag berichtet. Die ehemalige Kanzlerin und langjährige CDU-Vorsitzende ist ein Kind der Stadt. Zwar wurde die heute 69-Jährige als Tochter des Pastors Horst Kasner und seiner Frau Herlind in Hamburg geboren. Die Familie siedelte aber von der Bundesrepublik in die DDR über und zog später nach Templin. Hier lebte Merkel von 1957 bis 1973, bevor sie nach ihrem Abitur in Leipzig studierte und später in Berlin arbeitete. Seit 2019 ist Merkel Ehrenbürgerin von Templin.

Ex-Kanzlerin Merkel trifft sich zum Abitur-Jubiläum mit Klassenkameraden in Templin
11:45 Uhr

Ganze Straße wird zu reißendem Rotwein-Fluss

Das portugiesische Dorf Sao Lorenco do Barreiro ereilt ein kurios anmutendes Unglück: In einer Destillerie platzen zwei große Tanks. Zwei Millionen Liter Rotwein ergießen sich in den Ort. Videoaufnahmen zeigen eine ganze Straße, die zu einem Fluss aus Wein wird.

Ganze Straße wird zu reißendem Rotwein-Fluss
11:32 Uhr

Von der Leyen schweigt über eigene Zukunft

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union nicht dazu geäußert, ob sie nach der Europawahl im kommenden Juni eine weitere Amtszeit anstrebt. Die deutsche Spitzenpolitikerin legte den Schwerpunkt ihrer etwas mehr als einstündigen Rede stattdessen auf noch geplante Projekte in den kommenden Monaten. Dazu gehören unter anderem der Kampf gegen illegale Migration und die Bestrebungen, die Abhängigkeiten der EU von Ländern wie China zu reduzieren. Zu den anstehenden Wahlen äußerte sich von der Leyen lediglich allgemein. "In weniger als 300 Tagen werden die Europäerinnen und Europäer in unserer einzigartigen und bemerkenswerten Demokratie zu den Wahlurnen gehen", sagte sie. Wie bei jeder Wahl werde dies der Moment sein, "wenn die Menschen über die Lage in unserer Europäischen Union nachdenken werden - und darüber, was jene geleistet haben, die unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger vertreten".

Von der Leyen schweigt über eigene Zukunft
11:27 Uhr

Unterstützung für Klimabewegung im Sinkflug - Neubauer hadert mit Letzter Generation

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat sich vor den am Freitag geplanten globalen Klimaprotesten besorgt gezeigt über den schwindenden Rückhalt für die Klimabewegung in der Gesellschaft. Es sei klar, dass sich die Klimabewegung nicht nur Freunde mache, sie müsse auch Gegenwind aushalten können, sagte Neubauer dem "Stern" laut Vorabmeldung. "Aber ein gesellschaftlicher Backlash, den man selbst produziert und dann nicht wieder einfängt, wird irgendwann zum Problem für uns alle." Neubauer verwies auf eine Studie der Organisation "More in Common", derzufolge die Unterstützung der Bevölkerung für die Klimabewegung hierzulande seit 2021 von 68 auf 34 Prozent sank. "Diese Studie hat uns sehr nachdenklich gemacht", sagte die Aktivistin der Initiative Fridays for Future nun. Die bei den Mitgliedern der Letzten Generation verbreitete Argumentation, dass bisherige Proteste wie die Klimastreiks von Fridays for Future nichts gebracht hätten, nannte Neubauer "eine kalkulierte Entmächtigung der Menschen, die bereit sind, sich einzusetzen".

Unterstützung für Klimabewegung im Sinkflug - Neubauer hadert mit Letzter Generation
11:02 Uhr

Dämme in Libyen gebrochen: Vorher-nachher-Bilder zeigen Verwüstung

Ein Mittelmeer-Hurrikan und heftige Regenfälle lösen im Norden Libyens eine verheerende Katastrophe aus. Durch die Niederschläge brechen im Landesinneren zwei Dämme, die enorm angeschwollenen Flüsse treffen Städte. Im Küstenort Derna werden halbe Viertel ins Meer gerissen.

Dämme in Libyen gebrochen: Vorher-nachher-Bilder zeigen Verwüstung
10:43 Uhr

Fünf Monate alter Säugling ertrinkt vor Lampedusa

Nach der Flucht mit seiner Mutter übers Mittelmeer ist ein erst fünf Monate altes Kind bei der Ankunft auf der italienischen Insel Lampedusa ertrunken. Der Säugling fiel in der Nacht zum Mittwoch ins Wasser, als die Küstenwache 46 Migranten von einem Boot an Land bringen wollte. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete von chaotischen Szenen. Auch andere Menschen seien im Wasser gelandet, hätten sich aber retten können. Für das kleine Kind jedoch kam jede Hilfe zu spät. Lampedusa liegt zwischen Sizilien und Nordafrika, knapp 190 Kilometer entfernt von der Küstenstadt Sfax in Tunesien. Allein am Dienstag kamen auf der Insel etwa 2500 Bootsflüchtlinge an - so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. Vor der Mole des Hafens bildete sich zeitweise eine lange Schlange kleiner Metallboote, die aufs Anlegen warteten. Das Erstaufnahmelager auf Lampedusa mit Platz für eigentlich 400 Menschen ist wieder einmal völlig überfüllt. Die Familie, zu der das ertrunkene Kind gehörte, hatte sich nach Angaben der Behörden aus dem westafrikanischen Land Guinea auf den Weg nach Europa gemacht. Die Mutter ist minderjährig. Sie erhält nun psychologische Unterstützung.

Fünf Monate alter Säugling ertrinkt vor Lampedusa
10:29 Uhr

Wissing glaubt an Deutschlandticket - Für Preis sind andere zuständig

Bundesverkehrsminister Volker Wissing erwartet trotz des Streits über die zukünftige Finanzierung des Deutschlandtickets kein schnelles Aus der Fahrkarte. "Ich bin auch ganz sicher, dass es nächstes Jahr noch das Ticket geben wird", sagte Wissing im ARD-"Morgenmagazin". Wissing bekräftigte aber seine Forderungen an die Bundesländer, die Strukturen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) moderner und effizienter zu gestalten. "Was jetzt folgen muss, sind weitere Kosteneinsparungen der Länder." Es dürfe beim ÖPNV keine Rückschritte geben. Bei der Frage, ob der derzeit bei 49 Euro pro Monat liegende Preis des Deutschlandtickets erhöht werden muss, hält sich Wissing nicht für zuständig. Dies liege ebenfalls in der Verantwortung der Länder. Eine Debatte über eine Preiserhöhung halte er aber nicht für sinnvoll - "es gibt keinen Grund, diese Diskussion jetzt aufzumachen."

Wissing glaubt an Deutschlandticket - Für Preis sind andere zuständig
10:10 Uhr

Überraschungs-Besuch bei VMAs - *NSYNC wieder vereint auf der Bühne

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Da war selbst Taylor Swift von den Socken. *NSYNC überraschten bei den VMAs. (Foto: picture alliance / newscom)

Dieser Auftritt ist für das Publikum wohl eine große Überraschung gewesen: *NSYNC haben bei den MTV Video Music Awards wieder gemeinsam auf der Bühne gestanden. Die ehemalige Boygroup war bei der Veranstaltung, die live aus dem Prudential Center in New Jersey übertragen wurde, um einen der Preise zu vergeben. Moderatorin Nicki Minaj kündigte die Band, bestehend aus Chris Kirkpatrick, JC Chasez, Justin Timberlake, Lance Bass und Joey Fatone, während der Show an. Sie nannte ihre Reunion einen "ikonischen Moment". Als die Musiker die Bühne betraten, seien das Publikum und Prominente wie Taylor Swift völlig erstaunt gewesen, berichtete unter anderem "The Hollywood Reporter". "Vor über 20 Jahren waren wir noch Kinder, als wir für 'Bye Bye Bye' den Preis für das beste Popvideo gewannen", erklärten die *NSYNC-Stars US-Medienberichten zufolge. "Es war unser erster VMA und er bedeutete uns viel. Diese Auszeichnung war eine Bestätigung unserer harten Arbeit."

Überraschungs-Besuch bei VMAs - *NSYNC wieder vereint auf der Bühne
09:52 Uhr

Gesetz soll eigentlich stehen - Kabinett entscheidet trotzdem nicht über Kindergrundsicherung

Die Kindergrundsicherung soll nicht wie zunächst geplant an diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Politisch stehe alles, doch technische Details müssten noch geklärt werden, hieß es aus Regierungskreisen. Familienministerin Lisa Paus war anders als angekündigt am Mittwoch auch nicht Interviewgast im ARD-"Morgenmagazin". Auf der Liste der Themen für das Bundeskabinett war die Kindergrundsicherung ebenfalls nicht aufgeführt. SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt sagte am Morgen im Deutschlandfunk, sie kenne die genauen Gründe nicht, warum das Thema am Mittwoch noch nicht im Kabinett auf der Tagesordnung steht. Es handele sich aber um ein sehr komplexes und schwieriges Gesetzesvorhaben. Es sei ihr lieber, dass der Bundestag einen guten und durchdachten Gesetzentwurf erhalte, damit nicht noch einmal das Gleiche passiere wie bei Heizungsgesetz. Finanzminister Christian Lindner und Familienministerin Paus hatten monatelang um die Finanzierung der Kindergrundsicherung gerungen. Ende August einigten sich beide schließlich auf Details zur Finanzierung des Vorhabens.

Gesetz soll eigentlich stehen - Kabinett entscheidet trotzdem nicht über Kindergrundsicherung
09:29 Uhr

Gewitter rutschen vom Norden in den Süden

Der Mittwoch startet vielerorts unter einer dicken Wolkendecke, vor allem im Nordosten sind Gewitter zu erwarten. Die ziehen im Verlaufe des Tages in die Mitte und den Süden, wo örtlich Unwettergefahr besteht. Mit Höchstwerten von 24 Grad kühlen die Temperaturen merklich ab.

Gewitter rutschen vom Norden in den Süden
09:09 Uhr

Nächste Trophäe abgeräumt - ist Taylor Swift überhaupt noch zu stoppen?

US-Sängerin Taylor Swift ("Anti-Hero") hat bei der Verleihung der MTV Video Music Awards die begehrte Trophäe für das Video des Jahres gewonnen. In der Top-Sparte setzte sich die 33-Jährige unter anderem gegen Miley Cyrus ("Flowers"), Nicki Minaj ("Super Freaky Girl") und die Deutsche Kim Petras durch, die gemeinsam mit dem Briten Sam Smith für "Unholy" nominiert war. Swift räumte weitere Preise ab, darunter in den Sparten Song des Jahres und beste Regie. Die Trophäen des Musiksenders MTV wurden am Dienstagabend (Ortszeit) im Prudential Center in Newark (US-Bundesstaat New Jersey) vergeben. Die kolumbianische Sängerin Shakira nahm den Ehrenpreis "Video Vanguard Award" entgegen. Die Trophäe zollt dem Einfluss des jeweiligen Preisträgers auf die Musikszene Tribut. US-Rapper Sean "Diddy" Combs wurde mit dem "Global Icon Award" geehrt. Die VMA-Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen.

Nächste Trophäe abgeräumt - ist Taylor Swift überhaupt noch zu stoppen?
08:24 Uhr

Mindestens elf Tote bei Wohnhausbrand in Hanoi

Bei einem schweren Feuer in einem Wohnhaus in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere seien verletzt worden und würden in verschiedenen Krankenhäusern behandelt, darunter auch Kinder, berichtete die staatliche Zeitung "VnExpress" unter Berufung auf Ärzte. Jedoch befürchten die Behörden, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte. Die Vietnam News Agency sprach von möglicherweise Dutzenden Opfern. Der Nachrichtenagentur zufolge lebten etwa 150 Menschen in dem zehnstöckigen Gebäude im Stadtteil Thanh Xuan. Wie viele davon sich zum Zeitpunkt des Brandes in dem Haus aufhielten, war aber unklar. Das Feuer, das am späten Dienstagabend aus noch ungeklärter Ursache vermutlich im ersten Stock ausgebrochen war, sei mittlerweile gelöscht, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Mindestens elf Tote bei Wohnhausbrand in Hanoi
07:53 Uhr

Was heute wichtig wird

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser.

Und, sind Sie nach der Wiederauferstehung der deutschen Nationalmannschaft, mit dem Sieg gegen Frankreich gestern, heute freudestrahlend aufgewacht? Oder haben Sie mit Sorge in den Himmel geschaut, weil dort Blitze im Sekundentakt zuckten - wie etwa in Berlin? Ganz egal wie, holen Sie sich einfach einen Kaffee und ich berichte Ihnen, was Sie heute im Laufe des Tages erwartet.

Ganz aktuell findet im östlichen Russland das Treffen Wladimir Putins mit Kim Jong Un statt. Dort könnten - wenn man westlichen Experten glaubt - Deals über Waffenlieferungen Nordkoreas an Russland besprochen und beschlossen werden. Das behalten wir für Sie im Blick.

International behalten wir das Erdbeben in Marokko und die schweren Überschwemmungen in Libyen für Sie im Blick. Vor allem in Marokko schwindet nach mittlerweile fünf Tagen die Hoffnung, noch Überlebende aus den Trümmern zu retten. Zahlreiche Bergdörfer sind nach wie vor schwer zu erreichen, die Rettungskräfte sollen aber bereits an die Belastungsgrenze stoßen.

Am anderen Ende der Welt ist heute Außenministerin Annalena Baerbock unterwegs. Die besucht den US-Bundesstaat Texas und wird sich dort unter anderem einige Unternehmen ansehen, die erneuerbare Energie produzieren - vielleicht bringt sie ja die ein oder andere Inspiration nach Deutschland mit.

Um 9 Uhr wird EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Rede zur Lage der Union halten. Darin sollen Prioritäten und Leitinitiativen der EU für das kommende Jahr erläutert werden.

Zur Mittagszeit um 12 Uhr wird Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach seine Gesetzespläne für ein Online-Transparenzverzeichnis für Krankenhäuser vorstellen. Mit dessen Hilfe sollen Menschen verständliche und interaktive Informationen darüber abrufen können, welches Krankenhaus welche Angebote hat und wie dort die personelle Ausstattung ist.

Wie bereits angekündigt, startet um 11 Uhr der Wahl-O-Mat für die Landtagswahlen in Bayern. Wenn Sie Lust haben, klicken Sie einfach mal rein.

So, für den Moment sollten Sie einen guten Überblick haben, was der heutige Mittwoch für Sie bringt. Ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den "Tag". Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de. Auf geht's!

Was heute wichtig wird
07:30 Uhr

Wahl-o'mat is! - Entscheidungshilfe für Bayernwahl startet

Den bayerischen Wählerinnen und Wählern steht heute ab 11 Uhr der Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe für die Landtagswahl am 8. Oktober zur Verfügung. Bei dem Web-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung können Interessierte Fragen aus zahlreichen Themenbereichen beantworten. Im Anschluss errechnet der Wahl-O-Mat den Grad der persönlichen Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien. Den Wahl-O-Maten gibt es seit 2002, seitdem wurde er zu Wahlen zum Europäischen Parlament, bei Landtags- und Bundestagswahlen eingesetzt und über 110 Millionen Mal gespielt. Im Vorfeld der Landtagswahlen 2018 in Bayern wurde der Wahl-O-Mat rund 2,8 Millionen Mal genutzt.

Wahl-o'mat is! - Entscheidungshilfe für Bayernwahl startet
07:05 Uhr

Lindner sorgt sich um sozialen Frieden ... und schießt gegen EU-Klimaschutzgesetz

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat mit der Gebäuderichtlinie für bessere Energieeffizienz ein wichtiges EU-Klimaschutzgesetz scharf kritisiert. "Diese Richtlinie halte ich für enorm gefährlich - nicht nur hinsichtlich des Gebots der ökonomischen Vernunft, wonach wir an der Stelle Geld einsetzen sollten, wo es den besten Effekt für das Klima in Verbindung mit unserer wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit hat", sagte der FDP-Politiker dem Nachrichtenportal Politico. "Sondern auch hinsichtlich des sozialen Friedens, weil Menschen den Eindruck gewinnen könnten, die Politik erschwert es ihnen, in den eigenen vier Wänden zu leben und das bezahlen zu können", so Lindner. In Brüssel wird derzeit der Gesetzesvorschlag zu Sanierungspflichten für alte Gebäude diskutiert. Diesen hatte die EU-Kommission vorgelegt, etwa weil Gebäude ihren Angaben zufolge für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich sind.

Lindner sorgt sich um sozialen Frieden ... und schießt gegen EU-Klimaschutzgesetz
06:43 Uhr

E-nergisch dagegen - Hälfte der Deutschen findet E-Roller mies

Die Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland steht E-Scootern negativ gegenüber. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. 51 Prozent der Befragten sieht die mit Akku betriebenen Elektroroller eher oder gar sehr negativ. 23 Prozent haben ein eher oder sehr positives Bild. Seit der Zulassung der E-Scooter im deutschen Straßenverkehr im Jahr 2019 habe sich die Verkehrssicherheit insgesamt verschlechtert - das finden 61 Prozent der Befragten. Nur 5 Prozent erkennen eine Verbesserung, für 25 Prozent habe es keine Veränderung gegeben.

E-Scooter sind vielerorts ein Ärgernis. In der französischen Hauptstadt Paris sind die Leih-Roller seit September sogar verboten, nachdem sich in einer Bürgerbefragung 89 Prozent der Beteiligten gegen E-Scooter-Verleih aussprachen.

E-nergisch dagegen - Hälfte der Deutschen findet E-Roller mies
06:21 Uhr

Endlich zu dritt - neue Schlürfbienen-Art in Deutschland entdeckt

Erstmals ist bei Regensburg eine in Deutschland bisher unbekannte Bienenart entdeckt worden. Die Östliche Schlürfbiene, Rophites hartmanni, sei bei Wildbienenerfassungen in den Jahren 2020 und 2021 zum ersten Mal für Deutschland nachgewiesen worden, schreibt das Kompetenzzentrum Wildbienen in der Zeitschrift "Anthophila". Gemäß ihrem Namen habe die Biene ein östliches Verbreitungsgebiet und war vorher bereits aus Linz in Österreich bekannt, wie die Universität Regensburg mitteilte. Dass Insektenarten aus östlichen Gebieten bei weiterer Verbreitung früh in Regensburg auftauchen, sei kein Zufall: Das Donautal als wärmebegünstigter Korridor sei als Einwanderungsweg für viele Arten bekannt. Für diese Migrationsroute spreche auch ein weiterer Fund der Art nahe Straubing. Zusammen mit der Ziest-Schlürfbiene (Rophites algirus) und der Späten Schlürfbiene (Rophites quinquespinosus) sind nun drei Arten dieser Gattung in Deutschland nachgewiesen.

Endlich zu dritt - neue Schlürfbienen-Art in Deutschland entdeckt