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"Ins Gesicht gespuckt" Anklägerin von R. Kelly weint im TV

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Anfang März wurde R. Kelly in Chicago verhaftet, weil ihn vier Frauen wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt haben.

(Foto: REUTERS)

Lanita Carter ist eine der Frauen, die R. Kelly des sexuellen Missbrauchs beschuldigen. Die heute 39-Jährige spricht in einem Fernsehinterview erstmals öffentlich über das, was vor 15 Jahren passiert sein soll. Dabei kann sie die Tränen nicht zurückhalten.

Vier Frauen haben R. Kelly wegen Missbrauchs und Vergewaltigung angezeigt, was zu seiner Verhaftung in Chicago führte. Eine von ihnen ist Lanita Carter. Die 39-Jährige hat jetzt in einem Interview mit dem US-Sender CBS erstmals öffentlich über die Ereignisse vor 15 Jahren gesprochen.

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"Ich wurde von ihm sexuell missbraucht und zerbrach daran. Seither versuche ich jeden Tag, die Scherben wieder einzusammeln", sagt sie in einem jetzt veröffentlichten Teaser-Video zu Moderatorin Jericka Duncan. Dabei laufen ihr Tränen über das Gesicht. "Es ist schwer, aber ich weiß, ich werde es durchstehen. Ich schäme mich nicht mehr für meine Vergangenheit", fügt Carter hinzu.

Sie erzählt, sie habe zwei Jahre für R. Kelly als seine Friseurin gearbeitet. Er soll eines Tages versucht haben, die damals 24-Jährige zum Oralsex zu zwingen, habe vor ihr masturbiert und ihr ins Gesicht gespuckt. Das T-Shirt, das sie an jenem Tag trug, habe sie zum DNA-Test eingereicht, und die Proben sollen zu dem Sänger passen, wie ihr die Staatsanwaltschaft von Cook County mitteilte.

"Ich will nicht dieses Opfer sein"

Seit 2003 trage sie das Ganze nun schon mit sich herum. Sie erzählt, wie sie in einem Bus gesessen habe, in dem Fremde über R. Kelly sprachen und meinten, die Frauen sollten ihn doch in Ruhe lassen. "In diesem Moment wurde mir klar: Ich will nicht dieses Opfer sein." Da entschied sie sich, mit dem Vorfall an die Öffentlichkeit zu gehen. Weinend fügt sie hinzu, dass sie hoffe, anschließend ihr Leben normal weiterführen zu können.

"Jedes Mal, wenn ich versuchte, mich aufzurappeln, kam etwas in den Nachrichten, das wieder das hervorbrachte, was ich unter den Teppich gekehrt hatte", berichtet sie weiter. "Die Leute werden vielleicht nicht mögen, was ich über ihren Lieblingssänger sage, aber das ist mein Leben. Das ist meine Wahrheit. Wenn ich morgen sterbe, weiß ich, dass ich die Wahrheit gesagt habe."

R. Kelly wird des schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen beschuldigt. Betroffen sind vier Frauen, von denen drei zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten noch minderjährig waren. Und ständig tauchen neue Zeuginnen und vermeintliche Sex-Tapes auf. Außerdem befindet sich Kelly im Streit über angeblich versäumte Unterhaltszahlungen für seine Ex-Frau und die gemeinsamen drei Kinder, weswegen er zuletzt einige Tage im Gefängnis verbringen musste. Der nächste Gerichtstermin ist für den 22. März angesetzt.

Quelle: ntv.de, nan