Technik

Kurz und knackig Die Technik-Tipps der Woche

In den Technik-Tipps der Woche stellt ntv.de kurz und knackig Produkte vor, die es ausprobiert und für gut befunden hat. Diesmal gibts eine altmodische Neuauflage eines guten Reise-Kopfhörers, ein schlaues Buch hilft Hobbyfotografen, alles aus Adobes Foto-Abo herauszuholen und magische Powerline-Adapter geben mächtig Gas.

Sennheiser PXC 550 II

Der Sennheiser PXC 550 gehörte 2016 zu den besten Bügel-Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung. Klanglich ließ er sogar Platzhirsch Bose Quietcomfort 35 hinter sich, was auch Stiftung Warentest bestätigte. Jetzt hat Sennheiser eine Neuauflage des PXC 550 herausgebracht und ntv.de hatte Gelegenheit ihn ausführlich bei seiner Reise zur CES nach Las Vegas und zurück zu testen.

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Die Sennheiser PXC 550 II sind auch für Brillenträger gut geeignet.

(Foto: Sennheiser)

Schon wenn man die ungeöffnete Verpackung sieht, ahnt man, dass sich der deutsche Hersteller keine Mühe gemacht hat, das Design großartig zu verändern. Bis auf winzige Details ist die zweite Generation mit der ersten identisch.

Das ist absolut okay, schließlich überzeugte schon der Vorgänger mit einem besonders bequemen Sitz. Vor allem die Ohren fühlen sich in den Muscheln pudelwohl, die nicht kreisrund sind, sondern eher eiförmig sind. Außerdem ist der Kopfhörer sehr leicht und findet kompakt zusammengefaltet in einer flachen Transportbox Platz, die ideal fürs kleine Handgepäck ist.

Micro-USB, aber ausdauernd

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Beim USB-Anschluss war Sennheiser aber etwas zu faul. Denn Ende 2019 ein Headset der Spitzenklasse mit Micro-USB-Buchse zu verkaufen, geht eigentlich gar nicht. Wirklich schlimm ist das aber nicht, eigentlich ist der einzige Nachteil, dass man ein zusätzliches Kabel dabei haben muss, wenn man sonst mit einer zeitgemäßen USB-C-Ausrüstung unterwegs ist. Also Schwamm drüber. Wichtiger ist, dass der Akku laut Hersteller mit Bluetooth und aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) bis zu 20 Stunden durchhält, im Kabelbetrieb auch bis zu 30 Stunden. Den Test-Erfahrungen von ntv.de nach hat Sennheiser hier eher tiefgestapelt. Ein leerer Akku ist in drei Stunden geladen - da kann man sich nicht beschweren.

Auch beim Sound hat sich grundsätzlich nichts geändert. Mit dem PXC 550 II kauft man einen der aktuell am besten klingenden Bluetooth-Kopfhörer, der im Vergleich zum Vorgänger Bluetooth 5.0 und neben AptX jetzt den besten iPhone-Codec AAC beherrscht. Auch die jüngere Bose-Konkurrenz lässt er hinter sich und liefert sich mit der derzeitigen Nummer 1 Sony WH-1000XM3 ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Steht man auf einen möglichst neutralen, transparenten Klang ist der Sennheiser vorne. Dazu gibt's in der zugehörigen App einen gelungenen Equalizer zur individuellen Anpassung. Sennheiser sollte aber den Unsinn beenden, dass man für alle weiteren Einstellungen eine zusätzliche App benötigt. Das nervt etwas.

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Der Kopfhörer passt zusammengelegt in ein kompaktes Transportcase.

(Foto: kwe)

Die Geräuschunterdrückung arbeitet auf hohem Niveau, kann aber nicht ganz mit Sonys ANC-Monster mithalten. Dafür macht sich bezahlt, dass der PXC 550 II im Auto-Modus Windgeräusche effektiv herausfiltern kann. Das hat beim Vorgänger definitiv gefehlt. Apropos Vorgänger: Sennheisers Neuer kostet 350 Euro, den ersten PXC 550 findet man schon für rund 190 Euro. Weil der Unterschied nicht so groß ist, bekommt man mit ihm ein fast unschlagbar gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Lightroom Classic und Photoshop (Rheinwerk)

Kurz vor Weihnachten hat der Rheinwerk-Verlag die Neuauflage von "Lightroom Classic und Photoshop" herausgebracht. Das Buch ist der perfekte Ratgeber für ambitionierte Hobby-Fotografen, die wie ein Profi mit Adobes Foto-Abo arbeiten möchten, das Lightroom Classic und Photoshop beinhaltet. Es kostet rund zwölf Euro im Monat.

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Man findet in dem Buch auch schnell Tipps, wenn man bei der Arbeit auf ein Problem stößt.

(Foto: kwe)

Das Buch ist logisch aufgebaut und beginnt mit Grundlagen, die man je nach Vorbildung weglassen oder auffrischen kann. Richtig zur Sache geht's aber erst im Kapitel 2, wenn die Arbeitsoberfläche von Lightroom beschrieben wird. Dabei gibt Autor Jürgen Wolf erstmal einen Überblick, was die Software alles bietet, ins Detail geht er dann später.

Das Prinzip zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. So bleibt es jederzeit auch für Anfänger verständlich und man kann sich auf die Dinge konzentrieren, die man nutzen möchte. Viele Fotografen arbeiten vielleicht nur mit dem Bibliothek- und dem Entwickeln-Modul, andere brauchen die gesamte Bandbreite, inklusive Karte-, Buch-, Diashow-, Drucken- und Web-Modul. Man muss nicht unbedingt alle rund 550 Seiten lesen, um ans gewünschte Ziel zu kommen.

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Essenziell sind aber der Import von Fotos, die Verwaltung in der Bibliothek und das Entwickeln der Aufnahmen. Diese Arbeitsschritte beschreibt das Buch sehr ausführlich und auch Fotografen, die bereits mit Lightroom gearbeitet haben, lernen hier einiges dazu. Das gilt auch für die Werkzeug-Palette, die so umfangreich ist, dass man für viele Nach- und Ausbesserungen Photoshop gar nicht öffnen muss.

Workshops für die Praxis

Tatsächlich nutzen wahrscheinlich viele Abonnenten Adobes mächtige Bildbearbeitungs-Software fast gar nicht, weil sie sich vom schieren Umfang erschlagen fühlen. Für solche Kandidaten ist das Buch perfekt. Denn Wolf konzentriert sich auf einige Bereiche von Photoshop, deren Einsatz für Hobby-Fotografen Sinn ergibt. Und natürlich gilt auch hier: Was man nicht nutzen möchte, kann man weglassen.

Wichtig ist außerdem, dass das Buch großen Wert auf eine gelungene Zusammenarbeit beider Programme legt und dem Leser anschaulich beibringt, wie er für sich den besten Workflow hinbekommt. Dabei helfen schließlich auch mehr als 90 Workshops, mit denen man Kapitel für Kapitel lernt, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Ein besseres Buch zum Arbeiten mit Adobes Foto-Abo wird man kaum finden, wobei es mit rund 40 Euro auch nicht allzu teuer ist.

Devolo Magic 1 LAN Triple Starter Kit

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Das Starter Kit sollte für eine Multimedia-Ecke ausreichen.

(Foto: Devolo)

Wer einen Bereich seiner Wohnung mit Internet versorgen möchte, der sich weitab vom Router befindet, kann zu sogenannten Powerline-Adaptern greifen, die die Internetverbindung über die Stromkabel weiterleiten. Die Auswahl solcher Geräte ist inzwischen relativ umfangreich, neben dem Berliner Fritzbox-Hersteller AVN ist hier auch Devolo groß im Geschäft. So gibt der deutsche Hersteller stolz an, mit seinem Magic 2 LAN Triple den aktuell schnellsten Powerline-Adapter der Welt im Angebot zu haben, bis zu 2400 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) sollen drin sein.

Das macht das Adapter-Duo nicht über WLAN, sondern über drei LAN-Buchsen am Ausgabe-Gerät. Ideal ist so etwas zum Beispiel, wenn Fernseher, Streaming-Boxen und Spielkonsolen schnelles Internet benötigen. Weil kein WLAN vorhanden ist, ist auch die Inbetriebnahme denkbar einfach. Der Adapter mit den drei Ports kommt dort in die Steckdose, wo die schnelle Verbindung benötigt wird, der andere wird in der Nähe des Routers platziert und mit diesem per LAN-Kabel verbunden. Das war's auch schon.

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Der angegebene Highspeed ist natürlich nur ein theoretischer Wert, der lediglich unter Idealbedingungen erreicht werden kann. Im Test erreichte das Starter Kit bis zu 800 Mbit/s. Das ist in den Redaktionsräumen von ntv.de ein exzellenter Wert, da es hier viele Störquellen gibt. Und was das betrifft, sind Powerline-Geräte empfindliche Pflänzchen. So sollte man immer darauf achten, dass sie möglichst eine eigene Steckdose haben, auf keinen Fall sollte man sie in eine Steckdosenleiste in Nachbarschaft zu anderen Geräten platzieren. 140 Euro für das Starter Kit ist nicht ganz billig, aber beim Streaming und Gaming gibt's mit dem Devolo Magic 2 Triple garantiert keine Probleme mehr.

Quelle: ntv.de