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Zuschüsse vom Staat So gibt es Geld für den Einbrecherschutz

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Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen liegt nur bei 15 Prozent.

(Foto: imago/blickwinkel)

Einbrüche nehmen in Deutschland rasant zu. Oft suchen sich die Diebe schlecht gesicherte Objekte für ihre Raubzüge aus. Da ist es sinnvoll, das eigene Domizil abzusichern. Dabei ist es möglich, den Staat an den Kosten zu beteiligen. Warentest zeigt, wie es geht.

Beinahe 170.000 Mal haben Einbrecher Wohnungen und Häuser in Deutschland 2015 ausgeraubt. Dabei hat fast die Hälfte von ihnen ihr Vorhaben aufgegeben, wenn sie durch einen entsprechenden Einbruchschutz am Eindringen gehindert wurden. Häufig handelt es sich bei den Dieben um Gelegenheitstäter, die nicht mit Profi-Werkzeug, sondern mit Schraubenziehern schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen. Es ist deshalb sinnvoll, die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen und in den Einbruchschutz zu investieren. Vor allem deshalb, weil es hier Geld für Mieter und Eigentümer vom Staat gibt, wie die Stiftung Warentest berichtet.

Dieses gibt es in Form von Zuschüssen der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau). 50 Millionen Euro will der Bundestag der Bank für das kommende Jahr zur Verfügung stellen. Denn die Fördertöpfe für dieses Jahr sind beinahe aufgebraucht. Interessenten erhalten daher auch zurzeit nur vorläufige Zusagen. Innerhalb von sechs Monaten müssen dann die Belege über die Arbeiten eingereicht werden.

Wer seine Behausung gegen Diebe absichern möchte, kann eine Unterstützung von bis zu 1500 Euro von der KfW erhalten. Diese hilft für Einzelmaßnahmen des Einbruchschutzes mit maximal zehn Prozent der Gesamtkosten zwischen 2000 und 15.000 Euro aus. Gefördert werden zum Beispiel der Einbau von Alarmanlagen, Gegensprechanlagen, der Einbau und die Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie die Nachrüstung von Fenstern.

Mieter müssen, bevor sie etwa das Türschloss wechseln, zuvor die Genehmigung ihres Vermieters einholen. Die Zuschüsse werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) finanziert.

Bei allen Maßnahmen sind sowohl Material- als auch Handwerkerkosten förderfähig. Voraussetzung für die Förderung ist die Durchführung durch ein Fachunternehmen des Handwerks. Die Zuschüsse können mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung kombiniert werden, beispielsweise bei einem ohnehin geplanten Austausch der Fenster. Interessenten sollten unbedingt beachten, dass die Antragstellung vor Beginn des Vorhabens erfolgen muss. In diesem Fall steigt die Bezuschussung auf bis zu 5000 Euro.

Außerdem können sowohl Eigentümer als auch Mieter zinsgünstige Förderkredite von der KfW-Bank für einzelne Einbruchschutzmaßnahmen bekommen. Diese dürfen bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit betragen. Und auch steuerlich ist es möglich, den Fiskus an der Absicherung zu beteiligen. So können Kosten, die unterhalb der 2000-Euro-Grenze liegen wie auch solche, die über der maximalen Förderhöhe von 15.000 Euro betragen, von der Steuer als haushaltsnahe Dienstleistungen bis maximal 6000 Euro abgesetzt werden.    

Quelle: n-tv.de, awi

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