Ratgeber

Heizung und Strom Um so viel erhöht Homeoffice die Kosten

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Bequem, hoffentlich Corona-frei aber auch teuer - das Arbeiten von zu Hause.

(Foto: picture alliance/dpa)

Normalerweise läuft die Heizung daheim bei Abwesenheit seiner Bewohner ja nicht auf vollen Touren. Da aber nach wie vor viele Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten, soll die Bude schön warm sein. Das hat Auswirkungen auf Heizkosten und Strom.

Ungeachtet der Tatsache, dass das Arbeiten von daheim nun steuerlich entlastet werden soll, verteuert Homeoffice die privaten Heizkosten - zumindest in der kalten Jahreszeit. Denn wer dieser Tage statt ins Büro zu fahren komplett von zu Hause aus arbeitet, muss nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox mit einem um rund 4 Prozent höheren Heizbedarf rechnen. Was je nach Heizsystem eine Mehrbelastung von bis zu 45 Euro bedeuten kann.

Das Vergleichsportal ist bei seiner Berechnung davon ausgegangen, dass wer von Oktober bis einschließlich März durchgehend im Homeoffice bleibt, an etwa 120 Tagen mehr heizen (zum Heizkanone Vergleich) müsste als üblich. Werde die Wohnung bei einem achtstündigen Arbeitstag drei Grad wärmer beheizt als während der Außer-Haus-Tätigkeit, ergebe sich unter dem Strich ein Heizmehrbedarf von 4 Prozent.

Heizkosten steigen erheblich - auch ohne Mehrverbrauch

Wer mit Gas heizt, kann derart mit Mehrkosten von 45 Euro rechnen. Bei einer Ölheizung muss mit einer Steigerung in Höhe von rund 33 Euro ausgegangen werden. Die Berechnungen beruhen auf den durchschnittlichen Energiepreisen im letzten Monat. "Verbraucher müssen sich im kommenden Jahr auf deutlich höhere Heizkosten einstellen. Wer von zu Hause aus arbeitet sogar in doppelter Hinsicht", sagte Verivox Energieexperte Thorsten Storck. Als Hauptgrund wurde der neue Preisaufschlag für das freigesetzte Kohlendioxid (CO2) von zunächst 25 Euro je Tonne genannt. Zudem kehrt nach der vorübergehenden Senkung die Mehrwertsteuer wieder auf das alte Niveau zurück. Aber auch Heizöl wird wegen der CO2-Abgabe teurer.

Abgesehen davon erhöht das Homeoffice auch die Stromrechnung. Die Energieexperten von Verivox haben nachgerechnet, welche Kosten dafür anfallen. Wird nur ein Laptop als Arbeitsgerät genutzt, sind die Stromkosten niedrig: Pro Arbeitstag liegen sie bei lediglich 15 Cent. Bei einem herkömmlichen PC mit angeschlossenem Monitor ist der Stromverbrauch deutlich höher. Die Kosten liegen durchschnittlich bei rund 50 Cent pro Arbeitstag. Je nach Ausstattung und zusätzlich angeschlossenen Geräten können die Stromkosten noch höher sein.

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Das Aufladen eines Smartphones belastet dagegen kaum den Geldbeutel. Wer sein Smartphone drei Stunden an der Steckdose hat, bezahlt gerade mal einen halben Cent. Wird zu Hause gekocht, statt sich wie sonst üblich in der Kantine zu versorgen, kostet die Zubereitung auf einem mittleren Kochfeld für eine Stunde auf höchster Leistung knapp 50 Cent. Die zusätzlichen Stromkosten durch das Homeoffice dürften in der Regel bei unter einem Euro pro Arbeitstag liegen, so Verivox.

Ungeachtet dessen, sind Verbraucher angesichts immer höherer Stromkosten gut beraten, den Stromversorger zu wechseln und so viel Geld zu sparen.

Quelle: ntv.de, awi

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