Leben

Sexting und Masturbation Sexuelle Abenteuer in Corona-Zeiten

imago0092626000h.jpg

Safer Sex in Zeiten von Corona. Sicherer geht es nicht.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Die Pandemie ist für Singles eine harte Nuss. Dates in Zeiten von Corona sind nicht zu empfehlen. Doch wie geht man mit dem Mangel an körperlicher Nähe und Sex am besten um? Jetzt sind Fantasie und Mut gefragt.

In der Corona-Krise ist "Social Distancing" wichtig, um die Neuansteckungen mit dem Virus möglichst gering zu halten oder besser ganz zu vermeiden. Das mag dem einen mehr, dem anderen weniger schmecken, aber auf persönliche Befindlichkeiten kann für das große Ganze keine Rücksicht genommen werden. Wir sitzen doch alle im selben Boot.

Jetzt zu Hause zu bleiben ist nicht nur für Paare mit und ohne Kinder, Senioren und Menschen aus anderen Risikogruppen eine ziemliche Herausforderung, sondern vor allem auch für Singles, die sich in diesen Zeiten und unter diesen Umständen mitunter besonders einsam fühlen.

Aus dem sozialen Abstandhalten ist für die 18 Millionen Alleinlebenden in Deutschland vor allem eine physische Isolation geworden. Das lässt sich für einige sicherlich über einen längeren Zeitraum aushalten, aber nicht jeder kann sich mit aktuellen Selbstoptimierungskonzepten wie täglicher Meditation, Youtube-Yoga, Strick-Tutorials, Online-Sprachkursen und Bananenbrotbacken über Wasser halten. Was hilft all das denn schon, wenn man einfach nur Lust auf Sex hat?

Sex passiert im Kopf

Und oft geht es nicht einmal nur um den Sex an sich. Schon das Fehlen einer Umarmung kann einem längerfristig aufs Gemüt schlagen. Das mag Menschen, die in einer funktionierenden Partnerschaft leben, banal erscheinen. So wie sich jene in nicht funktionierenden Partnerschaften und/oder kinderreichen Haushalten gerade die Einsamkeit des Singledaseins dringend herbeiwünschen. Für die Singles selbst aber ist das Zwischenmenschliche jetzt wichtiger denn je.

Anmeldungen auf Dating-Plattformen schnellen in diesen Wochen in die Höhe. Bei Tinder und Co wird mehr nach rechts geswipt als jemals zuvor. Ist das in Zeiten des Kontaktverbotes nicht ein Widerspruch? Ganz und gar nicht! Denn Singles - und vermutlich auch unglücklich Liierte - sind jetzt besonders einfallsreich und fantasievoll. Aus einem zunächst harmlosen Chat kann sich, sofern die Chemie stimmt, durchaus ein heißes Sexabenteuer entwickeln, wenn auch vorerst nur digital. Dazu gehört natürlich eine Portion Mut, schließlich machen uns unsere Erziehung und Sozialisation nicht selten einen Strich durch die versaute Rechnung. Doch so mancher Solo-Lebende mit Lust auf Sex hat gesellschaftliche Konventionen ohnehin längst hinter sich gelassen. Nicht jeder, der allein ist und sich mal nach Nähe sehnt, will direkt in eine Beziehung stolpern.

Jetzt also erst recht tindern? Na klar, denn schon ein bisschen Sexting, also das Schreiben anzüglicher Nachrichten, kann heiß sein. Doch sollte man sich vorher nicht wenigstens schon einmal getroffen haben? Dafür gibt es keine Richtlinien und keine Anstandsformeln. Hier geht es um das Gefühl, das eigene und das des anderen. Wenn beide es wollen, spricht nichts dagegen. Wie explizit es wird, liegt ebenfalls an den Beteiligten selbst. Gerade Männer neigen dazu, die Sache zu plump anzugehen. Weniger ist auch beim Sexting manchmal mehr. Lieber erstmal nur digitale Küsse in den Nacken, später auf die Schenkelinnenseite, ehe tatsächlich die primären Geschlechtsteile ins Spiel kommen. Wie weit man gehen kann, findet man währenddessen heraus, sofern man(n) über ein gewisses Maß an Empathie verfügt. Trial-and-Error!

Ein Hoch auf die Selbstliebe

Und so wird es womöglich heiß genug, um sich im Anschluss eine Weile mit sich selbst zu beschäftigen. Sexting kann nämlich schlafende Schmetterlinge zum Leben erwecken - perfekt für die körperliche Selbstliebe. Masturbation ist das Ding der Stunde. Handarbeit, ergänzt durch dieses oder jenes Sextoy. Dabei ist nur wichtig, sowohl die Hände als auch die Spielzeuge vor- und nach dem Gebrauch gründlich zu desinfizieren.

Wer sich dennoch lieber in Gesellschaft als mit sich allein vergnügt, sollte seinem neuen (Online)-Flirt einfach mal von seinen sexuellen Ideen und Wünschen erzählen. Im schlimmsten Fall löst er oder sie das Tinder-Match direkt auf und verschwindet im Nirgendwo. Im besten Fall aber verabredet man sich zum Video-Chat und schaut sich gegenseitig beim Solo-Sex zu. Auch so kann ein Gefühl von Zweisamkeit entstehen. Was Sie neben Ihrer Libido brauchen, ist also nur ein bisschen Mut! Trauen Sie sich, Sie sind nicht allein!

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.