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"Dann gratulier' ich von Weitem" Heiratsantrag bei "Wer wird Millionär?"

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Ein Heiratsantrag bei "Wer wird Millionär?": Auch für Moderator Jauch nichts Alltägliches.

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Von Corona lässt sich Thomas Berg nicht stoppen. Er nutzt "Wer wird Millionär?" für einen unvergesslichen Heiratsantrag. Standing Ovations aber gibt es von den Millionären für den nächsten Kandidaten. Der zockt, weil er so glücklich ist.

"Ich hätte jetzt noch ein kleines Anliegen", meinte Thomas Berg. Günther Jauch hatte keine Ahnung, was passierte: "Ich weiß nichts." Eigentlich hatte er den Kandidaten nach dessen 16.000-Euro-Gewinn allmählich verabschieden wollen. Der IT-Berater aus Dortmund aber hatte andere Pläne. "Schatz, würdest du mal runterkommen", bat er Lebensgefährtin Julia Kadic von den Rängen zu sich. "Ich mach es einfach kurz", sagte Berg und sank auf ein Knie. Der Kandidat blieb beim Antrag wie bei seinen Antworten dem nervösen Konjunktiv treu: "Ich würde gerne um deine Hand bitten, ich würde dich gerne heiraten wollen." "Ja, ja!", rief die Braut in spe. Der Moderator freute sich: "Dann gratulier ich von Weitem!"

"Ich hoffe, Sie fühlen sich jetzt nicht medial nicht unter Druck gesetzt", ging Jauch lieber noch auf Nummer sicher. "Ich bin geplättet. Ich bin positiv überrascht. Ich freu mich riesig", beruhigte ihn Kadic. Daraufhin wurde der Gastgeber fast poetisch: "Dann entlassen wir das junge Glück auf den Weg in den Himmel der Liebe mit 16.000 Euro und einem Heiratsversprechen." Spurlos ging die Aktion nicht an Jauch vorüber. "Der nächste Heiratsantrag?!", rief er verschreckt, als kurz darauf zu ungewohntem Zeitpunkt die dramatische Zwischenmusik durchs weitgehend leere Studio schallte. "Nee, auf den falschen Knopf gekommen", beruhigte ihn die Regie. Dafür sorgte Kandidat Manuel Salmann auf andere Art für ein Wechselbad der Gefühle.

WWM-Zocker begeistert Millionäre

"Langweilen wir Sie?", fragte Jauch bereits nach der 500-Euro-Frage. Bei dem souveränen Berliner war tatsächlich nicht der Hauch von Nervosität zu spüren. Er war nicht unbedingt abgeklärt, sondern wirkte schlichtweg tiefenentspannt. Der Grund wurde bei der 125.000-Euro-Frage deutlich. Seit längerer Zeit war kein Kandidat mehr so weit gekommen, wie Jauch festhielt. Der Podcaster sollte wissen, von welchen Tieren der Bestand in der deutschen Landwirtschaft heute größer ist als vor 100 Jahren: Rinder, Schweine, Pferde oder Schafe. Salmann tendierte sofort zu den Schweinen. Begleiterin Annika - die ihn bei WWM angemeldet hatte - und Ronald Tenholte teilten das Bauchgefühl. Der Millionärsjoker war aber nur zu maximal 70 Prozent von der Antwort überzeugt. Das reichte dem Kandidaten.

Denn Salmann hatte das beste Argument für mutiges Zocken. "Wissen Sie wat? Ich bin einfach ein sehr glücklicher Mensch, auch ohne Geld", meinte der Berliner und loggte mit den Schweinen die korrekte Antwort ein. Die riss die Millionäre von den Sitzen, Tenholte lief nach unten und gratulierte Salmann ("Dürfen wir?") per Schuhkick. Der jetzt noch glücklichere Kandidat stieg bei der Frage für 500.000 Euro aus, hätte aber sogar die korrekte Antwort gewusst, dass nämlich nachlassender Turgordruck das Welken von Blättern und nicht etwa männlichen Haarverlust bewirkt.

Kandidatin versagt bei Kylo Ren

In weniger schöner Erinnerung wird Marita Fletzoreck aus Neuss diese Ausgabe von WWM behalten. Zwar musste die kaufmännische Angestellte mit ihrem Sohn "Star Wars" gucken. In der 4000-Euro-Runde war sie aber felsenfest davon überzeugt, dass Kylo Ren der Nachfolger von Dirk Nowitzki ist und nichts mit Darth Vader zu tun haben kann. Jauch fragte mehrmals nach, aber die sehr nervöse Kandidatin sah den Wink mit Zaunpfahl nicht. Sie fiel auf 500 Euro herunter.

Überhangskandidatin Marie Luise Ritter aus Berlin gewann 16.000 Euro. Krankenschwester Antje König aus Neunkirchen kommt nächste Woche mit der 8000-Euro-Frage wieder.

Quelle: ntv.de