Ratgeber

Geschmackliche Vollendung? Teuerste Schokolade ist die schlechteste

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Schokolade geht eigentlich immer.

(Foto: imago stock&people)

Sind Sie eher der Zart-schmelzend- oder der Knackig-fest-Typ? Oder doch eher der Vollkommen-egal-Hauptsache-Schokolade-Mensch? So oder so, wer auf gute Milchschokolade steht, ist hier genau richtig. Denn Warentest weiß, wo es puren Genuss gibt.

Naschen verdirbt zwar nicht den Charakter, aber bisweilen die Figur. Was vielen aber egal ist. Vor allem dann, wenn es sich beim Objekt der Begierde um eine Mischung aus Milch, Kakao und Zucker handelt. Dann wird beherzt zugegriffen. Bikini-Figur und Waschbrettbauch? Drauf gepfiffen. Es ist beinahe Winter, der Mini-Rock längst eingemottet und das knallenge T-Shirt nur noch auf Sommer-Fotos zu bewundern. Insofern also eine gute Zeit, um den süßen Versuchungen nachzugeben. Sei es, weil es einfach kalt ist, der Stress groß, die Hormone gerade mal wieder verrücktspielen oder auch einfach nur so.

Denn Schokolade geht immer. Und Milchschokolade erst recht. Handelt es sich hierbei doch um so was wie einen Klassiker. Wie gut, dass die Stiftung Warentest aktuell 25 Produkte getestet hat, zu Preisen zwischen 0,69 bis 6,95 Euro pro 100 Gramm. Zudem mit erfreulichem Ergebnis. So wurden insgesamt 15 Tafeln mit "gut", 9 mit "befriedigend" und nur 1 mit "ausreichend" bewertet.

Zart­-schmelzend oder knackig-fest?

Dabei stellten die Tester fest, dass Schokoladen, die pro 100 Gramm mehr als 3 Euro kosten, nicht immer besser sind als solche für rund 1 Euro. Unter den günstigen sind sogar solche mit Nachhaltigkeitssiegel. Der Anbieter der besten Schokolade im Test ("Die gute Schokolade"/gut/1,9/1 Euro) ist eine Kinder- und Jugendinitiative. Ihr Ziel: Klimagerechtigkeit. Sie überzeugte den Hersteller sowie Händler von ihrer Idee und diese verzichten auf ihren Gewinn. So ist es nach Angaben der Initiative möglich, dass für fünf verkaufte Tafeln ein Baum in Mexiko gepflanzt wird. Wer hier zubeißt, sündigt auch noch mit gutem Gewissen. Herrlich.

Und die bekannteren Marken wie Merci, Milka und Ritter Sport? Allesamt "gut" und alle für deutlich unter 1,50 Euro zu haben. Lindt und Hachez? Nur "befriedigend". Zudem mit 1,59 beziehungsweise 2,29 Euro etwas teurer. Apropos: Die teuerste Schokolade im Test ist auch der Verlierer der Untersuchung. Für die "Milk Chocolate" von Godiva reicht es nur für ein "ausreichend". Denn die ist stark mit Nickel belastet. Und das für 6,95 Euro pro 100 Gramm. Das Schwer­metall gelangt in erster Linie aus dem Boden in die Kakao­pflanze. Warentest gibt aber gleich Entwarnung: Demnach müsste selbst wer hin und wieder eine Tafel der betroffenen Marke komplett verdrücken würden, keine gesundheitlichen Auswirkungen befürchten.

Und bei allen anderen getesteten Sorten schon gar nicht. Keine Schokolade ist nennenswert mit Pflanzenschutzmitteln oder Kadmium belastet. Auch das Problem mit den Mineralölen, haben die Hersteller mittlerweile im Griff. Schön. Es kann also zugelangt werden.

Bleibt eigentlich nur noch, allzu kritische Blicke in den Spiegel in nächster Zeit zu vermeiden. Und sich selbst vielleicht noch die Frage zu beantworten, ob man eher der Zart­-schmelzend- oder der Knackig-fest-Milchschokoladentyp ist.

Quelle: n-tv.de, awi

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