Der Tag
10. Juli 2021
Kommentarfoto Janis Peitsch-  (6) (1)mit Janis Peitsch
Zum Archiv
DaM_Banner_livestream_border_btm
22:31 Uhr

Das war Samstag, der 10. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

der "Tag" neigt sich für heute dem Ende entgegen. Aber keine Sorge, morgen ab 14 Uhr bin ich für Sie wieder im Dienst. Bevor ich mich verabschiede, will ich Ihnen noch diese Artikel als Bettlektüre ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht. Und bleiben Sie gesund!

Das war Samstag, der 10. Juli 2021
22:13 Uhr

Schutzzaun vor dem US-Kapitol fällt

Die gewaltsame Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump im Januar erschütterte die US-Gesellschaft. Mindestens fünf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Polizist.

image
(Foto: picture alliance/dpa/FR159526 AP)

Angesichts der Attacke wurde Kritik an den Sicherheitsbehörden laut. Als Konsequenz wurden die Schutzvorkehrungen massiv erhöht. Unter anderem wurde ein Zaun rund um den Parlamentssitz errichtet. Nun, sechs Monate später, beginnen die Abbauarbeiten.

US-Medien berichteten, der begonnene Abbau des inneren Zauns könne sich über mehrere Tage hinziehen. Bereits im März war ein äußerer Zaun rund um das Kapitol in Washington wieder abgebaut worden.

Schutzzaun vor dem US-Kapitol fällt
21:23 Uhr

Autovermieter spendet für CSU und macht sich über Baerbock lustig

Autovermieter spendet für CSU und macht sich über Baerbock lustig
20:28 Uhr

Deutsche stürzt in den österreichischen Alpen in den Tod

Eine Bergtour in Österreich hat für eine Deutsche ein tragisches Ende genommen. Die 30-Jährige wollte auf den 3281 Meter hohen Roten Knopf im Bundesland Kärnten steigen, wie die Polizei berichtete. Begleitet wurde sie von einem Mann und einer anderen Frau.

Bevor die drei den Gipfel erreichten, kletterten sie über felsiges Gelände, um einem Schneefeld auszuweichen. Dabei löste sich ein Stein, an dem sich die 30-Jährige festgehalten hatte. Sie stürzte rund 100 Meter in die Tiefe und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der Personalausweis der Frau wurde nach Angaben der Polizei in Remscheid ausgestellt.

Deutsche stürzt in den österreichischen Alpen in den Tod
19:38 Uhr

Haitis Präsidentenwitwe meldet sich nach Attentat zu Wort

Haitis Staatschef Jovenel Moïse ist in der Nacht zum Mittwoch in seiner Residenz überfallen und erschossen worden. Nach Angaben der Polizei führten 28 ausländische Söldner, die sich als Anti-Drogen-Agenten der USA ausgaben, den Mord aus: 26 Kolumbianer und zwei US-Amerikaner haitianischer Herkunft.

Seine Ehefrau Martine Moïse wurde bei dem Angriff schwer verletzt und zur Behandlung in die US-Stadt Miami gebracht. Nun hat sich die First Lady erstmals nach dem Mord an ihrem Ehemann zu Wort gemeldet.

Sie sei Gott sei Dank am Leben, sagte sie in einer Audio-Botschaft, die über ihr Twitter-Konto veröffentlicht wurde. Söldner hätten ihr aber ihren Mann nach 25 gemeinsamen Jahren in einem einzigen Augenblick genommen.

Ihr Mann sei ermordet worden, weil er für Straßen, Wasser, Strom und ein Verfassungsreferendum gekämpft habe, sagte die Witwe in der haitianischen Amtssprache Kreol. Nun wollten andere Söldner seine Ideen und Träume töten. Sie rief dazu auf, den Präsidenten nicht ein zweites Mal sterben zu lassen.

Haitis Präsidentenwitwe meldet sich nach Attentat zu Wort
18:54 Uhr

Messer-Angriff auf Touristen in Paris

Mitten in der Parister Innenstadt ist ein spanischer Tourist mit einem Messer attackiert worden. Der Vorfall ereignete sich laut dem Fernsehsender "BFMTV" in der Nähe des Rathauses, bekannt als Hôtel de Ville.

Der Tourist sei am Hals verletzt worden, befände sich aber nicht in Lebensgefahr, berichtete der Sender unter Berufung auf Polizeikreise. Der mutmaßliche Täter wurde in Polizeigewahrsam genommen. Er soll alkoholisiert gewesen sein. Der Tat soll ein Streit wegen eines Leihfahrrads vorausgegangen sein.

Messer-Angriff auf Touristen in Paris
18:30 Uhr

Hirntumor: Paul Mariner ist tot

Kurz vor dem EM-Finale gegen Italien trauert Fußball-England um den früheren Nationalspieler Paul Mariner. Der einstige Stürmer starb am Freitag im Alter von 68 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit, das bestätigte seine Familie am Samstag. Mariner litt an einem Hirntumor. Zwischen 1977 und 1985 hatte er 35 Länderspiele für die Three Lions bestritten und dabei 13 Tore erzielt.

  • Auf Vereinsebene bleibt vor allem Mariners Zeit bei Ipswich Town (1976 bis 1984) in Erinnerung. Beim heutigen Drittligisten aus dem Osten Englands hatte er maßgeblichen Anteil an den Triumphen im nationalen FA-Cup (1978) und im UEFA-Pokal (1981). Nach der aktiven Karriere arbeitete Mariner zunächst als Spielerberater, dann als Trainer vor allem in Nordamerika. Zuletzt war er lange Jahre als Experte für den US-Sender ESPN FC zu sehen.

  • "Paul lebte ein erfülltes Leben und hatte das Glück, für einige fantastische Klubs und sein Land aufzulaufen", teilte die Familie mit: "Das hat ihm die Welt bedeutet." Stephan Uersfeld

Mehr sportrelevante Nachrichten lesen Sie im Sport-Tag.

Hirntumor: Paul Mariner ist tot
18:08 Uhr

Schlauchboot kentert auf der Neiße - Mann vermisst

Ein 34-Jähriger ist auf der Neiße bei Görlitz mit seinem Schlauchboot gekentert und wird seitdem vermisst. Nach dem Mann werde mit Hochdruck gesucht, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz.

Der Mann war gemeinsam mit seiner Frau auf dem Fluss unterwegs, als das Boot aus noch ungeklärter Ursache kenterte. Die Frau konnte sich auf die polnische Seite der Neiße retten und wurde von den dortigen Einsatzkräften versorgt, wie die Polizeisprecherin erläuterte.

Schlauchboot kentert auf der Neiße - Mann vermisst
17:25 Uhr

Ex-GNTM-Model Oppermann bald in Nackt-Show zu sehen?

image
(Foto: imago images/Future Image)

Gerüchte über eine bekannte Teilnehmerin sind schon im Umlauf: Die Show "Adam sucht Eva" ist von RTL zu RTLzwei gewandert und die Dreharbeiten zur neuen, sechsten Staffel sollen laut Informationen der "Bild"-Zeitung bereits vor wenigen Tagen in Griechenland begonnen haben.

Wie das Blatt schreibt, soll die frühere "Germany's next Topmodel"-Kandidatin Gisele Oppermann angeblich eine der Teilnehmerinnen sein. Ein RTLzwei-Sprecher wollte die Spekulation bei "Bild" nicht kommentieren.

2008 nahm Oppermann an der dritten Staffel von "Germany's next Topmodel" teil und wurde Sechste. Später war die 33-Jährige unter anderem in der dreizehnten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zu sehen.

Ex-GNTM-Model Oppermann bald in Nackt-Show zu sehen?
16:41 Uhr

Junges Elefantenmädchen im Wiener Zoo gestorben

Kurz vor ihrem zweiten Geburtstag ist im Tiergarten Schönbrunn in Wien das Elefanten-Mädchen Kibali gestorben. Wie der Zoo mitteilte, kippte das Tier einfach um und war sofort tot. Die Todesursache: Akutes Herzversagen.

"Wir können gar nicht fassen, dass sie nicht mehr da ist", sagte Zoo-Sprecherin Johanna Bukovsky. "Uns war es ganz wichtig, dass Mutter Numbi in Ruhe Abschied von ihrem Jungtier nehmen konnte und dann auch die restliche Herde."

Kibali war künstlich mit dem Samen eines südafrikanischen Wildbullen gezeugt worden und kam am 13. Juli 2019 in Wien auf die Welt.

Junges Elefantenmädchen im Wiener Zoo gestorben
16:06 Uhr

Südstaaten-Denkmal in Charlottesville entfernt

Vor vier Jahren entbrennt in der US-Stadt Charlottesville ein Protest um die Statue des Südstaaten-Generals Robert E. Lee. Pläne zur Entfernung der Statue sind Anlass für Aufmärsche von Neonazis und anderen Rechtsextremisten. Bei den folgenden rassistischen Ausschreitungen wird damals eine Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

Nun ist das umstrittene Denkmal endgültig entfernt worden. Auf Fernsehbildern war heute zu sehen, wie die Statue mit einem Kran von ihrem Podest gehoben und auf einen Lastwagen geladen wurde. Nach Angaben der Stadt soll die Statue bis zu einer endgültigen Entscheidung über ihre Zukunft eingelagert werden.

Die Südstaaten kämpften im Amerikanischen Bürgerkrieg erfolglos für den Erhalt der Sklaverei. Robert E. Lee, der als General vier Jahre lang aufseiten der Südstaaten kämpfte, wird von der rechten Szene in den USA als Held verklärt.

Südstaaten-Denkmal in Charlottesville entfernt
15:19 Uhr

Nackt-Demo für Frauenrechte in Berlin

Mit einem bunten Oben-ohne-Radkorso durch die Berliner Innenstadt haben Dutzende Frauen bei strahlendem Wetter humorvoll auf ein Verhüllungsgebot in Parks der Hauptstadt reagiert.

image
(Foto: picture alliance/dpa)

Mit ihrer Aktion wollten sie Solidarität mit einer Berliner Französin zeigen, die sich Mitte Juni mit nackten Brüsten nahe eines Kinderplanschbeckens in einem Hauptstadt-Park gesonnt hatte und deswegen Ärger mit den Parkwächtern bekam.

Eine bundesweite feministische "Gleiche-Brust-für-Alle"-Bewegung fordert nun ein oben-ohne-Recht für Frauen an Orten, an denen sich auch Männer mit nacktem Oberkörper zeigen.

Die Fahrraddemonstration stand unter dem Motto "No Nipple is free until all Nipples are free!". Zu sehen waren auch Transparente mit der Aufschrift "Boobs have no gender" oder "My body my choice".

Nackt-Demo für Frauenrechte in Berlin
14:49 Uhr

Baum fällt auf Spielplatz - Mutter und Kind schwer verletzt

Schwerer Unfall in Augsburg: Eine Mutter und ihr etwa zweijähriges Kind sind auf einem Spielplatz von einem Baum eingeklemmt und schwer verletzt worden. Der Baum knickte am Vormittag plötzlich auf den Spielplatz und begrub Mutter und Kind unter sich, wie die Berufsfeuerwehr mitteilte.

Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hoben Mitarbeiter einer Firma, die in der Nähe des Spielplatzes arbeiteten, den Baum mit einem Teleskoplader an und befreiten die beiden. Mutter und Kind kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus. Ein Geschwisterkind und ein Arbeiter wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Weshalb der Baum fiel, ist noch unklar.

Baum fällt auf Spielplatz - Mutter und Kind schwer verletzt
14:23 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sarah Platz darf jetzt ein bisschen die Sonne genießen. Ich übernehme bis zum Abend den "Tag" und versorge Sie mit spannenden Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's!

Schichtwechsel
14:11 Uhr

17-Jähriger sticht bei Streit mit Kugelschreiber zu

Mit einem Kugelschreiber hat ein Jugendlicher in einem Drogeriemarkt bei einer Auseinandersetzung mehrfach auf einen Kunden eingestochen. Der 17-Jährige war mit einem anderen Teenager in dem Geschäft im baden-württembergischen Plochingen und bettelte bei einer Kundin um Geld, wie die Polizei mitteilte. Eine Mitarbeiterin bat die Jugendlichen, das Geschäft zu verlassen.

Der Teenager beleidigte und bedrängte sie laut Polizei daraufhin. Mehrere Kunden versuchten, zu schlichten. Dabei fügte der Jugendliche dann einem der Kunden mit einem Kugelschreiber mehrere Stiche an Arm und Hand zu. Bis die Polizei eintraf, konnte der junge Mann festgehalten werden. Der Rettungsdienst behandelte den verletzten Mann. Den Jugendlichen erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

17-Jähriger sticht bei Streit mit Kugelschreiber zu
13:44 Uhr

Erdoğan entfacht Sexismus-Debatte vor Besuch von Biontech-Gründerin Türeci

Nach "Sofagate" steht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erneut wegen Sexismus in der Kritik. Er kündigte den Besuch der Biontech-Gründer Uğur Şahin und Özlem Türeci in der Türkei an - nannte dabei jedoch nur den Namen von Uğur Şahin, wie "t-online.de" berichtete. Türeci erwähnte der türkische Präsident laut mehrerer türkischer Medien lediglich als "Uğur Şahins Frau".

Vor allem Politikerinnen und Wissenschaftlerinnen kritisieren die Ankündigung Erdogans scharf. Lisel Hintz von der Johns-Hopkins-Universität schreibt auf Twitter, das Vorgehen des Präsidenten sei "populistische Misogynie" und Strategie. In den sozialen Medien ist von "islamistischen Ansichten" und einer "maskulinen Höhlenmensch-Mentalität" die Rede.

Erdoğan entfacht Sexismus-Debatte vor Besuch von Biontech-Gründerin Türeci
13:12 Uhr

US-Westen droht erneute Hitzewelle: Gefahr für gesamte Bevölkerung

In den westlichen US-Bundesstaaten wird an diesem Wochenende erneut mit extremer Hitze gerechnet. Für mehr als 30 Millionen Menschen spricht der Nationale Wetterdienst entsprechende Warnungen aus. In großen Teilen Kaliforniens und Nevadas gelte gar die höchste Warnstufe: Gesundheitlich gefährdet sind wegen der anhaltenden Hitze und einer fehlenden nächtlichen Abkühlung damit nicht nur Ältere oder Kranke, sondern die gesamte Bevölkerung.

Extreme Hitze wird auch in Utah und Arizona erwartet. Im für seine unglaubliche Hitze berüchtigten Death Valley in Kalifornien könnten die Temperaturen auf mehr als 50 Grad Celsius steigen. Auch in Las Vegas und Sacramento könnte es besonders heiß werden. Erst vergangene Woche hatte eine Hitzewelle im Nordwesten der USA und im westlichen Kanada mit Temperaturen bis knapp 50 Grad Hunderte Menschenleben gefordert.

US-Westen droht erneute Hitzewelle: Gefahr für gesamte Bevölkerung
12:50 Uhr

Haitianer machen Hamsterkäufe: "Weiß nicht, was morgen ist"

Haitis Regierung hat um die Entsendung von UN- und US-Truppen gebeten, um nach der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse strategisch wichtige Orte sichern zu können. Die Bitte sei während eines Gesprächs mit dem US-Außenminister und der UNO geäußert worden, sagt der für Wahlangelegenheiten zuständige Minister Mathias Pierre. Pierre sagte, die ausländischen Soldaten sollten unter anderem zur Sicherung der Häfen und des Flughafens eingesetzt werden. Befürchtet werde, dass "Söldner Infrastruktur zerstören könnten, um Chaos zu verursachen".

Gleichzeitig decken sich die Menschen in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince aus Furcht vor weiterer Instabilität mit Grundlebensmitteln ein. Unter jenen, die in den Supermärkten Schlange für Grundnahrungsmittel und Propangas standen, waren die Hauptstadtbewohnerin Marjorie und ihr Mann. "Ich weiß nicht, was morgen oder übermorgen passiert", sagte Marjorie. "Ich bereite mich auf schlimme Tage vor, die vor uns liegen."

Haitianer machen Hamsterkäufe: "Weiß nicht, was morgen ist"
12:24 Uhr

Mann prellt Taxifahrt - und löst SEK-Einsatz aus

Ein 46 Jahre alter Mann hat in Hamburg-Wandsbek für eine Taxifahrt nicht bezahlt und schließlich einen Einsatz des Spezialeinsatzkommandos der Polizei ausgelöst. Der Mann ließ sich am Samstagmorgen von einem Taxi zu seiner Wohnung bringen, wie eine Polizeisprecherin berichtet. Den Angaben zufolge bezahlte er den Taxifahrer nicht und rannte in seine Wohnung, um sich dort zu verbarrikadieren.

"Der Mann scheint psychisch labil zu sein", sagt die Sprecherin. Einsatzkräfte des SEK hätten den Mann aus der Wohnung holen müssen und zur Wache mitgenommen. Weitere Angaben wurden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht gemacht.

Mann prellt Taxifahrt - und löst SEK-Einsatz aus
12:02 Uhr

Rechtsextremes Netzwerk: Ermittler finden Waffen und NS-Andenken in Österreich

Bei den Ermittlungen zu möglichen Plänen für eine rechtsextreme Miliz sind in Österreich weitere Waffen und Munition sichergestellt worden. Derzeit gelten vierzehn Personen in Österreich und Deutschland als Verdächtige, wie das Innenministerium in Wien berichtet. Zuvor hatten österreichische Ermittler im Dezember ein großes Waffenarsenal ausgehoben. Verfassungsschützer beschlagnahmten voll- und halbautomatische Waffen, Kisten mit Munition, viele NS-Devotionalien und Drogen.

Die Waffen stammten nicht aus Polizei- oder Militärbeständen in Österreich oder Deutschland, sagt Sörös. Laut dem Ministerium hatten sich Verdächtige in Chatgruppen über den Aufbau einer "Miliz der Anständigen" ausgetauscht, um "das System zu kippen". Laut Sörös hatte das Netzwerk konkrete Pläne, aber keine große Anhängerschaft. Wie weit Deutsche in die Milizpläne involviert waren, sagt Sörös nicht. Hauptverdächtiger ist ein mehrfach vorbestrafter Österreicher, der in Untersuchungshaft sitzt.

Rechtsextremes Netzwerk: Ermittler finden Waffen und NS-Andenken in Österreich
11:33 Uhr

Lafontaine nennt Lauterbach "Covid-Heulboje"

In einem Facebook-Post kritisiert der Linken-Politiker Oskar Lafontaine die Pandemie-Politik der Bundesregierung scharf und greift SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach an: Dieser zähle "an vorderster Stelle" zu den "Covid-Heulbojen", die die Delta-Variante benutzten, um "erneut zu warnen und Schreckensszenarien in die Welt zu setzen". Er würde "Arm in Arm mit der Pharmaindustrie den Teufel an die Wand malen".

Er behauptet weiter, die Warnungen vor überfüllten Intensivstationen "entpuppen sich bei näherem Hinsehen als interessengeleitete Lügen". Karl Lauterbach entgegnete in der "Saarbrücker Zeitung": "Schade, eine solche Polemik ist eigentlich unter seiner Würde." In den sozialen Netzwerken sind einige der Ansicht, es sei Lafontaine, der seine Glaubwürdigkeit verliert. Andere stimmen den Vorwürfen Lafontaines zu, darunter auch die AfD.

Lafontaine nennt Lauterbach "Covid-Heulboje"
10:58 Uhr

Teenager wollte Cessna über Alaska abstürzen lassen - Anklage wegen Terrorismus

Ein jugendlicher Passagier eines Ryan Air-Fluges hat die Maschine über Alaska beinah zum Absturz gebracht. Kurz vor dem Zielort habe er den Steuerknüppel des Piloten gegriffen und die Cessna Caravan mit fünf weiteren Menschen an Board in den Sturzflug gebracht, wie der "Nbc News" berichtet. Die anderen Passagiere konnten ihn jedoch noch rechtzeitig wegziehen, sodass der Pilot die Maschine wieder stabilisieren und in der Stadt Aniak landen konnte.

Zuvor hatte er mehrmals gebeten, auf dem Co-Piloten-Sitz Platz nehmen zu dürfen - das wurde ihm aber verweigert. Der 18-Jährige wurde festgenommen und wegen Terrorismus und versuchter Körperverletzung angeklagt. Er habe versucht, sich das Leben zu nehmen, wie ein Polizist berichtet. So habe er sich vorher in Therapie befunden, diese habe aber nicht geholfen.

Teenager wollte Cessna über Alaska abstürzen lassen - Anklage wegen Terrorismus
10:24 Uhr

Viermal so viele Ordnungsamt-Mitarbeiter attackiert

Im vergangenen Jahr sind viermal so viele Mitarbeiter der Ordnungsämter in Nordrhein-Westfalen bei ihrer Arbeit angegriffen oder bedroht worden. Das geht aus der Kriminalitätsstatistik der NRW-Polizei hervor. "Dieser Anstieg ist auf die Arbeit des Ordnungsamtes im Bereich der Kontrolle der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurückzuführen", heißt es.

Die Zahl der Opfer solcher Attacken in den Reihen der kommunalen Ordnungshüter vervierfachte sich von 410 im Jahr 2019 auf den Höchstwert von 1640 Opfern im vergangenen Jahr. Seit 2018 wird diese Gruppe in der Statistik gesondert aufgeführt. Währenddessen ist die Gesamtzahl der sogenannten Widerstandshandlungen 2020 das erste Mal nach sieben Jahren wieder gesunken. Mit 82,5 Prozent richteten sich die allermeisten Fälle nach wie vor gegen Polizisten.

Viermal so viele Ordnungsamt-Mitarbeiter attackiert
09:49 Uhr

Bisheriges Staatsgeheimnis: Erdogan baut Palast mit 300 Zimmern

Mit dem Bau eines weiteren Sommerpalastes zieht Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Wut vieler Türken und der Opposition auf sich. Der 300-Zimmer-Komplex in der Ferienprovinz Marmaris ist zwar schon seit zwei Jahren fertiggestellt, wurde bisher aber als Staatsgeheimnis behandelt, wie der "Tagesspiegel" berichtet. Nun hat die Oppositionszeitung "Sözcü" Visualisierungen der Villa veröffentlicht.

Zu sehen waren ein zweistöckiges Hauptgebäude im neo-osmanischen Stil mit einem großen Schwimmbad, lichtdurchflutete Arbeits-, Wohn- und Schlafräume sowie ein Privatstrand. Gekostet hat der Sommerpalast übereinstimmenden Berichten zufolge 62 Millionen Euro, heißt es in der Zeitung weiter. Bezahlt wurde er wohl aus der Staatskasse. Kritiker werfen Erdogan vor, Steuergelder zu verschwenden, während viele Normalbürger wegen hoher Inflation und Arbeitslosigkeit nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.

Bisheriges Staatsgeheimnis: Erdogan baut Palast mit 300 Zimmern
09:20 Uhr

Aldi Süd ruft wegen Chrom-Gehalt Trekkingsandalen zurück

Das Unternehmen Aldi Süd ruft wegen eines erhöhten Gehalts an Chrom (VI) in der Leder-Decksohle Trekkingsandalen zurück. Es handle sich um das Produkt der Marke Crane, Artikel-Nr. 803391, teilt Aldi Süd mit. Kunden wurden aufgerufen, die Trekkingsandalen in die Aldi-Filialen zurückzubringen. Das Produkt der Gebra GmbH in Bochum sei ab 8. April im gesamten Gebiet von Aldi Süd verkauft worden. Der Kaufpreis werde zurückerstattet.

Durch hohe Mengen an Chrom (VI) in Sandalen können nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine lebenslange Kontaktallergie gegen Chrom (VI) erstmals hervorgerufen oder eine bereits bestehende Kontaktallergie ausgelöst werden.

Aldi Süd ruft wegen Chrom-Gehalt Trekkingsandalen zurück
08:55 Uhr

US-Bürger erhalten 10.000 US-Dollar Prämie für Anklage von Abtreibungskliniken

Der US-Bundesstaat Texas will das Abtreibungsrecht verschärfen. Das neue Gesetz "The Heartbeat Bill" verbietet Abtreibungen bereits, sobald ein Herzschlag des Fötus zu erkennen ist, wie die "New York Times" berichtet. Das kann schon ab der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall sein. Dabei soll das Gesetz nicht wie üblich von Behörden durchgesetzt werden, sondern von normalen Bürgern. Diese werden ermächtigt, Abtreibungskliniken und andere, die Frauen bei einem Schwangerschaftsabbruch helfen, zu verklagen.

Sind sie erfolgreich, erhalten sie für jede illegale Abtreibung 10.000 US-Dollar. "Es stellt das Rechtssystem komplett auf den Kopf", sagt Stephen Vladeck, Professor für Verfassungsrecht an der University of Texas in Austin. "Es sagt, dass der Staat nicht derjenige sein wird, der dieses Gesetz durchsetzt. Deine Nachbarn sind es."

US-Bürger erhalten 10.000 US-Dollar Prämie für Anklage von Abtreibungskliniken
08:08 Uhr

Aufgebrachte Menge steinigt Italiener in Honduras

image
Der Mob zündete auch das Auto des italienischen Opfers an. (Foto: REUTERS)

Eine aufgebrachte Menge von 600 Menschen hat in Honduras einen Italiener mit Stöcken und Steinen angegriffen und getötet. Die Bewohner der Ortschaft Santa Ana de Yusguare im Süden des mittelamerikanischen Landes hatten den Mann für den Tod eines Nachbarn verantwortlich gemacht. Dabei hätten sie auch das Haus und das Fahrzeug des Italieners angezündet, teilt die Polizei mit.

Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 19 und 55 Jahren wurden festgenommen. Medienberichten zufolge warfen die Dorfbewohner ihrem Opfer vor, einen Obdachlosen zu Tode gesteinigt zu haben, weil dieser einen Baum auf seinem Grundstück gefällt hatte. Nach Angaben der Polizei versuchten Streifenbeamte vergeblich, die Menschenmenge zurückzuhalten.

Aufgebrachte Menge steinigt Italiener in Honduras
07:50 Uhr

Sonne kehrt pünktlich zum Wochenende zurück

Nach dem Wetter-Tiefpunkt am Freitag hält der Samstag schon wieder mehr Sonnenstunden bereit, vor allem im Süden. Nicht ganz in Sommerlaune verfallen, kann der Westen - dort kann es später erneut zu Unwettern kommen. Dazu wird es aber größtenteils sommerlich warm: 20 bis 27 Grad sind geplant. Am Sonntag hält sich zwar die Temperatur - im Norden und Osten wird es allerdings gewittrig.

Sonne kehrt pünktlich zum Wochenende zurück
07:25 Uhr

Lachse auf Koks? Drogen in Fischaufzuchtanlage entdeckt

image
(Foto: dpa)

Ein rätselhaftes Verhalten von Junglachsen in einer Fischaufzuchtanlage im Sauerland hat möglicherweise einen kuriosen Hintergrund: In einem der zulaufenden Bäche konnten Analytiker des Landesumweltamtes NRW das Rauschgift Kokain und ein Kokain-Abbauprodukt nachweisen. "Die Lachse versuchten panikartig aus dem Wasser zu springen", berichtet Daniel Fey, Fachbereichsleiter Fischereiökologie und Aquakultur. Das Verhalten habe auf eine Kontamination des Zulaufwassers hingedeutet, der die Lachse intuitiv entgehen wollten. "Es war eine Reaktion auf ein Unwohlsein."

"Eine eindeutige Ursache für das Verhalten der Fische ließ sich nicht finden. Allerdings kann auch eine Reaktion auf das im Bachwasser nachgewiesene Kokain nicht ausgeschlossen werden", schreibt das Landesumweltamt in seinem jüngst vorgelegten Jahresbericht unter der Überschrift "Lachse auf Koks".

Lachse auf Koks? Drogen in Fischaufzuchtanlage entdeckt
07:05 Uhr

Nebeneinkünfte der Abgeordneten stark gestiegen - Union und FDP Spitzenreiter

Die Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten sind in der aktuellen Legislaturperiode stark gestiegen. Seit einer ersten Bilanz im Jahr 2013 von geschätzt 30 Millionen Euro hätten sie sich nun auf etwa 53 Millionen Euro erhöht, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung. Der größte Anteil der Nebenverdiener kommt demnach aus der Unionsfraktion, gefolgt von der FDP.

Der Studie zufolge haben von den 709 Abgeordneten des Bundestages 261 angegeben, dass sie außer ihrem Mandat noch bezahlte Nebentätigkeiten ausüben. Die Studie bezeichnet deshalb Nebeneinkünfte als "Problem einer privilegierten Minderheit von Abgeordneten".

Nebeneinkünfte der Abgeordneten stark gestiegen - Union und FDP Spitzenreiter
06:48 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Spanien, Portugal, Griechenland: In vielen beliebten Urlaubsländern steigen die Infektionszahlen seit Kurzem wieder rasant an. Die Bundesregierung reagiert - ab morgen gilt ganz Spanien wieder als Risikogebiet. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abraten wird. Entwarnung gibt es allerdings vonseiten der EU: Die Kommission hält eine "starke Urlaubssaison" für möglich und verweist vor allem auf die Impfkampagne.

Diese Themen werden heute wichtig:

  • "Deine Gesundheit. Deine Daten. Gesundheitsdaten bewegen die EU" - Online-Veranstaltung des Bundesgesundheitsministeriums: In einem virtuellen Dialog diskutieren und erarbeiten 12 Bürgerinnen und Bürger konkrete Ideen zum Thema zukünftiger Umgang mit Gesundheitsdaten in der EU und sprechen hierüber gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

  • Christopher-Street-Day mit dezentralen Aktionen im Münchner Zentrum: Auch in diesem Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie beim Christopher-Street-Day in München keine große Parade geben. Die Organisatoren des CSD haben dafür eine sogenannte dezentrale Demo-Aktion organisiert. Mehr als 60 Gruppen und Vereine werden sich dann in der Innenstadt präsentieren.

  • Letzte Vorbereitungen für das EM-Finale: Italien und England stimmen sich auf das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft ein. Vor dem Höhepunkt des Turniers am Sonntag im Wembley-Stadion stehen für beide Teams die letzten Vorbereitungen sowie Abschlusstrainings an.

  • Barty und Pliskova bestreiten Damen-Finale in Wimbledon: Die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty aus Australien und die Tschechin Karolina Pliskova bestreiten heute (15.00 Uhr/Sky) das Damen-Finale des Tennis-Turniers in Wimbledon.

Ich bin Sarah Platz und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Schreiben Sie mir gerne an sarah.platz@nachrichtenmanufaktur.de, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben.

Los geht's!

Das wird heute wichtig
06:24 Uhr

Scheuer würde gerne Minister bleiben - trotz Maut-Debakel

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer würde sein Amt trotz breiter Kritik wegen der gescheiterten Pkw-Maut auch in einer neuen Regierung gerne weiterführen. Der CSU-Politiker sagt: "Mir macht es viel Freude. Ich werde hart kämpfen, in meinem Wahlkreis und dann bei den Koalitionsverhandlungen, dass dieses Investitions- und Innovationsministerium gut in die Zukunft geht. Ich habe noch viel vor."

In die Amtszeit Scheuers fällt das Scheitern der Pkw-Maut. "Es steht 88 zu 1", sagt er mit Blick darauf. "88 Verordnungen und Gesetze haben wir als Verkehrsministerium in dieser Legislaturperiode durchgebracht durch Bundestag und Bundesrat. Wir haben den Koalitionsvertrag übererfüllt. Die Legislaturperiode war schon ziemlich knackig, aber auch ziemlich ergebnisorientiert."

Scheuer würde gerne Minister bleiben - trotz Maut-Debakel
06:06 Uhr

Erstmals über 50 Prozent der Brasilianer unzufrieden mit Bolsonaro

In Brasilien wächst der Widerstand gegen den rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro. In einer Umfrage des Instituts Datafolha gaben 51 Prozent der Befragten an, Bolsonaro mache einen "schlechten" beziehungsweise "schrecklichen Job". Bolsonaros Zustimmungsrate lag dabei wie im Mai bei 24 Prozent. Bei einer Präsidentenstichwahl würde der 66-Jährige seinem Rivalen, dem linksgerichteten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, mit 31 zu 58 Prozent unterliegen. In Brasilien finden im kommenden Jahr Präsidentschaftswahlen statt.

Bolsonaro wird vorgeworfen, durch Verharmlosung der Pandemie die rasante Ausbreitung des Coronavirus im größten Land Lateinamerikas befördert zu haben. Er hatte die von dem Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 als "kleine Grippe" bezeichnet und Maßnahmen zur Eindämmung des Virus kritisiert.

Erstmals über 50 Prozent der Brasilianer unzufrieden mit Bolsonaro