Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:02 Zahl der Opfer nach russischen Angriffen gestiegen +++
Bei den russischen Raketen- und Drohnenangriffen in der vergangenen Nacht sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Allein von der Stadt Kiew werden zwei Tote und 37 Verletzte gemeldet. Russland habe mit 36 Raketen und fast 600 Drohnen angegriffen, sagt Selenskyj. Hauptziele seien die Energieinfrastruktur gewesen und zivile Objekte. Selenskyj spricht auch von massiven Schäden und Bränden in Wohnhäusern in Kiew und Umgebung. Landesweit haben demnach mehr als 600.000 Haushalte keinen Strom.
+++ 14:31 Insider: Ukraine attackierte Tanker von russischer Schattenflotte im Schwarzen Meer +++
Die Ukraine hat nach Angaben aus Kiewer Geheimdienstkreisen zwei Öl-Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. "Modernisierte Marinedrohnen" vom Typ Sea Baby hätten die Schiffe "erfolgreich ins Visier genommen", heißt es aus dem Inlandsgeheimdienst SBU. Beide Tanker seien schwer beschädigt und nicht mehr funktionsfähig. Videos sollen den Angriff belegen. Auf den unter der Flagge Gambias fahrenden Schiffen "Virat" und Kairos" war am Freitag im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste Feuer ausgebrochen, insgesamt 45 Besatzungsmitglieder wurden nach türkischen Behördenangaben in Sicherheit gebracht.
+++ 13:52 Selenskyj: Verhandlungsteam ist auf dem Weg in die USA +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sein Team für Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskrieges in die USA entsandt. Das Team mit Delegationsleiter Rustem Umjerow sei bereits auf dem Weg. Es müssten rasch und substanziell die notwendigen Schritte zur Beendigung des Krieges ausgearbeitet werden, teilt Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Er ernannte nach dem Rücktritt seines Bürochefs Andrij Jermak per Dekret Umjerow, den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und Ex-Verteidigungsminister, zum neuen Verhandlungsführer.
+++ 13:13 Korruptionsskandal "hat paradoxen Effekt für Selenskyj" +++
Der Korruptionsskandal in den höchsten Regierungskreisen der Ukraine setzt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj enorm unter Druck. Was das für Folgen für die weiteren Friedensverhandlungen haben wird, bewertet Politologe Thomas Jäger für ntv.
+++ 12:32 Aufnahmen zeigen Feuer auf russischen Öltankern +++
Auf zwei Tankern, die der russischen Schattenflotte zugerechnet werden, kommt es aus bisher ungeklärten Gründen nahe der türkischen Küste zu Explosionen. Örtliche Behörden bringen die Besatzung in Sicherheit.
+++ 12:04 Moldau schließt kurzzeitig Luftraum wegen zweier Drohnen +++
Das an die Ukraine grenzende Moldau hat am späten Freitagabend wegen Drohnen kurzzeitig seinen Luftraum gesperrt. Das Verteidigungsministerium teilt mit, der Luftraum sei für eine Stunde und zehn Minuten geschlossen worden, nachdem zwei unidentifizierte illegale Drohnen über das Staatsgebiet geflogen seien und eine direkte Gefahr für die Flugsicherheit dargestellt hätten. Die Drohnen vom Typ Gerbera seien nicht vom moldauischen Radar entdeckt worden, ihr Eindringen sei jedoch "von den ukrainischen Grenzbehörden bestätigt" worden. Es seien "keine Objekte, Trümmer oder Elemente identifiziert" worden, die eine Gefahr für die Bevölkerung hätten darstellen können. Beide Drohnen hätten den moldauischen Luftraum wieder verlassen und seien tief in ukrainisches Territorium vorgedrungen, teilt das Innenministerium mit.
+++ 11:04 Nach Angriff: Betreiber meldet Probleme bei Ölterminal im Schwarzen Meer +++
Im Schwarzen Meer gibt es Betreiberangaben zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff Probleme bei einer Ölverladestation. Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) teilt mit, es habe seinen Betrieb an einem wichtigen Ölterminal am Schwarzen Meer eingestellt. Ein Ankerpunkt sei durch den Angriff mit Marinedrohnen erheblich beschädigt worden. "Der weitere Betrieb des Ankerpunkts 2 ist nicht möglich." Bei dem Angriff wurde nach Angaben des Konsortiums niemand vom Personal oder von Vertragspartnern verletzt. Zum Zeitpunkt der Explosion habe das Notfallsystem die entsprechenden Pipelines abgeschaltet. Vorläufigen Berichten zufolge sei kein Öl ins Schwarze Meer gelangt.
+++ 10:13 Kreml: Putin empfängt US-Sondergesandten kommende Woche +++
Wladimir Putin will den US-Sondergesandten Steve Witkoff kommende Woche zu Gesprächen über den von Washington vorgelegten und inzwischen abgeänderten Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine empfangen. Witkoff werde in der ersten Wochenhälfte in Moskau erwartet, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur "Ria Nowosti" unter Berufung auf Putins Sprecher Dmitri Peskow. Dieser versprach, das genaue Datum des Treffens rechtzeitig nachzureichen. Für den kommenden Donnerstag und Freitag ist laut dem Kreml ein Staatsbesuch Putins in Indien geplant, wo er Gespräche mit Premierminister Narendra Modi führen will.
+++ 09:15 Ministerium: Hunderttausende Haushalte in Kiew ohne Strom +++
In der Ukraine müssen nach einem russischen Angriff auf das Stromnetz mehr als 600.000 Kunden ohne Elektrizität ausharren. Laut dem Energieministerium wurden Anlagen in Kiew und fünf Regionen getroffen. Mehr als 500.000 der betroffenen Haushalte seien in der Hauptstadt.
+++ 08:21 Ukraine meldet erneuten russischen Großangriff - Zwei Tote +++
Die Ukraine ist nach Angaben ihres Außenministeriums in der Nacht erneut massiv von Russland angegriffen worden. Dabei seien zwei Menschen getötet und zwei Dutzend verletzt worden. Russland habe mit Dutzenden Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie über 500 Drohnen Wohnhäuser, das Energienetz und kritische Infrastruktur beschossen. In der Hauptstadt Kiew waren die ganze Nacht über Explosionen zu hören. Außenminister Andrij Sybiha wirft Moskau vor, weiter "zu töten und zu zerstören", während die Welt Friedenspläne für den Konflikt diskutiere.
+++ 07:35 Kämpfte für Ukraine: Belarussischer Soldat zu 13 Jahren Haft verurteilt +++
Vasyl Verameichyk, ein ehemaliger belarussischer Offizier, der als freiwilliger Kämpfer für die Ukraine gedient hat, wurde in Belarus zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Dies berichtet das Nachrichtenportal "Belsat" unter Berufung auf Verameichyks Ehefrau. Verameichyk war nur wenige Tage nach Beginn des Krieges den ukrainischen Streitkräften beigetreten. Er diente im Kastus-Kalinouski-Regiment, einer Einheit belarussischer Freiwilliger, die auf ukrainischer Seite kämpften. Sein Dienst im Regiment wurde nach einem Streit mit einem Stabsoffizier vorzeitig beendet, woraufhin er vorübergehend an der Wiedereinreise in die Ukraine gehindert wurde. Trotz dieses Rückschlags berichteten Kameraden, dass er nach Möglichkeiten gesucht habe, an die Front zurückzukehren. Im November 2024 wurde Verameichyk in Vietnam festgenommen und nach Belarus ausgeliefert.
+++ 06:42 Russland meldet Angriff auf eine der größten Ölraffinerien im Land +++
Ukrainische Militärs sollen in der Nacht eine der größten Ölraffinerien Südrusslands angegriffen haben. Laut "Kyiv Independent" zeigen in russischen Telegramkanälen und sozialen Medien veröffentlichte Aufnahmen einen Großbrand auf dem Gelände der Ölraffinerie Afipsky in der Region Krasnodar. Die Raffinerie ist aufgrund ihrer Nähe zu den Frontregionen regelmäßig Ziel ukrainischer Angriffe. Sie verarbeitet jährlich etwa 6,25 Millionen Tonnen Öl und steht für 2,1 Prozent der russischen Raffineriekapazität.
+++ 05:51 Ein Toter und elf Verletzte bei Angriffen auf Kiew +++
Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist ein Mensch getötet worden. Elf weitere wurden verletzt. Dies berichten örtliche Behörden. Gegen Mitternacht waren heftige Explosionen in der ukrainischen Hauptstadt zu hören. Dem Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkaschenko, zufolge befanden sich "feindliche Drohnen" über der Stadt, die Luftabwehr sei im Einsatz gewesen. Bürgermeister Vitali Klitschko forderte die Menschen auf, während des Angriffs in den Schutzräumen zu bleiben. Wohngebäude in mehreren Stadtteilen und Autos seien beschädigt worden.
+++ 05:13 Ukrainische Delegation reist für Gespräche über Friedensplan in die USA +++
Eine ukrainische Delegation wird nach Angaben eines eingeweihten Vertreters am Wochenende zu Gesprächen über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in die USA reisen. "Die Delegation plant ein Treffen mit der amerikanischen Seite am Ende dieser Woche", ist von dem hochrangigen Vertreter zu erfahren. Die Gespräche könnten demnach im US-Bundesstaat Florida stattfinden. Kurz zuvor war der Leiter der ukrainischen Delegation bei den jüngsten Gesprächen in Genf über den US-Plan, Andrij Jermak, wegen Korruptionsverdachts zurückgetreten. Die ursprüngliche Fassung dieses Plans war weithin als vorteilhaft für Russland beurteilt worden. Dem Vertreter zufolge sollte Jermak an den Gesprächen teilnehmen, ehe er zurücktreten musste. Stattdessen sollen die Gespräche nun vom Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, geleitet werden, wie zwei hochrangige ukrainische Regierungsvertreter sagen.
+++ 04:10 Human Rights Watch in Russland verboten - Organisation will "noch härter" arbeiten +++
Moskau fügt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu ihrer Liste "unerwünschter" Organisationen hinzu und verbietet der Gruppe mit Sitz in New York so die Arbeit in Russland. Der Kreml begründet seine Entscheidung nicht. Damit ist es den russischen Behörden nun erlaubt, Mitarbeiter der Organisation oder Menschen, die Geld an sie spenden, strafrechtlich zu verfolgen. Die Leiterin der Abteilung von Human Rights Watch für Europa und Zentralasien, Tanja Lokschina, sagt, die Organisation werde nun "noch härter" arbeiten, "um das harte Vorgehen des Kreml gegen die russische Zivilgesellschaft offenzulegen und über russische Verbrechen in der Ukraine zu berichten".
+++ 03:23 Türkei bietet sich als Gastgeber für neue Gespräche an +++
Der türkische Außenminister Hakan Fidan bekräftigt die Bereitschaft zur Vermittlung zwischen der Ukraine und Russland. Die Türkei sei bereit, "erneut Gastgeber zu sein für die Istanbuler Verhandlungen", sagt Fidan. Nach den jüngsten Gesprächen der USA mit der Ukraine und ihren europäischen Verbündeten in Genf über einen von den USA vorgelegten Friedensplan sieht er nun wieder Bewegung im Verhandlungsprozess. Delegationen aus Russland und der Ukraine hatten sich seit Mai zu drei Verhandlungsrunden in Istanbul getroffen, bei denen der Austausch von Gefangenen und die Rückgabe getöteter Soldaten vereinbart wurde. Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe gab es jedoch nicht - Russland lehnte eine Feuerpause ab.
+++ 02:22 Ukraine widerspricht russischen Angaben zur Einnahme von Kupjansk +++
Nach Angaben des obersten ukrainischen Befehlshabers Olexander Syrskyj ist die Stadt Kupjansk im Nordosten der Ukraine nicht vollständig unter russischer Kontrolle. "Unsere Soldaten führen weiterhin sowohl Verteidigungs- als auch Such- und Angriffsaktionen aus", schreibt Syrskyj nach einem Besuch in der Region auf Telegram. Sie hielten zudem "die vorgesehenen Linien und verstärken den Feuerdruck, um die Versorgungswege des Feindes zu blockieren". Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag verkündet, Kupjansk sei in russischer Hand.
+++ 01:41 Orban: Ukraine soll nach Krieg als "Pufferstaat" bestehen +++
Die Ukraine sollte aus Sicht des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban nach einem Ende des Krieges allenfalls als "Pufferstaat" zwischen Russland und der Nato weiter existieren. "Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war", sagte er der "Welt am Sonntag". Auch Gebietsabtretungen der von Russland angegriffenen Ukraine hält er für unumgänglich. "Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie - bis zur östlichen Nato-Grenze - bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde", sagte er weiter.
+++ 00:45 Behörden: Russische Drohnen und Raketen greifen Kiew an +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören. Bei einem russischen Angriff mit Drohnen und Raketen auf Kiew ist nach Behördenangaben mindestens ein Wohnhaus beschädigt worden. Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, russische Drohnen hätten ein Gebiet im Stadtzentrum sowie in den östlichen Vororten getroffen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt, Rettungskräfte seien in vier Stadtteile entsandt worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz.
+++ 23:55 Polens Geheimdienst fasst mutmaßliche Agenten +++
In Polen sind zwei Ukrainer und drei Belarussen wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Sie sollen im Auftrag ausländischer Geheimdienste gehandelt haben, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, zwischen März 2024 und Februar 2025 kritische Infrastruktur fotografiert und die Aufnahmen weitergeleitet zu haben. Die Bezahlung sei in Kryptowährungen erfolgt. Die Festnahmen hätten am 25. und 26. November stattgefunden. Drei Verdächtige befänden sich für drei Monate in Gewahrsam. Eine der Personen sei minderjährig und käme in eine Jugendeinrichtung.
+++ 22:15 Ukrainer wollen teure russische Flugabwehrsysteme zerstört haben +++
Ukrainische Truppen wollen binnen drei Tagen drei russische Flugabwehrsysteme bei Drohnenangriffen zerstört haben. Es handele sich um Systeme des Typs "Buk-M1", "Buk-M2" und "Tor-M2", deren Gesamtwert auf 60 Millionen Dollar geschätzt werde, verkünden die Streitkräfte für unbemannte Systeme in sozialen Medien. Die Angaben sind unabhängig derzeit nicht überprüfbar.
+++ 22:01 Insider: Rubio will Nato-Treffen fernbleiben +++
US-Außenminister Marco Rubio wird Insidern zufolge das Nato-Außenministertreffen kommende Woche in Brüssel nicht besuchen. Stattdessen werde der stellvertretende Außenminister Christopher Landau die USA vertreten, sagen zwei US-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollen. Die ungewöhnliche Abwesenheit erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt der Ukraine-Verhandlungen. Die Gründe für Rubios Absage des Treffens am 3. Dezember sind unklar.
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