Essen und Trinken

Die Frau am Grill Jägertopf aus Hirsch, Wildschwein und Ente

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Im Jägertopf sind Wildschweingulasch, Hirschgulasch und Entenkeulen. Wer will, kann auch Hase, Fasan, Reh oder Truthahn nehmen.

(Foto: Matthias Würfl)

Die kältere Jahreszeit ist bekannt für Wildgerichte wie Rehragout, Hirschgulasch und Ente. Der Jägertopf ist das ganze Jahr als Konserve zu erwerben - doch es steckt nicht immer das drin, was man erwartet. Darum knöpfen wir uns heute einen richtigen Jägertopf vor.

Der Jägertopf aus der Dose

Der hat wenig mit einem Jäger zu tun. Vor allem, weil nicht gerade das drin enthalten ist, was der Jäger so mit nach Hause bringt. Ich habe noch keine Jägertopf-Konserve gesehen, in der Hirsch, Wildschwein und Ente verarbeitet wurde. Meist war irgendeine Art von Schweinefleisch drin. Und nur weil Pilze enthalten sind, macht es das Gericht ja nicht zu einem Jägertopf. Zumindest nicht in meinen Augen.

Unser Jägertopf erfreut jeden Wild-Fan

Wir schnappen uns genau jene Zutaten, die auch etwas mit dem Jäger zu tun haben: Wildschweingulasch, Hirschgulasch und Entenkeulen. Wer will, darf auch gerne auf Hase, Fasan, Reh oder Truthahn ausweichen. Man kann bei diesem Rezept wirklich mit den Fleischarten variieren, eine Sorte weglassen und eine andere dazunehmen. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch, wie ich euch gleich erzählen werde.

Die verschiedenen Wildsorten geben kein aromatisches Kuddelmuddel?

Zutaten

1000 g Wildschweingulasch
500 g Hirschgulasch
300 g geräucherter Bauchspeck
2 Entenkeulen á 400 g
1 l Wildfond
0,5 l trockener Rotwein
3 EL Preiselbeermarmelade
200 g Sahne
700 g Champignons
5 Zwiebeln
3 EL Tomatenmark
10 Wacholderbeeren
5 Gewürznelken
5 Lorbeerblätter
3 EL Butterschmalz
8 Knoblauchzehen
1 Bund frische Petersilie

Das ist ein berechtigter Einwand: Hirsch, Wildschwein und Ente in einem Topf - passt das überhaupt zusammen? Antwort: ja! Das fertige Gericht schmeckt unglaublich lecker und alle Zutaten harmonieren miteinander. Was natürlich nicht fehlen darf: ein Wildfond. Besonders lecker wird's, wenn zum Schluss noch mit Preiselbeermarmelade, Sahne und frischer Petersilie verfeinert wird.

Beilagen

Hier empfehlen wir ganz klar Spätzle und Rotkohl. Wer keine Spätzle, sondern Kartoffeln dazu haben will, packt eine knappe Stunde vor Ende der Garzeit geschälte und in mundgerechte Stücke geschnittene Kartoffeln in den Topf. So erübrigt sich zumindest schon mal die Zubereitung einer Beilage.

Allgemeine Informationen

Portionen: 6
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 2,5 Stunden

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Zubereitung

  • Den Speck in Würfel schneiden, im heißen Butterschmalz auslassen, aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
  • Danach die Entenkeulen im gleichen Fett von beiden Seiten scharf anbraten, entnehmen, anschließend das Gulasch portionsweise anbraten und ebenfalls wieder herausnehmen.
  • Im gleichen Topf die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch andünsten, gefolgt von den in Scheiben geschnittenen Champignons.
  • Anschließend das Tomatenmark unterrühren und ein wenig anrösten. Tipp: Wer die Soße dickflüssiger haben möchte, der rührt vor dem Ablöschen mit Rotwein ein bis zwei Esslöffel Mehl unter.
  • Im nächsten Schritt mit Rotwein ablöschen und mit Wildfond aufgießen.
  • Das zuvor angebratene Gulasch, den Speck und die Entenkeulen in den Topf in die Soße legen und Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Gewürznelken dazugeben.
  • Den Jägertopf zwei Stunden sanft köcheln lassen.
  • Etwa eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit mit Sahne und Preiselbeermarmelade verfeinern und die fein geschnittene Petersilie unterrühren.
  • Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ&Food-Magazins "Die Frau am Grill". Die meisten der Rezepte gelingen nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Wer es noch genauer wissen will, kann sich die Frau am Grill in Aktion auf Youtube anschauen oder ihren Blog lesen.

Quelle: ntv.de

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