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"Dschungelcamp" - Tag 9 Sexsucht: "Da biste kaputt als Frau"

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Tatjana berichtet Natascha von ihren Männern.

Sie wird angefeindet und belächelt: Doch was Tatti erlebt hat, sollte keiner Frau widerfahren. Tag neun im Dschungel ist ein Tag der traurigen Beichten, aber auch der Freude. Daniele widersteht den Kippen. Ist er wirklich übern Berg?

Tag neun: Dunkelheit ergießt sich über das Camp, es ist die Stunde, in der die Langeweile des Tages abfällt und das Geplauder des Abends beginnt. Höchste Eisenbahn, die dschungelmüde Republik wachzurütteln: "Haste nicht mal Männer in deinem Alter gehabt", fragt Natascha Tatti neugierig am Lagerfeuer und beschwört damit eine kleine Therapiesitzung herauf, bei der es aus Gsell nur so raussprudelt. Gewiss hatte die Frau mit den traurigen Augen schon Jüngere, einmal sogar "so 'n Bildhübschen". Dessen Problem jedoch: "Sexsucht". Das wünscht man keinem, "da biste kaputt als Frau."

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Kattia und Jenny träumen von der Liebe.

Kennengelernt hat die Tatti den Eckhard in Berlin. Der Akkord-Hengst sei ein Freier ihrer Bekannten, "einer Edelnutte", gewesen. Der nächste G(e)selle war der "mit dem Nachtclub". Darauf Natascha derangiert: "Oh Gott, oh Gott." Das Schlimme aber beim Ecki: Er hatte so ein Extra-Zimmer in seinem Penthouse - "da ging's ab". "Schmerzen waren das - jeden Tag, wie 'ne Misshandlung". Ob dieser Lebensbeichte möchte man die arme Tatjana am liebsten vor sich selbst beschützen. Was für eine Männerauslese: "Schläger, Stalker, Sexsüchtige, hochverschuldete Schwerst-Alkoholiker", Prinz Ferfried vom Saufen schon "impotent". Nataschas berechtigte Frage: "Erwischt du nur solche Männer?"

Erst die Liebe, dann der Sex

Ansonsten geht im Camp alles seinen gewohnten Gang: Tina "kann nicht mehr", Natascha erzählt, warum ihre Gören so heißen, wie sie heißen und Kattia sabbelt den Ruhesuchenden zu laut: "Kolumbien, kannste bitte mal leiser sein?"

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Bereit für die Prüfung - die Straßenjungs.

Leider ist man in diesem "Psycho"-Camp ständig Geräuschen ausgesetzt, "Norman Bates"-Mangiapane findet kaum in den Schlaf. Eigentlich müsste man alle ausstopfen und in einen Schaukelstuhl setzen. Okay, die "Frauen haben schöne Stimmen", findet David, aber "wenn es die ganze Zeit nur Bullshit ist, wird es nervig." Kattia und Jenny schwärmen nämlich lautstark von "tätowierten Bad Boys". Mm, wenn da so "die Muskeln rauskommen ..." Aber bitte nie gleich beim ersten Date küssen, nein: "Erst Verlieben, dann kommt der Sex."

"Heute ist Männerrunde"

Ein Date an Tag neun hat auch Ansgar. Gemeinsam mit Daniele, dem sprechenden Muppet-Mündchen muss er in die Dschungelprüfung und sich bei einem Drehspiel mit Bällen und Getier von grünen Ameisen malträtieren lassen. Nicht schön - tut auch höllisch weh.

Es gilt, in dem "Darkroom" auszuharren und Fragen zu beantworten, etwa, "wie viele Ecken ein Pentagon hat" oder ob "das Dschungelcamp im Duden steht". Darauf der ehemals "80.000 Euro" teure Ex-Fußballer: "Warum soll so 'n Schwachsinn im Duden stehen?" Mit fünf erspielten Sternen klettern die Kerle "von der Straße" aus ihrem "Kirmes-Karussel". Ey, "komm, Ansgar, Straße", freut sich Bro Daniele. Yo, Alter, Straße! Da kann man auch schon mal aussehen wie "'ne Luftpolsterfolie". Was die fiesen Ameisen nämlich mit Ansgars Straßenkörper angestellt haben - heftig, ganz ganz heftig. Mutti Natascha macht sich sofort Sorgen, aber Ansgar braucht keine Mutti, er hat ja schon eine und sowieso, Natascha: du "sendest" dem Straßenfußballer grad zu viel.

Freude für Daniele, Liebe für Tatti

Tag neun ist auch ein Tag des Glücks: Daniele scheint über den Berg. Die Entzugserscheinungen sind weg, "der Drang eine zu rauchen - nicht mehr da". Der kleine Ziggi schafft es sogar während einer schnarchigen Schatzsuche, bei der er und David die Campis nachäffen sollen, auf die ihm angebotenen Zigaretten zu verzichten. Dschungelcamp als Detox-Kur: "Nichtraucher bis an mein Lebensende". So schön kann Freude aussehen.

Die findet jedoch, zumindest bei Tatjana ein jähes Ende, als sie begreift, dass sie das Camp nicht verlassen darf, obwohl sie die wenigsten Anrufer hat.

Der Tag endet mit lieben Wünschen für das arme ungeliebte Geschöpf Gsell: Möge sie einen "ehrlichen, liebenswerten Mann" finden und die Traurigkeit aus ihren Äuglein weichen! Und mögen alle Eckhardts und misogynen Männer auf immer und ewig im "Loch des Grauens" schmoren, wo Drillionen fleißige Kakerlaken sich in ihren kleinen Hirnen einnisten und aus dem Schlechten guten Dschungelkompost machen.

Quelle: n-tv.de

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