Unterhaltung

"Dschungelcamp" - Tag 8 "Alles voll Syphilis"

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Tag 8 bei den Hallodris: Natascha erzählt von "Olaf", ihrem Ochsenknecht, Daniele verbrüht sich und Sydney kehrt vom Kippen holen zurück zu seiner Frau. Doch für MaMa kommt es dicke. Die Säue sind los. Überall Syphilis und er - zu fett.

"Ich komme mir vor wie in der Klapse", analysiert Jenny die Stimmung im Camp an Tag acht. Unglaublich, wie "die Kritik resistente Teamchefin" angegangen wird. Noch immer sind die Regelverstöße Thema Nummer eins. Problem: Anstatt aus den Strafen zu lernen, werden immer wieder neue Regelverstöße begangen. MaMa steht es nach wie vor "bis zur Kimme": "Es wird sich an nichts gehalten", konstatiert der Mosi gewohnt mangiapanisch. Die Campis scheinen aber auch wirklich so schlau wie fünf Scheiben Mortadella zu sein, wenn sie innerhalb kürzester Zeit vergessen, dass doch bitte "niemand alleine am Lagerfeuer sitzen darf".

Und erst dieses Klo! Überall Klorollen, alles räudig und "dreckig wie Luzie". Fällt ja eigentlich auch in Jennys Hoheitsgebiet. "Ich sag jetzt nichts mehr", keift der Grasdackel, um dann zu sagen: "Also, die Jenny hat ihren Kopf nur zum Haare toupieren. Ich verstehe es nicht, überall Gelumpe".

Schwarzer Arsch und kalter Entzug

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Brüh-Opfer Negroni zur Abkühlung im Nil.

Tag acht ist auch der dritte Tag, an dem die Suchtis ihre Wunden lecken. Inzwischen treiben die Entzugserscheinungen die Camper zu überstürzten Handlungen. "Waterboy" Sydney spielt die Möglichkeiten durch, die er für eine Kippe - "nur eine einzige Cigarett', bitte" - anbieten könnte: Er könnte gehen, aber auch bleiben oder aber: "Ich zeig (…) meinen schwarzen Arsch (…), vielleicht zeig ich auch meinen Penis." Na halleluja.

Wirklich asozial, was die sich da beim RTL erdreisten. "Drei verfickte Tage" sind die Fluppen jetzt schon weg, also, Ihr vom RTL: "Entweder habt Ihr kein Geld mehr oder Ihr scheißt auf alles", spricht Daniele Tacheles. Das ist ein "kalter Entzug" und sowieso: "Das Einzige, was Ihr braucht, sind Quoten, Euch juckt es null."

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Zu fett zum Kriechen - Mangiapane.

Bei all der Trübsinnigkeit, die die Camper umflort, kann ein bisschen Bambule nicht schaden. Endlich eine Prüfung ohne MaMa, endlich ein Mannschaftsding. Kattia, Jenny, David und Schroffi Ansgar ziehen in den "Creek der Sterne". Ihnen wird die Aufgabe zuteil, vier große Sterne auf extra markierte Positionen zu bringen und sie dort mit vollem Körpereinsatz vor äußeren Widerständen zu schützen.

"Ääänd Ääääktschn!"

Im Bikini flitzen Vides und Frankhauser los, werfen sich heldenhaft auf die Sterne und kommen kaum gegen die Fluten des harten Wasserstrahls an, der ihnen entgegenkommt. Sie schwanken, stürzen und stehen wieder auf. Der Untergrund ist rutschig, die "Tschällensch" wahrlich kein Pappenstiel. Gewieft, wie Ansgar ist, flitzt er nicht ab durch die Mitte, sondern an der Seitenlinie entlang, um mal eben nebenbei - "bäm!" - einen auf ihn zufliegenden Ball brasilianermäßig wegzukicken.

Es ist ein großartiges Spiel, das das Team mit Bravour meistert. Der Lohn: zehn Sterne! ZEHN! Oder wie Ansgar sagen würde: "Bäm! Leider geil."

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Tatti hat Angst vor der Presse.

Ja, so ein Glücksgefühl ist schon was Feines. Bei Tatti allerdings kann davon keine Rede sein. Zu gern würde die Zartbesaitete die Flatter machen, sie weiß ja auch nicht, was da draußen "medial" so abgeht. Der Presse ist nicht zu trauen, und wenn man bedenkt, wie die Journaille Tattis frühere Interviews zusammengeschnippelt hat: Schämen sollten die sich, diese Schweinepriester! Ach, du armes weinendes Tatti-Haserl, du guckst aber auch immer bedröppelt durch die Gegend. Kannste nicht mal was basteln?

Weil aller Laster Anfang die Langeweile ist, versucht Daniele ihr zu entkommen, indem er sich um den Haushalt kümmert. Wasser abkochen, Wassertank auffüllen und - sich verbrühen! Schüttet der Spargeltarzan sich nicht die heiße Plörre über den Leib!? "Scheibenkleister! It burns!" Ja, na logo, möchte man ihm zurufen, das ist bei heißem Wasser so. Daniele schreit, zappelt und weint, bis der Arzt kommt. Der attestiert: "Oberflächliche Verbrühung. Etwa zehn Zentimeter."

"Nicht mehr alle Gurken im Glas"

Verbrannt hat sich auch Natascha. Und zwar an der Liebe. Mensch, wie war das denn, damals, als sie den "Olaf" kennengelernt hat? Das war schon toll mit dem Olaf, der eigentlich Uwe heißt: "Super Zeit, viele Autos und Häuser". Alles wech', alles over, aber ist schon besser so, weil die Natascha ihren Weg gegangen ist. Und außerdem wäre sie sonst vermutlich weder Unterhaltungsexpertin noch im Dschungelcamp gelandet.

Während die einen das Glück umarmen, suhlen die anderen sich in Schweinescheiße. Erneute Schatzsuche. Dieses Mal erwischt es MaMa und Kattia. Im "Schweinestall" inklusive Getier sollen sie sich auf der Suche nach Puzzleteilen durch die Gülle wühlen: "Die ham' doch nicht mehr alle Gurken im Glas", motzt der Terrorkrümel unverzüglich drauf los. Und wie überhaupt ins Gehege kommen?

Der Spalt, um unterm Zaun durchzuschlüpfen, ist zu eng: "Ich komm' nicht durch! Ich bin zu fett, ich bin einfach zu fett!" Die arme Sau kassiert für ihr Grunzen sofort 'ne Ansage: "Halts Maul", brüllt der Grantler, dem es komplett gegen den Strich geht, dass die Schweinchen offenbar auch nicht mit Besuch gerechnet und wenigstens mal kurz feucht durchgewischt haben. So eine vollgeschissene Bude. "Es stinkt, alles voll Syphilis!" Völlig umsonst mühen die Schweine-Igel sich ab, die Zeit zum Puzzeln ist zu knapp, die letzten Teile noch nicht geborgen. Unter aller Sau, alles.

Wenigstens einer hat am Ende dieses Tages seine Freude: Sydney darf das Camp verlassen. Er geht. Er bleibt … mit einer vom Ranger geschnorrten Fluppe mit Sicherheit noch an der Camp-Grenze stehen, um erstmal erleichtert eine durchzublasen.

Quelle: n-tv.de

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