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Ablehnung sei "Tragödie" Prinz Charles wirbt für Corona-Impfung

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Der 74-jährige Prinz Charles hat seine erste Impfdosis bereits erhalten.

(Foto: imago images/i Images)

Anfang des Monats erhält Prinz Charles gemeinsam mit seiner Ehefrau Camilla die erste Dosis seiner Corona-Impfung. Nun ruft der britische Thronfolger die Minderheiten in Großbritannien dazu auf, das Impf-Angebot anzunehmen. Es nicht zu tun, sei eine "Tragödie", sagt er in einer Videobotschaft.

Angesichts der Skepsis bei Minderheiten in Großbritannien gegen die Corona-Impfungen hat Prinz Charles für die Mittel geworben. "Impfstoffe retten Leben, verhindern schwere Krankheiten, schützen das Gesundheitssystem und helfen bei der Rückkehr zum normalen Leben", sagte der Thronfolger in einer jetzt veröffentlichten Videobotschaft. Er sei traurig, dass es bei der Akzeptanz der Vakzine große Unterschiede gebe. Dass einige Menschen die Dosis ablehnten, sei eine "Tragödie".

Prinz Charles und seine Ehefrau Herzogin Camilla haben ihre erste Dosis eines Corona-Impfstoffs bereits Anfang des Monats erhalten, wie das Büro des britischen Thronfolgers, Clarence House, mitteilte. Welchen Impfstoff die Royals erhalten haben und wo er verabreicht wurde, ist bislang nicht bekannt.

Misstrauen und Desinformation

Bereits Anfang Januar hatte der Palast bekannt gegeben, dass die 94-jährige Queen Elizabeth II. und ihr Ehemann geimpft worden seien. Aktuell befindet sich der 99-jährige Prinz Philip allerdings im Krankenhaus. "Vorsorglich", wie der Palast mitteilte. Sein Unwohlsein soll aber weder etwas mit Corona noch mit der Impfung zu tun haben.

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Dem nationalen Statistikamt zufolge sind 85 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien bereit, sich impfen zu lassen. Sorgen bereitet der Regierung aber, dass demnach Schwarze, Asiaten und Angehörige anderer Minderheiten einen unverhältnismäßig großen Teil der Verweigerer ausmachen.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan zitierte bei der Online-Veranstaltung der Organisation British Asian Trust eine Studie, der zufolge es für Südasiaten in Großbritannien fünfmal wahrscheinlicher ist, an Covid zu sterben als für Weiße. Experten machen mehrere Gründe für die Skepsis aus: Misstrauen gegen staatliche Institutionen, Desinformation über soziale Netzwerke und mangelnder Zugang zu Impfzentren.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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