Dienstag, 11. August 2020Der Tag

mit Volker Petersen
Volker Petersen
22:49 Uhr

Das war Dienstag, der 11. August 2020

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Nein, das ist kein Urlaubsfoto, sondern die Statue "Another Place" von Antony Gormley, die heute auf dem Crosby-Strand in Merseyside in Großbritannien.

(Foto: REUTERS)

So langsam können wir den Mantel ablegen, ein Feuer im Kamin anmachen und eine heiße Zitrone schlürfen. Es sind nämlich nur noch 26 Grad draußen, zumindest laut meinem Handy. Vielleicht mögen Sie ja die Nacht am offenen Fenster mit diesen besonders stark gelesenen Meldungen versüßen:

Wir sind natürlich auch in den kommenden Stunden für Sie da, falls etwas passiert. Gute Nacht!

22:13 Uhr

Trump: Vizepräsidentin? Männer könnten beleidigt sein

An der Idee seines Kontrahenten Biden, eine Frau als Vizepräsidentin zu ernennen, sollte er die US-Wahl gewinnen, hält Amtsinhaber Trump nicht übermäßig viel: "Ich wäre geneigt, einen anderen Weg zu gehen", sagte der 74-Jährige in einem Interview bei Fox Sports Radio. "Manche Menschen würden sagen, dass Männer sich beleidigt fühlen dadurch. Manche würden sagen, das ist in Ordnung." Denn wenn Trump in den vergangenen dreieinhalb Jahren eines deutlich gemacht hat, dann, dass er um jeden Preis Beleidigungen vermeiden möchte.

22:01 Uhr

Saarland ganz oben auf Hitze-Treppchen

Deutschlands heißester Orte lag heute im Saarland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verzeichnete in Saarbrücken-Burbach mit 37,3 Grad die bundesweit höchste Temperatur des Tages. Auf Platz zwei kam - wie bereits am Montag - Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg: Dienstag wurden dort 37 Grad gemessen. In Nordrhein-Westfalen lag Platz drei: In Tönisvorst wurde es bis zu 36,7 Grad heiß.

21:31 Uhr

Update 22:20 Biden nominiert Kamala Harris als Vize-Kandidatin

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Biden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Monaten fragt sich das politische Amerika, wen Joe Biden, der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Demokraten, wohl als  Vize-Kandidatin auswählen wird. Dass es eine Frau Vizepräsidentin werden soll, hat er längst gesagt, aber wer wird das sein? Eine Antwort gibt es womöglich in Kürze. Biden habe seine Entscheidung getroffen, melden mehrere US-Medien, möglicherweise wird er sie noch heute bekannt geben.

Update 22:20 Uhr: Mittlerweile hat Bidens Team bekannt gegeben, dass er Kamala Harris ausgewählt hat.

21:03 Uhr

Und die neue Bachelorette heißt ...

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(Foto: imago images/Gartner)

... Melissa Damilia. Die 24-Jährige darf nun 20 junge, adrette Männer im heiratsfähigen Alter kennenlernen, RTL schaut ihr dabei mit der Kamera über die Schulter. Melissa war schon in der ein oder anderen Show zu sehen, zum Beispiel bei "Love Island" und "Kampf der Realitystars" auf RTLZWEI. Und sie soll mal mit Pietro Lombardi geturtelt haben.

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20:47 Uhr

Mann klemmt sich Arm in Zigarettenautomaten ein

Nein, liebe Kinder, bitte nicht nachmachen: In Mönchengladbach hat ein Mann versucht, ein Päckchen Zigaretten aus einem Automaten herauszukitzeln. Das ging schief: Die Feuerwehr musste anrücken und den Arm des Herren befreien. Dazu verwendete sie einen Bolzenschneider.

Der Automat habe an der Kasse eines Warenhauses gestanden, doch auch die Angestellten hätten den Arm nicht heraus bekommen und daher die Einsatzkräfte gerufen. Der Kunde blieb unverletzt und konnte - nach einer Untersuchung durch den Rettungsdienst - den Einkauf zu Ende bringen.

20:18 Uhr

EU droht Belarus mit Sanktionen

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Auch Lukaschenko dürfte für Lukaschenko gestimmt haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit sagenhaften 80 Prozent soll Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus - manche nennen ihn auch Diktator - am Wochenende wiedergewählt worden sein. Da das viele im Land nicht so recht glauben können, gehen sie auf die Straße, wo sie nun mit Prügelattacken der Polizei rechnen müssen. Die EU will da nicht länger einfach nur zusehen. Der Außenbeauftragte Josep Borrell sagte, die Beziehungen zu Minsk würden überprüft, auch  "Maßnahmen" gegen belarussische Vertreter, die für "Wahlmanipulation, Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten sowie willkürliche Festnahmen" verantwortlich seien, kämen infrage.

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20:07 Uhr

Airbnb reicht noch diesen Monat Unterlagen für Börsengang ein

Mit Airbnb strebt das nächste große Internet-Unternehmen an die Börse. Dem "Wall Street Journal" zufolge, ist schon in diesem Monat ein entscheidender Schritt zu erwarten. Die entsprechenden Papiere sollten noch im August eingerecht werden, heißt es in dem Bericht. Der eigentliche Börsengang käme dann vermutlich noch vor Jahresende. Ein Airbnb-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Airbnb hatte 2019 angekündigt, in diesem Jahr ein Börsennotierung anzustreben.

19:23 Uhr

Reihen-Gentest soll Mörder von 1989 überführen

Vor mehr als 30 Jahren wird in Trier eine Frau ermordet - der Fall ist noch immer nicht aufgeklärt. Ein Reihen-Gentest könnte das ändern. Noch diese Woche sollen sich 500 Männer testen lassen. Die Polizei hofft, dass darunter der Mörder der 32-jährigen Beatrix Hemmerle ist, die 1989 in ihrer Wohnung erstochen wurde. Beweisstücke von damals wurden nun mit einer neuen Analysemethode untersucht. "Dabei wurden Spuren gefunden, die höchstwahrscheinlich vom Täter stammen", zitierte der "Trierische Volksfreund" einen der Mordermittler.

19:18 Uhr

Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai wieder frei

Der kritische Medienmogul Jimmy Lai wird abgeführt.

Der kritische Medienmogul Jimmy Lai wird am Montag abgeführt.

(Foto: dpa)

Nach seiner international scharf kritisierten Festnahme ist der Hongkonger Medienunternehmer Jimmy Lai auf Kaution freigelassen worden.

  • Der führende Vertreter der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone verließ in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) eine Polizeiwache, wie ein AFP-Reporter berichtete.
  • Lai war am Montag unter dem Vorwurf geheimer Absprachen mit "ausländischen Mächten" festgenommen worden.
19:02 Uhr

Nacht, Regen, Kurven - 13 Tote in Mexiko

Auf einem kurvenreichen Abschnitt einer Fernstraße kracht in Mexiko ein Reisebus gegen eine Mauer - 13 Menschen sterben bei dem Unglück 40 Kilometer vor Mexiko-Stadt. Der Fahrer soll bei Regenwetter in der Nacht zu schnell unterwegs gewesen sein. Unter den Toten sind nach offiziellen Angaben drei Kinder. 24 Menschen werden verletzt.

18:28 Uhr

Umfrage: Scholz könnte es, Mehrheit aber nicht hinter ihm

Gestern präsentierte die SPD Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten - aber wie sind seine Chancen? Eine neue Forsa-Umfrage im Auftrag von ntv zeigt ein durchwachsenes Bild.  So betrachten 44 Prozent der Bundesbürger den Bundesfinanzminister als gut geeignet für das Amt des Bundeskanzlers. 32 Prozent finden ihn weniger gut geeignet, 17 Prozent gar nicht.

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Scholz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Den derzeitigen Finanzminister tatsächlich als Kanzler begrüßen würden 25 Prozent der Bundesbürger. 63 Prozent der Befragten geben an, sich jemand anderen für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu wünschen.

Befragt danach, ob sie es Scholz zutrauen, das Vertrauen in die SPD zurückzugewinnen, äußern sich 64 Prozent der Befragten kritisch und glauben es nicht. 25 Prozent geben an, dass sie ihm das zutrauen.

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18:11 Uhr

Positiver Nachrichtenmix: Dax macht Ausflug über 13.000

Es war heute ein guter Tag an der Frankfurter Börse. Gleich mehrere positive Faktoren halfen dem deutschen Aktienmarkt auf die Sprünge: ein deutlich besser als von Analysten erwartet ausgefallener ZEW-Konjunkturindex und Rückenwind vom chinesischen Automarkt. Auch die Hoffnung auf ein weiteres US-Konjunkturpaket lebt weiter. Dass US-Präsident Donald Trump geringere Steuern auf Kapitalgewinne erwägt, wirkte ebenso positiv wie die Nachricht über einen russischen Impfstoff gegen das Coronavirus.

Dax
Dax 13.206,90

So machte der Dax heute einen kleinen Ausflug über die 13.000-Punkte-Marke und markierte am späten Vormittag das Tageshoch von 13.046 Zählern. Doch in den letzten beiden Handelsstunden kam etwas Abgabedruck auf, der den Leitindex wieder leicht zurückkommen ließ. Am Ende notierte der Dax 2,0 Prozent höher bei 12.947 Punkten, er machte im Vergleich zu gestern mehr als 250 Punkte gut. Der MDax stieg um 1,6 Prozent auf 27.610 Zähler, der TecDax um 1,8 Prozent auf 3081 Stellen. Der EuroStoxx50 vermehrte sich um 2,2 Prozent auf 3331 Punkte.

Durch die China-Daten befanden sich die Autowerte auf der Überholspur. Continental sprangen um 9,1 Prozent nach oben. BMW verteuerten sich um 5,8, VW um 5,2 und Daimler um 3,5 Prozent. Auch die Finanzwerte überzeugten: Deutsche Bank gewannen 2,8 und Commerzbank 1,2 Prozent.

Fraport gewannen im MDax 6,8 Prozent nach Verkehrszahlen. Zalando verteuerten sich nach Zahlen um 1,9 Prozent. (wne)

Dieser Eintrag erschien zuerst im Börsen-Tag, wo Sie weitere börsenrelevante Nachrichten des Tages finden.

17:52 Uhr

Nahles wird Professorin im Ruhrgebiet

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Nahles wird künftig ihr Wissen weitergeben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Andrea Nahles ist mittlerweile Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost - doch so ganz lässt sie nicht von der Politik. Neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als EU-Beraterin wird sie nun auch Professorin. Die Uni Duisburg-Essen gibt bekannt, die frühere SPD-Chefin und Arbeitsministerin werde eine Gastprofessur an der NRW School of Governance übernehmen. Sie werde eine Vorlesung halten und eine Seminarreihe gestalten. "Wir konzipieren ein neues Format und werden unseren Studierenden einmalige Einblicke in die außergewöhnliche politische Arbeit der Sozialdemokratin Andrea Nahles bieten könne", sagte der Direktor der School of Governance, Prof. Karl-Rudolf Korte.

17:20 Uhr

Mann befreit Baby aus Auto - Vater erstattet Anzeige

Um ein schreiendes Baby aus einem bei hochsommerlichen Temperaturen parkenden Auto zu befreien, hat ein 47 Jahre alter Mann auf einem Parkplatz in Burg auf Fehmarn eine Seitenscheibe eingeschlagen und das Kind aus dem Auto geholt. Das habe ihn jedoch Ärger mit dem kurz darauf zurückkehrenden Vater des Kindes eingetragen, teilt die Polizei mit.

Der hielt die Maßnahme des 47-Jährigen nämlich für unverhältnismäßig und erstattete Anzeige wegen Sachbeschädigung. Der Vater habe argumentiert, dass er und seine Familie am Freitag nur kurz zur Toilette gegangen und nach zehn Minuten zum Auto zurückgekehrt seien, berichtete die Polizei. Dennoch verfassten die Beamten einen Bericht über den Verdacht der Kindeswohlgefährdung und leiteten ihn ans Jugendamt weiter.

17:07 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:49 Uhr

USA ziehen noch mehr Soldaten aus Afghanistan ab

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Trump bei einem Truppenbesuch in Afghanistan im November 2019.

(Foto: dpa)

Bald sind keine mehr übrig: Die USA kündigen gegenüber ihren Nato-Verbündeten an, ihre Truppen in Afghanistan weiter zu reduzieren, auf dann knapp unter 5000. Derzeit sind noch rund 8600 Soldaten vor Ort. Präsident Trump arbeitet seit Jahren daran, diese aus dem Land zurückzuziehen - das ist ein wichtiges Wahlkampfversprechen. Immerhin handelt es sich um den längsten Krieg, in den die USA jemals verwickelt waren. Er setzt auf eine Einigung mit den Taliban, mit denen seine Regierung sich Ende Februar auf ein Abkommen einigte. Nun sollen diese mit der Regierung in Kabul ein Friedensabkommen aushandeln. Ob das klappt? Abwarten.

16:20 Uhr

Jusos stellen Forderung an Scholz

NRW-Juso-Chefin Jessica Rosenthal. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

NRW-Juso-Chefin Jessica Rosenthal will Gesamt-Juso-Chefin werden und liebäugelt auch mit der Abschaffung des Kapitalismus.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild)

Seit gestern rollt der Scholz-Zug, aber in welche Richtung? Da wollen die Jusos ein Wort mitreden. Sie fordern vom neuen Kanzlerkandidaten der SPD nun ein linkes Profil.

  • Sie traue Scholz zu, das Kanzleramt mit einer "progressiven Mehrheit zu erobern", sagte die nordrhein-westfälische Juso-Chefin Jessica Rosenthal am Dienstag mit Blick auf ein mögliches Bündnis der SPD mit Grünen und Linken.
  • "Olaf Scholz hat gezeigt, dass er ein Corona-Krisenmanager ist", sagte Rosenthal, die die Nachfolge des bisherigen Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert anstrebt. "Er muss jetzt zeigen, dass er auch ein guter SPD-Kanzlerkandidat ist."
  • Die SPD müsse eine Teampartei sein, fügte Rosenthal hinzu. "In diesem Sinne geben wir Olaf Scholz auch eine ernst gemeinte Chance."

Da wird er sich aber freuen.

15:56 Uhr

Fips Asmussen gestorben

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Asmussen wurde 82 Jahre alt.

(Foto: picture alliance / Hermann Pente)

Treffen sich zwei Kerzen. "Sag' mal, ist Wasser eigentlich gefährlich?" - "Davon kannst du ausgehen."

Wenn Sie diesen Humor mögen, habe ich schlechte Nachrichten. Fips Asmussen ist gestorben, meldet die "Bild"-Zeitung. Er starb demnach mit 82 Jahren in Querfurt, seiner Heimatstadt in Sachsen-Anhalt.

Und mittlerweile ist der Witz auch korrekt wiedergegeben. Ich kann einfach keine Witze erzählen.

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15:32 Uhr

Russland klagt über Hackerangriffe aus Deutschland

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Lawrow und Maas trafen sich in Moskau.

(Foto: dpa)

Eigentlich reden wir regelmäßig über Hackerangriffe aus Russland in Deutschland und anderen Teilen der Welt. Doch nun erhebt der russische Außenminister Sergej Lawrow genau den gleichen Vorwurf, nur umgekehrt.

  • Bei einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas in Moskau erklärte Lawrow, dass es zwischen Januar vorigen Jahres und Mai dieses Jahres 75 solcher Angriffe gegeben habe.
  • Es seien mehr als 50 staatliche russische Einrichtungen betroffen gewesen. Über alle Angriffe seien die zuständigen deutschen Stellen informiert worden, sagte Lawrow. "Nur in sieben Fällen haben wir eine Antwort erhalten mit einem sehr formalen Charakter."

Lawrow reagierte damit auf deutsche Vorwürfe, Russland beteilige sich nicht an der Aufklärung eines russischen Hackerangriffs auf den Bundestag 2015.

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15:03 Uhr

Hessische Polizei misst rekordverdächtigen Promillewert

Dass man da überhaupt noch laufen kann - in Hessen hat die Polizei bei einem betrunkenen Autofahrer mehr als fünf Promille gemessen.

  • Wie die Beamten in Offenbach mitteilten, meldete ein Zeuge am Vorabend, dass der 63-Jährige bei laufendem Motor in seinem Wagen sitze und mit den Scheinwerfern blinke.
  • Am Auto des Manns fanden die Beamten mehrere frische Unfallspuren. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.
14:38 Uhr

3660 Euro gefunden - Frau verhält sich vorbildlich

Eine Kundin hat an einer Supermarktkasse in Pulheim einen Umschlag mit 3660 Euro Bargeld gefunden. Die 57-Jährige gab das Geld in einer Polizeiwache ab, wie die Polizei am mitteilte. Ein 67-Jähriger hatte den Umschlag mit dem Geld am vergangenen Freitag beim Zahlen an der Kasse verloren, ohne es zu bemerken. Der Eigentümer hat sein Geld bereits zurückbekommen. Er sei "überglücklich" gewesen, hieß es im Polizeibericht. Er wolle sich mit der Frau wegen eines hohen Finderlohns in Verbindung setzen.

14:21 Uhr

Schichtwechsel

Janis Peitsch hat es hinter sich und schleckt sicher schon an einer Extraportion Stracciatella, Cookie und Rum-Rosine. Davon kann ich nur träumen, ich versuche trotzdem beim Präsentieren neuester Nachrichten einen kühlen Kopf zu bewahren. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de

14:01 Uhr

Römischer Brunnen mit Jupitersäule aus Tagebau im Rheinland geborgen

Relikte aus der Römerzeit haben Archäologen im Rheinland entdeckt: Im Braunkohletagebau bei Kerpen fanden die Wissenschaftler einen etwa 15 Meter tiefen Brunnen. In dem Brunnen wurde eine fünf Meter hohe Jupitersäule mit drei weiblichen Gottheiten darauf entdeckt, berichtete ein Sprecher des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland.

  • Der Verehrung dienende Säulen für Jupiter, den höchsten römischen Gott, seien nicht selten. Ungewöhnlich sei die kombinierte Abbildung mit den Göttinnen. "Das ist das Besondere daran", sagte der Sprecher.
  • Weil auch Holz gefunden wurde, kann der Fund datiert werden: Ab den 2. oder 3. Jahrhundert und bis ins 5. Jahrhundert hinein wurde der Brunnen genutzt.
  • In der Zeit hatten die Römer bis zu 30.000 Soldaten am Rhein stationiert. Landgüter dienten der Versorgung mit Lebensmitteln.

Den Ausgrabungsort an einem einstigen römischen Landgut kannten die Archäologen schon seit den 1980er Jahren. Weil die Braunkohlebagger immer näher rücken, musste das Relikt aus der Römerzeit ausgegraben werden.

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13:28 Uhr

Berühmter "Selfie-Bär" in Mexiko kastriert

Seine besonders zutrauliche Art ist einem international bekannten Schwarzbären im Norden Mexikos zum Verhängnis geworden: Nach Angaben der Wildtier-Schutzbehörde Profepa wurde das Tier vergangene Woche bei einer Routineuntersuchung in einer Veterinärklinik kurzerhand kastriert. Die Mitarbeiter begründeten den Eingriff mit dem unberechenbaren Verhalten des Bären. Allerdings will Profepa nun prüfen, ob die Kastration wirklich gerechtfertigt war.

Der Bär wurde im Juli durch ein Internet-Video weltweit bekannt. Es zeigt, wie sich das 96 Kilogramm schwere Tier in einem Naturschutzpark des Bundesstaats Nuevo León auf seine Hinterbeine stellt und sich einer Touristin nähert, bis diese ein Selfie schießt. Auch anderen Touristen gegenüber zeigte der Bär wenig Berührungsängste.

Nach Angaben von Profepa wurde der Bär in einem Wohngebiet eingefangen, wo er vor einem Haus schlief, nachdem er sich an Essensresten aus dem Müll bedient hatte. Nach dem Eingriff wurde er wieder freigelassen.

12:44 Uhr

Fehler durch automatische Excel-Formatierung: Forscher benennen 22 Gene um

Das Tabellenkalkulationsprogramm Excel kann Segen und Fluch zugleich sein. Besonders die automatische Datenverarbeitung bereitet so manchen Menschen Kopfzerbrechen. Forscher haben deswegen nun reagiert, und mehr als zwei Dutzend Genen neue Namen gegeben.

Was war passiert? Zur genauen Zuordnung ist jedes der Zehntausenden Gene des menschlichen Erbguts mit einem alphanumerischen Code benannt. Bei der Verarbeitung in Excel führte aber genau dieser Code in einigen Fällen zu einem Durcheinander, wie die Technologiewebsite "The Verge" berichtet.

Beispielsweise lautete für das Gen "Membrane Associated Ring-CH-Type Finger 1" der Code ursprünglich "MARCH1". Excel machte daraus kurzerhand die Datumsangabe "1. März". Um solche Fehler künftig auszuschließen, veröffentlichte das für die Benennung zuständige HUGO Gene Nomenclature Committee (HGNC) in Cambridge eine neue Richtlinie. Die Namen von 27 Genen wurden nun so geändert, dass sie für die Excel-Verarbeitung kompatibel sind. Das Gen mit dem Code "MARCH1" heißt nun übrigens "MARCHF1".

12:13 Uhr

Iran verurteilt mutmaßlichen deutschen Spion

Im Iran ist ein Mann wegen Spionagevorwürfen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Beschuldigte habe für Deutschland und den israelischen Geheimdienst Mossad spioniert, sagte ein Justizsprecher im Staatsfernsehen. Ein weiterer Mann wurde demnach wegen Spionage für die britischen Geheimdienste von einem Gericht ebenfalls zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der wegen Spionage für Deutschland verurteilte Massud M. soll als Generalsekretär der österreichisch-iranischen Gesellschaft spioniert haben, wie Esmaili weiter sagte. Auch den Namen des zweiten Mannes nannte der Justizsprecher und gab ihn mit Schahram S. an.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:35 Uhr

Zahl junger Menschen in Deutschland schrumpft weiter

Deutschlands Bevölkerung wächst, doch die Zahl der Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht kontinuierlich zurück. Dieser Trend ist schon länger bekannt. Dem Statistischen Bundesamt liegen nun neue Zahlen vor.

Demnach waren von den 83,2 Millionen Menschen, die Ende 2019 in der Bundesrepublik lebten, 8,5 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent, teilte das Bundesamt mit. Vor 15 Jahren gab es noch 9,7 Millionen 15- bis 24-Jährige, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag bei 11,8 Prozent.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland etwas unter dem Schnitt. Laut den Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat lag der Anteil der 15- bis 24-Jährigen Anfang 2019 EU-weit bei durchschnittlich 10,6 Prozent. Am höchsten war der Anteil in Zypern (12,8 Prozent), gefolgt von Dänemark und Irland (jeweils 12,6 Prozent). Am niedrigsten war er in Bulgarien (8,9 Prozent).

11:03 Uhr
Breaking News

Putin: Russland lässt ersten Corona-Impfstoff zu

Russland lässt nach den Worten von Präsident Putin den weltweit ersten Corona-Impfstoff zu. Das Mittel, das das Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt hatte, habe die Freigabe des Gesundheitsministeriums erhalten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:46 Uhr

Mauritianer kämpfen mit Haaren gegen Ölpest

Mauritius ist wegen weißer Strände und grün-blauer Gewässer weltweit als Urlaubsparadies bekannt. Doch diese Idylle ist massiv bedroht. Grund ist ein Ende Juli vor der Küste havarierter Frachter, der seit vergangener Woche tonnenweise Öl verliert.

Die Behörden sind auf das Unglück nur unzureichend vorbereitet. Deshalb versuchen Einheimische nun mit unkonventionellen Methoden eine große Umweltkatastrophe zu verhindern. Mit Zuckerrohrblättern und Haaren füllen die Inselbewohner Nylonplanen, die als Wassersperren genutzt werden. Denn Haare haben die Eigenschaft, Öl zu binden. Bereits in den vergangenen Tagen wurden auf der Insel Aktionen veranstaltet, um Haare der Einwohner zu sammeln.

09:53 Uhr

Schüsse auf Parkplatz - Polizei sucht flüchtigen Schützen in Bonn

Nach Schüssen auf offener Straße in Bonn suchen Einsatzkräfte weiterhin nach dem Schützen. Wie ein Sprecher der Bonner Polizei sagte, sind weder der Mann noch die Tatwaffe bisher aufgetaucht.

Am Montagabend soll der 34-jährige Gesuchte nach einem Streit mit einem 38 Jahre alten Mann mehrfach mit einer Pistole geschossen haben. Das mutmaßliche Opfer hatte die Polizei am Abend darüber informiert, dass er mit seinem Bekannten auf einem Supermarktparkplatz in Streit geraten sei und dieser daraufhin eine Pistole gezogen habe. Der 38-Jährige wurde nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Einsatzkräfte des SEK hatten die Wohnung des mutmaßlichen Schützen noch am Abend aufgesucht. Er sei aber nicht angetroffen worden, hieß es. Die Fahndung dauert weiter an.

09:04 Uhr

Junge Frau überquert Gleise und wird von Zug überrollt

Tödlicher Unfall in Hessen: Eine 22-Jährige ist bei Weimar im Landkreis Marburg-Biedenkopf von einem Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Die junge Frau sei gestern im Ortsteil Niederweimar hinter einem stehenden Zug auf die Gleisanlage getreten, teilte die Polizei mit. Nachdem sie diesen Zug passiert hatte, wurde sie von einem Zug auf dem Gegengleis erfasst.

Die genauen Umstände waren zunächst unklar. Das Opfer war den Angaben zufolge mit ihrer Schwester unterwegs. Seelsorger kümmerten sich um Zeugen und Angehörige.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie gewusst: Heute vor 60 Jahren erklärte die französische Kolonie Tschad ihre Unabhängigkeit. Die Zentralafrikanische Republik gehört trotz eines Wirtschaftsaufschwungs Anfang der 2000er Jahre noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Neben der Lage in Belarus behalten wir noch folgende Themen im Blick:

  • Bundesaußenminister Maas reist nach Moskau, um über die Konflikte in der Ukraine und in Libyen zu sprechen.
  • US-Außenminister Pompeo beginnt in Tschechien einen mehrtägigen Besuch in Mitteleuropa.
  • Das nordrhein-westfälische Kabinett berät einen Entwurf für die neue Coronaschutz-Verordnung. Sie soll auch einen Passus enthalten, der bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro vorsieht.

Bis zum Nachmittag begleite ich Sie durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

08:15 Uhr

Scholz-Kandidatur: JU-Chef Kuban wirft SPD Orientierungslosigkeit vor

Seit gestern steht fest: Die SPD schickt Finanzminister Olaf Scholz bei der kommenden Bundestagswahl als Kanzlerkandidaten ins Rennen. Tilman Kuban, Chef der Jungen Union, zeigte heute in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" wenig Verständnis für die Entscheidung.

"Die Nominierung von Olaf Scholz zum Kanzlerkandidaten unterstreicht die Orientierungslosigkeit der SPD. Wie ein linkes Programm mit Ausrichtung auf Grün-Rot-Rot zum Kandidaten Olaf Scholz passen soll, bleibt ein Rätsel", sagte der CDU Politiker. "Ich bin gespannt, wie Olaf Scholz die Basis hinter sich bringen will. Da Saskia Esken aber eh einen grünen Kanzler wählen will, wäre die Nominierung eines Spitzenkandidaten vielleicht besser gewesen."

Scholz ist aktuellen Umfragen zufolge der beliebteste SPD-Politiker. In der SPD selbst ist er allerdings umstritten - vor allem beim linken Flügel.

07:32 Uhr

In Briefkasten abgelegt - Brille von Mahatma Gandhi wird versteigert

Eine berühmte Brille von Mahatma Gandhi kommt unter den Hammer. Wie das britische Auktionshaus East Bristol Auctions mitteilte, soll die goldumrandete Sehhilfe des indischen Nationalhelden am 21. August einen neuen Besitzer finden.

Den Weg zur Versteigerung fand die Brille übrigens auf kuriose Weise. Laut Auktionator Andrew Stowe lag sie am vergangenen Freitag plötzlich im Briefkasten des Auktionshauses - zusammen mit einem Begleitbrief. Darin stand: "Diese Brille gehörte Gandhi, rufen Sie mich an."

Wie sich später herausstellte, hatte Gandhi die Brille dem Onkel des Besitzers in den 1920er oder 1930er Jahren während eines Aufenthalts in Südafrika geschenkt. Als Stowe den Mann zurückrief, meinte dieser, das Auktionshaus solle die Brille wegwerfen, falls damit nichts anzufangen sei. "Ich habe ihm gesagt, dass sie 15.000 Pfund (rund 17.000 Euro) wert ist und ich glaube, er ist fast vom Stuhl gefallen", sagte Stowe amüsiert.

Im laufenden Online-Bieter-Verfahren hat die Brille diesen Wert schon längst überschritten: Mittlerweile steht sie bei mehr als 50.000 Pfund.

07:05 Uhr

Gewittergefahr im Süden und Westen

Heute sind zu Beginn im Osten noch einzelne Schauer unterwegs. Im Verlauf bilden sich neben längerem Sonnenschein und weitgehend trockenem Wetter insbesondere am späteren Nachmittag und am Abend vor allem im Süden und der Mitte vom Rheinland bis zum Erzgebirge einige teils kräftige Schauer und Gewitter. Im Norden ist es verbreitet sonnig und trocken.

Die Höchstwerte liegen erneut bei hochsommerlichen 28 bis 36 Grad, mit den höchsten Werten am Mittelrhein und an der Mosel. Im oberen Bergland und im Seewind der Ostsee ist es etwas angenehmer, auf Rügen und Hiddensee liegen die Höchsttemperaturen bei 23 bis 25 Grad. Richtung Küste weht überwiegend mäßiger, an der Ostsee teils frischer Wind aus östlichen Richtungen mit möglichen Gewitterböen.

Morgen: Am Mittwoch gibt es oft auch längeren Sonnenschein, teils aber auch dickere Quellwolken und vor allem vom Rheinland bis zum Schwarzwald und direkt an den Alpen einzelne Schauer oder Gewitter. Das Sommerwetter setzt sich fort mit Höchstwerten von 27 bis rund 35 Grad. Dazu weht schwacher, Richtung Küste oft mäßiger Ost- bis Südostwind.

06:13 Uhr

Näher als der Mond: Asteroid rast knapp an Erde vorbei

Asteroiden rasen sehr häufig an der Erde vorbei - meist aber in recht großem Abstand. Näher kommt unserem Planeten Anfang nächsten Monats der Asteroid "2011 ES4".

"Am 1. September bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen", macht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem ironischen Tweet auf den Asteroiden aufmerksam. Dann sause "ein Mini-Asteroid ziemlich knapp an der Erde vorbei". Bis auf rund 130.000 Kilometer - etwa ein Drittel der Distanz zwischen Erde und Mond - wird "2011 ES4" der Erde demnach nahe kommen.

Sein Durchmesser werde auf 22 bis 49 Meter geschätzt, sagte Manfred Gaida von der DLR-Abteilung Erforschung des Weltraums. Der Asteroid werde den sogenannten Apollo-Asteroiden zugerechnet, von denen man inzwischen etwa 4000 Bahnen kenne.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht