Mittwoch, 25. März 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:31 Uhr

Das war Mittwoch, der 25. März 2020

imago98499488h.jpg

(Foto: imago images/Sabine Gudath)

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Hier in der Redaktion gehen jetzt die Lichter aus und die Nachtschicht übernimmt. Um gut informiert ins Bett zu gehen, gebe ich Ihnen folgende Artikel noch mit auf den Weg:

Übrigens: Alle Zahlen, Daten und Fakten zur Coronakrise finden Sie im Artikel unserer Datenspezialisten Christoph Wolf und Martin Morcinek. Alle aktuellen Entwicklungen können Sie im 24h-Corona-Ticker lesen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht - und bleiben Sie gesund.

21:49 Uhr

Kampf gegen Corona: Pornoseite bietet kostenlosen Premium-Zugang

Das nenne ich mal eine geschickte PR-Aktion. Die Erotikseite "Pornhub" bietet nun Nutzern weltweit kostenlosen Zugang zu allen Premium-Inhalten. Einzige Bedingung: Im Rahmen der Coronakrise müssen Kunden auf der Webseite zustimmen, dass sie sich isolieren oder zumindest "soziale Distanz" praktizieren. Dafür stehen dann Tausende Pornofilme zum Abruf bereit.

Die Idee mit dem Gratis-Zugang hatte "Pornhub" zuvor in Italien erfolgreich umgesetzt. Dort erhöhte sich das Datenaufkommen zum Aktionsstart am 11. März um 13.8 Prozent, wie das Portal mitteilte.

*Datenschutz

 

 

 

20:48 Uhr

Streit um Sicherheitsabstand im Supermarkt eskaliert

Zum Schutz vor Corona-Infektionen empfehlen die Behörden einen Mindestabstand von eineinhalb bis zwei Meter. Viele Lebensmittelläden unterstützen diesen Ratschlag durch das Anbringen von Markierungen vor ihren Kassen. 

Ob es solche Markierungen auch in dem Supermarkt in Raunheim (Hessen) gibt, kann ich leider nicht beantworten. Dort sind zumindest Kunden in einen heftigen Streit über den richtigen Sicherheitsabstand zueinander geraten.

Nach Ermittlungen der Polizei hatte ein 47-jähriger Mann den Eindruck, dass der Abstand zwischen ihm und zwei jungen Kunden im Kassenbereich zu gering war. Zunächst sprach der Mann die beiden 19-Jährigen an. Dann eskalierte der Streit und die beiden 19-Jährigen gingen auf den 47-Jährigen los und verletzten ihn.

Die Polizei leitete gegen die jungen Männer ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.

19:52 Uhr

Schiff mit 2000 Tonnen Öl auf dem Main verunglückt

Das ging noch einmal glimpflich aus: Auf dem Main bei Flörsheim ist ein mit 2000 Tonnen Heizöl beladenes Schiff verunglückt.

An einer bekannten Engstelle steuerte der Schiffsführer das flussabwärts fahrende Tankmotorschiff am Morgen zu weit nach Steuerbord, wie die Polizei mitteilte. Dadurch fuhr das Schiff außerhalb des Fahrwassers mit dem Bug fest.

In der Strömung drehte sich das Heck, bis es schließlich gelang, das Schiff mit eigener Maschinenkraft zu befreien. Das Schiff wurde nach Polizeiangaben nicht beschädigt, die Schifffahrt auf dem Main musste aber zeitweise gesperrt werden.

19:11 Uhr

Forscher entdecken erstmals Ozonloch über dem Nordpol

Meldungen über den Schwund der Ozonschicht in der Atmosphäre hatten vor Jahrzehnten aufgeschreckt. Nach dem Verbot von Klimakillern wird das Ozonloch über der Antarktis kleiner. Doch nun gibt es erstaunliche Berichte vom Nordpol.

Mehrere Forschergruppen haben dort zum ersten Mal ebenfalls ein Ozonloch festgestellt. Atmosphärenforscher beobachteten dies über Satellitendaten, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit. DIe Forscher vermuten, dass besonders starke Polarwirbel die Entstehung begünstigt haben.

Trotz der Entdeckung sehen die Forscher keinen Grund zur Panik. Dank der internationalen Maßnahmen erhole sich die Ozonschicht seit einigen Jahren. "Aus heutiger Sicht und bei strenger Einhaltung der bestehenden Schutzmaßnahmen können wir davon ausgehen, dass sich bis Mitte dieses Jahrhunderts die Ozonschicht wieder vollständig erholen wird, auch in den Polarregionen", sagte Martin Dameris vom DLR.

Auch das Ozonloch über der Antarktis, dessen Entdeckung 1985 zum schrittweisen Verbot des Treibgases FCKW geführt hatte, scheint sich langsam zu schließen. 2019 war es so klein wie seit rund 30 Jahren nicht mehr.

19:06 Uhr
Breaking News

Mehr als 200 Corona-Tote in Deutschland

Länder und Gemeinden in Deutschland melden so viele neue am Coronavirus verstorbene Menschen zu keinem Zeitpunkt der bisherigen Krise. Laut RKI werden landesweit mehr als 1000 Patienten auf Intensivstationen behandelt. Und noch immer ist unklar, wie sich die Pandemie weiter entwickelt

18:25 Uhr

Foto geht viral: Jüdischer und muslimischer Sanitäter beten

Von einigen Menschen wird es als Symbol der Versöhnung gewertet: Ein Foto, das einen jüdischen und einen muslimischen Rettungssanitäter in Israel beim Gebet zeigt, verbreitet sich derzeit in den sozialen Medien.

  • Der muslimische Sanitäter kniet auf einem Gebetsteppich. Sein jüdischer Kollege trägt einen schwarz-weißen Gebetsschal.
  • Die beiden Männer kehren sich den Rücken zu, jeder ist offenbar vertieft im eigenen Gebet. 

"Ein schönes Bild, das zeigt, wie Israelis in Zeiten der Krise zusammenkommen", schrieb der jüdische Rettungsdienst Magen David Adom. Ungeachtet ihrer Herkunft und Religion seien alle Mitarbeiter dem Kampf gegen das Coronavirus verpflichtet.

Rund 20 Prozent der etwa neun Millionen Israelis sind Araber. Sie haben häufig mit Vorurteilen und Anfeindungen zu kämpfen.

*Datenschutz

 

 

17:50 Uhr

Historische Apple-Sneaker für hohe Summe versteigert

131260178.jpg

Stolzer Preis: Fast 10.000 Dollar für ein Paar Turnschuhe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Schuhe sind eine wirkliche Rarität: In den USA ist ein Paar speziell für Apple-Angestellte angefertigte Turnschuhe für fast 10.000 Dollar (etwa 9200 Euro) versteigert worden.

Auf den weißen Sneakern aus den 90er Jahren prangen Name des Konzerns und das Apfel-Logo in Regenbogenfarben. Die Schuhe seien bei der Versteigerung sehr beliebt gewesen, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions in Dallas mit. Nach 20 Geboten sei der Hammer schließlich bei 9687 Dollar gefallen.

"Für jeden Apple-Fan waren diese Schuhe ein goldener Fund", sagte Leon Benrimon vom Auktionshaus. "Niemand weiß so richtig, wie viele von diesen als Firmengeschenken gedachten Schuhen in den vergangenen 30 Jahren überlebt haben."

17:13 Uhr

Vierjähriger und Vater sterben bei Brand in Einfamilienhaus

131260804.jpg

Insgesamt wohnten sieben Personen in dem Haus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tödliches Feuerunglück in Niederbayern: Beim Brand eines Einfamilienhauses in Niederbayern ist ein vier Jahre alter Junge und sein Vater gestorben.

Die Mutter konnte sich zusammen mit einem Kind noch aus dem brennenden Haus im Landkreis Landshut fliehen, teilte das Polizeipräsidium in Straubing mit. Der Vater und die vier weiteren Kinder konnten hingegen das brennende Haus nicht mehr verlassen und mussten von der Feuerwehr gerettet werden.

Trotz des Einsatzes der Rettungskräfte starb der Vierjährige noch am Unglücksort, der 46 Jahre alte Vater später in einer Klinik. Die drei anderen Kinder kamen schwer verletzt in verschiedene Krankenhäuser. Was den Brand ausgelöst hat, ist noch unklar.

16:39 Uhr

Stiftung Warentest warnt vor Mährobotern

Wenn sie Kinder haben, sollten sie sich den Kauf eines Rasenmähroboters gut überlegen: Die Stiftung Warentest hat nämlich elf Mähroboter unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Keiner von ihnen garantiert bei seiner Arbeit die Sicherheit von spielenden Kleinkindern.

Zwei von elf getesteten Robotern "haben den Nachbau eines krabbelnden Kinderfußes angeschnitten und sind deshalb mangelhaft, fast alle zerkratzten einen hölzernen liegenden Kinderarm", erklärte die Stiftung. Vor diesem Hintergrund stellte sie keinem Gerät ein gutes Urteil aus: "Sechs sind immerhin befriedigend."

Seit früheren Tests hätten einige Hersteller die Sicherheit ihrer Mäher zwar weiterentwickelt, erklärte Stiftung Warentest. Dennoch bleibe "ein gewisses Sicherheitsrisiko". Und "es sind nicht die Billiggeräte, die bei der Sicherheit versagen", erklärte die Stiftung weiter.

16:24 Uhr
Breaking News

Corona-Notfall: Bundestag lockert Schuldenbremse / 156 Milliarden können fließen

Der Bundestag hat den Weg frei gemacht für ein Milliardenpaket, das die Auswirkungen der Corona-Krise abfedern soll. Dafür musste ein im Grundgesetz vorgesehener Notfall erklärt werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:51 Uhr

Bäckermeister erfreut Kunden mit Klopapier-Kuchen

131256088.jpg

Die Klopapier-Kuchen gehen weg wie warme Semmel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch viele Bäckereien leiden derzeit unter der Coronakrise. Tim Kortüm, ein Bäckermeister aus Dortmund, hat nun aus der Not eine Tugend gemacht und mit einer besonderen Idee den Nerv vieler Kunden getroffen.

"Uns ist ja hier vieles weggebrochen: Keine Hochzeitstorten mehr, keine belegten Brötchen für Veranstaltungen", sagte der 36-Jährige der dpa. Da kam ihm die Idee, einen "Klopapier-Kuchen" zu backen.

Zunächst habe er nicht mehr als nur einen Scherz machen wollen. Doch der runde Marmorkuchen, der mit weißem Fondant umwickelt ist und so einer Klopapierrolle sehr ähnelt, habe sofort reißenden Absatz gefunden.

Inzwischen produziere er 200 "Rollen" pro Tag. "Das kann unsere Verluste nicht gänzlich auffangen. Aber wenigstens haben meine Leute in der Backstube wieder zu tun", sagte Kortüm.

*Datenschutz

 

15:12 Uhr

Putin verschiebt Volksabstimmung

131118147.jpg

Pech für Putin. Die Abstimmung über die Verfassungsreform wird verschoben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anfang März hat das russische Parlament die größte Verfassungsreform in der Geschichte des Landes abgesegnet. Sie stattet Wladimir Putin nicht nur mit neuen Vollmachten aus - der Kremlchef könnte dadurch auch bis maximal 2036 regieren.

Doch nun macht die Corona-Krise Putin vorerst einen Strich durch die Rechnung. In einer Fernsehansprache kündigte der Präsident heute an, dass die notwendige Abstimmung über die Verfassungsänderung verschoben wird. Ursprünglich war das Referendum für den 22. April vorgesehen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

 

14:31 Uhr

Ex-Außenminister der Ukraine unter Mordverdacht

131257340.jpg

Leonid Koschara steht unter Mordverdacht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Diese Geschichte klingt wie ein schlechter Thriller: Der ehemalige ukrainische Außenminister Leonid Koschara ist wegen Mordverdachts festgenommen worden.

Dem 57-Jährigen wird vorgeworfen, einen ehemaligen Medienmanager in seinem Haus bei Kiew erschossen zu haben. Nach dem Tod des Geschäftsmanns im Februar ging die Polizei zunächst von Selbstmord aus.  

Koschara leitete das ukrainische Außenministerium von Dezember 2012 bis zum Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine liebe Kollegin Friederike Zörner hat Feierabend und fährt ihren Computer im Homeoffice nun runter. Ich übernehme aus den Redaktionsräumen am Alexanderplatz den "Tag". Die Sonne lacht, der Himmel ist klar - in diesen schweren Corona-Zeiten wirkt das Wetter wie Balsam für die Seele, zumindest bei mir.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's mit einer Meldung über den ehemaligen Außenminister der Ukraine.

13:57 Uhr

Flausch für zwischendurch: Löwenbabys erkunden Gehege

Zum Abschluss meiner Schicht möchte ich Ihnen diese kleine Meldung und vor allem diese Bilder nicht vorenthalten: Die Löwenbabys im Leipziger Zoo erkunden seit einigen Tagen den Außenbereich ihres Geheges - wegen der Corona-Krise ganz ohne Besucher. Frühlingswetter und Sonne wirkten sich gut auf die Entwicklung der drei Jungtiere aus, teilte der Zoo mit. Nachdem die Löwenmutter der Tiere vor etwa zwei Wochen überraschend zwei der insgesamt fünf Löwenbabys getötet hatte, kümmert sich nun Vater Majo um den verbliebenen Kater und seine beiden Schwestern. "Er hat diese Rolle gut angenommen und ist ein wirklich guter und liebevoller Vater", sagte Jens Hirmer vom Zoo.

*Datenschutz

*Datenschutz

13:25 Uhr

Streit eskaliert: Senior bewusstlos getreten

Bei einem Streit in Berlin soll ein junger Mann einen 70-Jährigen bis zur Bewusstlosigkeit gegen den Kopf getreten haben. Der Senior wartete am Dienstagabend vor einer Arztpraxis in der Nähe der Fürstenwalder Allee, als der Tatverdächtige auf einem Fahrrad vorbeifuhr und die beiden in einen Streit gerieten. Nach der Attacke floh der junge Mann. Der verletzte 70-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

12:58 Uhr

Maria Furtwängler kritisiert Darstellung von Frauen in Filmen

"Da ist die Frau etwa erfolgreiche Anwältin, aber dann lernt sie auf einer Insel den Robbenfischer kennen und lässt alles stehen und liegen - weil Arbeiten die Frau ja eigentlich unglücklich macht und nur der Mann sie zur endgültigen Bestimmung führen kann." Maria Furtwängler kann der Darstellung von Frauen in Filmen nichts abgewinnen. "Die Idee, dass es die Aufgabe der Frau sei, die richtige Partie zu finden, verfolgen auch heute noch unzählige Filme", sagte die 53-jährige Schauspielerin der Illustrierten "Bunte". Oft sei zu sehen, dass beruflich erfolgreiche Frauen notgedrungen unglücklich in der Liebe seien. "Beides können wir offensichtlich nicht", so Furtwängler.

12:43 Uhr

Infektion im Zoo: zweites Koala-Männchen gestorben

131254962.jpg

Milo musste eingeschläfert werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Zoo von Zürich sind wegen eines Virus innerhalb von vier Monaten zwei Koala-Männchen gestorben. Milo und Mikey litten an einer starken Vermehrung von Retroviren, die so etwas wie eine Leukämie auslösen, wie der Zoo mitteilte. Mikey war im Dezember überraschend tot im Gehege gefunden worden. Die Tierärzte stellten die Krankheit dann bei einer Untersuchung des Blutbildes fest. Milo habe vergangene Woche eingeschläfert werden müssen, weil er immer schwächer geworden sei und keine Hoffnung mehr auf Besserung seines Zustands bestanden habe.

Der Zoo sprach aber auch von einem Lichtblick: Milo habe sich vor kurzem mit den verbliebenen Weibchen Maisy und Pippa gepaart und vielleicht Nachwuchs gezeugt. Das zeige sich erst später, weil Koala-Weibchen ihre Kleinen fünf bis sechs Monate lang verborgen im Beutel tragen.

12:20 Uhr

"Mission Lifeline": Katastrophale Zustände in Flüchtlingscamp Moria

Auf Lesbos und weiteren Ägäis-Inseln leben derzeit Zehntausende Flüchtlinge unter oft katastrophalen Bedingungen. Ein Zustand, der durch den Ausbruch des Coronavirus in weiten Teilen Europas noch verschärft wird. Auch das Flüchtlingscamp Moria ist heillos überfüllt. Nun schlagen die Seenotretter von "Mission Lifeline" Alarm: Die Wasserversorgung in dem Camp werde nach und nach eingestellt. Darüber hinaus sei die Krätze ausgebrochen. Es fehle an Medikamenten. Die Menschen müssten großteils in dem Camp ausharren und dürften es nicht verlassen. "Das größte Flüchtlingslager Europas wird sich selbst überlassen", twittert der Verein.

*Datenschutz

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:49 Uhr
Breaking News

Prinz Charles mit Coronavirus infiziert

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit Sars-CoV-2 infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:41 Uhr

AfD-Abgeordnete halten Abstandsregel nicht ein

*Datenschutz

Auch im Deutschen Bundestag gelten zur Eindämmung des Coronavirus schärfere Regeln. Die Reihen der Fraktionen sind ausgedünnt, auf zahlreichen Stühlen sind Zettel mit der Aufschrift "Bitte freilassen" platziert, das Rednerpult wird nach jedem Wechsel desinfiziert. Die anwesenden Abgeordneten der AfD scheinen sich davon allerdings nicht beeindrucken zu lassen. Wie mein Kollege Benjamin Konietzny während der heutigen Plenarsitzung beobachten konnte, stellten sich AfD-Politiker mehrmals nebeneinander und steckten die Köpfe zusammen. Der Mindestabstand von zwei Metern wurde nicht eingehalten.

Das Vorgehen blieb nicht lange unkommentiert. Während der Rede von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fasste sich die Grünen-Abgeordnete Britta Haßelmann ein Herz und rief drei zusammenstehenden AfD-Vertretern zu: "Wir haben hier klare Regeln, gehen Sie auseinander!" Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch entgegnete jedoch lediglich: "Stellen Sie sich mal nicht so an."

11:12 Uhr

Erster Ministerpräsident von MV gestorben

Mecklenburg-Vorpommern trauert um Alfred Gomolka. Der erste Ministerpräsident des Landes starb am Dienstag im Alter von 77 Jahren, wie ein Sprecher des CDU-Landesverbandes mitteilte.

  • Der studierte Geograf Gomolka war schon in jungen Jahren in die DDR-CDU eingetreten, ihr aber wegen der Nähe zur SED nicht durchgängig treu geblieben.
    131251130.jpg

    Alfred Gomolka wurde 77 Jahre alt.

    (Foto: picture alliance/dpa)

  • Im September 1990 wurde Gomolka überraschend Spitzenkandidat der Nordost-CDU bei der ersten Landtagswahl und dann nach dem Wahlsieg der Union erster Regierungschef in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Er blieb jedoch nicht lange im Amt: Die eigene Fraktion entzog ihm unter anderem infolge der Werftenkrise schon 1992 das Vertrauen.
  • Von 1994 bis 2009 war der gebürtige Breslauer Mitglied des Europäischen Parlaments.
Mehr dazu lesen Sie hier.
10:51 Uhr
Breaking News

Dax knackt die 10.000-Punkte-Marke

Die von den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus geplagten Börsen erleben weltweit wieder etwas Aufwind. Der Deutsche Leitindex überwand am Vormittag wieder die Marke von 10.000 Punkten. Zuletzt gewann der Dax 3,52 Prozent hinzu auf einen Stand von 10.042,32 Punkten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:49 Uhr

Kevin Hart wird zum vierten Mal Vater

Kind Nummer vier für US-Comedian Kevin Hart ist unterwegs: Auf Instagram gab der 40-Jährige bekannt, dass seine Ehefrau Eniko das zweite gemeinsame Kind erwartet. Hart hat zwei Kinder aus seiner ersten Ehe mit Torrei Hart, die 15-jährige Heaven sowie Sohn Hendrix. 2017 brachte Eniko, die seit 2016 mit dem Schauspieler verheiratet ist, Sohn Kenzo zur Welt. Zu einem Foto, auf dem der Babybauch seiner Frau zu sehen ist, schrieb Hart unter anderem "gesegnet". Auch die zukünftige Zweifach-Mutter postete das Bild und erklärte: "Baby #2. Wir könnten nicht dankbarer sein! Bald sind wir eine sechsköpfige Familie."

*Datenschutz

10:25 Uhr

Im Bademantel mit mehr als 160 km/h durch Berlin

*Datenschutz

Spritztour mit mehr als 160 km/h durch Berlin: Die Polizei wollte am Dienstagabend eine Autofahrerin kontrollieren, die deutlich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde auf der Stadtautobahn überschritt. Die 25-Jährige wollte sich der Kontrolle allerdings unter anderem durch Rückwärtsfahren auf der Autobahn entziehen. Sie war demnach in einem geliehenen Porsche nicht allein unterwegs: Ihr Beifahrer war nur mit einem Pyjama und einem Bademantel bekleidet. Der Frau drohen nun laut Polizei drei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und mindestens 680 Euro Bußgeld.

09:55 Uhr

Pro-Höcke-Retweet: Twitter-Account des RKI gekapert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) übernimmt die derzeit überaus wichtige Aufgabe, die Regierung bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie zu beraten und die Öffentlichkeit über die Entwicklungen zu informieren. Nun sah sich die Behörde zu einer beunruhigenden Stellungnahme gezwungen: "Leider hat sich heute morgen 25.3. jemand unberechtigt kurzfristig Zugang zum RKI-Twitter-Account verschafft." Usern zufolge soll die Person einen Tweet retweetet haben, der als Fürsprache für den AfD-Politiker Björn Höcke verstanden wird. "Der Retweet stammt nicht vom RKI und wurde umgehend gelöscht", teilte das Institut mit.

*Datenschutz

09:26 Uhr

Reisebus prallt in Leitplanke - Fahrer lebensgefährlich verletzt

Ohne Fahrgäste an Bord ist ein Reisebus nahe Siegen verunglückt. Der 47 Jahre alter Fahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Sein 34 Jahre alter Beifahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Bus kam aus bislang noch unklarer Ursache von der Straße ab. Das Fahrzeug prallte erst gegen die Mittelleitplanke, schleuderte dann mehrfach gegen die Schutzplanken auf beiden Seiten der Straße und blieb schließlich in der Mittelleitplanke hängen. Von dieser bohrte sich ein Stück vorne mittig in das Fahrzeug. Umherfliegende Trümmerteile beschädigten außerdem einen Lastwagen leicht. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 100.000 Euro.

09:00 Uhr
08:54 Uhr

Pfarrer fängt beim Warten auf Zeichen Gottes Feuer

Angesichts des gegenwärtigen Gebots, Abstand zu halten, verlagern immer mehr Institutionen Termine und Veranstaltungen in die virtuelle Welt. Das betrifft auch die Kirche. Ein britischer Pfarrer wählt daher die Plattform Youtube, um den Gläubigen seine Predigten nicht vorzuenthalten. Als sich Stephen Beach vor einigen Tagen per Video an seine Gemeinde in Plymouth wandte, erhielt er ein eindeutiges Zeichen von ganz oben. "Es ist eine tolle Sache in der Gegenwart Gottes innezuhalten und die Frage zu stellen: Herr, Gott, was sagt du zu uns?", sprach Beach in die Kamera. In der Hand ein Buch haltend, dicht neben seiner linken Schulter ein imposanter Kerzenständer. Er fuhr fort: "Und dann, natürlich, auf eine Antwort zu warten. Ich habe gerade zwischen diesen …" Der Pfarrer brachte den Satz nicht zu Ende. Sein Pullover brannte. "Oh nein, ich habe Feuer gefangen." Das Malheur (beziehungsweise die "Antwort") sorgte inzwischen nicht nur im Südwesten Englands für Erheiterung. Zehntausende sahen sich den Clip bereits auf Youtube an.

*Datenschutz

08:27 Uhr

Senta Berger heißt eigentlich anders

106464515.jpg

Die Eheleute Verhoeven

(Foto: picture alliance/dpa)

Und jetzt eine Meldung aus der Kategorie "Banale Ablenkung in Zeiten von Covid-19": Die Schauspielerin Senta Berger heißt im bürgerlichen Leben gar nicht so. Das verriet die 78-Jährige der "Augsburger Allgemeinen". "Ich heiße Senta Verhoeven." Die gebürtige Wienerin ist seit 1966 (!) mit dem Filmregisseur Michael Verhoeven verheiratet. "Von allen öffentlichen Stellen bis hin zum Finanzamt bin ich die Frau Verhoeven", sagte sie. "Und ich trage den Namen gerne. Er klingt ja auch wunderschön." Lediglich auf ihrer Kreditkarte stehe ein Doppelname "Berger-Verhoeven", weil es des Öfteren Nachfragen gegeben habe.

08:01 Uhr

US-Teenager stirbt durch Coronavirus

Das Coronavirus sorgt nicht nur bei älteren und vorerkrankten Patienten für zum Teil schwere Krankheitsverläufe. Den traurigen Beweis liefert ein Todesfall in den USA: Demnach starb ein Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles an den Folgen des Erregers. Der minderjährige Mensch sei bei "guter Gesundheit" gewesen, bevor er sich mit Sars-CoV-2 infiziert habe, sagte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Zum Geschlecht und genauen Alter des oder der verstorbenen Minderjährigen machten die Behörden keine Angaben.

Garcetti und andere Behördenvertreter appellierten an die jungen Menschen in Kalifornien, die geltenden Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen. "Dies kann auch euch treffen", sagte Garcetti. Der Erreger mache bei Alter, Herkunft oder Einkommensniveau keinen Unterschied, sagte die oberste Gesundheitsbeamtin von Los Angeles, Barbara Ferrer.

Update 13.53 Uhr: Die zuständigen US-Behörden haben inzwischen mitgeteilt, dass die Untersuchungen, woran der Teenager genau gestorben ist, noch nicht abgeschlossen sind. Es kann demnach nicht ausgeschlossen werden, dass auch eine andere Todesursache als Covid-19 in Frage kommt.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:38 Uhr

Angreifer nehmen 150 Geiseln in Sikh-Tempel

131247288.jpg

Die afghanische Polizei sichert den Ort des Anschlags in Kabul ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am frühen Morgen stürmen mehrere Angreifer einen Tempel der Sikh-Religion und nehmen mindestens 150 Menschen als Geiseln. Kurz darauf erscheinen Sicherheitskräfte am Ort des Geschehens in der afghanischen Hauptstadt Kabul. "Der erste Stock des Tempels ist geräumt worden. Eine Reihe von Menschen wurde gerettet. Die Spezialeinheiten sind besonders vorsichtig, da es sich um einen zivilen Bereich handelt. Das Gebiet wurde abgeriegelt", sagt ein Sprecher des Innenministeriums über den laufenden Einsatz. "Bislang haben wir keine Nachrichten aus dem Inneren (des Tempels). Ich kenne keine Einzelheiten, vor allem nicht die Zahl der Angreifer. Leider leben auch Familien in der Nähe des Gotteshauses", so Anarkali Honaryar, Sikh-Politikerin und Mitglied des afghanischen Parlaments. Die militant-islamistischen Taliban dementieren, für den Angriff verantwortlich zu sein, wie der Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid auf Twitter mitteilt.

07:19 Uhr

Hans sieht Söder als möglichen Kanzlerkandidaten

Markus Söder hat in den vergangenen Wochen zwar mehrfach klargemacht, dass er derzeit keine Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur hat. Aber das hält einige seiner Mitstreiter nicht davon ab, dennoch seinen Namen mit der K-Frage zu verknüpfen. Neuestes Beispiel: Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sieht den bayerischen Regierungschef als möglichen Kanzlerkandidaten der Union. Es sei "ein ungeschriebenes Gesetz", dass die Chefs von CDU und CSU gemeinsam entschieden, wer Kandidat werde. "Selbstverständlich kann ich mir dabei auch Markus Söder als Kanzlerkandidaten vorstellen", sagte Hans dem "Spiegel". Söder sei genau wie der nächste Vorsitzende der CDU ein natürlicher Aspirant. Söder sei "ein erfolgreicher Ministerpräsident, der sein Land gut regiert und auch in dieser Krise gezeigt hat, wie man Maßstäbe setzt", so Hans. Aktuelle Umfragen, denen zufolge Söder als Corona-Manager an Wählergunst zulegen konnte, scheinen der Stimme aus dem Saarland recht zu geben.

07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

jeder und jede geht mit der Coronavirus-Pandemie anders um. Das trifft nicht nur auf den privaten, sondern auch auf den politischen Bereich zu. Während manche Staaten rigorose Ausgangsbeschränkungen implementieren, Bürger via Smartphone tracken und ihre Grenzen nahezu dicht machen, überlegen andere Länder bis zuletzt, ob sie ein Mega-Event wie die Olympischen Sommerspiele stattfinden lassen sollen.

US-Präsident Donald Trump reagierte spät auf die sich abzeichnende Gesundheitskrise. Umso früher möchte der Staatschef nun wieder zur Normalität zurückkehren. Er fürchtet eine Rezession und eine Wahlniederlage im November. "Wir müssen wieder an die Arbeit gehen", sagt er. Ob das die anderen führenden Industrienationen auch so sehen? Das wird wohl eine Videoschalte der G7-Außenminister zeigen, die heute stattfindet. Eine gemeinsame Erklärung zum Kampf gegen die Pandemie wird nicht erwartet.

Über die aktuellen Entwicklungen in Sachen Coronavirus halten Sie meine Kollegen im Liveticker auf dem Laufenden.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen kommt der Bundestag um 9 Uhr zu einer stark verkürzten Sitzungswoche zusammen. Die Abgeordneten wollen das historisch einmalige Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise beschließen.
  • Unter dem Eindruck gesunkener Fahrgastzahlen (#stayathome) berät der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn über die Lage des Bundesunternehmens.
  • Die Agrarminister der 27 EU-Länder beraten ab 14 Uhr über Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Landwirtschaft und Fischerei.
  • Die Anwälte von Julian Assange wollen bei einer Routineanhörung zum US-Auslieferungsantrag einen Antrag auf Freilassung unter Kautionsauflagen wegen der Coronavirus-Pandemie stellen. Sie fürchten, der Wikileaks-Gründer könne wegen seiner angeschlagenen Gesundheit besonders anfällig sein für Covid-19.
  • In Göttingen beginnt der Prozess gegen einen 52-Jährigen, der wegen Mordes an zwei Frauen angeklagt ist. Der Mann soll seine ehemalige Lebensgefährtin auf offener Straße zunächst mit brennbarer Flüssigkeit überschüttet und dann angezündet haben. Anschließend soll er eine Arbeitskollegin des Opfers erstochen haben, die der Frau helfen wollte.
  • Im Sport stehen derweil weiterhin keine Wettkämpfe an. Vielmehr wird beraten, wie etwa die Basketball-Bundesliga die laufende Saison zu Ende bringen will.

Es sind schwierige Zeiten. Ich versuche Sie, so gut es geht, auch abseits von Corona mit Nachrichten aus aller Welt zu versorgen. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:46 Uhr

Hoch "Jürgen" bringt Frost und Sonne

Auch heute geht es meistens mit Frost oder Bodenfrost mit Frühwerten zwischen minus 11 und 0 Grad los. Noch kälter als diese in zwei Metern Höhe gemessenen Werte sind die Temperaturen direkt am Boden. Da sind es gebietsweise auch mal zwischen minus 18 und minus 8 Grad. Am kältesten ist es in geschützten Lagen der Mittelgebirge. Überwiegend frostfrei ist es lediglich einigen Küstenabschnitten von Nord- und Ostsee sowie im Rheinland.

Dafür setzt Hoch "Jürgen" tagsüber seine Dominanz mit einem meist blank geputzten Himmel und der Maximalausbeute von 11 bis 12 Sonnenstunden fort. Erst nachmittags ziehen ganz im Süden einige Wolken auf und in den Alpen sind auch ein paar Schneeflocken möglich. Nichtsdestotrotz wird es auch dort für um die 9 bis 10 Stunden Sonne reichen. Die Temperaturen erreichen oft 7 bis 11, im Rheinland bis 12 Grad. Kühler zeigt sich nach wie vor das Bergland mit 4 bis 7 Grad. Dazu weht oft kräftiger, im Süden in Böen starker bis stürmischer und kalter Ostwind.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die weiteren Aussichten: Morgen und am Freitag erwartet uns ein freundlicher und trockener Mix aus Sonne und Wolken. Der Wind lässt hierbei nach und dreht auf südlichere Richtung, sodass es wärmer wird. Am Donnerstag bei 7 bis 13, am Freitag auf 10 bis 18 Grad. Die höchsten Werte gibt es am Oberrhein.

Der Samstag zeigt sich dann wechselhafter mit ersten Schauern. Dazu oft noch relativ warm mit 13 bis 18 Grad, ganz im Norden mit Winddrehung auf Nord aber nur 8 bis 11 Grad. Am Sonntag stellt sich neben der Uhr, die ja auf Sommerzeit geht, auch die Wetterlage erneut um: aus Norden strömt feuchtkalte Luft zu uns und sorgt für nasskaltes Schauerwetter. Die Schneefallgrenze sinkt zuerst im Norden, zum Abend hin auch im Süden bis in tiefe Lagen. Höchstwerte nur noch 5 bis 11 Grad, dabei weht ein teils kräftiger Nordwind. Ihr Björn Alexander

06:28 Uhr

Heidi Klum klärt über ihre Erkrankung auf

Heidi Klum hat ihre Fans einige Tage zappeln lassen, nun gibt das Model Entwarnung: Sie ist nicht mit Sars-CoV-2 infiziert. Dies sei ihr 14. Tag zu Hause, schrieb die 46-Jährige auf Instagram zu dem Hashtag "#covid_19negative". Dazu postete die vierfache Mutter ein Foto von sich unter blauem Himmel auf einer Wiese liegend. Auf die Nachfrage eines Fans, wie sie sich fühle, antwortete Klum: "Viel besser, Danke. Ich habe nur eine schwere Erkältung und versuche, darüber hinwegzukommen." Die "Germany's next Topmodel"-Moderatorin hatte Mitte März mitgeteilt, dass sie mit erkältungsähnlichen Symptomen im Bett liege und sich zu Hause isoliere.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:08 Uhr

Hochzeitskorsos: Fast 500 Einsätze binnen einem Jahr

Das Foto der Polizei zeigt einen Hochzeitskorso auf der Autobahn A3. Foto: Polizei Düsseldorf

Dieser Korso brachte die Tradition ins Rollen.

(Foto: ---/Polizei Düsseldorf/dpa)

Der 22. März 2019 markiert den (öffentlichkeitswirksamen) Beginn einer fragwürdigen Tradition, die seitdem Polizisten in Nordrhein-Westfalen auf Trab hält. Denn an diesem Tag entschloss sich eine Hochzeitsgesellschaft, mit mehreren Autos die A3 bei Ratingen zu blockieren, um schöne Erinnerungsfotos zu machen. Die polizeilichen Ermittlungen um den Vorfall sind zwar inzwischen abgeschlossen - das Verfahren gegen elf Beschuldigte läuft laut Staatsanwaltschaft aber noch.

Die Polizei im bevölkerungsreichsten Bundesland hat seit dem Frühjahr vergangenen Jahres mitgezählt: Seit dem 1. April ist sie 496 Mal zu Einsätzen mit dem Anlass "Hochzeit" ausgerückt. Diese Zahl (Stand 2. März 2020) nennt das Landesinnenministerium. Demnach wurden seit dem vergangenen Frühjahr mehr als 140 Anzeigen wegen eskalierender Hochzeitsaktionen auf den Straßen ausgestellt, dazu 122 Knöllchen und 181 Verwarngelder. 1697 Personalien wurden aufgenommen, sieben Autos beschlagnahmt.

05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht