Technik

Günstigster AVM-Router Fritzbox 4020 ist klein, aber stark

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Die Fritzbox 4020 ist ein Router-Zwerg mit viel Power.

(Foto: jwa)

Die Fritzbox 4020 ist der kleinste und günstigste AVM-Router. Die Mini-Box bietet abgespeckte und nicht immer ganz aktuelle Funktionen, kann aber trotzdem mehr als viele andere Router. Hohe Reichweite ist eine ihrer Stärken.

Die Fritzboxen des Berliner Herstellers AVM sind in Deutschland die mit Abstand meistverkauften Router. Ihr größter und einziger Nachteil ist der Preis, der manche Nutzer abschreckt und lieber zur kostengünstigen und subventionierten Lösung der Netzanbieter greifen lässt. Mit der Fritzbox 4020 fällt dieses Argument weg, 49 Euro kostet sie derzeit im Handel. Ganz ohne Einschränkungen gibt es diesen günstigen Preis nicht: Als eigenständiges DSL- oder Kabelmodem funktioniert die Box nicht, sie muss mit einem vorhandenen Modem verbunden werden. Gigabit-LAN fehlt, im WLAN funkt sie nur auf der vielgenutzten Frequenz von 2,4 Gigahertz und mit n-Standard, 5 Gigahertz und den schnelleren ac-Standard unterstützt sie nicht. Auch USB 3.0 hat die kleine Fritzbox noch nicht an Bord.

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Angestaubte Optik: Im Herbst kommt das Update für die Fritz-Benutzeroberfläche.

(Foto: jwa)

Ihre Stärken liegen woanders. AVM beschränkt sich auf das Nötigste, was für viele Nutzer auch ausreichend ist. Zum Beispiel dient sie als Repeater für eine bereits vorhandene Fritzbox mit Internetzugang, um die WLAN-Reichweite zu vergrößern. Häufigster Einsatzzweck dürfte aber die Verbindung mit einem bereits vorhandenen Modem oder einem weniger gut ausgestatteten Router vom Provider sein. In diesem Fall wird der Internet-Zugriff von der Fritzbox gesteuert. Auch mit einem LTE- oder UMTS-Stick kommt der Nutzer schnell ins Internet - in diesem Fall ist aber der einzige USB-2.0-Anschluss belegt, so dass keine Speichermedien wie externe Festplatten oder USB-Sticks mehr angeschlossen werden können. 

Einfache Einrichtung

Anschluss und Ersteinrichtung sind kinderleicht und funktionieren im Test problemlos, die webbasierte Benutzeroberfläche führt durch die Einrichtung und bildet die Kommandozentrale für alle Funktionen der Fritzbox 4020. Um sie aufzurufen, tippt man einfach "fritz.box" in die Adresszeile des Browsers. Von hier aus lässt sich auch ein Heimnetzwerk einrichten. Außerdem gibt es Extras wie einen Kindermodus mit Zeitsperre und die Einrichtung eines Gastnetzes. Optisch ist die Oberfläche ziemlich angestaubt und erinnert an längst vergangene Webdesign-Zeiten, doch sie ist intuitiv und funktional gestaltet, auch Laien finden sich schnell zurecht. Aktuelle Software-Version ist 6.25, im Herbst kommt ein großes Firmware-Update auf 6.35. Interessierte Nutzer können die "Laborversion" bereits jetzt testen.

Telefonieren kann man mit der Fritzbox 4020 nur mit dem Smartphone und einer der zusätzlichen Gratis-Apps, mit denen man von Android-Geräten, iPhones und Tablets auf die Fritzbox zugreifen kann. Mit "Fritz!App Fon" können Nutzer die Breitbandverbindung für VoIP-Telefonie nutzen, "Fritz!App Cam" macht zum Beispiel das Smartphone zur Webcam, deren Bilder auch aus der Ferne über den Browser angeschaut werden können.

Im Test konnte der kleine Router auch durch seine Reichweite punkten. Das schnelle ac-WLAN kann er nicht, doch im n-Standard brachte er durchweg hohe Übertragungsraten und konnte, besonders erfreulich, auch durch mehrere Wände hindurch noch ein starkes Signal aufrechterhalten. Zudem gibt es einen Stromsparmodus, der die Funkleistung an den Datenverkehr anpasst, im Ruhezustand nicht benötigte Funktionen abschaltet oder per Zeitschaltuhr das WLAN deaktiviert.

Quelle: n-tv.de

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