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"Dschungelcamp" – Tag 7 "Ich könnte hier alle anficken"

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Tag 7 beginnt erneut kippenlos, schaukelt sich hoch und - eskaliert! Frei nach Deichkind: Die Stimmung ist beschissen, sie tanzen auf den Tischen. Regelverstoß, Respektlosigkeit, eingewachsene Fußnägel - am Ende sind's nur noch zehn.

Neuer Tag, alte Verzweiflung: Das Leiden Sydneys will kein Ende nehmen: "Ich kann nicht mehr, ich will gehen!" Dem Mimosen-Moppel (Achtung: Das ist ein Argument!) wachsen schon "die Fußnägel ein". Alles "ziemlich hart".

Youngbloods Ich-gehe-ich-bleibe-ich-gehe-ich-bleibe-Gesabbel geht Tina an die Substanz, "schwaches Nervenkostüm" und so. Man ist "für jeden Tag dankbar, der vorüber ist." Wer aber den Lindner macht, bekommt "keine Gage". Wäre ja wirklich schade drum, wo das doch "son tolles Polster für später ist". Hallo, kann mal bitte einer zur Sydney-Pediküre anrücken? Danke.

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Nicht ganz so prima steht es um Tina.

Während in den frühen Morgenstunden des siebten Tages alte Fußnägel unaufhaltsam einwachsen, herrscht schlimmer Lagerkoller. Die "Kollegas" darben ob der akuten Fluppenlosigkeit, vor allem Teerschnittchen Daniele steht "unter Strom" und verhält sich "sehr respektlos". "Nicht in dem Ton", Freundchen, fordert Respekt-Einforderer Ansgar. Und dann gerät der Dünnling auch noch mit der Stammesältesten, Häuptling 'Offenes Auge' aneinander.

Alles ziemlich "over the top"

Auf Tinas Feststellung, seit nunmehr acht Tagen kaum etwas gegessen zu haben, fragt der Troll: "Acht Tage ohne Essen. Ehrlich Tina? Da müssen doch Hilfsmittel dabei sein, Nahrungsergänzungsmittel", vielleicht paar Würstchen extra. Die Lage eskaliert. "Der ist aggressiv!", sagt die Haps-Verweigerin. Darauf der Aggressor: "Wo bin ich denn aggressiv, du musst mal chillen, Tina."

Hier die relevanten Einzelheiten des Schlagabtausches: "Sag nicht, ich wäre ..., Tina sagte, ich hätte gesagt, … dabei sagte ich nur ... und sie sagte, ich soll gesagt haben, dass sie gesagt hat ... dabei habe ich das so gar nicht gesagt, ich hab nur gesagt, was er gesagt hat, und: Sag mal … was hast du nochmal gesagt?" MaMa fasst das Gesagte zusammen: Tinas Reaktion eben, also, was sie gesagt hat, das war schon "over the top".

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Daniele Negroni und MaMa trällern um Sterne.

Zum Glück darf das nervöse Zappelmännchen an MaMas Seite zur Dschungelprüfung stapfen und in der "ultimativen Schad-Show" das erhitzte Gemüt runterfahren. Es gilt, den Hit zu erkennen, den der jeweils andere mit Buschweinsperma oder Kuh-Urin in der Gusche vorgurgelt. "Ey", dabei hat Daniele den "Kuh-Urin echt heftig im Mund", obwohl er durch selbigen ja eigentlich "atmen soll". Endlich werden auch die pritschenlungernden Hospitanten Zeuge, was der arme arme MaMa seit nunmehr sieben Tagen über sich ergehen lassen muss.

"Fuck, it hurts!"

Die erste Prüfung wird astrein vergurgelt, nun gilt es, unterm Mysterio-Helm "DSDS"-reif zu performen. Fliegen fliegen unterm behelmten Dez umher und Kakerlaken krabbeln den Sängerknaben in den hungrigen Schlund. Aber sie halten tapfer durch, sie lassen sich von Kreuch und Fleuch nicht brechen und trällern und summen mit Krebsen und Spinnen in der Futterluke so gänsehautreif, dass man nur summend bestätigen kann: "Mmm, mmm teeeeim offf mei leiiiiiife".

Doch plötzlich "fuck!" Eine Kakerlake hat sich in Danieles Gehörgang verirrt und "checkt", was vom Hirn des "Sex Bomb"-Trällerers noch übrig ist. "It hurts", Leute, "it hurts" barbarisch,"fuck!" Dr. Bob muss einschreiten, um in einem hochkomplizierten Eingriff das Vieh zu entfernen.

Mit fünf Sternen haben sich die Terlaner den Applaus redlich ersungen. Und gerade, als man sich wünscht, MaMa möge doch eine Zugabe geben und die Tonleitersilben - ja, le, mi, ni, ro, su, wa, jaaaaah - vortragen, da reißt er: MaMas Geduldsfaden. Was is'n bitte im Camp los? Wie das überall aussieht! Alles mistig, "wie im Schweinestall", das sollte eigentlich die Aufgabe des "Teamchefs sein!"

Der Regelverstoß ist ein Regelverstoß

Gern möchte man ihm ein negronisches "chill mal dein Leben, Alter!" zurufen, aber er hat recht. Wieder ein Regelverstoß. Allein schon beim Wort schwillt Daniele honeyhaft der Kamm. "Der Regelverstoß ist ein Regelverstoß, man braucht Regeln um Regeln zu regeln." Ganz genau. Lauschet König Terenzis weisen Worten: "The regels sind the regels. We must them halten!"

Daniele droht, auf ewiglich zu schweigen, dann wäre das "der langweiligste Scheiß auf RTL, den sie jemals hatten." Und sowieso: Normalerweise könnte der Suchti, der schon seit drei Tagen an keinem Glimmstängel mehr gezogen hat, alle "anficken", aber es kommt leider anders. Die Campis müssen ins Dschungeltelefon und für ihr Verbleiben im Camp werben. Es ist nicht zu übersehen, dieses Flehen in den Augen: Bitte ruft bloß nicht für mich an!

Während Steffl am Ende dieses Spektakels das glückliche Los zieht, die Faulaner zu verlassen, eine letzte, sehr sehr lieb gemeinte Frage: Ansgar, "du hast kein Aggressionsproblem, oder?" Darauf der Mann, der seinen verbalen Ergüssen gern ein beknattertes "Bäm" hinzufügt: "Das geht dich einen Scheißdreck an." Bäm.

 

Quelle: n-tv.de

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