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"Dschungelcamp" - Tag 9 Von armen Ameisen und schwachen Leuten

"Die Maschine" holt neun Sterne, Danielas Bett ist das nasseste von allen und Raúl spielt Klavier - schon lange. Ansonsten geht’s ständig um Schwänze. Tag 9 endet mit einem Verlust, der uns den Atem raubt.

Endlich gibt's was Anständiges zu beißen! Nachdem Danni, die Clevere, in der Prüfung vom Vortag neun Sterne einheimste, kommt nun ein schöner, kräftiger Känguru-Schwanz auf den Tisch, der - "Alter, voll crazy" - tatsächlich "nach Tier schnuppert". "Soooo ein großer Schwanz, hihi, ooooh!" Mann könnte sich alles herrlich postkartenidyllisch zurecht halluzinieren an diesem neunten Tage: Jeder hat einen Schwanz im Mund, die Beilage ist auch nicht ohne und die Essenbringerin Daniela von Nazareth atmet erleichtert auf: "Hauptsache, die anderen haben gut gegessen!"

DAS WAR TAG 9 IM DSCHUNGELCAMP

Held des Tages: Markus "die Maschine" greift beherzt ins Klo.

Mensch des Tages: Prince Damien, der Danni sein trockenes Bett anbietet.

Erkenntnis des Tages 1: "Ameisen sind so arm, man kann sie so schnell umbringen." (Elena)

Erkenntnis des Tages 2: "Menschen kann man auch leicht umbringen." (Anastasiya)

Diva des Tages: Elena, die am brüchigen Frieden zündelt.

Das Camp verlassen muss: Toni.

Aber wir kennen das aus unserem eigenen Leben: Irgendwas ist immer. Katzen setzen sich mitten in der Nacht auf unser Gesicht oder reißen einen mit einem Fürzchen aus dem Traum. Bei den Campern sind es eben nachtaktive, tödliche Trichternetzspinnen.

"Todesalarm!", entfährt es Toni wie in Munchs Schrei. Dann doch lieber Katzenfürze, die, das sollte man auch mal in aller Deutlichkeit sagen, ebenfalls tödlich sein können und auf keinen Fall verharmlost werden sollten.

Nass, nasser, Dannis Bett

Genauso wie das Wetter, das derzeit in Australien herrscht. "Starkregen, Monsun" und Gisele Oppermanns aufgesparte Tränen von 2019: Alles kommt zusammen, die Dämme brechen. Das Camp wird fast überschwemmt und muss aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Feststellung: Alle Betten sind nass und zum Pennen nicht zu empfehlen. Das Bett der "Mutter" aber ist am nassesten. Nasser als alle Betten jemals. Die von früheren Campern und die von denen, die noch kommen werden! Alles hat diese Frau durchgestanden: den Tod zweier Ehemänner, einen saufenden Vater und einen Kumpel, dessen Penis nach der Verlängerung mindestens so lang ist, wie der Schwanz, den es zum Abendbrot gab. "Aber das hier ist schlimmer als alles andere, was ich je erlebt habe!"

Sie weint und schluchzt. Und da ist plötzlich dieses mitleiderregende Zittern in ihrer Stimme, das einen direkt an diese armen Teufel im Tierheim erinnert. Diese frauchenlosen Pinscher brechen einem ja auch immer sofort das Herz! "Alle schlafen, nur ich nicht! Guck mal, mein Bett ist nass! Guck mal, wen es hier richtig getroffen hat!"

Dümmliches, sexistisches Gequatsche gibt’s auch. Die evakuierten Damen im Dschungeltelefon, als ein schöner Ranger eine verirrte Schlange einfängt: "Mmh, bestimmt erst 30! Mmm." Der Schwanz zum Abendessen scheint ihnen die Synapsen lahmgelegt zu haben, denn irgendwie geht’s plötzlich schon wieder um Schwänze, große und kleine und nein, derlei schwanzreduziertes Seichtes kommt ganz und gar nicht nur von Männern!

"Menschen kann man auch schnell umbringen"

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Ist sich für nichts zu schade: "Maschine" Markus

Lass' ma' das Thema wechseln, scheint Elena sich zu denken und sinniert über das Leben der Ameisen: "Ameisen sind so arm, die kann man so schnell umbringen!" Darauf Anastasiya: "Menschen kann man auch schnell umbringen." Marco, das sensible, gutmütige Kerlchen jedenfalls hat die Zeit im Dschungel nur knapp überlebt. Der Mann, "in dem ganz viel Schönes ist", glaubt, der Zuschauer habe so wenig für ihn angerufen, weil zu viele Tränen über seine schnuffigen Cerullo-Wangen gekullert sind. Anders kann er sich sein frühes Ausscheiden nicht erklären: "Es muss ja wegen der Schwäche sein! Was hab ich gemacht da drin - nix!" Ja, Marco, das isses ja eben!

Hier noch einmal in aller Deutlichkeit: Männer, die Schwäche zeigen, sind starke Männer. Hundertprozentig würde der Marco niemals nein sagen, wenn ihn sein neuer Buddy Raúl bitten würde, sein Klavier in seine neue fahrstuhllose Dachgeschoss-Butze in Berlin-Prenzlauer Berg zu schleppen.

Pupsen und Zündeln am Frieden

Auch ein starker Mann: Markus. Le Frisur sahnt bei der von Panikattacken-Danni abgepfiffenen "Ge-fahrstuhl"-Prüfung ordentlich ab. Acht Sterne für den Trödelfuchs, der, genau wie man es von ihm erwartet, inbrünstig auch in den dunkelsten Tunneln und tiefsten Tiefen nach Sternen und anderen Schätzen sucht. Im Fahrstuhl traf er kurz zuvor auf einen Geschäftsmann, der - und das ist jetzt wirklich unheimlich niedlich - in seiner Gegenwart erstmal einen fahren ließ. Doch ein Markus ließ sich seine Indiana-Jones-Atmosphäre nicht von einem Pupser verpesten.

Zurück im Camp wird "die Maschine" frenetisch gefeiert. "Ich bin geil drauf", freut er sich. Danni freut sich, wie sie sich eben freuen kann. Gekokelt wird auch. Mit einem Feuerstein. Man darf wieder auf offenem Feuer kochen. Doch wo Freude ist, ist auch immer einer, der am Frieden zündelt. Man könnte jetzt noch erwähnen, dass Elena irgendeinen Film wegen "Zwenni" schiebt, der nichts gemacht hat, außer seinen Kopf auf die Schulter seines Nebenmannes zu legen, aber da passiert auch schon das nicht vorhergesehene Drama. Toni, unser liebstes Bratwurstschnütchen muss das Camp verlassen! Tripsitrips, nicht du! Alle sind wirklich sehr, sehr entsetzt. Tränen fließen. Umso schöner ist es da, dass unsere "Mutter" noch ein bisschen bleiben darf, um ihre "Kinder stolz zu machen".

*Datenschutz

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" läuft bis 25. Januar täglich bei RTL und ist jederzeit bei TVNOW abrufbar. Weitere Informationen zur Sendung und zur Spendenaktion gibt es auch bei RTL.de.

Quelle: ntv.de