Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:30 USA: Impfung bald schon ab 65 +++

In den USA könnten schon in den kommenden Tagen Menschen über 65 Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Altersgruppe der zur Impfung Berechtigen werde ausgeweitet, teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar mit. Zudem will die Regierung in Washington alle Impfdosen verteilen, die sie zunächst für die jeweils zweiten Injektionen zurückgehalten hatte. Damit soll der schleppend laufenden Impfkampagne in den USA neuer Schwung verliehen werden. Die Richtlinien an die Bundesstaaten sind unverbindlich. Auch der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo teilte den Bürgern seines Bundesstaates mit, dass das Mindestalter für die Impfungen von 75 auf 65 gesenkt worden sei.

+++ 22:22 Ethikrat schließt Impfpflicht nicht komplett aus +++
Aus Sicht des Deutschen Ethikrates kann unter bestimmten Umständen über eine "bereichsbezogene Impfpflicht" nachgedacht werden. "Wir haben eine allgemeine Impfpflicht aus ethischen Gründen ausgeschlossen", sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Abend gegenüber den ARD-"Tagesthemen". Der Ethikrat habe aber auch erklärt, dass unter bestimmten Umständen über eine "bereichsbezogene Impfpflicht" nachzudenken sei. Dabei ginge es etwa um die Versorgung von Patienten, die man nicht anders schützen kann, "als dass die Menschen, die sie versorgen, geimpft sind." Die andere Bedingung für das Nachdenken über eine Impfpflicht sei, dass "wir noch sehr viel mehr Wissen bräuchten, dass die Impfung dafür sorgt, dass die geimpfte Person niemanden mehr anstecken kann".

+++ 22:09 US-Gericht verschiebt Todesstrafe wegen Infektion +++
Wegen der Covid-19-Erkrankung von zwei zum Tode verurteilten Mördern hat ein US-Bundesgericht den Aufschub der Hinrichtungen angeordnet. Die Richterin begründet die Entscheidung damit, dass den zwei Männern die Gelegenheit zur Genesung gegeben werden sollte. Das Justizministerium sollte die Exekutionen deshalb bis mindestens 16. März aufschieben. Der Termin liegt nach der Amtseinführung des designierten Präsidenten Joe Biden, der die Todesstrafe ablehnt. Die Häftlinge sollten am Donnerstag und Freitag hingerichtet werden. Ihre Anwälte hatten geltend gemacht, die angegriffenen Lungen der beiden Männer ihnen unzumutbare Qualen bei der Verabreichung den tödlichen Injektionen verursachen würden.

+++ 21:46 Fünf Länder vermelden vierstellige Neuinfektionen +++
Von den 16 Bundesländern führt am heutigen Dienstag Baden-Württemberg das Länderfeld mit 2.226 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Nordrhein-Westfalen (2.302), Sachsen (1.946), Bayern (1.740) und Berlin (1.070).

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+++ 21:16 Sächsische Skigebiete bleiben geschlossen +++
Mit der Skisaison in Sachsen wird es diesen Winter nichts mehr. Tourismusministerin Barbara Klepsch von der CDU teilte nun mit: "Unsere sächsischen Skigebiete müssten aktuell damit beginnen, ihre Pisten künstlich zu beschneien, um für die restliche Saison ausreichend Schnee vorzuhalten. Die aktuelle Corona-Situation in Sachsen ist aber weiterhin sehr ernst. Wir haben uns deshalb schweren Herzens gemeinsam darauf verständigt, die alpine Wintersaison für den Tourismus zu beenden." Damit solle den Liftbetreibern Planungssicherheit gegeben werden, damit sie unnötige Kosten vermeiden.

+++ 20:50 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.986 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.947.982 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.986 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 998 auf 42.279. Als aktuell infiziert gelten rund 321.279 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,99 angegeben (Vortag: 1,32). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 99 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,07 (Vortag: 1,14). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5.230 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3.000 davon werden beatmet. Rund 4.581 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:34 Söder verteidigt seinen Kurs +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Kontakte und Mobilität müssten eingeschränkt werden, sagte der CSU-Vorsitzende in einer Video-Grußbotschaft für den Neujahrsempfang der Bremer CDU. "Eine andere Möglichkeit gibt es nicht." Die Verhältnismäßigkeit ergebe sich aus der Wucht der Herausforderungen durch die Pandemie. Ein Parameter sei dabei die Zahl der Todesopfer, die wie die Zahl der Neuinfektionen viel zu hoch sei. Die Verstorbenen seien die wahren Opfer der Pandemie. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es am Ende ein ausreichendes Angebot an Impfdosen geben werde. "Impfen ist eine Hoffnung." Es sei allerdings eine stärkere Impfbereitschaft nötig, die aber durch Falschinformationen ("Fake News") gefährdet werde.

+++ 20:05 Portugal meldet so viele Corona-Tote wie noch nie +++
Portugal hat so viele Corona-Tote an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Pandemie gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 155 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit. Damit wurde die am Vortag registrierte Höchstmarke (122) um 27 Prozent übertroffen. Die Gesamtzahl kletterte auf 8080 Todesopfer. Innerhalb eines Tages seien zudem 7259 Infektionen gezählt worden, hieß es. Insgesamt gab es damit in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern bereits fast eine halbe Million Ansteckungen (496.552) mit dem Virus Sars-CoV-2.

+++ 19:49 USA wollen offenbar Testpflicht für alle Flugreisenden aus dem Ausland +++
Die USA werden Insidern zufolge einen Covid-Test von allen internationalen Flugreisenden verlangen. Die neuen Vorgaben des Seuchenzentrums CDC könnten noch im Laufe des Tages verabschiedet werden, heißt es. Sie dürften dann zwei Wochen später in Kraft treten.

+++ 19:35 Niederlande verlängern Lockdown +++
Die Niederlande werden den Lockdown um weitere drei Wochen bis zum 9. Februar verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. "Wir haben keine Wahl", sagte er Premier. Die Zahl der Neuinfektionen ist zwar vier Wochen nach Verhängung des Lockdowns zurückgegangen. Doch es reiche bei weitem nicht aus. Hinzu gebe es große Sorgen über die britische Virus-Mutation, sagte Rutte. "Die Bilder aus London sind sehr alarmierend."

+++ 19:13 Merkel kritisiert Umsetzung der Schutzmaßnahmen in Altenheimen +++
Kanzlerin Angela Merkel hat die Umsetzung der Pläne zum Schutz der Menschen in Alten- und Pflegeheimen durch die Länder kritisiert. Sie betrübe die Lage in den Alten- und Pflegeheimen, sagte die Kanzlerin während einer Sitzung der Unionsfraktion. So seien die rechtlichen Voraussetzungen für den Schutz der Menschen dort seit Monaten gegeben. Die Krankenkassen würden die Kosten für Tests der Bewohner und die Personalkosten übernehmen. Dies sei von der Bundesebene theoretisch vorbereitet worden. Die praktische Umsetzung sei aber sehr lückenhaft, kritisierte Merkel. Deshalb gebe es "diese beklemmende Situation in vielen Altenheimen".

+++ 19:01 Griechenland will EU-Impfpass +++
Gegen Covid-19 geimpfte EU-Bürger sollen nach Ansicht der griechischen Regierung einen EU-weit gültigen Impfpass erhalten - dafür hat sich der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis in einem Brief an die EU-Kommission eingesetzt. Es sei dringend notwendig, ein gemeinsames Verständnis darüber zu etablieren, wie solch ein Impf-Zertifikat strukturiert sein müsse, so dass es von allen EU-Staaten akzeptiert werde, hieß es in dem Schreiben, das heute von der griechischen Tageszeitung "Kathimerini" veröffentlicht wurde.

+++ 18:33 Bundeswehr-Einsatzleiter: "Einer der längsten Einsätze" im Inland +++
Der Corona-Hilfseinsatz der Bundeswehr ist nach Angaben des zuständigen Kommandeurs einer der langwierigsten im Inland. "Es ist mit Sicherheit auch einer der längsten Einsätze, den wir gefahren haben", sagte Generalmajor Carsten Breuer beim Besuch eines Impfzentrums, das die Bundeswehr in Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern betreibt. Breuer ist Kommandeur beim Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin und koordiniert deutschlandweit die Unterstützung der Bundeswehr bei der Bewältigung der Corona-Krise. Der Einsatz sei im Moment ein "ein sehr, sehr personalintensiver". Mehr als 10.000 Soldatinnen und Soldaten seien im Einsatz: bei der Kontaktnachverfolgung in Gesundheitsämtern, in Impfzentren, bei Abstrich-Teams, aber auch in Alten- und Pflegeheimen.

+++ 18:15 Gestohlene Impfstoff-Daten im Internet aufgetaucht +++
Einige der bei der Cyber-Attacke auf die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erbeuteten Dokumente sind offenbar im Internet veröffentlicht worden. "Die Justizbehörden haben die notwendigen Schritte eingeleitet", teilte die EMA mit. Im Dezember waren unbekannte Hacker in das IT-System der Behörde eingedrungen und hatten Einsicht in Dokumente über Medikamente und Impfstoffe gegen das Coronavirus. Die EMA machte keine Angaben zur Art der Dokumente und sagte auch nicht, wo sie veröffentlicht worden waren. Die Hacker hatten Dokumente der Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech einsehen können. In die Computersysteme der beiden Unternehmen waren die Täter nicht eingedrungen: Sie sind nach Einschätzung von Experten extrem gut gesichert. Die Ermittlungen dauern an.

+++ 17:45 Merkel warnt deutlich vor verändertem Virus +++
Die Kanzlerin hat eindringlich dazu aufgerufen, alles zur Eindämmung der in Großbritannien aufgetauchten veränderten Variante des Coronavirus zu tun. Das Virus könne in sehr kurzer Zeit "die Führerschaft gegenüber dem alten Virus" übernehmen, sagte Merkel nach Angaben mehrerer Sitzungsteilnehmer in der ersten Online-Sitzung der Unionsfraktion nach der Winterpause. Man müsse mit einer ganz anderen Aggressivität dieses Virustyps rechnen. Würde diese Virusvariante in Deutschland die Oberhand bekommen, wäre man wieder mitten im exponentiellen Wachstum der Infektionszahlen.

+++ 17:27 Drohne kontrolliert in englischer Stadt die Abstandsregel +++
Die englische Hafenstadt Portsmouth setzt bei der Kontrolle der Abstandsregeln unter anderem auf eine unbemannte Drohne. Der Ratsvorsitzende der Stadt, Gerald Vernon-Jackson, erklärte heute, die Maßnahme greife nicht in die Privatsphäre der Bürger ein. "Wir können Menschen nicht identifizieren, wir können niemanden aus der Nähe sehen", sagte er der Nachrichtenagentur PA zufolge. Man wolle damit nur erkennen, wie sicher oder unsicher die Situation für die Menschen sei.

+++ 17:18 Lindner warnt vor Lockdown-Verlängerung +++
"Eine Perspektive, die jetzige Situation bis zu zehn Wochen fortzusetzen, halten wir für nicht verantwortbar. Jeden Tag steigen die sozialen und wirtschaftlichen Schäden", sagte FDP-Chef Lindner heute vor einer Sitzung seiner Bundestagsfraktion. Er forderte die Bundesregierung auf, einen Stufenplan zu erarbeiten, wie das Land Schritt für Schritt regional wieder hochgefahren werden könne. Nötig seien "innovative Maßnahmen" für den Schutz von besonders gefährdeten Gruppen. Lindner nannte Luftfilterung als Beispiel. "Wir können nicht auf Dauer in diesem Schließungszustand verbleiben", warnte Lindner.

+++ 16:57 Mallorca verhängt Sprechverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln +++
Die Balearen galten mal als vorbildlich bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Inzwischen weisen Mallorca und Co. fast die höchsten Infektionszahlen ganz Spaniens auf. Deshalb tritt die Regionalregierung gehörig auf die Bremse und verhängt drastische Einschränkungen. Neben einem Verbot von privaten Treffen zu Hause und an öffentlichen Plätzen sollen Fahrgäste in Bussen und Bahnen während der Fahrt schweigen, aus Angst vor den freigesetzten Aerosolen. Wie das kontrolliert werden soll, blieb bisher unklar.

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+++ 16:32 Erster Nachweis von Mutation aus Südafrika in Deutschland +++
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat den ersten Nachweis der Corona-Mutation B.1.351 aus Südafrika in Deutschland gemeldet. Betroffen sei eine Familie, die am 13. Dezember aus Südafrika in den Zollernalbkreis zurückgekehrt sei, teilte das Stuttgarter Sozialministerium nun mit. Am Montag sei der Nachweis der Variante von der Berliner Charité bestätigt worden.

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+++ 16:25 Britische Corona-Mutation in Wiener Pflegeheim festgestellt +++
In einem Seniorenheim in Wien haben die Gesundheitsbehörden Fälle mit der zuerst in England entdeckten Coronavirus-Variante festgestellt. Wie die Heimleitung nun mitteilte, waren die Infektionen von der österreichischen Gesundheitsbehörde Ages untersucht worden. Es handle sich bei dem Erreger um die B117-Mutation, die insbesondere in England grassiert und Anfang Januar erstmals in Österreich nachgewiesen wurde. In dem Altenheim waren nach den Feiertagen auffällig viele Corona-Infektionen registriert worden, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Demnach erkrankten 42 von 101 Bewohnern an dem Virus.

+++ 16:11 Weltärztepräsident Montgomery für Impfpflicht gegen Corona +++
Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirbt auch Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. "Für Pflegekräfte und medizinisches Personal ist eine berufsspezifische Impfpflicht gegen Corona sinnvoll", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wer Umgang mit vulnerablen Gruppen hat, muss immunisiert sein" - entweder durch eine überstandene Covid-19-Erkrankung oder durch eine Schutzimpfung.

+++ 15:58 So viele Tote in England und Wales wie zuletzt 1918 +++
In England und Wales sind im vergangenen Jahr so viele Menschen gestorben wie zuletzt im Jahr 1918, dem Jahr der Spanischen Grippe. Zwischen Januar und Dezember gab es in den Landesteilen 608.002 Todesfälle, wie aus vorläufigen Zahlen hervorgeht, die die britische Statistikbehörde am Dienstag veröffentlichte. Das sind mehr als in jedem Kalenderjahr seit 1918 - damals waren 611.861 Tote gezählt worden. Allerdings sind die Zahlen über so lange Zeiträume schwierig zu vergleichen, da sich die Größe und die Altersstruktur der Bevölkerung deutlich verändert haben. Vergleicht man die Todeszahlen von 2020 für England und Wales mit dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, so starben knapp 76.000 Menschen mehr. Zum Ende des Jahres standen fast die Hälfte aller Todesfälle in den Krankenhäusern von England und Wales in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

+++ 15:40 Ermittlungen gegen AfD-Abgeordneten nach illegaler Party +++
Eine illegale Geburtstagsparty in Cottbus zieht Ermittlungen gegen den Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Freiherr von Lützow nach sich. Wie es von der Polizeidirektion Süd nun hieß, werde gegen von Lützow wegen des Tatverdachts der Nötigung und Bedrohung von Polizeibeamten ermittelt. Er soll demnach entgegen eigener Darstellungen doch bei der Party im Dezember dabei gewesen sein und Polizisten bedroht haben. Zu weiteren Details wollte sich Polizeisprecherin Ines Filohn mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" über die Vorfälle bei der Feier berichtet.

+++ 15:26 Indien wappnet sich für "weltgrößte Impfaktion"+++
Indien hat mit dem Versand von Millionen Corona-Impfdosen in große Städte begonnen. Damit soll am Samstag die laut Premierminister Narendra Modi "weltgrößte Impfaktion" beginnen. Zunächst sollen nach Behördenangaben 30 Millionen Mitarbeiter vor allem im Gesundheitsbereich gepikst werden. Dann sollen bis Juli 270 Millionen Menschen über 50 Jahre sowie Risikogruppen an die Reihe kommen. Damit wären im Sommer rund ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens, dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt, geimpft.

+++ 15:10 Verteilung des Moderna-Impfstoffs hat begonnen +++
Nach der Ankunft des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna in Deutschland hat heute die Verteilung begonnen. Von der Artland-Kaserne im niedersächsischen Quakenbrück aus wird er in andere Bundesländer transportiert, wie ein Bundeswehrsprecher bestätigte. Der Moderna-Impfstoff für Deutschland werde zunächst in die örtliche Bundeswehrapotheke gebracht, sagte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der niedersächsischen Landesregierung. Von dort werde er an die Verteilzentren der Bundesländer und dann an die Impfzentren in den jeweiligen Ländern geliefert. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge sollten heute die ersten 63.600 Dosen ausgeliefert werden. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden.

+++ 14:53 Berliner Senat stimmt 15-Kilometer-Regel zu +++
Berlinerinnen und Berliner dürfen sich von der Stadtgrenze künftig nur noch 15 Kilometer entfernen. Der Senat hat sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner heutigen Sitzung angesichts der weiterhin großen Zahl von Corona-Neuinfektionen auf eine entsprechende Beschränkung der Bewegungsfreiheit verständigt. In Brandenburg und anderen Bundesländern gilt die neue Regel schon. Demnach sind touristische Reisen für Bewohner von Corona-Hotspots außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um ihren Landkreis oder ihre kreisfreie Stadt seit Samstag untersagt. Das gilt bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

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+++ 14:32 Weitere US-Abgeordnete nach Angriff auf Kapitol positiv getestet +++
Zwei Abgeordnete der US-Demokraten sind mutmaßlich während des Angriffs auf das Kapitol mit dem Coronavirus infiziert worden. Die 75-Jährige Bonnie Watson Coleman und ihre 55-Jährige Kollegin Pramila Jayapal teilten mit, dass sie positiv getestet worden seien. Sie vermuten, sich angesteckt zu haben, als sie vor dem wütenden Mob Zuflucht suchten. Jayapal machte dafür republikanische Parlamentarier verantwortlich, die sich geweigert hatten, im Schutzraum Masken zu tragen. Sie habe sich testen lassen, nachdem sie am vergangenen Mittwoch stundenlang in einem gesicherten Raum mit Kollegen ausharren musste, von denen viele keinen Atemschutz getragen hätten, berichtete Jayapal auf Twitter.

+++ 14:19 Moderna-Impfstoff auch in der Schweiz zugelassen +++
Die Schweiz hat wie die EU den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna als zweites Mittel im Kampf gegen die Corona-Infektionen zugelassen. Das grüne Licht erteilte am Dienstag die Regulierungsbehörde Swismedic. Sie hatte vor Weihnachten bereits den Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Damit hatten die ersten Impfungen bego nnen. "Damit erfüllt ein zweiter Covid-19-Impfstoff die hohen Anforderungen an Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität und kann ab sofort in der Schweiz eingesetzt werden", teilte Swissmedic mit. Der Moderna-Wirkstoff wird von dem Schweizer Unternehmen Lonza hergestellt. Dreiviertel der bis Ende des Jahres geplanten 400 Millionen Impfdosen wird im Lonza-Werk in Visp im Rhonetal produziert. Der Rest entsteht in einem kleineren Werk in den USA.

+++ 13:59 Mehr Klarheit über Extra-Kinderkrankentage +++
Für Familien gibt es nun mehr Klarheit bei den geplanten zusätzlichen Kinderkrankentagen in diesem Jahr. Die Extra-Tage sollen nicht nur bei geschlossenen Schulen und Kitas genutzt werden können, sondern auch, wenn lediglich die Anwesenheitspflicht ausgesetzt ist oder der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Laut einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Formulierungshilfe für einen entsprechenden Gesetzentwurf gilt das auch, wenn Eltern lediglich gebeten wurden, ihre Kinder nicht in die Kita zu bringen. Das Kinderkrankengeld können demnach auch Eltern beantragen, die theoretisch im Homeoffice arbeiten könnten. Geltend gemacht werden kann er bei der Krankenkasse mit einer Bescheinigung von Kita oder Schule. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten vereinbart, die Kinderkrankentage pro Elternteil in diesem Jahr von 10 auf 20 zu verdoppeln, für Alleinerziehende von 20 auf 40.

+++ 13:44 Kretschmann: Lockdown könnte weiter verschärft werden +++
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Februar für möglich. Die Zahlen seien nicht so, dass man "ein großes Öffnungskonzert" veranstalten könne, sagte der Grünen-Politiker. "Wenn es nicht gut kommt, müssen wir eventuell sogar noch mal verschärfen." Baden-Württemberg sei mit dem bisherigen strengen Kurs gut gefahren. Kretschmann erklärte, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen seien sehr wirksam. "Die nächtlichen Ausgangssperren werden mal sicher nicht gelockert, vorher lockern wir was anderes." Seit Wochen gelten im Südwesten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 Uhr und 05 Uhr.

+++ 13:24 Bayern beschließt FFP2-Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel +++
In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Das hat das Kabinett in München beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder sagte.

+++ 13:16 Tirol meldet 17 Verdachtsfälle mit Mutation nach Skilehrer-Kurs +++
In Österreich haben sich möglicherweise 17 weitere Menschen mit der in Großbritannien aufgetretenen Coronavirus-Mutation angesteckt. Zum Großteil handele es sich um britische Staatsbürger, die im Dezember an einer Skilehrer-Ausbildung in Jochberg in Tirol teilgenommen hätten, teilte das Land mit. Auffälligkeiten beim positiven PCR-Test würden nun überprüft. Ein Ergebnis solle in einer Woche vorliegen, hieß es. Unterricht mit Schülern habe nicht stattgefunden. Die Regierung rief die Bürger der 1600-Einwohner-Gemeinde nahe Kitzbühel auf, sich vorsorglich einem PCR-Test zu unterziehen. Bisher waren vier Fälle dieser Mutation in Österreich bekannt.

+++ 12:53 Weniger Covid-Patienten müssen intensivmedizinisch behandelt werden +++
Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sinkt leicht. Nach aktuellem Divi-Intensivregister werden in Deutschland 5230 Patienten auf Intensivstationen versorgt (59 weniger als am Vortag). Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, sank im Vergleich zum Montag um sechs auf 3000. Der Anteil der freien Intensivbetten liegt derzeit bei 17 Prozent. 22.433 Intensivbetten sind belegt.

+++ 12:41 Virus sorgt für massive Post-Probleme in Großbritannien +++
In Deutschland sind die Post- und Zustelldienste trotz der Pandemie weiterhin recht zuverlässig. Ganz anders sieht das in Großbritannien aus: Die britische Post kann landesweit in 28 Gegenden kaum noch Briefe und Pakete ausliefern. In diesen Regionen - 27 in England und eine in Nordirland - stehe zu wenig Personal zur Verfügung, weil viele Mitarbeiter krank seien oder sich in Selbstisolation befänden, teilte die Royal Mail mit. Mancherorts warten Menschen bereits seit mehr als einem Monat auf Sendungen, wie britische Medien berichteten. Nun wächst vor allem bei Älteren die Furcht, dass sie ihren Termin für eine Corona-Impfung nicht rechtzeitig erhalten. Die Gewerkschaft CWU und auch Parlamentsabgeordnete haben daher bereits aufgefordert, Postbedienstete als systemrelevant einzustufen und damit schon bald gegen Corona zu impfen.

+++ 12:14 Paul-Ehrlich-Institut rechnet 2021 mit bis zu sieben weiteren Impfstoffanträgen +++
Aus Sicht des Paul-Ehrlich-Instituts läuft der Impfstart momentan reibungslos. "Insgesamt verläuft aus unserer Sicht die Impfung gut und es wird berichtet, was auch erwartet wurde", sagte Institutspräsident Klaus Cichutek im Interview mit RTL und ntv. Zwar wurden dem Institut in der ersten Woche in sechs von 130.000 Fällen von schwerwiegenden Reaktionen berichtet, aber es sei bislang unklar, ob sie im direkten Zusammenhang mit der Impfung stehen. "Tatsächlich ist es so, dass allergische Reaktionen aufgetreten sind, aber nicht die erwarteten anaphylaktischen Reaktionen", sagte Cichutek. "Das, was aufgetreten ist, war wesentlich milder." Die Einrichtung bereitet sich derweil auf weitere Impfstoffe vor. "Ich rechne damit, dass im Laufe dieses Jahres sechs bis sieben weitere Anträge gestellt werden können", so Cichutek. "Da bestehen gute Aussichten, dass weitere Impfstoffprodukte im Laufe des Jahres auf den Markt kommen."

+++ 11:51 Industrie wehrt sich gegen Homeoffice-Vorgaben +++
Die deutsche Industrie lehnt strengere Vorgaben der Politik für mehr Homeoffice ab. Der neue Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, macht deutlich, der Einsatz von Homeoffice müsse von den Betriebsparteien vor Ort entschieden werden. Die Industrie appelliere an alle Unternehmen, das Thema Homeoffice soweit wie möglich zu nutzen, sagte Russwurm. "Und ganz viele tun das auch." Die Entscheidung darüber, was gehe und was nicht gehe, welche Arbeitsplätze dauerhaft im Homeoffice sein könnten, wo es richtig sei, ab und zu mal wieder zurück ins Büro zu kommen und welche Arbeitsplätze schlichtweg nicht von zu Hause zu erledigen seien, wisse aber niemand besser als die Betriebsparteien vor Ort. Das "Schweißen aus dem Homeoffice" habe noch niemand erfunden.

+++ 11:33 Mexiko erwägt Kauf des russischen Impfstoffs +++
Mexiko erwägt den Kauf des russischen Impfstoffs Sputnik V. "Wir denken, dass wir bis zu 24 Millionen Dosen des Impfstoffs brauchen könnten, für zwölf Millionen Menschen", sagt der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell. Das Mittel muss pro Person zwei Mal gespritzt werden. Außerdem rechne Mexiko, das stark unter der Pandemie leidet, heute mit ersten Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs, der in Argentinien hergestellt werde.

+++ 11:11 Merkel: Schwere Zeit steht noch bevor +++
Angela Merkel macht sich offenbar große Sorgen um eine Ausbreitung der britischen Corona-Mutation in Deutschland. Die Bundeskanzlerin hat in einer internen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Innen der Unionsfraktion vor einer bis Ostern um zehnfach erhöhten Inzidenz gewarnt, sollte Deutschland es nicht schaffen, die Mutation abzuwehren. Nach Informationen von ntv führte sie dabei die Entwicklung in Irland als warnendes Beispiel an. Dort sei die Inzidenz in kurzer Zeit von 70 auf 700 gestiegen. Deutschland drohten acht bis zehn schwere Wochen, je nachdem wie schnell sich das britische Virus ausbreite. Ob Merkel auch eine Verlängerung des bereits bis Ende Januar geltenden Lockdowns befürworte, ging nach ntv-Informationen nicht aus ihren Äußerungen hervor.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über Merkels Aussagen berichtet. Dem Blatt zufolge soll sie sogar eine Verlängerung der harten Maßnahmen bis kurz vor Ostern gefordert haben.

+++ 10:43 Hamburg ändert Impfstrategie und hebt Dosis nicht auf +++
Hamburg hat nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung seine Impfstrategie geändert: Die zweite Dosis Impfstoff, die jeder Geimpfte nach einigen Wochen bekommen soll, wird nicht mehr aufgehoben, wie der KVH-Vorstandsvorsitzende Walter Plassmann im Hamburg 1 Fernsehen sagte. Dies sei bedauerlich. "Wenn wir dann Ende Januar mit der zweiten Impfung beginnen, müssen wir hoffen, dass wir bis dahin neuen Impfstoff erhalten haben." Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sollten bis Mitte Februar alle 80-Jährigen in den Pflege- und Altenheimen geimpft werden, sagte Plassmann. "Das hat dazu geführt, dass wir in Hamburg unsere Impfstrategie deutlich überarbeiten mussten. Wir müssen jetzt mit Ausnahme der 500 Impfungen, die wir täglich im Impfzentrum durchführen können, alle anderen Dosen in den Heimen verimpfen."

+++ 10:25 Johnson: Chinesische Medizin ist schuld an Corona +++
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die traditionelle chinesische Medizin für den Ausbruch des Coronavirus verantwortlich gemacht. Britische Medien wiesen auf seine Aussagen hin, die womöglich Ärger mit China auslösen könnten. "Es stammt von Fledermäusen oder Schuppentieren, von dem irrsinnigen Glauben, dass man an Potenz gewinnt oder was auch immer die Leute glauben, wenn man die Schuppen eines Schuppentieres zermahlt", sagte Johnson beim Klimagipfel "One Planet Summit" am Montag. "Es entsteht aus dieser Kollision zwischen der Menschheit und der Natur, und wir müssen dies stoppen." Internationale Forscher vermuten Fledermäuse aus Südchina als Ursprung des Virus. In der traditionellen chinesischen Medizin werden auch Extrakte von gefährdeten Tierarten genutzt. Abgeleitet davon folgen viele Menschen einem Aberglauben, einer Art Volksmedizin, wonach Teile von Tieren wie Schuppentieren, Fledermäusen oder Tigern die Gesundheit oder die Potenz steigern können.

+++ 09:55 Niedersächsischer Quarantänebrecher wegen versuchter Körperverletzung angeklagt +++
Die Staatsanwaltschaft in Göttingen hat einen mit dem Coronavirus infizierten Quarantänebrecher wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen angeklagt. Der Mann habe trotz amtlicher Quarantäneanordnung und in Kenntnis seiner Erkrankung zweimal in einem Fitnessstudio trainiert und dabei die Ansteckung anderer Menschen mit einem potenziell tödlichen Erreger in Kauf genommen, teilte die Anklagebehörde in der niedersächsischen Stadt mit. Der Vorgang ereignete sich demnach im vergangenen Mai, der Beschuldigte war während des Trainings im Fitnessstudio von Mitarbeitern der Stadt erkannt worden. Er habe durch seine Handlungen "versucht, andere Personen durch die Beibringung von gesundheitsschädlichen Stoffen körperlich zu misshandeln und an ihrer Gesundheit zu schädigen", erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Anklage erging am Amtsgericht. Dieses entscheidet nun, ob es zum Prozess kommt.

+++ 09:41 USA verzeichnen mehr als 2000 Tote binnen 24 Stunden +++
In den USA stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden um 222.900 auf insgesamt rund 22,67 Millionen. Die Zahlen gehen aus den täglich veröffentlichten Berechnungen der "New York Times" hervor, auf die sich ntv.de seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach starben mindestens 2048 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt zählen die Vereinigten Staaten nun mehr als 376.000 Todesopfer.

+++ 09:24 "Andere Option ist der Tod": Restaurants öffnen in Mexiko-Stadt trotz Verbots +++
In Mexiko-Stadt müssen wie vielerorts auf der Welt die Restaurants wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen bleiben - doch in der mexikanischen Hauptstadt haben gestern mehr als 500 von ihnen dennoch ihre Türen für Gäste geöffnet. "Das ist kein Akt der Rebellion", sondern ein Akt der Verzweiflung, sagt Guilliano Lopresti, Eigentümer des "Quebracho" im Innenstadtviertel Cuauhtemoc: "Wir öffnen, denn die einzig andere Option ist der Tod." Lopresti hat Platz für 200 Gäste in seinem Restaurant - eingelassen hat er am Montag 48 Kunden. Ein Kellner mit Maske misst ihre Temperatur und bittet sie, die Hände zu desinfizieren. Seit dem 18. Dezember müssen die Restaurants in der Neun-Millionen-Metropole eigentlich geschlossen bleiben. Mexiko mit seinen 129 Millionen Einwohnern zählt aktuell mehr als 1,5 Millionen mit dem Coronavirus Infizierte. Mindestens 134.368 Menschen sind offiziellen Angaben zufolge an oder mit dem Virus gestorben.

+++ 09:20 Astrazeneca beantragt EU-Zulassung +++
Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union beantragt. Über den Antrag auf bedingte Marktzulassung könne voraussichtlich bereits Ende Januar entscheiden werden, teilte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) mit. Sie hat hat bisher die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna für den europäischen Markt zugelassen.

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+++ 09:05 Einzelhändler sehen schwarz: 60 Prozent fürchten das Aus +++

Das Jahr 2021 könnte für viele vom Corona-Lockdown betroffene Handelsunternehmen in der Insolvenz enden. In den Innenstädten stehen fast sechs von zehn Einzelhändlern vor dem Aus, sollte der Staat keine weitere Hilfe anbieten, ergab eine aktuelle Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 1.500 Händlern. Auch gehen rund 80 Prozent der Händler davon aus, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen. Der HDE fordert deshalb weiterhin dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfen durch den Bundesfinanzminister.

+++ 08:51 Portugals Präsident kurz vor Wahl infiziert +++
Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa ist nur knapp zwei Wochen vor der Wahl eines neuen Staatschefs positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 72-Jährige tritt bei der Wahl wieder an. Der Politiker der konservativen Sozialdemokratischen Partei (PSD) leide unter keinen Symptomen, aber die Infektion bringe den Wahlkampf durcheinander, meldete die Nachrichtenagentur Lusa. Die Wiederwahl des als volksnah und beliebt gelten Rebelo de Sousa bei der Abstimmung am 24. Januar gilt als wahrscheinlich. Von den insgesamt sieben Kandidaten für das höchste Staatsamt hätten drei ihren Wahlkampf aus Sicherheitsgründen unterbrochen, schrieb die Agentur weiter. Ob und wie eine geplante Diskussionsrunde der Kandidaten stattfinden könne, sei zurzeit offen.

+++ 08:42 Wegen Mutationen: Spahn plant strengere Einreiseregeln +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Ausbreitung hoch ansteckender Corona-Mutationen in Deutschland durch strengere Einreiseregeln verhindern. Laut dem "Spiegel" plant der CDU-Politiker unter anderem eine generelle Testpflicht vor Abflug für alle Reisenden aus Ländern, in denen die beiden Mutationen bereits grassieren oder in denen die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz bei über 200 liegt. Eine entsprechende Rechtsverordnung soll dem Bericht zufolge bereits ab Donnerstag gelten. Neben den Pflichttests sieht der Ministeriumsentwurf laut dem Bericht auch vor, dass Reisende aus den betroffenen Ländern sich bei einem Online-Reiseportal registrieren müssen. Dies soll laut "Spiegel" eine Kontrolle der zehntägigen Quarantänepflicht für die Reisenden erleichtern.

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+++ 08:25 Hessens Impfplattform geht zum Start in die Knie +++
Auch Hessen will nun flächendeckend mit den Impfungen beginnen und die Impfzentren des Bundeslandes ab der kommenden Woche in Betrieb nehmen. Die Terminvergabe startete heute pünktlich um 8:00 Uhr, per Telefon und über eine landeseigene Website. Theoretisch. Denn zunächst ging nichts. Während die Telefon-Hotline erwartungsgemäß nur ein Dauerbesetz meldete, brach die Website ganz zusammen. Willkommen im digitalen Deutschland 2021.

+++ 08:16 Mindestens 113 Regionen drohen Bewegungseinschränkungen +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (12. Januar, 0.00 Uhr) weist der Landkreis nun einen Wert von 595,9 (Vortag: 531,0) neuen Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen den Angaben zufolge der thüringische Landkreis Hildburghausen (526,9) und die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen (525,7). Von den 20 Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI jeweils acht in Thüringen und sieben in Sachsen. Beide Freistaaten weisen demnach auch die bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen auf (SN: 341,9 | TH: 325,7). Von den 412 Regionen, die das RKI ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), erreichen 113 die Hotspot-Alarmschwelle von 200 oder liegen darüber - ihnen drohen also die von den bei den Bund-Länder-Beratungen vereinbarten Bewegungseinschränkungen.

+++ 08:00 Arbeitsminister Heil: Homeoffice lässt sich nicht anordnen +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat den Vorstoß der Grünen zu einer Verordnung von Homeoffice zurückgewiesen. "Eine Verordnung braucht immer eine Rechtsgrundlage", sagte Heil im "ntv Frühstart". Sein Gesetzesvorschlag werde in der Bundesregierung ja noch abgestimmt. Die Erwartungshaltung sei allerdings "ganz klar": "Jetzt geht es darum, dieses klare Signal zu setzen an die deutsche Wirtschaft, an die Unternehmen: Lasst, wo immer es geht, die Leute von zu Hause arbeiten. Jeder trägt jetzt Verantwortung im Kampf gegen die Pandemie." Wenn keine Heimarbeit möglich sei, müssten aber Arbeitsschutzstandards eingehalten und Schichten entzerrt werden. Für die Beschäftigten werde es morgen im Kabinett einen Beschluss geben, die Zahl der Kinderkrankentage zu erhöhen. "Ich will, dass Beschäftigte, die gerade ihre Kinder nicht versorgt bekommen, keine Angst haben müssen, gleichzeitig im Homeoffice arbeiten zu müssen", so Heil.

+++ 07:41 Bei Republikanern angesteckt? US-Demokratin meldet Infektion nach Sturm auf Kapitol +++
Die US-Abgeordnete Pramila Jayapal meldet bei Twitter, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Sie ist sicher, dass sie weiß, wo sie sich angesteckt hat: Während des Sturms auf das Kapitol . Die Demokratin schreibt, dass sie in einem gesicherten Raum ausharrte, in dem auch mehrere Republikaner waren, die keine Masken trugen. Diese hätten Kollegen und Mitarbeiter, die ihnen Masken anboten "rücksichtslos" verhöhnt. Jayapals Urteil steht fest: Die Republikaner verursachten damit ein "Superspreader-Ereignis zusätzlich zu einem inländischen Terroranschlag". Die Forderung der 55-Jährigen: "Jeder Abgeordnete, der sich weigert, eine Maske zu tragen, sollte in vollem Umfang zur Rechenschaft gezogen werden, weil er durch seine egoistische Idiotie unser Leben gefährdet." Jayapal ist nach Bonnie Watson Coleman (Meldung, 22:22 Uhr) die zweite, die nach dem Angriff von Trump-Anhängern auf das Kapitol einen positiven Test bekannt gibt.

+++ 07:17 Hartung: Sportler sollten zügig geimpft werden +++
Topfechter Max Hartung hat sich für eine zügige Impfung von möglichen Olympia-Teilnehmern ausgesprochen - wenn die Risikogruppen geschützt sind. "Kein Athlet wird einem Menschen, der ein höheres Gesundheitsrisiko hat, sagen, dass sein Sport wichtiger sei als das Leben eines anderen", sagte der Präsident des Vereins Athleten Deutschland den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Aber wir Athleten wollen ein Teil einer gesamtgesellschaftlichen Debatte darüber sein, welche Vorgehensweise bei den weiteren Impfungen gewählt werden sollte." Sportler seien den Infektionsrisiken in besonderem Maße ausgesetzt, so Hartung: "Wir Athleten stellen ständig unsere Gesundheit für den Sport zurück. Es geht nicht nur darum, unsere eigene Gesundheit und unsere Leistungsfähigkeit zu schützen, sondern auch die Gesundheit anderer Menschen." Eine Impfpflicht für die geplanten Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) lehnt Hartung allerdings ab. Aber er glaube nicht, so der 31-Jährige, "dass es eine große Gruppe von Athleten geben wird, die eine Impfung ausschlagen. Sportkarrieren sind kurz und schnell vergänglich".

+++ 06:45 Krankenhausgesellschaft warnt vor Überlastung des Gesundheitssystems +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. "Mit circa 6000 intensivbehandlungsbedürftigen Patienten, deren Versorgung deutlich höhere Personalressourcen bündelt, ist ein hoher Belastungsgrad im System insgesamt erreicht, in vielen Kliniken vor Ort zum Teil bereits überschritten", sagt Hauptgeschäftsführer Georg Braun der "Rheinischen Post". Um die Leistungsfähigkeit der medizinischen Versorgung in Zeiten der Coronavirus-Pandemie zu sichern, seien Lockdowns und Begegnungsbegrenzungen weiterhin notwendig.

+++ 06:24 Premier Johnson macht Ausflug - Bruch der Corona-Regeln? +++
Der britische Premierminister Boris Johnson droht wegen eines möglichen Bruchs der Corona-Regeln unter Druck zu geraten. Der konservative Politiker war am Wochenende mit seinem Fahrrad im Olympia Park im Osten der britischen Hauptstadt gesichtet worden - mehr als elf Kilometer von seiner Dienstwohnung in der Downing Street entfernt. Nach den Lockdown-Regeln soll man sich jedoch nur im lokalen Umfeld bewegen. Für Johnson kommt die Debatte zur Unzeit: Angesichts hoher Fallzahlen versucht die Regierung gerade alles, um die Menschen zu besserer Einhaltung der Regeln zu bewegen. Wie weit man sich im Lockdown mit dem Auto von der eigenen Wohnung entfernen darf, war in den vergangenen Tagen Thema erbitterter Diskussionen in dem Land gewesen. Anlass war ein Vorfall gewesen, bei dem zwei Frauen mehrere Hundert Euro Strafe von der Polizei aufgebrummt bekamen, weil sie mit dem Auto acht Kilometer weit gefahren waren, bevor sie einen Spaziergang machten.

+++ 05:43 RKI zählt rund 12.800 neue Fälle und 891 weitere Todesfälle +++
Das Robert-Koch-Institut weist 12.802 neue Corona-Fälle aus, womit es insgesamt 1,933 Millionen in Deutschland sind. 891 weitere Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Die Zahl der Toten liegt damit insgesamt bei 41.577.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

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+++ 05:06 Impfkommission warnt vor Verschiebung von zweiter Impfung +++
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, lehnt eine Verschiebung der zweiten Impfspritze gegen das Coronavirus nach dem Beispiel Großbritanniens nachdrücklich ab. "Durch nur eine Impfung können rascher gefährliche Mutationen Verbreitung finden", warnt der Virologe in der "Rheinischen Post". Aus anderen Virussystemen sei bekannt, dass eine Teilimmunität unter Umständen rascher zu Mutationen führen könne, "bei denen der Impfstoff unwirksam wird".

+++ 04:48 Wegen Pandemie: So viele Eilanträge in Karlsruhe wie noch nie +++
Im Corona-Jahr 2020 hat das Bundesverfassungsgericht einen Rekord an Eilanträgen verzeichnet. Insgesamt gingen 271 reine Eilanträge in Karlsruhe ein, davon 72 zu Corona, wie das Gericht mitteilt. Dazu kamen 239 Verfassungsbeschwerden wegen der Grundrechts-Einschränkungen in der Pandemie, von denen noch einmal 169 mit einem Eilantrag verbunden waren. Von allen Corona-Eilanträgen hatten bisher allerdings nur drei Erfolg. Auch die meisten Verfassungsklagen wurden abgewiesen, 45 sind noch anhängig. Der bisherige Höchstwert an eigenständigen Eilanträgen lag bei 213 im Jahr 2018.

+++ 04:17 Einreise nach England nur noch mit Test und Quarantäne +++
Einreisen nach England sind bald nur noch mit einem negativen Test möglich. Die neue Regel soll am Freitagmorgen (4 Uhr Ortszeit, 5 Uhr MEZ) in Kraft treten und auch für britische Staatsbürger gelten, wie das Verkehrsministerium in London mitteilt. Der Test darf demnach bei Verlassen des Herkunftslandes höchstens 72 Stunden alt sein und muss bereits vor Abreise von der Airline, Bahngesellschaft oder dem Schiffsbetreiber kontrolliert werden. Unabhängig vom Testergebnis müssen sich zudem alle Einreisenden für zehn Tage in Quarantäne begeben. Ausnahmen von der Testpflicht gelten unter anderem für Kinder bis zehn Jahren und Passagiere, die aus anderen Teilen des Vereinigten Königreichs einreisen.

+++ 04:02 China meldet 55 neue Fälle +++
China meldet 55 neue Corona-Fälle, nachdem es am Tag zuvor noch 103 waren. Der Großteil davon entfällt auf die Provinz Hebei, die Peking umgibt.

+++ 03:45 WHO: Experten beginnen Suche nach Virus-Ursprung in Wuhan +++
Das internationale Expertenteam zur Untersuchung des Ursprungs des Coronavirus wird seine Arbeit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Wuhan beginnen. China hatte für die Anreise der Experten nach langen Verzögerung grünes Licht gegeben. Sie sollen am Donnerstag eintreffen. In Wuhan wurden die ersten Fälle von Infektionen mit dem damals neuen Virus vor gut einem Jahr bekannt.

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+++ 02:41 USA melden knapp neun Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang mehr als 8,9 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 25,4 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

+++ 01:48 Institut: Arbeitgeber müssen mehr Homeoffice durchsetzen +++
Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ruft Unternehmen und Verwaltung zu einem größeren Einsatz von Homeoffice auf, um die Pandemie einzudämmen. "Wir müssen uns jetzt die Frage stellen, wo mit möglichst geringem wirtschaftlichem Schaden die Infektionszahlen noch reduziert werden können", sagt IMK-Chef Sebastian Dullien dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im April 2020 hätten 27 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice gearbeitet, im November seien es aber nur noch 14 Prozent gewesen. Derzeit liege die Zahl womöglich wieder etwas höher.

+++ 00:51 Moderna-Impfstoff soll mindestens ein Jahr lang wirken +++
Der Covid-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sollte nach Angaben des Unternehmens mindestens ein Jahr lang wirken. Moderna will dieses Jahr zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Dosen des Impfstoffs ausliefern.

+++ 00:03 Biontech bietet seinen Beschäftigten freiwillige Impfung an +++
Der Impfmittel-Hersteller Biontech bietet seinen Beschäftigten nach einem Zeitungsbericht eine freiwillige Impfung an. Der Impfstoff solle auch Lieferanten und Vertriebspartnern in Deutschland und Österreich zur Verfügung gestellt werden, "die aktiv und direkt am Produktions- und Vertriebsprozess beteiligt sind", teilt das Unternehmen der Zeitungsgruppe VRM mit. Alle damit verbundenen Kosten würden von Biontech übernommen.

+++ 23:14 Frustrierte Schüler und Eltern: KMK-Chefin wirbt um Verständnis +++
Angesichts andauernder Schwierigkeiten mit überlasteten Lernplattformen für Schulen wirbt die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, um Verständnis bei frustrierten Kindern und Eltern. Dass Server in Schulen manchmal nicht funktionierten, sei ärgerlich, sagt die brandenburgische Bildungsministerin in der ARD. "Aber was wir in den vergangenen fünf bis acht Jahren versäumt haben an Initiativen für die digitale Bildung, holen wir nicht in sechs bis neun Monaten auf." Sie fügte an: "Ich gebe zu, wir wären gerne woanders." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:22 US-Abgeordnete positiv getestet nach Sturm auf das Kapitol +++
Eine 75-jährige US-Abgeordnete hat nach dem Sturm auf das Kapitol einen positiven Corona-Test bekanntgegeben. Bonnie Watson Coleman aus New Jersey erklärte am Montag, sie habe sich vermutlich angesteckt, als sie vor der Menschenmenge über Stunden in einem gesicherten Raum verschanzt war. Unter den 200 Menschen dort waren auch Republikaner, die keine Masken trugen. Die Demokratin aus dem Repräsentantenhaus hat nach eigener Darstellung bereits die erste Impfung gegen das Virus erhalten.

+++ 22:02 15-Kilometer-Regel für vier Hotspots in NRW +++
Wer in einem Corona-Hotspot mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 lebt, darf sich nach einer verschärften Regelung maximal 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen. Diese sogenannte 15-Kilometer-Regel greift jetzt auch für vier Kreise in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung erließ am Abend eine separate Regionalverordnung für die Kreise Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und den Oberbergischen Kreis. Die Verordnung gilt ab Dienstag.

+++ 21:56 Sechs Länder haben vierstellige Neuinfektionen +++
Von den 16 Bundesländern führt Bayern das Länderfeld mit 2324 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Nordrhein-Westfalen (1796), Sachsen (1049), Berlin (1036), Sachsen-Anhalt (1022) und Baden-Württemberg (1020). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen-Anhalt an diesem Montag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen: Das Land verzeichnet 46,6 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 21:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.301 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.932.996 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.301 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 487 auf 41.281. Als aktuell infiziert gelten rund 330.691 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,32 angegeben (Vortag: 1,52). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 132 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,14 (Vortag: 1,18). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5289 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3.006 davon werden beatmet. Rund 4.807 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ara/chf/rts/dpa/AFP