Fußball

RB und FC Bayern spektakeln Drama-HSV rettet Remis, Ingolstadt steigt ab

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Außer Rand und Band: Hamburger auf Schalke.

(Foto: REUTERS)

Im Kampf gegen den Abstieg rettet der HSV auf Schalke einen Punkt und hat nun ein Endspiel. Das heißt auch: Der FC Ingolstadt steigt ab. Augsburg und Wolfsburg remisieren. Dem FSV Mainz gelingt ein Befreiungsschlag, Leipzig spektakelt mit dem FC Bayern.

SC Freiburg - FC Ingolstadt 04 1:1 (1:1)

Der FC Ingolstadt ist nicht mehr zu retten, die Schanzer stehen als zweiter Absteiger aus der Fußball-Bundesliga fest. Am 33. Spieltag war für den FCI ein 1:1 (1:1) beim heimstarken Europa-League-Aspiranten SC Freiburg zu wenig: Ingolstadt folgt dem Tabellenletzten Darmstadt 98 nach dieser Saison in die 2. Liga. Mit der ersten echten Freiburger Chance erzielte der umworbene Maximilian Philipp (31.) die Führung für die Gastgeber, die Dario Lezcano (43.) noch vor der Pause ausglich. Wie die Darmstädter, deren Schicksal am vergangenen Wochenende besiegelt wurde, war der FCI vor zwei Jahren aufgestiegen. Nachdem die erste Spielzeit im Oberhaus überhaupt unter dem heutigen Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl ohne Abstiegssorgen verlief, hatten die Oberbayern in diesem Jahr von Beginn an Probleme. Nur am ersten, dritten und vierten Spieltag - damals noch unter Coach Markus Kauczinski - lag Ingolstadt besser als Rang 16.

FC Schalke 04 - Hamburger SV 1:1 (1:0)

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Das war knapp: Hamburgs Trainer Markus Gisdol.

(Foto: imago/MIS)

Der Hamburger SV muss sich erneut auf ein dramatisches Finale einstellen. Die abstiegsbedrohten Hanseaten schafften dank des Treffers des eingewechselten Pierre-Michel Lasogga in der Nachspielzeit ein 1:1 (0:1) beim FC Schalke 04 und konnten ihre Position vor dem Saison-Endspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag verbessern. Der direkte Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitglieds ist nicht mehr möglich. Nach dem Remis in der ausverkauften Arena in Gelsenkirchen liegt das Team von Markus Gisdol mit 35 Zählern auf dem Relegationsrang 16 hinter den punkgleichen Teams aus Wolfsburg, Augsburg und Mainz (alle 37), die allesamt eine weit bessere Tordifferenz aufweisen. Damit kommt es im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg zu einem echten Endspiel um die Relegation. Wolfsburg genügt ein Remis, Hamburg braucht einen Sieg. Erstmals nach sieben Europapokal-Teilnahmen hintereinander ist Schalke in der kommenden Saison nicht international vertreten und muss sich neu aufstellen.

VfL Wolfsburg - Bor. Mönchengladbach 1:1 (0:1)

Der VfL Wolfsburg muss ins Relegations-Endspiel beim Hamburger SV. Die Mannschaft von Trainer Andries Jonker erkämpfte ein 1:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach - ein Punkt beim HSV am kommenden Samstag würde den Klassenerhalt sichern. Im Falle einer Niederlage droht die Relegation. Nationalspieler Mario Gomez machte in der 58. Minute sein 16. Saisontor, zuvor hatte Jannik Vestergaard die von Wolfsburgs Ex-Trainer Dieter Hecking betreuten Gladbacher per Kopf (24.) verdient in Führung gebracht. Für die Borussia ist der Punkt im Kampf um die Europa-League-Teilnahme eigentlich zu wenig. Vor 28.721 Zuschauern wurde Hecking vor der Partie vom VfL verabschiedet, der 52-Jährige bekam einen Strauß Blumen überreicht.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 4:2 (0:1)

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Torschütze, halbnackt: Yoshinori Muto.

(Foto: imago/Thomas Frey)

Der FSV Mainz 05 hat im Abstiegskampf riesigen Überlebenswillen bewiesen und einen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Das Team von Trainer Martin Schmidt besiegte Eintracht Frankfurt nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 (0:1). Die Mainzer haben vor dem letzten Spiel beim 1. FC Köln einen Vorsprung von zwei Punkten und 20 Toren auf Relegationsrang 16. Schon ein Remis würde den 05ern zur endgültigen Rettung reichen. Jhon Cordoba (60. Minute), Stefan Bell (62.), der eingewechselte Yoshinori Muto (77.) und Pablo De Blasis (90./Foulelfmeter) drehten ein emotionales Rhein-Main-Derby. Nach Toren von Branimir Hrgota (42.) und Haris Seferovic (50.) hatte Frankfurt schon mit 2:0 geführt. Über 90 Minuten gesehen war der DFB-Pokalfinalist ohne neun verletzte Spieler aber nicht konkurrenzfähig.

Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Köln 2:2 (0:1)

Der 1. FC Köln hat im 60. Liga-Derby bei Bayer Leverkusen einen Sieg und damit eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren verspielt, Bayer bleibt das schlimme Szenario Abstieg erspart. Die Kölner gehen nach dem 2:2 (1:0) in Leverkusen nach 2:0-Führung als Siebter in das Saisonfinale am kommenden Samstag gegen Mainz 05. Somit müssen sie außer auf einen Sieg auf Schützenhilfe hoffen - oder eine Woche später auf einen Sieg von Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt. Bayer hat mit 38 Punkten nun vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und ist gerettet. Die prestigeträchtige Niederlage gegen den Nachbarn verhinderten am Samstag Stefan Kießling (60.) und der drei Minuten zuvor eingewechselte Joel Pohjanpalo (71.). Köln hatte durch Milos Jojic (14.) und das erste Profitor von Eigengewächs Lukas Klünter (49.) schon 2:0 geführt.

FC Augsburg - Borussia Dortmund 1:1 (1:1)

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Er schon wieder: Pierre-Emerick Aubameyang.

(Foto: imago/Michael Weber)

Nach dem Wirbel um Coach Thomas Tuchel hat Borussia Dortmund beim kampfstarken FC Augsburg vorzeitig die direkte Qualifikation für die Champions League verpasst. Nach dem 1:1 (1:1) muss der DFB-Pokal-Finalist im Fernduell mit der nun punktgleichen TSG Hoffenheim bis zum letzten Spieltag um das Ticket für die Königsklasse bangen. Die Augsburger wackelten am Ende heftig, holten aber dank einer taktisch ausgezeichneten Vorstellung im Kampf um den Klassenverbleib einen Punkt. Alfred Finnbogason (29. Minute) brachte die Gastgeber vor 30.660 Zuschauern verdient in Führung. Pierre-Emerick Aubameyang (32.) stellte mit seinem 29. Saisontreffer kurz danach den Ausgleich her. Der BVB blieb aber Dritter und spielt nun gegen Bremen, während die Augsburger nach Sinsheim fahren.

Werder Bremen - TSG Hoffenheim 3:5 (0:3)

Die TSG Hoffenheim hat mit einer Offensiv-Gala seine Chancen auf die direkte Champions-League-Qualifikation untermauert. Die Kraichgauer gewannen bei Werder Bremen mit 5:3 (3:0) und gehen damit punktgleich mit Borussia Dortmund in den letzten Spieltag. Für die Bremer bedeutete die dritte Heimniederlage der Rückrunde dagegen einen herben Dämpfer im Rennen um die Europaliga-Plätze. Vor 41.000 Zuschauern im Weserstadion erzielten Adam Szalai (7. Minute), Andrej Kramaric (11., 49.), Steven Zuber (40.) und Ermin Bicakcic (51.) die Treffer für die Hoffenheimer. Theodor Gebre Selassie (59.), Philipp Bargfrede (86.) und Robert Bauer (89.) betrieben für die schwachen Bremer nur noch Ergebniskosmetik. Für Hoffenheim war es der erste Sieg an der Weser überhaupt.

SV Darmstadt 98 - Hertha BSC 0:2 (0:2)

Hertha BSC hat einen Riesenschritt Richtung Europaliga gemacht. Die Berliner landeten mit einem 2:0 (2:0) beim SV Darmstadt 98 ihren ersten Auswärtssieg nach zuvor neun Niederlagen. Damit hat die Mannschaft von Trainer Pal Dardai vor dem letzten Spieltag als Tabellenfünfter beste Karten für das internationale Geschäft. Routinier Salomon Kalou (14. Minute) und Jordan Torunarigha (28.) trafen per Kopf gegen den Absteiger. Die Lilien verabschiedeten sich in einem emotionalen letzten Heimspiel am Böllenfalltor von ihren Fans. "Was wir die letzten zehn Jahre hier aufgebaut haben, das nimmt uns niemand mehr", sagte Präsident Rüdiger Fritsch in seiner Ansprache. "Wir werden alle dafür arbeiten, dass wir wieder eine ganz, ganz tolle Saison erleben."

RB Leipzig - FC Bayern 4:5 (2:1)

Der FC Bayern hat den Emporkömmling RB Leipzig in einem verrückten Spiel niedergekämpft und den zweiten Saisonsieg gegen den Aufsteiger gefeiert. Arjen Robben erzielte den 5:4 (1:2)-Siegtreffer für den Branchenprimus in der fünften Minute der Nachspielzeit, zuvor waren die Bayern lange hinterhergelaufen. Leipzig hat einen Spieltag vor Schluss dennoch den zweiten Rang hinter dem Meister sicher. Die Treffer für Leipzig erzielten Marcel Sabitzer (2.), Nationalspieler Timo Werner mit einem Doppelpack (29./Foulelfmeter und 65.) und Yussuf Poulsen (47.). Spielmacher Emil Forsberg leistete zu den ersten drei Treffern die Vorarbeit und verbuchte seine Assists Nummer 19, 20 und 21. Bei der 0:3-Pleite im Hinspiel hatte der schwedische Nationalspieler früh die Rote Karte gesehen, nun war er nun der überragende Mann auf dem Platz. Für die in der Defensive arg enttäuschenden Münchner trafen Robert Lewandowski mit seinen Saisontoren 29 und 30 (17./Handelfmeter und 84.) und Thiago (60.), durch David Alaba (90.+1) und letztlich Robben zeigten die Bayern einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten.

Quelle: ntv.de, sgi/dpa

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