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"Dschungelcamp" - Tag 6 "Komisches Spiel hier!"

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MaMa liegen die formatierten Bohnen im Magen, Natascha stoßen die trockenen Schamlippen auf. Die Laune ist bei null Kelvin. Und dann das: Giuliana verlässt die Mischpoke - freiwillig! Alles mau, alle faul: Ist das Gammelfleisch überhaupt noch zu retten?

Tag sechs: "Der beschissenste Tag", der Tag, an dem Giuliana, die "Dame, die barfuß durchs Camp gelaufen ist", selbiges freiwillig verlässt und mit tränenerstickter Stimme ruft: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" Wie bitte? Giuliana, du lieblicher Papillon, das kann doch nicht dein Ernst sein! Du bist doch bereits die heimliche Anwärterin auf die Dschungelkrone gewesen! Schock in ganz Deutschland, die sozialen Netzwerke halten inne. In Berlin fallen zwei U-Bahn-Linien aus, siebenhundertdreiundneunzigtausend Bierpullen gleiten ihren Pichlern zeitgleich aus der Hand. Wie konnte es nur so weit kommen? Was war geschehen?

Vielleicht lag es daran, dass das dünnfellige Persönchen, wie die tratschenden Campis finden, "nur geschlafen und nichts gemacht hat." Vielleicht aber hatte sie auch einfach die Schnauze voll von dummen Sprüchen wie: "Bist du schwanger?" oder "Dein Date hat das Recht beim ersten Mal zu erfahren, dass du keine biologische Frau bist."

"Aufgeben ist ein bisschen wie Sterben"

Vieles liegt im Argen bei der Frau mit "der nicht so schönen Vergangenheit". Sie will heim, sie hat den "Playboy" und das "Promi-Dinner mitgenommen", und hatte im Camp viel Zeit zum Nachdenken. "Bitte akzeptiert meine Entscheidung."

"Aufgeben ist ein bisschen wie Sterben", findet Ansgar und Zahnbürstenzweckentfremderin Tina, die im Dschungeltelefon mit den Tränen ringt, sagt: "Ich habe nicht geahnt, dass sie so traurig ist."

Ja, man könnte wirklich heulen, als man mit ansehen muss, wie "schuldig" das Model sich fühlt, weil dem keifenden Kippenklaus Daniele die Fluppen rationiert wurden. Natascha versucht, sie aufzubauen: "Hallo, der ist 21 und kommt nicht mit fünf Zigaretten am Tag aus! Hätte er mal ein bisschen vorher trainieren müssen."

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Tschüssi, Ihr Halbgaren, ich hau rein!

Noch kurz vor ihrer Entscheidung suchte Farfalla gezielt Negronis Nähe: "Tut mir leid, wie's gelaufen ist", sagt sie, während sie neben ihm auf der Pritsche sitzt und ihre großen Hundewelpenäuglein um Vergebung flehen. Doch der luntenlose Suchti schaut nur mit Egalblick geradeaus und quakt: "Passiert!" War das der Auslöser, der Farfallas emotionales Fass zum Überlaufen brachte?

Formatierte Bohnen, trockene Schamlippen

Auch sonst ist alles sehr, sehr schlimm an Tag sechs. Obwohl alle gefühlt 23 Stunden des Tages bratzen, gehen sie sowohl körperlich als auch mental auf dem Zahnfleisch. "Wie geht's dir?", will Ansgar von Abnicker Sydney wissen. Darauf der komatös wirkende Schluffi: "Man lebt." Dabei liegt das atmende Stück Mett pausenlos rum, nur das Köpfchen wird ab und an wehleidig in die Luft gestreckt. Alldieweil klagen Sandra und Camp-Diva MaMa über Herzrasen und Rückenschmerzen.

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Major MaMa, der _einzigste_ Arbeiter.

Alle sind am Boden, es ist wie "im falschen Film". MaMa und Natascha stößt zusätzlich die Fressprüfung vom Vortag auf: Bäh! "Diese formatierten Bohnen!", erinnert sich der Anus-Spachtler angewidert. Dabei war er mit den Bohnen noch gut bedient, Natascha erwischte es wesentlich schlimmer: "Deine Schamlippen haben auch recht trocken ausgesehen."

Tag sechs ist auch der Tag für Tacheles, findet Matthias. "Dieses du bist es vielleicht" vor jeder Prüfungs-Bekanntgabe, "das baut einfach keine Spannung mehr auf" - dieser "Nudelsalat!" Es reicht, "das steht mir bis zur Kimme!" Und sowieso, Sonja: "Halt die Fresse!"

Ablenkung findet Major MaMa bei seiner sechsten Dschungelprüfung auf der "Raumstation Murwillumbah". Der Space-Cowboy checkt ins Raumschiff "Star Schreck 1" ein, um in zwölf Minuten und 3000000 Meter Höhe nach den Sternen zu greifen - auch auf den Tragflächen. Nach vier Minuten der erste Stern. Sonja will die Bummeltucke anspornen. Aber Hartwich hält sie zurück: "Sonja, halt die F r e s s e !"

Mit sechs Sternen dackelt der Mittelspurschleicher glücklich zurück ins Camp: "Ich bin über meine Grenzen gegangen, das ganze Raumschiff voller Viecher ..." Ansgars Blick verrät: Er sieht MaMas Ausführungen mittlerweile eher skeptisch.

"Keiner darf mehr kacken"

Doch dann das: Während die hochbezahlten Schnarchsäcke ihr Leben entschleunigen und auf ihren Pritschen langsam anfangen zu faulen, ein erneuter Regelverstoß. Keiner am Lagerfeuer! Hallo! Kann doch nicht sein! Und sowieso: Ist es gestattet, im Camp eine Wäscheleine anzubringen? Wohl eher nicht! Tina gießt zusätzlich Öl ins verlassene Feuer, als sie eine gleichzeitig gefürchtete wie verhasste mögliche "Kollektivstrafe" anspricht. Ha ha ha, "keiner darf mehr kacken".

Natascha analysiert die Situation im Camp wie folgt: "Als Unterhaltungsexpertin würde ich sagen, die Stimmung ist auf dem Nullpunkt." Niemand strengt sich an, alle dösen nur rum und geben sich nicht die geringste Mühe, Dschungeldeutschland zu unterhalten. Es ist ein Witz, was diese Hallodris dem Zuschauer bieten! Lasset sie für ihre Gleichgültigkeit büßen! Hoffentlich eskaliert alles an Tag sieben. Zur Prüfung muss diesmal neben MaMa, auch das schmächtige Räuchermännchen Daniele antanzen. Mögen die Kakerlaken bis in seine Raucherlunge krauchen und pinkelnde Ameisen ihm seine erloschene Lunte gehörig zum Glühen bringen!

Quelle: n-tv.de

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