Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:43 Brinkhaus mahnt zu Vorsicht bei Öffnungsschritten +++

CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat zu Vorsicht bei weiteren Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie gemahnt. Es gehe darum, dass man "Schritt für Schritt sehr bewusst setzt", sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD. "Weil eins wäre sehr, sehr schlecht: Wenn wir jetzt lockern und dann in drei oder vier Wochen wieder den Schritt zurück machen müssen. Und dann wieder in den Lockdown hinein gehen müssen." Brinkhaus fügte hinzu: "Ich glaube, alle Leute sind mittlerweile - auch ich - ziemlich durch."

+++ 22:27 Nur zwei Bundesländer bei 7-Tage-Inzidenz unter 50 - am höchsten ist sie in Thüringen +++
Bei der 7-Tage-Inzidenz, der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen, sinkt Schleswig-Holstein wieder unter die Marke von 50. Zusammen mit Baden-Württemberg sind es damit aktuell nur zwei Bundesländer unter der 50er-Marke. Als Zielmarke für weitere Lockerungen haben Bund und Länder eine Inzidenz von 35 vereinbart. Den höchsten Wert erzielt weiterhin Thüringen mit einer Inzidenz von 126,1 - es ist damit auch das einzige Bundesland, das über 100 liegt.

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+++ 21:58 Das Saarland meldet die wenigsten Neuinfektionen pro Einwohner - Hamburg die meisten +++
Wie ist die Lage in den Bundesländern? Heute meldet Hamburg die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner: 11,9 - in absoluten Zahlen sind es 219. Damit ist Thüringen wieder an der Spitze abgelöst, das mit 9,8 gemeldeten neuen Fällen pro 100.000 Einwohner nur noch auf dem zweiten Platz steht. Das Saarland vermeldet mit lediglich 1,8 die wenigsten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Insgesamt wurden im Saarland am heutigen Montag nur 18 neue Fälle gemeldet. Die meisten Fälle in absoluten Zahlen meldet erneut Nordrhein-Westfalen mit 918.

+++ 21:52 Großbritanniens Chefmediziner: Virus wird uns noch "einige weitere Winter" beschäftigen +++
Der Chefmediziner Großbritanniens, Chris Whitty, sagt noch lange anhaltende Probleme mit dem Virus voraus. Das Thema werde das Land noch "einige weitere Winter" beschäftigen, sagt Whitty auf einer Pressekonferenz. Impfungen würden die Neuinfektionen und Zahl der neuen Toten zwar senken, man werde sie dadurch aber nicht komplett abschütteln können.

+++ 21:20 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4268 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.393.098 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4268 neue Fälle hinzu. Das sind zwar 243 weniger Fälle als am Montag vor einer Woche, aber 106 mehr als am Montag vor zwei Wochen. Als aktuell infiziert gelten rund 124.300 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 200 auf 68.061. Das ist der niedrigste Montagswert seit Mitte November. Vor genau einer Woche waren 288 neue Todesfälle gemeldet worden.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,19 angegeben (Vortag: 1,25). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 119 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,05 (Vortag: 1,10). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3060 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1779 davon werden beatmet. Rund 4950 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:52 Studie: Fortschreitende Impfaktion macht sich in Teil Spaniens bereits bemerkbar +++
Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen ist in Spanien erstmals seit dem 15. Dezember wieder unter 100 gesunken. Auf den auch bei deutschen Urlaubern besonders beliebten Balearen, zu denen Mallorca zählt, und den Kanarischen Inseln fiel der Wert sogar unter die Marke 50, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilt.

In Katalonien macht sich zudem die fortschreitende Impfaktion einer Studie zufolge bereits bemerkbar. So sei der Anteil von Bewohnern von Altenheimen, die wegen Corona ins Krankenhaus mussten oder gar an dem Virus starben, um die Hälfte zurückgegangen. Das ergab eine Untersuchung der Polytechnischen Universität von Katalonien, wie die Zeitung "La Vanguardia" berichtete.

+++ 20:27 Bayern will den "Impfturbo" einschalten +++
In bayerischen Schulen und Kindergärten sollen sich rund 200.000 Beschäftigte so schnell wie möglich gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek von der CSU nach der Einigung von Bund und Ländern auf beschleunigte Impfungen der Belegschaft von Grund- und Förderschulen sowie Kinderbetreuungseinrichtungen. "Aber das kann in Sachen Impfbeschleunigung nur ein Anfang sein", sagte Holetschek. "Wir müssen jetzt gemeinsam in den Impfturbo schalten." Ziel müsse sein, den Impfstoff des Pharmaunternehmens Astrazeneca so schnell und unkompliziert wie möglich anzubieten, sagte Holetschek.

+++ 19:58 Biontech-Chef Sahin: "Bis Ende des Sommers haben wir Herdenimmunität" +++
Biontech-Chef Ugur Sahin hat sich zuversichtlich geäußert, dass Corona-Impfstoffe das Virus bald erfolgreich in die Schranken weisen können. "Bis Ende des Sommers haben wir Herdenimmunität", sagte er auf der Innovationskonferenz DLD All Stars, wie der "Focus" berichtet. Zum Thema Virusvarianten sagte Sahin demnach, dies sei der "übliche Weg", den Viren gehen, wenn viele Menschen infiziert sind. "Ich bin nicht sehr besorgt über die Mutationen, aber wir müssen vorbereitet sein." Es müssen erst noch Prozesse etabliert werden, um schnell abgewandelte Varianten des Impfstoffs herzustellen, so Sahin.

+++ 19:20 Steinmeier: Abgabe von Impfstoff an ärmere Länder ist Frage der Menschlichkeit +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die reicheren Nationen dazu aufgerufen, von ihren Corona-Impfstoffmengen etwas an ärmere Länder abzugeben. "Das ist nicht einfach, aber es ist eine Frage der Menschlichkeit und eine Frage unserer eigenen Maßstäbe, an denen wir uns messen lassen", sagte er in einer virtuellen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus. "In den nächsten Wochen und Monaten werden Impfstoffdosen noch überall ein knappes Gut sein", sagte Steinmeier. "Je rascher auch wir in Deutschland und in Europa bereit sind, ein wenig von dem abzugeben, was uns gesichert ist, desto eher können wir das Infektionsgeschehen global eindämmen."

+++ 18:56 Bund und Länder einig über schnellere Impfungen für Erzieherinnen und Lehrer +++
Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sollen - wie vielfach gefordert - schneller gegen das Coronavirus geimpft werden als bislang vorgesehen. Darauf verständigten sich Bund und Länder auf der Gesundheitsministerkonferenz, wie deren Vorsitzender Klaus Holetschek im Anschluss mitteilte. Sie sollen nun in der Impfverordnung in Prioritätsgruppe zwei statt in Gruppe drei eingestuft werden. In Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen sowie in Schulen komme es zu zahlreichen Kontakten von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, hieß es zur Begründung. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:38 Ungarns Parlament billigt Corona-Notstand für weitere 90 Tage +++
Das ungarische Parlament hat wegen der Corona-Pandemie die Verlängerung des Gefahrennotstands für weitere 90 Tage gebilligt. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte sich diesen bereits im vergangenen November für die von der Verfassung vorgesehene Dauer von 90 Tagen gewähren lassen. Die Pandemielage hat sich in Ungarn zuletzt wieder verschlechtert. Am Montag meldeten die Behörden des Landes mit zehn Millionen Einwohnern 2623 Neuinfektionen mit dem Coronavirus - fast doppelt so viele wie am Montag vor einer Woche.

+++ 18:18 Haseloff fordert Aufbau von Reserve-Kapazitäten für Impfstoff-Produktion +++
Deutschland und die EU sollten nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff auch nach der Corona-Pandemie Kapazitäten für die Impfstoffproduktion vorhalten. "Ich bin auf jeden Fall für den Aufbau auch von Reserve-Kapazitäten bei der Impfstoff-Herstellung", sagte Haseloff der Nachrichtenagentur Reuters. Der Staat müsse die Kosten dafür übernehmen.

+++ 17:54 Corona-Warn-App reagiert künftig auf kürzere Begegnungen +++
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch auf kürzere Risikobegegnungen anschlagen. Bislang informiert die App ihre Anwender, wenn sie sich zehn Minuten oder länger in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Dieser Zeitraum werde nun auf fünf Minuten verkürzt, verlautete aus der Bundesregierung. Durch die Anpassung des epidemiologischen Modells der Berechnung des Risikos werde ein leichter Anstieg der als tatsächlich risikoreich eingeschätzten Begegnungen, die in der App rot markiert werden, erwartet, hieß es. Außerdem werde auch die Zahl der erfassten Begegnungen mit niedrigem Risiko, die in der App grün markiert werden "moderat steigen". Die Formel sei auch wegen der neuen Coronavirus-Varianten mit einem höheren Infektionsrisiko angepasst worden.

+++ 17:26 Slowakischer Außenminister will EU um Impfstoff-Vorschuss bitten +++
Der slowakische Außenminister erbittet von der EU eine vorgezogene Impfstoff-Auslieferung zur Bekämpfung der "tragischen" Lage. Zudem fragt die Slowakei über den Notfallmechanismus der EU die Hilfe von 10 Ärzten und 25 Krankenschwestern aus dem Ausland an. "Ich werde meine Außenminister-Kollegen über die sehr ernste und sozusagen tragische Situation informieren, die wir mit Covid haben", sagt Ivan Korcok. Er sehe dies als eine gute Möglichkeit, die Zusammenarbeit in der EU zu bekräftigen.

+++ 17:07 Gefühl der Einsamkeit bei älteren Menschen wächst in Pandemie +++
Jeder siebte Mensch in Deutschland im Alter zwischen 46 und 90 Jahren fühlt sich laut einer Umfrage einsam. Knapp 14 Prozent der Befragten gaben in der Erhebung des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums sogar an, "sehr einsam" zu sein. Der Anteil einsamer Menschen sei in der Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren somit um das Anderthalbfache gewachsen, erklärte das DZA. Bei den Ergebnissen gibt es laut Umfrageergebnissen keinen wesentlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen oder Menschen im mittleren oder hohen Alter. Die Einsamkeitsraten seien in allen Gruppen gleichermaßen erhöht. Für die repräsentative Erhebung befragte das DZA im Juni und Juli 2020 etwa 4700 Menschen im Alter zwischen 46 und 90 Jahren.

+++ 17:03 Johnson will alle Corona-Restriktionen in England bis Ende Juni aufheben +++
Der britische Premierminister Boris Johnson will alle Corona-Restriktionen in England bis Ende Juni aufheben. Johnson legt einen Vier-Stufen-Plan für die Lockerungen vor, der mit der Wiederöffnung der Schulen am 8. März beginnen soll. Am 12. April sollen nach derzeitigem Stand alle Geschäfte wieder öffnen dürfen, ab dem 21. Juni sollen dann auch keine Kontaktbeschränkungen mehr gelten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:36 Daten weisen auf weniger Ansteckungen nach Biontech-Impfung hin +++
Der Impfstoff von Biontech/Pfizer verhindert einer Analyse britischer Daten zufolge auch Ansteckungen mit dem Coronavirus. Das Risiko für eine Infektion sinke nach der ersten der beiden vorgesehenen Dosen wohl um rund 70 Prozent, nach der zweiten um etwa 85 Prozent, teilte die britische Gesundheitsbehörde Public Health England am Montag unter Berufung auf vorläufige, noch nicht von unabhängigen Experten geprüfte Daten mit. "Das deutet darauf hin, dass das Vakzin auch dabei helfen könnte, die Übertragung des Virus zu unterbrechen, weil man das Virus nicht weitergeben kann, wenn man nicht infiziert ist", hieß es in der Mitteilung. Zuletzt hatte eine Studie des israelischen Gesundheitsministeriums und Pfizer, über die Medien berichtet hatten, ähnlich hoffnungsvolle Hinweise geliefert.

+++ 16:15 Bundeswehr soll ab März Tausende systemrelevante Beamte impfen +++
Die Bundeswehr soll dabei helfen, Tausende systemrelevante Beamten der Bundesregierung und aus den Bundesministerien zu impfen - über eine entsprechende Anfrage des Gesundheitsministeriums von Jens Spahn im Verteidigungsressort berichtet der "Spiegel". Für die Impfaktion könnten ab Mitte März in Bonn und Berlin entsprechende Impfzentren eingerichtet werden. Dort sollten dann die "prioritär zu impfenden Angehörigen" der einzelnen Bundesministerien geimpft werden. Die Regierungsbeamten sollen durchgehend mit dem Vakzin von Astrazeneca immunisiert werden, heißt es in dem Bericht.

+++ 15:46 Bund rechnet mit fast 18 Millionen Impfdosen bis Ende März +++
Im ersten Quartal soll Deutschland fast 18 Millionen Corona-Impfdosen geliefert bekommen. Das geht aus einem Papier des Bundesgesundheitsministeriums hervor, das ntv.de vorliegt. Die Liefermenge bezieht sich auf Lieferungen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Bis Ende März soll demnach genug Impfstoff für fast 9 Millionen Menschen zur Verfügung stehen. Allein in der aktuellen Woche werden rund 1,92 Millionen Impfdosen erwartet. Insgesamt hat sich Deutschland laut dem Papier bereits mehr als 350 Millionen Impfdosen gesichert, mit denen 195,2 Millionen Impfungen möglich sind - außer bei dem Vakzin von Johnson & Johnson sind jeweils zwei Dosen für einen vollen Impfschutz nötig. Jeder Bundesbürger könnte also theoretisch zweimal geimpft werden.

+++ 15:28 Deutschland will Grenzverkehr mit Frankreich neu regeln +++
Die Regeln für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Frankreich könnten möglicherweise demnächst aus Infektionsschutzgründen geändert werden. Ob es dann eine verschärfte Test-Pflicht geben könnte oder auch stationäre Kontrollen wie derzeit an den Grenzen zu Österreich und Tschechien, ist aber noch offen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Deutschland und Frankreich würden zu diesen Fragen "sehr zeitnah Beratungen aufnehmen". Ziel sei es, hier auch unter Beteiligung der grenznahen Bundesländer "zu kooperativen Lösungen zu kommen".

+++ 15:10 Bundesregierung besorgt über Corona-Anstieg: "Gute Entwicklung ist vorbei" +++
Wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Coronavirus-Variante in Deutschland dämpft die Bundesregierung Hoffnungen auf weitere rasche Lockdown-Öffnungen. Der Anteil der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Variante betrage 20 bis 25 Prozent, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Man muss sicher davon ausgehen, dass dieser Anteil noch weiter zunimmt", sagte Seibert. Dies sei bei vorsichtigen Öffnungsschritten zu berücksichtigen. Seibert betonte: "Die gute Entwicklung, die uns über längere Zeit täglich sinkende Infektionszahlen beschert hat, ist im Moment vorbei. Die Zahlen steigen wieder. Der Anteil der gefährlicheren, weil deutlich ansteckenderen Virusmutationen wächst."

+++ 14:59 Bundesregierung sieht keinen Mangel an Schnelltests +++
"Es gibt keinen Mangel an Schnelltests", sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Deutschland habe sich für dieses Jahr 500 Millionen Stück und zusätzlich auf europäischem Wege 300 Millionen gesichert. Für Unternehmen werde es aber keine kostenlosen Schnelltests geben. Regierungssprecher Steffen Seibert ergänzt, es sei noch zu klären, wie viele Tests pro Bürger kostenlos sein sollen.

+++ 14:40 Bundesregierung mahnt zur Vorsicht - Schul-Öffnungen erhöhen Risiko +++
Die Bundesregierung mahnt angesichts der in zehn Bundesländern wieder geöffneten Grundschulen, die Corona-Maßnahmen einzuhalten. Dadurch gebe es erheblich mehr Kontakte und Übertragungsrisiken, sagte der Regierungssprecher und verwies auf hochansteckende Virusvarianten. "Ziel der Bundesregierung ist, was wir aufmachen, das wollen wir auch aufhalten."

+++ 14:29 Irans Gesundheitsminister warnt vor "neuer tödlicher" Corona-Welle +++
Der iranische Gesundheitsminister Said Namaki stimmt seine Landsleute auf bevorstehende Härten in der Corona-Pandemie ein. "Wir sollten uns auf eine neue Corona-Welle mit neuen Virus-Varianten vorbereiten, die weitaus ansteckender und tödlicher sein können", sagte Namak. Diese Pandemie sei und bleibe gefährlich und unberechenbar und niemand solle sie auf die leichte Schulter nehmen. Falls die Warnungen des Gesundheitsministeriums nicht ernst genommen würden, werde es schon sehr bald wieder viele Corona-Tote geben, so Namaki laut Nachrichtenagentur IRNA. "Dann bin ich auch nicht mehr Gesundheitsminister, sondern Chef einer großen Leichenhalle."

+++ 14:14 DAK: Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen mit Höchststand im Corona-Jahr +++
Die Krankschreibungen wegen psychischer Probleme haben im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Laut einer Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit gab es wegen psychischer Krankheitsfälle im Corona-Jahr rund 265 Fehltage im Job je hundert Versicherte. Das waren 56 Prozent mehr als noch 2010. Zudem registrierte die Kasse eine Rekorddauer von 39 Tagen bei den Krankschreibungen.

+++ 14:01 Konzept soll wieder Zuschauer in Stadien und Hallen ermöglichen +++
Rund 40 Verbände, Veranstalter und Einrichtungen aus Sport und Kultur haben ein Konzept für die schrittweise Rückkehr von Zuschauern in Stadien, Theatern und Sporthallen vorgelegt. Danach könnten mit Hygienekonzepten, groß angelegten Tests und systematischer Kontakt-Nachverfolgung in Gebäuden 25 bis 30 Prozent der Zuschauer zugelassen werden, an der frischen Luft 35 bis 40 Prozent. Mit spezifischen Konzepten seien auch höhere Auslastungen möglich. Auf einen Zeitpunkt für die Umsetzung legen sich die Organisationen nicht fest.

+++ 13:49 Durchsuchung bei Oberbürgermeister von Halle in Affäre um vorzeitige Impfungen +++
In der Affäre um vorzeitige Corona-Impfungen hat die Staatsanwaltschaft in Halle an der Saale die Diensträume von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) durchsuchen lassen. Wiegand sei verdächtig, für sich und andere unter Missachtung der Impfreihenfolge Impfungen ermöglicht zu haben, teilten die Ermittler mit. Es liege womöglich der Straftatbestand der veruntreuenden Unterschlagung vor. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:45 Weitgehende Ausgangssperre: Maßnahmen rund um Nizza und Cannes verschärft +++
Wegen hoher Neuinfektionszahlen werden die Corona-Maßnahmen rund um die südfranzösischen Städte Nizza und Cannes verschärft. An diesem Abschnitt der Côte d'Azur gelten ab dem Wochenende weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Die Kontrollen an den Flughäfen und an der italienischen Grenze werden verschärft. Bei der Einreise verlangt Frankreich von EU-Bürgern unter anderem einen negativen PCR-Test. In den Küstengemeinden von Théoule-sur-Mer westlich von Cannes bis Menton an der italienischen Grenze dürfen die Bewohner laut der Präfektur ihre Häuser an Wochenenden in der Regel nur noch für maximal eine Stunde im Umkreis von fünf Kilometern verlassen. Bei Verstößen droht eine Geldbuße von 135 Euro. Zudem müssen ab Dienstag Geschäfte mit mehr als 5000 Quadratmetern Fläche schließen, die keine Lebensmittel verkaufen. Beide Maßnahmen sind vorerst auf zwei Wochen befristet.

+++ 13:34 Sanofi und GSK treiben nach Rückschlag Impfstoff-Entwicklung voran +++
Nach ihrem Rückschlag bei der Entwicklung eines gemeinsamen Impfstoffs starten Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) eine neue klinische Studie. Bei einem Erfolg der Tests an 720 gesunden Erwachsenen in den USA, Honduras und Panama sei mit einer Zulassung bis zum vierten Quartal 2021 zu rechnen, teilen die Pharmakonzerne aus Frankreich und Großbritannien mit. Eigentlich hatten sie eine Genehmigung in der ersten Jahreshälfte angepeilt. Im Dezember hatten Sanofi und GSK nach ersten klinischen Studien aber erklärt, ihr Mittel habe bei älteren Erwachsenen keine ausreichende Reaktion des Immunsystems ausgelöst. Die Firmen setzen auf dieselbe, auf Proteinen basierende Technologie wie bei einem Grippe-Impfstoff von Sanofi, die mit einer verstärkenden Substanz von GSK ergänzt wird.

+++ 13:09 Analyse: 94 Prozent weniger Klinikaufenthalte nach erster Impfdosis mit Astrazeneca +++
Schon die erste der zwei Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca kann einer vorläufigen Datenauswertung zufolge das Risiko eines Klinikaufenthalts wegen Covid-19 wohl um bis zu 94 Prozent reduzieren. Das geht aus einer Analyse mehrerer schottischer Universitäten und der Gesundheitsbehörde Public Health Schottland hervor, die nun veröffentlicht wurde. Das Vakzin von Biontech und Pfizer reduziert das Risiko einer Hospitalisierung mit der ersten Dosis demnach um rund 85 Prozent. Die Werte gelten für die 4. Woche nach Erhalt der ersten Dosis. Verglichen wurde, wie viel Prozent weniger Klinikeinweisungen es bei erstmals Geimpften als bei noch nicht geimpften Menschen gab. Für die noch nicht in einem Fachmagazin erschienene Untersuchung griffen die Wissenschaftler auf die Daten von 5,4 Millionen Menschen zurück, fast der gesamten schottischen Bevölkerung.

+++ 12:54 Monatelange Schließungen: Brauereien müssen Bier im Wert von Millionen entsorgen +++
Die monatelange Schließung der Kneipen und Restaurants hat für Brauereien nach Darstellung des Branchenverbandes schwerwiegende Folgen. Sie verkaufen kaum Fassbier und verlieren so wichtige Einnahmen, wie die Betriebe in einem Offenen Brief beklagen. "Ware im Wert von vielen Millionen Euro, deren Haltbarkeitsdatum überschritten wurde, musste bereits vernichtet werden", heißt es in dem Schreiben. Neben Gaststätten, Restaurants, Kneipen und Bars fehlten auch Feste als Verkaufsort für Fassbier. Bei den Hilfsprogrammen gingen die 1500 Bauer nach eigenen Angaben bisher weitgehend leer aus. "Wenn Bund und Länder hier nicht gezielt, entschieden und schnell mit finanzieller Unterstützung gegensteuern, droht vielen unserer Betriebe die Insolvenz", heißt es weiter.

+++ 12:33 Europaweite Gottesdienste zum Gedenken an Corona-Opfer +++
In deutschen Kirchen soll am Samstag der Corona-Toten gedacht werden. Dies gehe auf eine Initiative es Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zurück, teilte die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mit. Der Rat habe dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit bis Ostern in einem europäischen Land an die Opfer der Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar in Albanien begonnen worden sei, folge Deutschland am 27. Februar. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, werde an dem Tag um 18 Uhr in Limburg eine Messe feiern, die live gestreamt werden soll.

+++ 12:08 Tschechisches Verfassungsgericht erklärt Schutzmaßnahmen rückblickend für nichtig +++
Das tschechische Verfassungsgericht hat einen Teil der Corona-Schutzmaßnahmen der Regierung rückblickend für nichtig erklärt. Konkret ging es um die Geschäftsschließungen in der Zeit vom 28. Januar bis zum 14. Februar. Das teilte eine Sprecherin in Brünn mit. Die Richter bemängelten, dass die Maßnahmen ebenso wie eine lange Liste von Ausnahmen unzureichend begründet gewesen seien. Ohne eine überzeugende Erklärung komme es Willkür gleich, wenn zum Beispiel Blumenläden und Waffengeschäfte geöffnet sein dürften, andere Läden aber nicht. Mit den aktuell geltenden Schutzmaßnahmen befasste sich das Gericht nicht, obwohl sie sich kaum von den früheren unterscheiden. Die Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs bleiben damit in Tschechien weiter geschlossen.

+++ 11:49 Söder fordert Millionen Schnelltests pro Tag +++
Für die kommenden Monate braucht Deutschland nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder Millionen Corona-Schnelltests pro Tag. "Das Testen muss massiv ausgebaut werden. Wir brauchen deutlich mehr Schnelltests und zwar national", sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Schnelltests seien eine Art Sicherheitsschranke. "Denn wer geimpft ist und wer getestet ist, hat automatisch mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen, und mehr Freiheiten", betonte Söder. Deutschland brauche es daher Millionen von Schnelltests pro Tag. Damit dies möglich werde, müssten nun die Zulassungen für "alle Formen der Schnelltest" beschleunigt werden.

+++ 11:28 Brandbrief an Merkel: Logistikverband warnt vor Zusammenbruch von Lieferketten +++
Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung hat vor schwerwiegenden Folgen der Grenzschließungen gewarnt und Bundeskanzlerin Angela Merkel einen weiteren Brandbrief geschickt. Nach wie vor sei die Situation an diversen europäischen Grenzen dramatisch, da Lkw-Fahrer Umwege von 200 Kilometern und mehr nehmen müssten, schreibt der Verband. Dadurch würden an einigen Standorten Lieferketten zusammenbrechen und die Versorgungssicherheit von Wirtschaft und Gesellschaft könne nicht mehr gewährleistet werden. Der Verband fordert von Bund und Ländern unter anderem den grenzüberschreitenden Güterverkehr von Test- und Quarantänepflichten auszunehmen.

+++ 11:15 Weltgrößter Impfstoffhersteller bittet die Welt zu warten +++
Der weltgrößte Impfstoffhersteller hat angedeutet, dass es bei Exporten von Corona-Impfstoffen zu Verzögerungen kommen könnte. Der Chef der indischen Firma Serum Institute, Adar Poonawalla, schrieb auf Twitter: "Liebe Länder & Regierungen, während Sie #COVISHIELD-Lieferungen erwarten, bitte ich Sie demütig, Geduld zu haben. Das Serum Institute wurde angewiesen, dem großen Bedarf Indiens Vorrang einzuräumen und währenddessen die Bedürfnisse der übrigen Welt im Gleichgewicht zu halten. Wir geben unser Bestes." Die Firma stellt unter anderem den AstraZeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield zu günstigen Preisen her. Er wird deshalb besonders in ärmeren Ländern eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung spielen.

+++ 11:09 Reiseverband: Internationale Mobilität schrittweise ermöglichen +++
Die deutschen Reisebüros und Veranstalter haben einen Plan für einen Neustart in der Pandemie vorgelegt. Der Reiseverband DRV geht dabei davon aus, dass die Menschen trotz vorhandener Impfstoffe noch viele Jahre mit dem Coronavirus werden leben müssen. "Im Mittelpunkt der politischen Überlegungen müssen daher Strategien stehen, die es ermöglichen, Freiheitsbeschränkungen verantwortungsvoll zurückzunehmen und internationale Mobilität wieder schrittweise zu ermöglichen", erläuterte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Die Branche setzt neben eigenen Infektionsschutzkonzepten beim Reisen vor allem auf Tests und Impfungen. Notwendig seien möglichst unkomplizierte Coronatests bei der Einreise nach Deutschland.

+++ 10:46 Söder: Gärtnereien und Blumenläden sollen am 1. März öffnen +++
In Bayern sollen am 1. März Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden öffnen dürfen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in München an - so werde er dies dem Kabinett an diesem Dienstag vorschlagen. Zum einen handle es sich um verderbliche Ware. Söder betonte: "Sonst wird dieses ganze Blumengeschäft nur bei Discountern stattfinden, und dann werden die Discounter überrannt." Deshalb mache eine Anpassung an dieser Stelle Sinn. Neben den Friseuren sollen nach Worten Söders ab 1. März auch andere körpernahe Dienstleistungen wie Fußpflege wieder möglich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:33 Merkel plädiert für Drei-Stufen-Plan bei Öffnungen +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der CDU-Präsidiumssitzung offen für weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen gezeigt. Es gebe eine "große Sehnsucht" nach einer Öffnungsstrategie. Das verstehe sie. Nach Informationen von ntv aus Teilnehmerkreisen will Merkel in drei Bereichen Pakete schnüren, die stufenweise Öffnungen vorsehen: erstens persönliche Kontakte, zweitens Schulen und Berufsschulen sowie drittens den Bereich Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ab Dienstag soll eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun tagen, um für die kommende Bund-Länder-Sitzung Anfang März ein Konzept zu erarbeiten.

+++ 10:15 Trotz Absage: Hunderte bei Basler Fasnacht +++
In Basel haben sich trotz abgesagter Fasnacht im Morgengrauen mehrere Hundert Menschen in der Innenstadt versammelt, wie örtliche Medien berichteten. Normalerweise findet am Montag nach Aschermittwoch um 4 Uhr morgens der Auftakt, der traditionelle "Morgenstraich", der dreitägigen Fasnacht statt. Wegen der Corona-Pandemie war das Fest zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden. Die Polizei war den Medienberichten zufolge präsent, hielt sich aber zurück. Die meisten der Anwesenden hätten sich an das Trommel- und Pfeiferverbot gehalten. Normalerweise ziehen die Fasnachtsvereine mit lautem Trommel- und Piccoloflötenkonzert durch die Straßen.

+++ 10:02 Polen will ab Ende der Woche Negativ-Tests an der Grenze verlangen +++
Für eine Einreise nach Polen könnte der Warschauer Regierung zufolge schon bald ein negativer Corona-Test notwendig werden. Diese neue Regelung sei für Ende der Woche geplant, sagt Gesundheitsminister Adam Niedzielski dem Sender TVN. Wer an der Grenze ein negatives Testergebnis vorlege, müsse sich nach der Einreise nicht in Quarantäne begeben. Der Minister erklärt zudem, das Land stehe am Beginn einer dritten Welle, die wahrscheinlich Ende März oder Anfang April ihren Höhepunkt erreichen dürfte. Neue umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie seien in den kommenden Wochen nicht geplant. In Polen steigen die Infektionszahlen.

+++ 09:43 USA nähern sich 500.000 Corona-Toten +++
In den USA ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden um mindestens 55.195 auf rund 28,15 Millionen gestiegen. Das geht aus den Angaben der New York Times hervor, auf die sich ntv.de bezieht. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um mindestens 1247 auf 498.650.

+++ 09:21 Giffey fordert mobile Impfteams in Schulen und Kitas +++
Familienministerin Franziska Giffey dringt auf eine rasche Impfung von Schul- und Kita-Personal. "Ich bin dafür, dass wir dort mit mobilen Impfteams arbeiten", sagt die SPD-Politikerin im ZDF-Morgenmagazin. "Dadurch könnte das Ganze viel effizienter laufen, viel schneller gehen." Solange Impfungen noch nicht möglich seien, werde auf Tests und Hygienekonzepte gesetzt. Die Schulöffnungen seien richtig, wichtig sei aber auch ein differenziertes Vorgehen. "Wenn es einzelne Regionen, Gebiete gibt, in denen die Inzidenz unverhältnismäßig steigt, wenn es Mutationen gibt, die auftreten, dann muss natürlich wieder geschlossen und zurückgefahren werden."

+++ 09:01 Weiter hohe Werte in Tirschenreuth und Wunsiedel +++
Die Anzahl der Regionen, in denen sich laut Robert-Koch-Institut das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt, liegt derzeit bei 177 Städten und Landkreisen. Zugleich liegen noch 235 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert. Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut der bayerische Landkreis Tirschenreuth die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (22. Februar, 0.00 Uhr) weist die krisengeplagte Region in der Oberpfalz einen Wert von 353,9 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Hinter Tirschenreuth folgen der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (309,7) und die Stadt Weiden in der Oberpfalz (252,7). Die größten Lichtblicke gibt es laut RKI in Ingolstadt (12,4) und Schweinfurt (13,1) in Bayern und in Dithmarschen (14,3) in Schleswig-Holstein.

+++ 08:44 Kassenärzte wollen Biontech-Impfstoff auch in Praxen einsetzen +++
Die Kassenärzte wollen auch den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer in ihren Praxen verabreichen, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist. Erste Daten hätten gezeigt, dass Transport und Lagerung des Präparats auch bei deutlich höheren Temperaturen möglich sei. "Das wiederum ist die Voraussetzung, um in den Praxen zu impfen. Das heißt, auch Biontech sehen wir als Impfstoff in den Praxen", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, im Deutschlandfunk. Wann die Ärzte mit den Impfungen in den Praxen beginnen werden, könne man derzeit "schwer präzise festmachen". Noch gebe es keine ausreichenden Impfmengen. "Ich denke, ein Zeitraum von vier bis sechs Wochen wird uns da mehr Klarheit bringen", betonte Gassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:25 Sieben-Tage-Inzidenz: Nur noch zwei Länder unter 50 +++
Zu Wochenbeginn liegen nur noch zwei Länder unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner: Baden-Württemberg und das Saarland. Das Saarland hat jedoch bereits den zweiten Tag in Folge keine Daten an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Ohne dieses Übermittlungsproblem wäre die Sieben-Tage-Inzidenz des Landes weiter über 50.

+++ 08:00 Kontaktnachverfolgung in Hessen fast überall möglich +++
Mit den drastisch steigenden Infektionszahlen im Winter stießen einige Gesundheitsämter in Hessen bei der Kontaktnachverfolgung an ihre Grenzen. Mittlerweile sieht man dort aber Licht am Ende des Tunnels. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Im Gegensatz zum Ende des vergangenen Jahres 2020 melden die Gesundheitsämter, dass insbesondere in den letzten zwei Wochen eine vollständige Kontaktpersonennachverfolgung in nahezu allen Ämtern möglich ist", teilte das hessische Sozialministerium mit. Die Nachverfolgung der Infektionswege sei das maßgebliche Instrument zur Eindämmung der Pandemie.

+++ 07:40 Australien startet Impfkampagne +++
In Australien hat die Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. In Fernsehbildern war zu sehen, wie in den Millionenmetropolen Sydney und Melbourne die ersten Spritzen mit dem Vakzin der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und von Quarantäne-Einrichtungen verabreicht wurden. In dieser Woche sollen 60.000 Menschen in Australien geimpft werden. Zu der ersten Gruppe in der Impfreihenfolge gehören neben Mitarbeitern des Gesundheitswesens und von als Quarantänestationen genutzten Hotels auch Polizisten sowie die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Die Impfkampagne soll im Oktober abgeschlossen sein.

+++ 07:20 Biden und Harris wollen Hunderttausender Corona-Toter gedenken +++
US-Präsident Joe Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris wollen der Hunderttausenden Toten in der Corona-Pandemie in den USA gedenken. Zum Sonnenuntergang würden Biden und Harris mit ihren Ehepartnern im Südportal des Weißen Hauses eine Schweigeminute halten, zudem sollen Kerzen entzündet werden, teilte die Regierungszentrale mit. Vorher ist eine Ansprache von Biden im Weißen Haus geplant. Die USA könnten zeitnah einen weiteren düsteren Meilenstein in der Pandemie erreichen und die Schwelle von 500.000 Corona-Toten überschreiten. In keinem anderen Land der Welt sind in absoluten Zahlen so viele Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt.

+++ 07:01 Beschränkungen in Neuseeland enden +++
In Neuseelands größter Stadt Auckland enden die kürzlich wieder eingeführten Corona-Einschränkungen. Der Lockdown solle um Mitternacht Ortszeit aufgehoben werden, teilte Premierministerin Jacinda Ardern mit. Wegen drei Neuinfektionen war in Auckland ein dreitägiger Lockdown verhängt worden. Außerdem hatte Ardern eine landesweite Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz angeordnet. Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang gut durch die Pandemie gekommen. In dem Inselstaat im Südpazifik mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es nur 2001 Fälle und 26 Tote.

+++ 06:38 Grundschulen und Kitas öffnen in zehn Bundesländern +++
In weiteren zehn Bundesländern öffnen an diesem Montag wieder Kindertagesstätten und Grundschulen. Nach rund zweimonatiger Schließung und Notbetreuung wird der Unterricht entweder im sogenannten Wechselbetrieb wieder aufgenommen mit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen, oder es gibt Vollbetrieb mit festen Gruppen, die sich möglichst nicht begegnen sollen. Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland für sich. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek unterstützt das: "Es ist gut, dass viele Schulen in Deutschland jetzt schrittweise wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen", sagte sie. Angesichts steigender Infektionszahlen rief die CDU-Politikerin aber dazu auf, "alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Prävention einer Virenübertragung zu ergreifen." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:09 RKI meldet 4369 neue Fälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 4369 neue Fälle. Das sind rund 60 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche. In den Angaben fehlen laut dem Dashboard des RKI die Zahlen aus dem Saarland. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 61,0 von zuletzt 57,8. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 62 weitere Menschen starben dem RKI zufolge nach einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 67.903. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,39 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:57 Esken plädiert für Aussetzung des Sitzenbleibens +++
SPD-Chefin Saskia Esken hat dafür plädiert, im Corona-Schuljahr generell auf das Sitzenbleiben von Schülern zu verzichten. Es wäre "sehr hilfreich", durch den Verzicht auf Nicht-Versetzungen Druck von manchen Schülern zu nehmen, sagte Esken in einem Podcast des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Sie verwies darauf, dass während der langen Homeschooling-Phase solche Schüler, die zu Hause wenig Unterstützung und keinen Platz für das ruhige Lernen haben, besondere Schwierigkeiten hätten.

+++ 04:49 Bericht: Bundestagswahl wird wegen Corona teuer wie nie +++
Wegen der Corona-Krise wird die Bundestagswahl nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" so teuer wie noch nie. Das Bundesinnenministerium veranschlage für die Wahl am 26. September Kosten von insgesamt 107 Millionen Euro, berichtet die Zeitung. Als einen der Gründe nennt das Ministerium, dass wegen der Pandemie deutlich mehr Briefwähler erwartet werden. Damit lägen die Kosten erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik über der Marke von 100 Millionen. Die Wahl 2017 schlug noch mit 92 Millionen Euro zu Buche.

+++ 03:42 Weltärztepräsident warnt vor Lockerungen in Deutschland +++
Angesichts der wieder gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Deutschland warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor weiteren Lockerungen der Restriktionen. Wer in Zeiten steigender Reproduktionswerte des Coronavirus über Lockerungen spreche, handele "absolut unverantwortlich", sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei jeder Lockerung werde es einen "deutlichen Anstieg der Zahlen" geben.

+++ 02:40 KBV-Chef: Wer Astrazeneca ablehnt, muss warten +++
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, spricht sich angesichts der Skepsis gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff für eine Lockerung der Impfreihenfolge aus. "Wenn ein Impfangebot an jemanden ergeht und das wird abgelehnt, muss derjenige sich wieder ganz hinten anstellen und es kommen zuerst andere dran", sagt Gassen der "Rheinischen Post". Zunächst müsse ärztliches Personal in der Fläche durchgeimpft werden. Ihm fehle jedes Verständnis dafür, sich nicht mit Astrazeneca impfen zu lassen. "Dann muss man sagen: Wer nicht will, der hat schon. In Mangelzeiten ist diese Diskussion absurd", sagt Gassen. "Der Astrazeneca-Impfstoff ist hochwirksam, wirksamer als jeder Grippe-Impfstoff."

+++ 01:34 Klingbeil fordert Öffnungsbeschlüsse +++
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erwartet von Bund und Ländern bei ihrem nächsten Lockdown-Gipfel am 3. März konkrete Öffnungsbeschlüsse. "Wir müssen uns anstrengen, dass den Menschen jetzt möglichst schnell vieles wieder ermöglicht wird in diesem Land", sagt Klingbeil der Zeitung "Bild". Von der Politik müsse nun andere Signale ausgehen "als immer dieses Zumachen, Verlängern." Es müsse nachvollziehbar werden, ab wann was geschehe.

+++ 00:24 SPD zweifelt an Spahns Zusage für kostenlose Schnelltests +++
Die SPD zweifelt an dem Versprechen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, ab dem 1. März kostenlose Corona-Tests für alle Bundesbürger bereitzustellen. "Beim Impfen haben wir gemerkt, wir können den Ankündigungen von Jens Spahn nicht glauben. Da wird jetzt immer weiter korrigiert und korrigiert. Und ich habe ein bisschen Angst, dass wir (beim Testen) die nächste Enttäuschung schaffen", sagt Generalsekretär Lars Klingbeil im Politik-Talk der "Bild"-Zeitung. Es gebe noch "viele Fragen", die Spahn nicht beantwortet habe.

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Quelle: ntv.de, kst/jpe/hek/rts/dpa/AFP