Ratgeber

Preise vor Vervierfachung Für Gaskunden wird es noch viel teurer

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Es wird nicht besser ...

(Foto: IMAGO/Christian Ohde)

Die Kosten für Gas sind innerhalb eines Jahres explodiert. Ein Ende der unerfreulichen Entwicklung ist nicht in Sicht. Viele regionale Grundversorger haben weitere Preiserhöhungen angekündigt. Zudem droht eine Gas-Zulage.

Die Zeiten, in denen alles nur einen Preis, aber nichts einen Wert hatte, sind erstmal vorbei. Derzeit gilt beides. Und es muss mitunter doppelt und dreifach bezahlt werden. Zumindest dann, wenn es sich um Gas handelt, wie eine aktuelle Untersuchung des Vergleichsportals Verivox zeigt.

Demnach hat das Gaspreisniveau für Haushalte im August einen neuen Rekord erreicht. Im Jahresvergleich sind die durchschnittlichen Preise um rund 184 Prozent angestiegen. Die Gaskosten für private Kunden haben sich damit fast verdreifacht. Zahlte eine Familie mit einem Gasverbrauch von 20.000 kWh im August 2021 noch 1258 Euro im Jahr, sind es aktuell durchschnittlich 3568 Euro.

"Einen Gaspreis von fast 18 Cent pro Kilowattstunde für Haushalte gab es in Deutschland noch nie. Der Preis wird jedoch noch deutlich höher steigen, denn die Großhandelspreise für Gas liegen derzeit deutlich über diesem Niveau. Daher müssen sich Verbraucherinnen und Verbraucher auch in den kommenden Monaten auf weiter steigende Preise einstellen," sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Gas-Umlage voraus

Der Trend zu flächendeckenden Gaspreiserhöhungen setzt sich fort: Für August, September und Oktober haben örtliche Gasgrundversorger 136 Preiserhöhungen um durchschnittlich 50 Prozent angekündigt. Das entspricht Mehrkosten von rund 946 Euro im Jahr.

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Zudem hat Bundeskanzler Olaf Scholz zur Abfederung der stark gestiegenen Großhandelspreise eine zusätzliche Gas-Umlage angekündigt, die von allen Gaskunden bezahlt werden soll. Die ab Oktober kommende Umlage soll zwischen 1,5 und 5 Cent pro kWh liegen. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bedeuten das unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer Mehrkosten zwischen 357 und 1190 Euro.

Die jährlichen Gesamtkosten für den Musterhaushalt lägen dann laut der Untersuchung bei bis zu 4758 Euro, was einer Preissteigerung von 278 Prozent entspräche - damit hätten sich die Preise im Vergleich zum August 2021 sogar fast vervierfacht.

Quelle: ntv.de, awi

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