Der Tag
31. Mai 2024
6d612840-d481-4c7d-9138-8a2e83199fdbmit Uladzimir Zhyhachou
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22:19 Uhr

Das war Freitag, der 31. Mai 2024

Ex-US-Präsident Donald Trump ist seit heute ein verurteilter Verbrecher. Im Prozess um Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels wurde er in allen 34 Anklagepunkten für schuldig befunden. Doch trotz des Schuldspruchs kann Trump erneut zum Präsidenten gewählt werden. Hier finden Sie alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zum historischen Prozess.

Die Bundesregierung erlaubt der Ukraine den Einsatz deutscher Waffen gegen Ziele in Russland. Doch es gibt Einschränkungen. Was diese Entscheidung für das Schlachtfeld bedeutet, erfahren Sie hier.

In Bayern und Baden-Württemberg werden bis Sonntagabend teils erhebliche Regenmengen erwartet. In Bayern ruft der erste Landkreis vorsorglich den Katastrophenfall aus. Mehr zur Lage im Süden Deutschlands lesen Sie hier.

Israel hat in den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen ein neues "umfassendes" Abkommen vorgeschlagen. Was dieses beinhaltet, erfahren Sie in diesem Text.

In Mannheim hat ein Mann Teilnehmer einer islamkritischen Kundgebung angegriffen. Sechs Menschen wurden dabei verletzt. Ein Polizist ringt um sein Leben.

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende, tschüs!

Das war Freitag, der 31. Mai 2024
22:01 Uhr

Hamas veröffentlicht Tonaufnahme einer Geisel

Die Terrororganisation Hamas hat eine Tonaufnahme veröffentlicht, auf der eine israelische Geisel zu hören sein soll. Eine Frauenstimme bittet in der Aufnahme um ihre Freilassung. Sie sei bereits seit 237 Tagen in Gefangenschaft, heißt es darin. Unter welchen Umständen und wann die Aufnahme entstanden ist, ist unklar.

Es soll sich um eine 26 Jahre alte Israelin handeln, die am 7. Oktober bei dem Terrorangriff der Hamas auf Israel in den Gazastreifen verschleppt wurde. Israelischen Medien zufolge bat ihre Familie darum, die Aufnahme nicht zu veröffentlichen.

Die Hamas sowie der Palästinensische Islamische Dschihad haben bereits mehrfach Videos der am 7. Oktober aus Israel entführten Menschen veröffentlicht. Auch die 26-Jährige war im Januar bereits in einem von der Hamas veröffentlichten Video zu sehen. Die Aufnahmen werden in Israel als Psychoterror gegen die Angehörigen eingestuft.

Hamas veröffentlicht Tonaufnahme einer Geisel
21:22 Uhr

Demonstrantin vergleicht Gaza-Krieg mit Holocaust - Nouripour platzt der Kragen

Begleitet von lautstarken Protesten und "Free Palästina"-Rufen hat Außenministerin Annalena Baerbock in Hamburg die deutsche Nahostpolitik gegen Kritik verteidigt. "Wie soll man denn zu einer humanitären Feuerpause in Gaza kommen", sagte die Grünen-Politikerin bei einer Wahlkampfveranstaltung der Grünen zur Europawahl. "Es reicht als Außenministerin eben nicht, einfach ein Plakat hochzuhalten. Ich muss doch diejenigen, die gerade kämpfen, davon überzeugen, dass das aufhört. Das ist mein Job, mit allen zu reden."

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Nouripour: "Das mit einem Konzentrationslager in Deutschland zu vergleichen, ist schlicht infam." (Foto: picture alliance/dpa)

Der Grünen-Bundesvorsitzende Omid Nouripour sagte, "natürlich sehen wir das Leiden der Leute in Gaza, und das ist gigantisch". Als eine Demonstrantin jedoch die Zustände in Gaza mit dem Holocaust verglich, platzte ihm der Kragen. "Das mit einem Konzentrationslager in Deutschland zu vergleichen, ist schlicht infam." Es sei absurd. "Sie vergleichen das mit Auschwitz, das ist doch unanständig", schimpfte Nouripour. Gleichzeitig würden die Taten der Terrororganisation Hamas von den Demonstranten nicht einmal thematisiert. "Wenn Sie glauben, Sie tun den Palästinensern damit einen Gefallen, das tun Sie nicht. Nein!"

Demonstrantin vergleicht Gaza-Krieg mit Holocaust - Nouripour platzt der Kragen
20:44 Uhr

Drei Menschen in Norditalien von Wassermassen überrascht und mitgerissen

Nach heftigen Unwettern in der norditalienischen Region Friaul-Julisch Venetien sind in der Nähe von Udine drei Menschen von den Wassermassen eines Flusses mitgerissen worden und werden seitdem vermisst.

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Einsatzkräfte der italienischen Feuerwehr suchen in dem Fluss Natisone nach drei Vermissten. (Foto: picture alliance/dpa/Vigili Del Fuoco)

Zwei Frauen und ein Mann hielten sich am Nachmittag an dem Fluss Natisone in dem Ort Premariacco auf, als sie von den gewaltigen Wassermassen überrascht wurden, wie die Feuerwehr mitteilte. An der Suche nach den drei jungen Menschen beteiligen sich Feuerwehr, Zivilschutz und die Bergrettung.

Passanten entdeckten die drei Menschen im Wasser und schlugen Alarm, wie das Nachrichtenportal "RaiNews" berichtete. Demnach warfen die Passanten Seile von einer Brücke, an denen sich die jungen Menschen aber nicht mehr festhalten konnten. Auf Videos in den sozialen Medien war auch zu sehen, wie sich die drei versuchten, aneinander festzuklammern, die Wucht der Wassermassen sie letztlich aber doch mitriss und sie in verschiedene Richtungen trieben.

Drei Menschen in Norditalien von Wassermassen überrascht und mitgerissen
20:27 Uhr

Hochwasser erwartet: Bayerischer Landkreis ruft Katastrophenfall aus

Wegen des extremen Dauerregens und der erwarteten Hochwasserlage ist im Landkreis Günzburg in Bayern am Freitagabend der Katastrophenfall ausgerufen worden. Es gehe darum, die potenziell betroffenen Städte und Gemeinden besser unterstützen zu können, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes.

Hochwasser erwartet: Bayerischer Landkreis ruft Katastrophenfall aus
20:08 Uhr

Biden: Israel schlägt Waffenruhe und Abzug aus Gazastreifen vor

Israel hat in den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen nach Angaben von US-Präsident Joe Biden ein neues "umfassendes" Abkommen vorgeschlagen. Dieses beinhalte eine "vollständige Waffenruhe", einen sechswöchigen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen sowie die Freilassung von Hamas-Geiseln, sagte Biden im Weißen Haus. Er rief die radikalislamische Hamas auf, dem Abkommen zuzustimmen.

Biden: Israel schlägt Waffenruhe und Abzug aus Gazastreifen vor
20:02 Uhr

Schnarchender Mann in Gebüsch entpuppt sich als Einbrecher

Ein in einem Gebüsch schlafender und schnarchender Mann hat sich in Augsburg als Einbrecher entpuppt. Eine Anwohnerin wurde auf den 34-Jährigen aufmerksam und alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden heraus, dass der Mann zuvor einen Wohnungseinbruch begangen und einen niedrigen einstelligen Betrag geklaut hatte.

Offenbar brach er sich auf der anschließenden Flucht das Bein und schlief im Gebüsch ein. Der Mann wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Am Mittwoch wurde er dem zuständigen Richter am Amtsgericht vorgeführt, der einen Haftbefehl wegen schweren Wohnungseinbruchsdiebstahls erließ. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Schnarchender Mann in Gebüsch entpuppt sich als Einbrecher
19:28 Uhr

Wiederholte Wörter offenbaren Trumps sublime Botschaft

Wer dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zuhört, merkt, dass er ein Redemuster hat. Er spricht in kurzen und einfachen Sätzen und wiederholt dabei Wörter. Letzteres kann als rhetorisches Mittel gelten, um Botschaften und Bilder in den Köpfen seiner Zuhörer zu verankern. Dies fällt auch bei den Reaktionen auf seinen jüngsten Schuldspruch in allen 34 Anklagepunkten auf.

Sein erstes Statement findet noch direkt vor dem Gerichtsgebäude statt und dauert keine zwei Minuten. Eines der herausstechenden Worte ist "disgrace" (Schande) und in einer Abwandlung "disgraceful". Hiermit beschreibt Trump das Urteil und das Vorgehen gegen ihn im Allgemeinen. Er nutzt die Beschreibung gleich vier Mal in weniger als zwei Minuten. Das Wort "rigged" (manipuliert) nutzt er in Bezug auf das Urteil, das Gericht und das politische System in den USA gar fünf Mal.

In seinem etwas längeren Statement am Tag nach dem Urteil benutzt er beide Worte erneut. Diesmal sticht aber noch mehr das vielfach genutzte Wort "conflicted" (widersprüchlich) heraus, mit dem er den Richter Juan Merchan beschreibt und ihm einen Interessenskonflikt vorwirft. Einige Male kommt Trump zudem auf die "gag order" (Maulkorb) zu sprechen, die ihm auferlegt worden sei. In wenigen Worten offenbart sich das Trump-Universum.

Wiederholte Wörter offenbaren Trumps sublime Botschaft
18:45 Uhr

Swingerclub soll Flüchtlingsheim werden - Stammgäste protestieren

In Hattingen im südlichen Ruhrgebiet könnte ein Swingerclub bald schließen und zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut werden. Dagegen regt sich jetzt Protest vonseiten der Stammgäste des Clubs. Einer Online-Petition zum Erhalt des Clubs haben sich inzwischen fast 600 Menschen angeschlossen. Die Entscheidung, den Club zu schließen, liege aber ganz allein beim Betreiber, der auch Eigentümer der Immobilie sei, hieß es im Rathaus.

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Das Gebäude, in dem sich noch der Club befindet, hat Platz für 60 Geflüchtete. (Foto: IMAGO/Funke Foto Services)

"Wir haben da nichts untersagt. Könnten wir auch gar nicht, es gibt eine Genehmigung für den Betrieb", sagte eine Sprecherin der Stadt. "Der Eigentümer möchte das Objekt verkaufen und sich aus dem Geschäft zurückziehen", so die Sprecherin. "Wir haben Interesse an der Immobilie und uns das Gebäude auch schon angeschaut. Dort war auch früher schon mal eine Flüchtlingsunterkunft. Es hat Platz für 60 Geflüchtete."

"Der Club hat viele Menschen zusammengebracht und bietet einen sicheren Raum für Ausdruck und Entdeckung", steht in der Petition. Es sei ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Man sei nicht gegen die Unterbringung von Flüchtlingen - bestimmt lasse sich dafür aber eine andere Immobilie finden, heißt es.

Swingerclub soll Flüchtlingsheim werden - Stammgäste protestieren
18:05 Uhr

Sylt-Skandal katapultiert "L'amour toujours" in die Charts

Der Track ist 25 Jahre alt und immer noch ein Hit: "L'amour toujours" von Gigi D'Agostino aus dem Jahr 1999 landet in dieser Woche auf Platz acht der Offiziellen Deutschen Single-Charts. Aber wohl nicht (nur), weil der so toll ist, sondern vor allem wegen der medialen Aufmerksamkeit rund um das Sylt-Video, das Besucher einer Bar zeigt, die zur Melodie des Liedes rassistische Parolen grölen. Zuletzt wurden immer mehr Fälle von rassistischen Gesängen zur Melodie des bekannten Partyhits aus den 90er Jahren öffentlich bekannt.

Der Rapper Pashanim konnte mit seinem Song "Mittelmeer" nach vier Wochen Ayliva & Apache 207 von der Spitze der Charts verdrängen. Von Platz zwei auf Platz drei rutscht der britische Sänger Artemas mit seinem Song "I Like The Way You Kiss Me". Dahinter rangieren Jaxomy, Agatino Romero & Raffaella Carrà mit "Pedro" und Cyril mit "Stumblin' In".

Sylt-Skandal katapultiert "L'amour toujours" in die Charts
17:24 Uhr

Orban: "Kenne Präsident Trump als Mann der Ehre"

Ungarns rechtspopulistischer Ministerpräsident Viktor Orban spricht dem verurteilten Verbrecher und Ex-US-Präsidenten Donald Trump Mut zu. "Ich kenne Präsident Donald Trump als Mann der Ehre, er hat Amerika immer an erste Stelle gesetzt, er hat in der Welt Respekt geboten und diesen Respekt benutzt, um Frieden zu schaffen, schrieb Orban bei X. Die Menschen mögen über Trump bei der Präsidentenwahl urteilen. "Kämpfen Sie weiter, Herr Präsident", fügte er hinzu.

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Trump und "Trump vor Trump" Orban 2019 in Washington. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Trump und Orban halten regelmäßig öffentliche Lobreden übereinander. Orban war der einzige Regierungschef eines EU-Landes, der sich bereits vor Trumps Wahl zum Präsidenten 2016 offen zur Unterstützung des Republikaners bekannte. Die beiden Rechtspopulisten haben politisch viel gemeinsam. Trumps ehemaliger Chefberater Steve Bannon bezeichnete den Ungarn einmal als "Trump vor Trump". Orban regiert in Ungarn schon seit 2010.

Orban: "Kenne Präsident Trump als Mann der Ehre"
17:02 Uhr

Tschetschene plante Anschlag auf Olympia-Zuschauer

Die französischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben Anschlagspläne gegen Zuschauer und Sicherheitskräfte während der Olympischen Sommerspiele vereitelt. Ein 18-jähriger Tschetschene sei festgenommen worden, weil er einen islamistisch motivierten Anschlag auf das Fußballstadion Geoffroy Guichard in Saint-Etienne (Département Loire) vorbereitet habe, erklärte das Innenministerium. Es handele sich um das "erste vereitelte Attentat gegen die Olympischen Spiele", die am 26. Juli beginnen.

Tschetschene plante Anschlag auf Olympia-Zuschauer
16:39 Uhr

Genfer Autosalon macht nach 120 Jahren dicht

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1971: Ein Model präsentiert den schnittigen Lamborghini Bertone 500 am 41. Internationalen Automobilsalon von Genf. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Hunderte Fahrzeuge feierten hier ihre Premiere, in den besten Zeiten zählte die Messe mehr als 700.000 Besucher pro Jahr. Der Genfer Autosalon fand 1905 zum ersten Mal statt und gehörte jahrzehntelang zu den wichtigsten Automessen weltweit. In den vergangenen Jahren waren die Aussteller- und Besucherzahlen jedoch stark zurückgegangen. Und nun ist der legendäre Autosalon endgültig Geschichte.

Der Betreiber teilte mit, dass er keine Automesse mehr in Genf organisieren werde. Die Unsicherheiten in der Autobranche seien zu groß, und die Attraktivität der großen europäischen Messen habe zu stark abgenommen. "Das mangelnde Interesse der Hersteller am Genfer Salon in einem schwierigen Branchenumfeld, die Konkurrenz durch die Messen in Paris und München, die von den jeweils heimischen Herstellern bevorzugt werden, und die nötigen Investitionen in eine derartige Messe blasen das Schlusshorn für eine weitere Auflage", erklärte Alexandre de Senarclens, Präsident des Messebetreibers.

Im Februar fand die Messe ein letztes Mal statt:

Genfer Autosalon macht nach 120 Jahren dicht
15:57 Uhr

Frau bedroht in Köln Passanten mit Messer - Polizei schießt

In Köln haben Polizisten eine mit einem Messer bewaffnete Frau angeschossen. Ein Passant habe die Einsatzkräfte alarmiert, weil die ihm unbekannte Frau ihn mit dem Messer in Köln-Deutz bedroht habe, sagte ein Polizeisprecher.

Die Beamten seien innerhalb weniger Minuten vor Ort gewesen und hätten die Frau mit dem Messer in der Hand angetroffen, sagte der Sprecher weiter. Trotz mehrfacher Aufforderung und des Einsatzes eines Tasers habe sie das Messer nicht abgelegt und sei auf die Beamten zugegangen.

Schließlich sei nach mehrfacher Ankündigung ein Schuss abgefeuert worden, sagte der Sprecher. Die Frau sei getroffen und in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach derzeitigen Erkenntnissen seien die Verletzungen nicht lebensgefährlich.

Frau bedroht in Köln Passanten mit Messer - Polizei schießt
15:23 Uhr

Junge auf Feld von Radlader erfasst und tödlich verletzt

Tragischer Unfall in Unterfranken: Ein 13 Jahre alter Junge ist auf einem Feld von einem anrollenden Radlader erfasst und tödlich verletzt worden. Die Umstände des Unfalls sind noch unklar, wie die Polizei in Würzburg mitteilte. Warum der Radlader in Bewegung geriet, ist ebenso Gegenstand der Ermittlungen wie die Frage nach den möglichen Verantwortlichkeiten.

Die Kriminalpolizei versucht gemeinsam mit einem Sachverständigen und der Rechtsmedizin, das Geschehen zu rekonstruieren. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag vergangener Woche in Maßbach im Landkreis Bad Kissingen.

Junge auf Feld von Radlader erfasst und tödlich verletzt
15:15 Uhr

Millionenstrafe für Ryanair, Easyjet &Co wegen Gepäck-Politik

Die spanische Regierung hat vier Billig-Airlines wegen der Zusatzkosten für die Mitnahme von Handgepäck und anderer als unzulässig bewerteten Praktiken mit Geldstrafen von insgesamt gut 150 Millionen Euro belegt. Betroffen seien die Gesellschaften Ryanair, EasyJet, Vueling und Volotea.

Die Ermittlungen waren aufgenommen worden, nachdem mehrere Low-Cost-Airlines ihre Handgepäckregeln verschärft hatten. Nach Ansicht des Ministeriums verstößt dies gegen das spanische Gesetz, weil Leistungen, die traditionell im Ticketpreis inbegriffen waren, nun gesondert in Rechnung gestellt wurden. Und auch, weil in der Werbung Airlines nur auf den Preis vor Zahlung zusätzlicher Kosten verwiesen. Die Airlines könnten sich aufgrund der angebotenen Niedrigpreise in den Suchmaschinen besser positionieren, hatte das Ministerium im Sommer vergangenen Jahres mitgeteilt.

Auch gegen Gebühren für eine Sitzplatz-Reservierung für eine Begleitperson eines Kindes oder eines Behinderten klagten mehrere spanische Verbraucherorganisationen. Sie wandten sich zudem gegen die Praxis, die Barzahlung von Tickets auf dem Flughafen zu verbieten.

Millionenstrafe für Ryanair, Easyjet &Co wegen Gepäck-Politik
14:29 Uhr

Scholz verspricht 80 Prozent Erneuerbare bis 2030

Bekommt Deutschland seinen industriellen Umbau zur Klimaneutralität erfolgreich hin? Bundeskanzler Olaf Scholz zeigt sich zuversichtlich:

  • "Wir dürfen nicht mehr nur reden über die Notwendigkeit, unsere Stromversorgung und Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Wir müssen es machen", sagte Scholz auf dem Deutschen Katholikentag in Erfurt.

  • "Ich kann heute sagen, anders als vor zwei Jahren: Wir werden unser Ziel für 2030 erreichen, 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu haben und auch viel mehr."

  • Außerdem könne er sagen, dass es sichere Arbeitsplätze in der Stahl- und Chemieindustrie geben wird, trotz der Tatsache, dass Deutschland nicht mehr auf Kohle, Gas und Öl setzt, sondern auf Strom und Wasserstoff. Grund für seine Zuversicht sei, dass Deutschland die Technologien habe und die Regierung auch mit Milliardenprogrammen die industriellen Umstiegsprozesse begleite und unterstütze.

Scholz verspricht 80 Prozent Erneuerbare bis 2030
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Christian Herrmann hat's geschafft - er packt seine Sachen und verabschiedet sich ins Wochenende. Schönen Feierabend, lieber Christian! "Der Tag" geht weiter mit mir, Uladzimir Zhyhachou. Los geht's!

Schichtwechsel
13:49 Uhr

Albanien statt Athen - Flughafen-Mitarbeiter setzt Seniorin in falschen Flieger

Eine Seniorin will ihre Familie in Griechenland besuchen. Doch weil sie im Rollstuhl sitzt, ist die 83-Jährige beim Boarding auf Hilfe angewiesen. Dann setzt ein Mitarbeiter des Nürnbergers Flughafens sie in den falschen Flieger.

  • "Ursache war eine unglückliche Verkettung mehrerer Umstände", teilte ein Sprecher des Flughafens mit. Zudem habe es Kommunikationsprobleme mit der nicht deutsch- oder englischsprachigen Kundin gegeben. "Wir bedauern diesen Vorgang sehr."

  • Wie es zur Verwechslung kommen konnte, ist der Tochter unverständlich, schließlich habe ihre Mutter für den Flug nach Albanien gar kein Ticket gehabt, wie sie den "Nürnberger Nachrichten" sagte.

  • Die Tochter hat der Mutter in Tirana eine Übernachtungsmöglichkeit und anschließend auch einen Weiterflug nach Athen organisiert.

Albanien statt Athen - Flughafen-Mitarbeiter setzt Seniorin in falschen Flieger
13:00 Uhr

Justiz klagt AfD-Abgeordneten Halemba an

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Anklage gegen den bayerischen AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Halemba erhoben. Bei den Vorwürfen geht es unter anderem um den Verdacht der Volksverhetzung und der Geldwäsche.

  • Halemba ist Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Würzburg, sitzt im Vorstand des Bezirksverbands Unterfranken und seit Oktober 2023 im bayerischen Landtag.

  • Im vergangenen Dezember hatte der Verfassungsschutz im Haus der Burschenschaft, der Halemba angehört, Nazi-Devotionalien entdeckt.

  • Anfang Mai hatte der AfD-Bundesvorstand ein Parteiausschlussverfahren gegen Halemba beantragt - allerdings nicht wegen möglicher Volksverhetzung, sondern nur wegen möglicher Tricksereien bei seiner Kandidatur.

  • Der bayerische Landtag hatte die Abgeordnetenimmunität von Halemba im April aufgehoben.

Justiz klagt AfD-Abgeordneten Halemba an
12:47 Uhr

Messerattacke in Mannheim - Polizei schießt Angreifer nieder

Bei einem Einsatz auf dem Mannheimer Marktplatz hat die Polizei einen Angreifer niedergeschossen. Der Mann wurde dabei nach Polizeiangaben vom Freitag verletzt. Er hatte zuvor mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen und verletzt.

Messerattacke in Mannheim - Polizei schießt Angreifer nieder
12:29 Uhr

Sonneberger AfD-Stadtrat soll "Heil Hitler" gebrüllt haben

Die Thüringer AfD wird bereits seit März 2021 vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Es wäre also keine Überraschung, wenn die örtlichen Parteimitglieder mit NS-Parolen auffallen: Jetzt steht ein Stadtrat aus der Hochburg Sonneberg im Visier der Polizei.

  • Alexander Escher soll laut "Bild"-Zeitung im Frühjahr 2022 in einer Bar "Sieg Heil" und im Dezember 2022 in einem Restaurant "Heil Hitler" gerufen haben - und zwar so laut, dass es alle Gäste hören konnten, wie ein Zeuge berichtet.

  • Bekannt wurden die Vorfälle erst in den vergangenen Tagen durch Medienberichte. Die Polizei hat inzwischen von Amts zwei Anzeigen gegen Escher gestellt.

  • Dem AfD-Landesverband seien die Vorwürfe bekannt, sagte Pressesprecher Torben Braga. Das Parteimitglied sei um Stellungnahme gebeten worden und habe die Vorwürfe als unzutreffend zurückgewiesen.

Sonneberger AfD-Stadtrat soll "Heil Hitler" gebrüllt haben
12:02 Uhr

EU-Kommission verschärft Vorschriften für Temu

Temu steht immer wieder wegen schlechter Qualität, nicht erhaltener Sendungen und nicht zuletzt der katastrophalen Klima- und Umweltbilanz seiner Produkte in der Kritik. Dennoch hat der chinesische Online-Händler Millionen Kunden, denn er lockt mit extremen Schnäppchen. Doch jetzt guckt die EU bei Temu genauer hin.

  • Temu hat nach eigenen Angaben rund 75 Millionen Nutzerinnen und Nutzer im Monat in der EU.

  • Die EU-Kommission hat den Billigshop deswegen im Rahmen des Gesetzes für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) in die Kategorie der sehr großen Online-Plattformen eingestuft.

  • Temu muss innerhalb von vier Monaten unter anderem Vorkehrungen zum Schutz vor Produktfälschungen treffen. Außerdem werden jährliche Risikobewertungsberichte verpflichtend, die insbesondere die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher analysieren.

EU-Kommission verschärft Vorschriften für Temu
11:30 Uhr

Spanischer Badeort verbietet Straßenpartys mit Sexpuppen

Nicht nur Mallorca hat regelmäßig Ärger mit wilden Partytouristen, auch das spanische Festland kennt sich mit diesem Problem aus. Ein Badeort in Katalonien greift deswegen durch. Die Maßnahmen sind bemerkenswert.

  • Im Badeort Platja d'Aro darf man künftig nicht mehr mit aufblasbaren Sexpuppen oder in Unterwäsche durch die Straßen ziehen. Mit diesem Verbot sollen etwa wilde Junggesellenabschiede verhindert werden. Außerdem soll es nicht mehr erlaubt sein, fern des Strandes mit freiem Oberkörper oder Bikini herumzulaufen.

  • Bei Verstößen sind Geldstrafen zwischen 300 und 1500 Euro vorgesehen. Die Maßnahmen sollen Ende Juni in Kraft treten.

  • Platja d'Aro hat gut 10.000 Einwohner. Die Gemeinde an der Costa Brava wird im Sommer täglich von bis zu 150.000 Menschen besucht.

Spanischer Badeort verbietet Straßenpartys mit Sexpuppen
11:03 Uhr

Studie: Das BSW hat das unverständlichste Wahlprogramm

Wer informieren will, muss die Informationen verständlich aufbereiten. Das gilt auch für Wahlprogramme, scheint die Parteien aber nur begrenzt zu interessieren, denn in einer Studie kommen Kommunikationsforscher der Universität Hohenheim zu dem Ergebnis: Die Programme für die Europawahl sind häufig so unverständlich formuliert, dass die Pläne für Laien ein Rätsel bleiben.

  • Das verständlichste Europawahlprogramm haben demnach - wie bereits 2019 - CDU und CSU. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verwendet hingegen die unverständlichste Sprache.

  • Wie äußert sich das? Die Forscher kritisieren Bandwurmsätze mit bis zu 60 Wörtern, komplizierte Wörter wie "Quellentelekommunikationsüberwachung" oder Fachbegriffe wie "autochton".

  • Besserung ist nicht in Sicht: Im Durchschnitt habe sich die Verständlichkeit gegenüber den bisher letzten Europawahlen 2014 und 2019 sogar leicht verschlechtert, schreiben die Forscher in ihrer Analyse.

Studie: Das BSW hat das unverständlichste Wahlprogramm
10:49 Uhr

Im Eurojackpot liegen 112 Millionen Euro

Glücksspiel kann süchtig machen, das sei vorab gesagt. Und auch, dass die Wahrscheinlichkeit, im Lotto zu gewinnen, sehr gering ist. Nichtsdestotrotz möchten wir Ihnen diese Information nicht vorenthalten: Im Eurojackpot schlummern aktuell 112 Millionen Euro. Wenn Sie Ihr Glück versuchen wollen, können Sie unter diesem Link spielen. (Werbung)

Chance: 1:140 Millionen. Ab 18 Jahren. Glücksspielsucht. Hilfe unter buwei.de.

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Im Eurojackpot liegen 112 Millionen Euro
10:39 Uhr

Kinderarbeit in Alabama: US-Arbeitsministerium verklagt Hyundai

Hyundai droht in den USA ein unangenehmer Prozess: Das US-Arbeitsministerium wirft dem südkoreanischen Autohersteller vor, in einer Fabrik im Bundesstaat Alabama von Kinderarbeit profitiert zu haben.

  • Das US-Arbeitsministerium hat am Donnerstag Klage gegen Hyundai, einen Personalvermittler namens Best Practice Service und den Zulieferer ITAC Alabama wegen der wiederholten Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren im Zeitraum von 2021 bis 2022 eingereicht.

  • Demnach war in mindestens einem Fall bekannt, dass ein 14-jähriges Kind 60 Stunden in der Woche beim Zulieferer ITAC Alabama gearbeitet habe. Die hergestellten Teile wurden anschließend im Hyundai-Werk in Montgomery, Alabama verbaut.

  • Fälle von Kinderarbeit sind in republikanisch geprägten US-Bundesstaaten wie Alabama längst keine Einzelfälle mehr, sondern sogar erwünscht: Die Republikaner haben vielerorts Regelungen auf den Weg gebracht, die selbst 14-Jährigen an Schultagen Arbeit bis 21 Uhr sowie Arbeitswege von bis zu 80 Kilometern erlauben.

Kinderarbeit in Alabama: US-Arbeitsministerium verklagt Hyundai
10:10 Uhr

Angeklagter ruft aus Auto im Gericht an - trotz Fahrverbot

Eine völlig bizarre Szene spielt sich vor einem Gericht im US-Bundesstaat Michigan ab. Ein Mann muss sich wegen Autofahrens ohne Führerschein verantworten. Er schaltet sich digital per Videocall in die Verhandlung - und fährt nebenher Auto.

Angeklagter ruft aus Auto im Gericht an - trotz Fahrverbot
09:38 Uhr

Vier Menschen sterben bei Autounfall in Österreich

Bei einem schweren Autounfall sind in Österreich vier von sechs Insassen ums Leben gekommen. Die beiden anderen seien lebensgefährlich verletzt worden, berichtet die Polizei.

  • Das Auto mit schwedischem Nummernschild ist der Polizei zufolge ungebremst über einen Kreisverkehr gefahren und hat sich danach mehrfach überschlagen.

  • Fünf der sechs Insassen seien aus dem Auto geschleudert worden, heißt es. Das Auto blieb in einem Wald auf dem Dach liegen.

  • Der Unfall passierte bei St. Egyden rund 60 Kilometer südwestlich von Wien.

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Rettungskräfte konnten am Unfallort nur noch den Tod von vier Männern feststellen. (Foto: picture alliance / EINSATZDOKU / APA / picturedesk.com)
Vier Menschen sterben bei Autounfall in Österreich
09:03 Uhr

Trump-Anhänger rufen zu Attentaten auf

Donald Trump ist ein Wahlbetrüger. Das steht nach dem Urteil, das am späten Abend von einem Strafgericht in New York bekannt gegeben wurde, offiziell fest. Und nun? Anhänger von Trump rufen zu Krawallen und Vergeltung auf.

  • Die Nachrichtenagentur Reuters hat nach dem Urteil drei Trump-nahe Webseiten gesichtet: "Hoffentlich wird er von Illegalen mit einer Machete getroffen", wurde dem Vorsitzenden Richter dort angedroht. Weiter hieß es: "Es ist Zeit, ein paar Linke zu erschießen. Das lässt sich nicht durch Wahlen regeln."

  • Trump ist der erste Ex-Präsident in der US-Geschichte, der wegen eines Verbrechens verurteilt wurde. Das Strafmaß soll im Juli verkündet werden.

Trump-Anhänger rufen zu Attentaten auf
08:34 Uhr

Weiteres Opfer von Ku'damm-Raserei gestorben

Das "Alleinrennen" auf dem Berliner Kurfürstendamm fordert ein weiteres Todesopfer. Wie die Polizei mitteilt, ist ein 27-Jähriger gestern im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben.

  • In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch war ein BMW mit zwei Frauen und zwei Männern an Bord bei hoher Geschwindigkeit ins Schlingern geraten und gegen eine Betonbegrenzung auf dem Mittelstreifen geprallt.

  • Eine 18-Jährige verstarb noch am Unfallort. Eine weitere Frau im Alter von 20 Jahren, ein 25-Jähriger und auch der 27-Jährige kamen ins Krankenhaus.

  • Wer den BMW fuhr, steht der Polizei zufolge bisher nicht fest.

Weiteres Opfer von Ku'damm-Raserei gestorben
08:10 Uhr

IFO-Institut: Inflation fällt im August unter 2 Prozent

Die Inflation zog im Mai leicht an, zum ersten Mal seit Jahresbeginn sind die Verbraucherpreise wieder gestiegen. Doch das war nur ein Sondereffekt, wie Ökononen erklärten. Tatsächlich ist das IFO-Institut überzeugt: Im August wird die Inflationsrate erstmals seit März 2021 wieder unter die angestrebte Marke von zwei Prozent sinken.

  • Die Prognose der Ökonomen beruht auf Angaben von Unternehmen. Demnach planen die Gastronomie, das Hotelgewerbe, Drogerien, der Handel mit elektronischen Haushaltsgeräten sowie Computern und Software laut IFO-Institut nur selten mit höheren Preisen.

  • Im Bereich der Unterhaltungselektronik sowie bei Fahrradhändlern stehen sogar Preissenkungen an, wie es heißt.

  • Im Lebensmittelhandel sowie in der Bekleidungsbranche müssen Kunden dagegen mit höheren Preisen rechnen.

IFO-Institut: Inflation fällt im August unter 2 Prozent
07:41 Uhr

Melt-Festival in Ferropolis macht im Sommer dicht

Die Szenerie ist ikonisch: Seit 25 Jahren lädt das Melt-Festival zum Tanzen unter einstigen Braunkohle-Baggern in Sachsen-Anhalt ein. Doch nun ist Schluss, die Veranstalter verkünden das baldige Aus.

  • Das Melt werde im Sommer zum letzten Mal stattfinden, erklären die Festival-Macher auf ihrer Webseite. "Aufgrund verschiedener Faktoren können wir das Festival leider nicht weiterführen." Weitere Details wurden nicht genannt.

  • Das Festival gibt es seit 1997, seit 1999 dient das Ferropolis-Gelände eines ehemaligen Braunkohle-Tagebaus bei Gräfenhainichen (Landkreis Wittenberg) mit seinen ausgedienten Baggern als Kulisse.

  • Dieses Jahr beginnt das Melt am 11. Juli in der "Baggerstadt". Zu den angekündigten Acts gehören das britische Pop-Trio Sugababes.

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Vor der Corona-Pandemie haben jedes Jahr etwa 25.000 Menschen das Melt-Festival besucht. (Foto: picture alliance / NurPhoto)
Melt-Festival in Ferropolis macht im Sommer dicht
07:14 Uhr

Institut: Bestimmte Fischarten können Entwicklung Ungeborener stören

Fisch ist ein wertvolles Lebensmittel. Die Verbraucherzentralen empfehlen, ihn zweimal pro Woche zu essen. Doch schwangere und stillende Frauen sollten bei der Auswahl vorsichtig sein und mehrere Arten meiden, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

  • In Fischen, Muscheln, Krabben und Tintenfischen reichert sich die Quecksilberverbindung Methylquecksilber (MeHg) an, wie das BfR erklärt. Für die meisten Menschen sei es ungefährlich, heißt es. Allerdings kann Methylquecksilber die neurologische Entwicklung von Ungeborenen und Säuglingen stören.

  • Eine Auswertung ergab, dass insbesondere große und ältere Raubfische wie Hai, Schwertfisch oder Thunfisch hohe Methylquecksilber-Konzentrationen enthalten. Auch in Rotbarsch wurden vergleichsweise hohe Werte registriert.

  • Mit Umweltverschmutzung hat der Quecksilbergehalt nichts zu tun: Methylquecksilber entsteht laut BfR, wenn Bakterien natürlicherweise vorkommende anorganische Quecksilberverbindungen aufnehmen und in organische umwandeln.

Institut: Bestimmte Fischarten können Entwicklung Ungeborener stören
06:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch der Blick auf die wichtigsten Termine des Tages bleibt feucht: Der Deutsche Wetterdienst warnt für den Süden und Osten Deutschlands vor weiterem Starkregen und Überflutungen. Für weite Teile Bayerns und Baden-Württembergs wurden amtliche Unwetterwarnungen herausgegeben. Auch für einen breiten Streifen in Thüringen und Sachsen kann es das gesamte Wochenende zu ergiebigem Dauerregen kommen. Falls Sie betroffen sind, passen Sie gut auf sich auf.

Das sind die weiteren Themen des Tages:

  • In Erfurt wird der 103. Deutsche Katholikentag fortgesetzt. Auch die Bundesregierung ist in der thüringischen Landeshauptstadt zu Gast: Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck werden um 11 Uhr zu Podiumsgesprächen erwartet. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir besucht eine Suppenküche der Caritas.

  • Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future ruft deutschlandweit zu Demonstrationen auf, um junge Menschen für die Europawahl zu mobilisieren. Beginn ist in vielen Städten ab 14 Uhr.

  • Boris Pistorius besucht Moldau: Auf seinem Rückweg von Odessa, das der Verteidigungsminister gestern besuchte, wird er um 9.30 Uhr in Chișinău mit militärischen Ehren begrüßt.

Soweit die kurze Übersicht. Ich bin Christian Herrmann und versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit den wichtigsten Meldungen aus aller Welt. Kommen Sie gut in den Tag!

Über den Autor

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Das wird heute wichtig
06:43 Uhr

Alabama vollzieht zweite Hinrichtung des Jahres

Der US-Bundesstaat Alabama hat einen 50-Jährigen hingerichtet. Den Behörden zufolge hatte Jamie Mills 2004 bei einem Raubüberfall ein älteres Paar ermordet. Er wurde 2007 verurteilt.

  • Mills ist der zweite Mensch, der in diesem Jahr in Alabama hingerichtet wurde. US-weit sind es damit insgesamt sechs Hinrichtungen. Im vergangenen Jahr gab es in den Vereinigten Staaten 24 Hinrichtungen.

  • Der 50-Jährige entschied sich für die Giftspritze. Im Januar hatte Alabama als erster US-Bundesstaat Stickstoff bei einer Hinrichtung eingesetzt und einen Häftling damit erstickt. Zur Todesstrafe verurteilte Insassen dürfen auch den elektrischen Stuhl wählen.

  • Einer aktuellen Umfrage zufolge befürworten 53 Prozent der US-Bürger die Todesstrafe für jemanden, der wegen Mordes verurteilt wurde. Das ist der niedrigste Stand seit 1972.

Alabama vollzieht zweite Hinrichtung des Jahres
06:17 Uhr

Zwei Autos überschlagen sich im Regen auf der A20

Nicht nur in Mannheim, auch im Norden haben Regenfälle den Menschen zugesetzt. Auf der A20 in Mecklenburg-Vorpommern sorgte Aquaplaning für mehrere Unfälle.

  • Im Landkreis Vorpommern-Greifswald verlor am Abend ein 33-Jähriger auf der Autobahn die Kontrolle über sein Auto und kam von der nassen Fahrbahn ab. Laut Polizei überschlug sich das Fahrzeug, der Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

  • Bereits gestern Nachmittag hatte sich ein Auto auf der A20 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bei starkem Regen und Aquaplaning überschlagen. Der 24-jährige Fahrer dieses Autos erlitt nur leichte Verletzungen.

Zwei Autos überschlagen sich im Regen auf der A20
05:53 Uhr

Starkregen überschwemmt Straßen und Keller von Mannheim

Starke Regenfälle haben in Mannheim zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Vor allem im Stadtteil Seckenheim liefen am Abend Keller voll und Straßen wurden überflutet, wie die Feuerwehr mitteilt. Sie war mit Tauchpumpen und Wassersaugern im Einsatz. Verletzte gab es nicht.

Starkregen überschwemmt Straßen und Keller von Mannheim