Unterhaltung
Hörma', sollten wir über die Elektropullersache nicht nochmal reden?
Hörma', sollten wir über die Elektropullersache nicht nochmal reden?
Donnerstag, 16. November 2017

"Adam sucht Eva" - Folge 5: Vom Mann, der keinen Motor im Puller hatte

Von Verena Maria Dittrich

Kesici wird ausgepeitscht, Micha aus dem Paradies gepfeffert und Melody geht die Düse. Doch da, ein neuer Adam! Und er nächtigt direkt neben Frau Haase. Toll, toll. Doch die Sache hat einen Haken: Hier, guck, is' noch schlaff!

Tag fünf im Paradies, das heißt auch: fünf Tage ohne Sex. Dazu der elendigliche Eva-Überschuss und Adams, die nur wenig taugen. Schönsaufen kann man sich den anderen ja leider auch nicht, da ist RTL einfach zu knausrig. Den guten Schnaps gibt’s nur nebenan, auf der "Insel der Liebe".

Kaum hat Patricia das "schlechteste Date ihres Lebens" halbwegs verkraftet, muss sie sich vollkommen nüchtern Kesicis Liebesgesäusel anhören. Des Nächtens sitzen die beiden beieinander, es ist finster, so finster, dass La Blanco nicht sehen kann, wie Kesici breitbeinig neben ihr liegt und sich an der Flöte zupft.

Hau rein, Micha, war schön mit dir.
Hau rein, Micha, war schön mit dir.

Tagsüber machen sich die Adams wieder so ihre Gedanken über ihre Evas. Ja, Frauengucken ist schon was Feines, findet "Taubenzüchter" Todor und auch Micha schätzt die Qualitäten des "Freiwildes": Die eine hat 'nen großen Busen, die andere ..." Schnell schreitet Kesici ein und bringt die beiden zur Räson, von wegen so rede man gefälligst nicht über Frauen. Der Rocker macht sich über Todor, den ollen Macho, sein eigenes Bild: "Mm, naja, er hat keine Haare auf dem Kopf". Stimmt, der Todor kann natürlich nicht mithalten mit dem Mann, der drei Tonnen Loden auf der Rübe spazieren trägt und die abrasierten Lümmellocken erst brav zusammengefegt und sie sich dann ans Kinn geklebt hat.

Neue Adams braucht das Paradies

Für Megastar Martin wird es Zeit für Veränderung. Wie gut, dass seine geile Kassiererin Elisa auf "die Insel der Liebe" übersetzen darf und sich entschließt, ihn mitzuschleppen. Vorher müssen die beiden Turteltauben aber noch einen Adam aus dem Paradies verjagen. Obwohl der arme, arme Micha noch an keinem Busen der Natur gehangen hat, fällt die Entscheidung auf ihn. Hey, Micha, versteh das jetzt bitte nicht als Retourkutsche, weil du Elisa "blöde Sau" genannt hast, nein, nein das ist "keine persönliche Entscheidung, sondern einfach eine logische".

Und so bekommt der verjagte weinende Adam auch nicht mehr mit, dass neue Menschlein Einzug ins Paradies halten. Da ist zum einen die "ehrliche, fleißige" Tatjana, eine sehr "freundliche Frau aus Nürnberg", zum anderen der kitesurfende Rheinländer aus Teneriffa, Marius Hoppe. Herr Hoppe ist, das sollte man vielleicht erwähnen, ein sehr prominenter Wellenreiter, der schon viel in der Welt unterwegs war. Sogar auf Sardinien! Auf Teneriffa lebt der schöne blonde Tarzan schon seit sechs Jahren, weil es in Deutschland "immer so windig ist."

Hier, guck, ist noch schlaff!

Sunnyboy Hoppe ist super gerne nackig.
Sunnyboy Hoppe ist super gerne nackig.

Während der Sportler einen guten ersten Eindruck von den Insulanern hat, geht Melody ob des Anblicks des heißen "Sonnyboys" glatt die aufgespritzte Unterlippe verlustig. "Wow, ein Mann für mich, guter Körper, ziemlich guter Körper sogar und ziemlich gute Muskeln. Das ist eine gute Flirtbasis." Problem: Melody ist so wuschig, dass ihr das Flirten schwerfällt. Und dann liegt der neue fleischgewordene Traum nachts im Bett auch noch neben ihr! An Schlafen ist nicht mehr zu denken, Melody droht so schlimm durchzudrehen, dass dem Sonnyboy nichts anderes übrig bleibt, als die Decke zu lüften und der juckigen Femme fatale sein friedlich ruhendes Gemächt zu präsentieren, frei nach dem Motto: Hier, guck, ist noch schlaff!

Indes machen Martin Kesici und seine Elisa auf der "Insel der Liebe" Fortschritte. Obwohl die beiden 17 Jahre Altersunterschied trennen, haben sie den gleichen Humor und müssen über dieselben dussligen Dinge lachen. Sei es, ob der Martin laut darüber nachdenkt, Arschbombe in den Whirlpool zu machen oder dass sich beide beömmeln, wenn sie darüber nachdenken, ob der Pool nun Blasen macht oder nicht. Blasen, haha, BLASEN, gnihihihihi.

Etwas ernster wird es, als Elisa, die auch Mutter ist, den Rocker fragt, ob er ebenfalls Kinder hat. "Ich bin nicht der Typ, der 'ne Frau anschwängert und dann für die zahlt."

Keinen Elektromotor im Puller

Doch fort mit den humorlosen Gesprächen, lass' ma lieber die Peitsche auspacken! Neben dem gemeinsamen Liebesnest steht nämlich eine Kiste mit allerlei Sex-Spielzeug. Damit kennen sich beide ganz gut aus. Kesici behauptet, seine Strategie bei Frauen sei "reden, reden, reden" und obwohl Elisa mit der Peitsche in der Hand nun die große Chance hat, ihm mal so richtig schön die großspurige Gusche zu geißeln, peitscht sie ihm nur den Rücken aus.

"Aua!", schreit der Martin memmenhaft, "obwohl: es geht, ja ... ist geil!" Holzdildos liegen auch in der Kiste und gut in der Hand, aber Elisa findet, alles, was nicht vibrieren kann, ist nix. Darauf Kesici empört: "Ich kann auch nicht vibrieren, ich hab doch keinen Elektromotor im Puller!" Vielleicht aber wäre genau das gar keine schlechte Idee für ein Bühnenprogramm als Comedian. Man könnte ja erstmal klein anfangen: auf Weihnachtsfeiern, in Bierzelten oder in Knästen.

Was am sechsten Tage aus den beiden wird, ob sie sich gegenseitig auspeitschen, ihre Dildos mit Marmelade einschmieren, um in Fahrt zu kommen oder vom Pumuschelmann unauffällig beseitigt werden, interessiert niemanden. Denn der sechste Tag ist der Tag aller Tage. Da kommt er: der große Multimillionär, der sich die Beißer mit Klostein bleicht - Bastian Yotta. Der Adam aller Adamos. Rollt den roten Teppich aus, küsst in Gedanken seine schön geölten Muckis und betet zur Sonne, auf dass sie ihn spätestens bis zum Abend(b)rot ordentlich grillen möge.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de