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IBES Dschungelshow - Tag 4 "Fett im Fernsehen: Wir sahen geil aus!"

Was ist denn bitte an Tag 4 los? Miss Juni 1977, Bea Fiedler, einstiger A-Promi und bekannt aus spritzigen Lust-Komödien, zieht ins Tiny House. Endlich, er ist zurück, unser geliebter Dschungel-Januar! Oh, Bea, dich schickt der Himmel!

"Mein Name ist Bea Fiedler, ich habe den schönsten Busen Deutschlands - g e h a b t." Was wurde in den vergangenen Tagen über die "Dschungelshow" gemosert, ja gar damit begonnen, am guten Trashperlen-Know-how von unserem RTL zu zweifeln! Aber wir müssen Abbitte leisten. Denn der hürth'sche Himmel schickt uns - Bea! Was, Sie kennen Bea Fiedler nicht? Wird sofort vorgestellt, Momentchen, "erstmal eine rauchen"!

Die Bea spielte einst in starbesetzten Lust-Komödien mit wie: "Hurra, die Schwedinnen sind da" oder "Her mit den kleinen Schweinchen". In den Achtzigern war "die Contessa" ein A-Promi, sogar Hugh Hefner streckte gierig seine Griffel nach ihr aus. Einst hat Bea das blühende Leben genossen und sich durch "die Achtziger gesoffen". Dann kam der Absturz. Seit 13 Jahren ist sie Sozialhilfeempfängerin. Wenn das nicht beste Referenzen für den Dschungel sind!

Fast ein bisschen schade, dass die Frau, die seit "15 Jahren keinen Sex mehr hat" und der "die Männer vom Leib bleiben sollen", mit zwei tiny Kontrahenten in die Mini-Butze zieht. Da ist zum einen so eine schrille "DSDS-Hexe" Namens Lydia Kelovitz, deren Synapsen allesamt Freigang haben, zum anderen "Prince Charming" Lars Tönsfeuerborn, dessen Nachname die knuffige Imagination hervorruft, er wohne in direkter Nachbarschaft der Feuersteins und Geröllheimers und würde auch schon mal mit Fred und Barney gemeinsam podcasten.

Auf Ibiza wie ein Loch gesoffen

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Bea Fiedler 1985 als "Contessa" in "Eis am Stiel".

(Foto: TVNOW)

Wie es gang und gäbe ist, bringt jeder seine ganz eigene Geschichte mit. Bei Bea sind es hunderte, unter anderem die vom fremden Sohn, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt hat, weil sie "in den Achtzigern auf Ibiza wie ein Loch gesoffen hat". Bei Lars ist es die Mutter, die freiwillig aus dem Leben schied, an Lydias Story kann man sich ob ihres affektierten Geschreis nicht mehr erinnern.

Tag 4 ist definitiv der Tag, an dem der Knoten platzt. Endlich! Der Januar ist gleich viel weniger grau. Erstes minimales Problemchen für Smokerin Bea: die Menthol-Erfrischungsstäbchen sind alle. Die ersten vierhundert Selbstgedrehten hatte die "Fummel-Filmdiva" innerhalb von zwanzig Minuten weggeballert, also, wenn jetzt nicht "ratzifatzi" frischer Drehstoff eintrifft, geht Bea die Wände hoch. Ja, diese Frau hat, wie Sonja und Daniel anmerken, "das Konzept verstanden."

Da kann Lars sie zehnmal bitten, die Contenance zu wahren. Hallo? Niemand soll hier bitte irgendetwas wahren, oder wie Fiedler fachmännisch apostrophiert: Wir sind hier, um uns "gegenseitig wahnsinnig zu machen." Die schrille Lydia gräbt erst ein bisschen am Falschen herum, dann offenbart sie ihre heimliche Liebe zu Dr. Bob. Der schaut ob der Luftküsschen zwar etwas unerquicklich, aber so eine Verehrerin schmeichelt natürlich dem Ego.

Gäste sind an Tag 4 freilich auch mit von der Partie. Wir lauschen, ehe überhaupt Iris Klein vorgestellt werden kann, Olivia Jones ellenlangen Monologen und erfreuen uns an den putzigen Gesichtsentgleisungen von Glamour-Girl und Kubi-On-Off-On-Off-Liebes-Kumpanin Georgina Fleur. Oder wie sie richtig heißt: Fleur Georgina Barbara Julia Charlotte Dorothea Bülowius.

Alles funzt recht "happy dappy"

Ein Diskurs folgt auf den nächsten. Plötzlich sind die Gäste - und leider auch Georgina - schon wieder weg, da erfährt man, dass Bea das Durchsaufen in den Achtzigern sehr geschadet hat und ihr die Diagnose Leberzirrhose attestiert wurde. Schlimme Sache. Nun scheint das akribische Lungenbräunen ihrer Gesundheit den Rest zu geben. Natürlich ist es eine unsäglich asoziale Nummer, als trockene Alkoholikerin mit ansehen zu müssen, wenn vor ihr eine Pulle Wein gepichelt wird und sie stattdessen als Ausgleich keine Fluppen erhält.

Diese vierte Folge hat alles geboten, was wir am Trash-TV so lieben. Leute, die was zu erzählen und/oder - wie Bea - alles mitgenommen haben. Sogar die erste Dschungelprüfung 2.0 ist kurzweiliger als alle drei Tage der ersten Schnarchtruppe zusammen. Sterne in Kisten mit Getier müssen vorsichtig ertastet und über ein Seil zum Nebenmann gefriemelt werden. Alles funzt recht "happy dappy". Nur Lydias pedantisches Gekreische nervt ungefähr so sehr, wie morgens halb acht im Homeoffice einen Zoom-Termin zu haben, aber hey: Wir sind jetzt wach! Oder wie das Playmate des Monats Juni von 1977 sagt: "Wir waren fett im Fernsehen, wir sahen geil aus."

"Ich bin ein Star - Die große Dschungelshow" läuft täglich um 22.15 Uhr bei RTL. Das große Finale findet am 29. Januar statt. Die Sendung gibt es jederzeit auch zum Abruf bei TVNOW. Mehr Informationen zur Show finden Sie zudem bei RTL.de.

Quelle: ntv.de